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  • 21.04.2016, 22:27h           9      Teilen:   |

Ein Symbol tritt ab

Trauer um Prince

Artikelbild
Prince bei einem Konzert in Irland mit dem Symbol, das er einst als Künstlernamen trug (Bild: Jimi Hughes / wikicommons / cc by 2.0)

Der amerikanische Sänger, Komponist, Songwriter und Musikproduzent starb am Donnerstag im Alter von 57 Jahren in seinem Haus in Minnesota.

Mit Hits wie "Kiss", "When Doves Cry" oder "Purple Rain" wurde er in den 80ern zum Weltstar: Nun ist Prince Roger Nelson am Donnerstag im Alter von 57 Jahren in seinem Haus und Studio im US-Bundesstaat Minnesota gestorben. Die genaue Todesursache ist noch unklar.

"Ich bestätige in tiefer Trauer, dass der legendäre Kultstar an diesem Morgen in seiner Paisley-Park-Residenz gestorben ist", sagte seine Agentin. In der letzten Woche hatte es Berichte gegeben, dass der Sänger, der 1958 in Minneapolis ebenfalls in Minnesota geboren wurde, wegen einer Grippe-Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert worden war. Zuvor hatte der Privatjet des Sängers wegen der Erkrankung notlanden müssen.

1978 begann der Künstler, Sohn eines schwarzen Jazzmusikers und einer weißen Sängerin, seine Karriere mit dem Debütalbum "For You", auf dem er angeblich alle 27 Instrumente gespielt haben soll.

1984 gelang ihm der Durchbruch mit der Single "Purple Rain" zum gleichnamigen Film, in dem er die Hauptrolle spielte und für dessen Soundtrack er einen Oscar erhielt. Im Laufe seiner Karriere heimste er sieben Grammys ein.

Bis zuletzt hatte Prince Alben aufgenommen und Tourneen durchgeführt, in der letzten Woche musste er zwei Konzerte in Atlanta absagen. Auch für andere Künstler schrieb er Songs, etwa "Manic Monday" für die Bangles oder "Love Song" für Madonna.

Youtube | US-Sender unterbrachen ihr Programm, um den Tod zu vermelden
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Wandel zum Gläubigen

Das frühe Album "Dirty Mind" (1980)
Das frühe Album "Dirty Mind" (1980)

Neben seiner Musik machte Prince vor allem mit seinen oft sexuellen und gelegentlich politischen Lyrics sowie einem erotischem, exzentrischen und androgynen Auftreten Schlagzeilen. Auf dem Album "Controversy" sang er 1981: "Am I black or white, am I straight or gay?"

In den letzten Jahren war er im Auftreten spürbar konservativer geworden, was auch auf seinen Beitritt 2001 zu den Zeugen Jehovas zurückgeführt wurde. 2008 zitierte ihn das Magazin "New Yorker" mit einem Ausfall gegen die Homo-Ehe. Auf eine Bibel pochend soll er gesagt haben: "Gott kam zur Erde und sah Menschen, die es überall reinsteckten und mit was immer machten, und er hat das alles gereinigt. Er war wie: 'Genug'." Prince dementierte allerdings die Äußerungen.

Der Sänger äußerte sich selten zu seinem Privatleben. Er war mit mehreren Frauen verlobt und zweimal verheiratet. In der ersten Ehe mit der Tänzerin Mayte Jannell Garcia wurde 1996 ein Sohn geboren; die Frühgeburt litt am Pfeiffer-Syndrom mit körperlichen und geistigen Behinderungen und starb nach einer Woche. Er blieb das einzige Kind des Künstlers.

Reaktionen

Prince 1985 bei der Oscar-Verleihung
Prince 1985 bei der Oscar-Verleihung

"Mein Liebesleben und meine Musik ist sexier und hat mehr Soul, weil er lebte und arbeitete. Mein Herz zerbricht", schrieb die Sängerin Melissa Etheridge zur Todesnachricht von Prince bei Twitter. Elton John nannte ihn bei Instagram den "größten Performer, den ich je gesehen habe. Ein echtes Genie."

Star-Trek-Star George Takei schrieb: "So fühlt es sich also an, wenn die Tauben weinen." Boy George, der im letzten Jahr behauptete, mit Prince geschlafen zu haben (queer.de berichtete), sprach vom "schlimmsten Tag aller Zeiten". Der Musiker Lenny Kravitz meinte, Prince habe ihm erst seine Möglichkeiten aufgezeigt. Und in dem Jahr, in dem u.a. mit David Bowie ein Idol von Prince starb, meinte Robbie Williams: "Jetzt auch noch Prince? Nein, Nein, Nein." (cw)

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Reaktionen zu "Trauer um Prince"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
21.04.2016
23:31:39


(+1, 7 Votes)

Von Niedermeier


Götter verlassen die Erde, um ewig zu bleiben.


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#2
22.04.2016
07:52:39


(-4, 6 Votes)

Von Andy


Musikalisch sicherlich talentiert. Menschlich allerdings ganz, ganz weit unten. Wenn ein Künstler seine eigenen Fans verklagt - tut mir leid, da fehlt mir das Verständnis für.


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#3
22.04.2016
08:28:27


(+3, 3 Votes)

Von Orbituary


Ich habe die traurige Nachricht gestern Abend in der Tagesschau mitbekommen und konnte sie erst gar nicht glauben. Die Musikwelt hat mit ihm einen tollen Musiker und Sänger verloren.

Ruhe in Frieden!


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#4
22.04.2016
08:56:13


(+1, 11 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Sollte es wirklich einen Gott geben, dann ist er ein brutaler Sadist: erst nahm er uns Lemmy Kilmister, David Bowie und Prince, aber er lässt uns Andrea Berg, Helene Fischer und den Wendler.


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#5
22.04.2016
10:15:44


(+1, 7 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Mich lässt diese Nachricht völlig kalt. Vielleicht war er talentiert aber die Bibel hat ihm den Rest gegeben.


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#6
22.04.2016
13:30:31


(+7, 7 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Schade, dass er sich wohl auf die Zeugen Jehovas eingelassen hat.
Dort werden unter anderem medizinische Behandlungen, Impfungen oder Veränderungen am Gesundheitszustand abgelehnt.
Man kann zwar nicht festlegen, dass evtl. eine versäumte Grippe-Impfung ihn jetzt so schwer erkranken lassen hat, dass er zielsicher daran verstarb.
Es gibt keinen Untersuchungsbericht.

Musikalisch wird er natürlich unvergessen bleiben. Ich hatte ihn immer als Zwillingsstern von Jacko gesehen, wenn auch unterschiedliche Charaktere doch bestimmte Gemeinsamkeiten, sei es das androgyne Auftreten oder die Bewegungsdynamik.
Die Songs - nun ja, nicht ganz so meins - sie haben ihre Fangemeinde gefunden, so, wie schon die Person ihr Charisma.

Dance in peace, 4ever.


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#7
22.04.2016
15:00:47


(+5, 5 Votes)

Von Vater
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Andy


Ich kann dich gut verstehen und fühle mit dir.

Andererseits hättest du Prince nicht andauernd stalken dürfen - größter Fan hin oder her...
Dann hätte er dich auch nicht ständig verklagt.

:-/


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#8
23.04.2016
20:28:46


(+5, 5 Votes)

Von SofiaBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 01.01.2013


Hm, vielleicht bin ich herzlos aber auch zu jung aber mir tut der tod von jemandem nicht leid, der sein ganzes leben lang seine homosexuelle seite geleugnet hat und gegen ende seines lebens auch noch rückständig geworden ist.....


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#9
24.04.2016
01:43:30


(+2, 4 Votes)

Von giliatt 2


Kunst und Wahnsinn liegen immer dicht beieinander, was heißt, dass Künstler generell mindestens eine Macke haben, aber Dinge erschaffen, die generationenübergreifend faszinieren.
Mir passt es auch nicht in den Kram, nun zu erfahren, dass er den Zeugen Jehovas bisweilen nahe stand. Was aber zählt, ist sein musikalisches Gesamt-Werk. Und das besteht nicht nur aus seinen gefistelten Top-Hits KISS und PURPLE RAIN, sondern aus zahllosen Titeln, die er für andere hochkarätige Top-Stars komponiert und getextet hat.

Vergleichbar mit Don Mc Lean, der zu Lebzeiten eine Legende ist. Und übrigens zum Thema Künstler-Wahnsinn mit STARY STARY NIGHT über den Maler Vincent van Gogh eine der schönsten Balladen schrieb, die wir je hören durften. Ihm, dem Don Mc Lean, wurde zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt mit KILLING ME SOFTLY. Gesungen wurde der Titel (Text Aretha Franklin) von den Fugees und Roberta Flack und es gibt eine zu Herzen gehende deutsche Coverversion mit einem tollen Text von Veronika Fischer.
Als Interpret kam Don Mc Lean in die Charts mit AMERICAN PIE, einer metaphorischen Ballade - unlängst von Madonne gecovert - über die Rockgeschichte und die Weltpolitik mit rätselhaftem Text. Setzte politisch ambitioniert nach mit einem ironisierenden Song über die Neutronen-Bombe:"Bist wirklich eine ästhetische Bombe, denn die Häuser bleiben stehen, nur die Menschen hast du vernichtet." The property stays, but the people are gone,,,

PRINCE kämfte gegen die Allmacht der Plattenbosse. Änderte provokativ seinen Künstlernamen in "der Künstler, den man mal Prince nannte" TAFKAP. The artist formerly known as Prince.

Wir wissen zu wenig über ihn.
Wir sollten ihn achten.


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