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  • 21.04.2016, 16:22h           12      Teilen:   |

US-Präsidentschaftswahlen

Donald Trump gegen transphobes Gesetz in North Carolina

Artikelbild
Donald Trump macht Rhetorik gegen Mexikaner und Muslime, zeigt sich jetzt aber nachsichtig gegenüber Transsexuellen (Bild: flickr / Gage Skidmore / cc by 2.0)

Überraschend hat sich der Favorit für die republikanische Präsidentschaftsnominierung gegen das von seinen Parteifreunden eingeführte Gesetz gestellt.

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich am Donnerstagvormittag gegen das in North Carolina vor wenigen Wochen erlassene Gesetz HB 2 ausgesprochen. Im NBC-Frühstücksfernsehen stellte der 68-Jährige klar, dass Transsexuellen die Benutzung von öffentlichen Toiletten erlaubt sein solle, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Das sei ein "überraschend moderate Einstellung", kommentierte daraufhin das konservative Wirtschaftsmagazin "Fortune" online.

Das Ende März beschlossene Gesetz, das von Medien "Klo-Gesetz" getauft worden war, hatte in den vergangenen Wochen in Amerika zu einem nationalen Proteststurm geführt. PayPal und die Deutsche Bank kündigten als Reaktion an, ihre Expansion in North Carolina zu stoppen und in diesem Jahr nicht wie geplant hunderte Arbeitsplätze im Bundesstaat zu schaffen. Auch viele Künstler haben aus Protest Auftritte in North Carolina abgesagt, zuletzt Pearl Jam (queer.de berichtete).

Trump äußerte sich zu dem Gesetz, nachdem in der live aus New York ausgestrahlten Sendung eine entsprechende über Twitter eingereichte Frage vorgelesen wurde. North Carolina habe für HB 2 ohne Not einen hohen Preis bezahlt, sagte der Republikaner: "Es gab einfach wenig Probleme. Man sollte es belassen, wie es ist." Das Gesetz habe "Unfrieden" gestiftet und zu einer "wirtschaftliche Bestrafung" von Bürgern des Staates geführt. "Menschen sollen die Toilette benutzen, von der sie denken, dass sie geeignet ist", erklärte der Präsidentschaftskandidat. Als NBC-Moderator Matt Lauer fragte, ob der Kandidat in seinem Trump-Tower dem transsexuellen Reality-Star Caitlyn Jenner erlauben würde, die Damentoilette zu benutzen, bejahte Trump das ohne Zögern.

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Konkurrent Cruz unterstützt das transphobe Gesetz

Damit setzt sich Trump ab von seinem innerparteilichen Konkurrenten Ted Cruz ab, der Transsexuelle vergangene Woche in die Nähe von Sexualstraftätern rückte. Der erzkonservative Senator aus Texas sagte bei einer Veranstaltung des Senders MSNBC: "Der Bundesstaat hat die Macht, Gesetze zu verabschieden, damit Männer nicht in Toiletten mit kleinen Mädchen gehen." Cruz damals weiter: "Ich finde es nicht toll, wenn Männer alleine in der Toilette mit meinen Töchtern sind. Ich denke, das ist eine perfekt angemessene Feststellung." Viele Republikaner haben sich in den vergangenen Wochen dieser Haltung angeschlossen – insbesondere Mandatsträger, die sich im November der Wiederwahl im konservativen Süden stellen müssen.


US-Senator Ted Cruz hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit Homo- und Transphobie profiliert.


Trumps lässige Haltung überrascht, da er sich lange mit Cruz einen Wettkampf geliefert hatte, wer der homophobere Kandidat ist (queer.de berichtete). Nach dem Sieg Trumps bei den Vorwahlen in New York will der Multimilliardär aber offenbar mehr in die Mitte rücken.

Die Vorwahlen dauern noch bis Mitte Juni. Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass den beiden Favoriten Donald Trump und Hillary Clinton noch die Nominierung ihrer jeweiligen Partei genommen werden kann. Die Sieger der innerparteilichen Wettbewerbe werden dann bei der Wahl Anfang November gegeneinander antreten. Wer dieses Rennen macht, wird im Januar 2019 als 45. US-Präsident vereidigt werden. (dk)

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Tags: donald trump, usa, präsidentschaftswahl, us-wahlen, ted cruz
Schwerpunkte:
 US-Präsidentschaftswahl 2016
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Reaktionen zu "Donald Trump gegen transphobes Gesetz in North Carolina"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.04.2016
16:30:08


(+2, 8 Votes)

Von Katrina_Reichert
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.04.2016


Huch, da hat uns' Donald anscheinend mal seine Tabletten vergessen.

Ich brauche dringend zahnärztlichen Beistand, DIESEM geschenkten Gaul möchte ich doch mal ins Maul schauen und auf den Zahn fühlen.

Ich traue diesem Braten nicht.


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#2
21.04.2016
20:13:08
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Jens


Der ist eh anders als seine republikanischen Polit- Kollegen. Während jene zB Russland gegenüber eher feindlich gesinnt sind, versteht sich Trump gut mit Putin.

Auch ist er noch viel islamophober als die anderen Republikaner.

Jedenfalls wird er hoffentlich kein Präsident werden.
Schade, dass Sanders so gut wie keine Chance mehr hat. Die nächste Präsidentin wird wohl Clinton heißen.


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#3
21.04.2016
20:19:12


(-5, 7 Votes)

Von Megatron


Trump gegen Hillary - Cousins 19. Grades werden da ausmachen, wer aus der Familie nach Cousin Obama diesmal dran ist.

Und was Trump sagt oder nicht, hat nur am Rande Bedeutung. Denn hier geht es um professionelle PR.

Trump ist im Rennen für die konservativen Weissen, damit diese in den Zeiten des Abschwungs und Rezession nicht den Glauben an das System verlieren.

Trump hat selbstverständlich keine Chance, Präsident zu werden, wenn nicht ein großes US-Bewegendes Ereignis wie 9/11 passieren sollte, das die Wähler-Landschaft völlig verändert.

Ansonsten wird Rodham Clinton da weitermachen, wo Rodham Obama aufgehört hat.


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#4
21.04.2016
22:32:10


(+4, 4 Votes)

Von jochen
Aus münchen (Bayern)
Mitglied seit 03.05.2008


Ganz so überrascht bin ich nicht.
Denn schon vor einigen Jahren hat sich Donald Trump im TV gegen jemanden ausgesprochen, den Trump für homophob, rassistisch und antisemitsch hielt.


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#5
22.04.2016
11:33:59


(+2, 4 Votes)

Von marcog
Aus Offenburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 11.10.2012


Vereidigung erst 2019?


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#6
22.04.2016
14:23:48
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von myystery


Trump ist einfach nur ein Schwätzer, der sich selbst einen riesigen Spaß bereitet und die breite Aufmerksamkeit genießt.

Wirklich gefährlich sind Leute wie Cruz, die im Schatten von Trumps plakativer PI-Ness wählbar erscheinen (sollen, der "wahre Konservative") und ihr irres Handeln noch als Vollendung des "Willen Gottes" begreifen.

Trump kann meinetwegen ruhig die Vorwahlen gewinnen. Dann sind wir das Übel Cruz schonmal los und Trump hat durch die geballte Medienmacht gegen sich keine Chance, zumal nicht mal die eigene Partei ihn wirklich unterstützt.


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#7
22.04.2016
17:36:18


(-2, 4 Votes)

Von Johannes45


Also bei den Republikanern ist mir der New Yorker Donald Trump lieber als der Texaner Ted Cruz, denn Ted Cruz ist noch viel reaktionärer als Donald Trump. Daher sollte besser Trump sich gegen Cruz durchsetzen, was die Republikaner angeht.

------------
Bei den Demokraten freut es mich, das Hillary Clinton es nun nach dem Wahlsieg im Bundesland New York fast geschafft hat. Bernie Sanders ist einfach zu weit links bei den Demokraten und ich finde es gut, wenn Clinton nun Sanders besiegt.

-----------

Selbstverständlich aber muss im Herbst dann Hillary Clinton gegen Donald Trump gewinnen... ich würde mich sehr sehr freuen, wenn Hillary Clinton als erste Frau in der Geschichte der Vereinigten Staaten US-Präsidentin wird.


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#8
22.04.2016
22:41:34


(-2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Johannes45


""Also bei den Republikanern ist mir der New Yorker Donald Trump lieber als der Texaner Ted Cruz,""..

Ted Cruz ist gar kein "Texaner", sondern Kanadier..
Ganz so wie auch Arnold Schwarzenegger immer aus der Steiermark stammt, und kein "Kalifornier" ist..


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#9
23.04.2016
14:46:49


(+3, 3 Votes)

Von Interessen-Watch


Je nach Situation, Zielgruppe und Umfeld kann man solche Gesetze ja, Trump-/AfD-style, mit unterschiedlicher xenophober Stimmungsmache verkaufen...

"Die Vorgaben dieses Artikels ersetzen und schließen jede Verordnung, Vorschrift, Resolution oder Richtlinie aus, die einem Arbeitgeber irgendeine Anforderung auferlegen oder diese regulieren, die die Vergütung der Beschäftigten betreffen, wie die Lohnhöhe der Beschäftigten, die Zahl der Arbeitsstunden, die Zahlung der Löhne, Urlaub, Zusatzleistungen oder Wohlergehen von Minderjährigen in der Belegschaft betreffen.

Ein Landkreis darf von einem Arbeitgeber keine Einhaltung von Anforderungen verlangen, die der Kreis nicht allen Arbeitgebern im Kreis auferlegen konnte, wie die Zahlung des Mindestlohns oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall..."

(North Carolina Session Law 2016-3, House Bill 2)

Ab 8:20

Youtube-Video:


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#10
23.04.2016
17:45:29


(0, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #7 von Johannes45


""Also bei den Republikanern ist mir der New Yorker Donald Trump lieber als der Texaner Ted Cruz,""..

Nach dem Motto, vom Regen in die Traufe? Die ganze republikanische Partei ist religiös erzkonservativ rechsaußen


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