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  • 22.04.2016, 09:27h           122      Teilen:   |

Heten-Diskriminierung in Bayern

Wohnungsannonce: Nur schwule Mieter erwünscht



In Bayern sorgt eine Wohnungsanzeige für Wirbel in der regionalen Presse. Der Grund: Für die "helle Souterrain-Wohnung" in Brannenburg im Landkreis Rosenheim wird als Mieter nur ein "einzelner, homosexueller Herr oder männliches Paar" gesucht.

Immerhin: Weder rosenheim24.de noch der Münchner "Merkur" beschweren sich in ihrer Berichterstattung bitterlich über böse Heten- (und Frauen-)Diskriminierung im idyllischen Inntal – sie finden die Wohnungsannonce einfach nur "kurios".

Makler Franz Mühlbauer von ICM Immobilien erklärte auf Nachfrage, der Vermieter habe positive Erfahrungen mit schwulen Mietern gesammelt. Als diskriminierend empfindet er die Wohnungsanzeige mit der Einschränkung auf eine sexuelle Orientierung nicht. "Das ist eher dann der Fall, wenn in der Anzeige steht: Keine Kinder, keine Tiere, keine Raucher."

Die 2-Zimmer-Wohnung "mit großer Sonnenterrasse" ist übrigens noch frei. Die "Warmmiete", merkt rosenheim24.de süffisant an, beläuft sich auf 750 Euro. (mize)

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Tags: hetero-diskriminierung, brannenburg, wohnungsanzeige
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Reaktionen zu "Wohnungsannonce: Nur schwule Mieter erwünscht"


 122 User-Kommentare
« zurück  12345...1213  vor »

Die ersten:   
#1
22.04.2016
10:16:16


(+8, 14 Votes)

Von Sebi


Ehrlich gesagt finde ich den Ausschluss von Heteros genauso diskriminierend wie den Ausschluss von Schwulen.

Wie würden wir es finden, wenn er dieselbe Begründung umgekehrt verwenden würde: "Ich will nur Heteros, weil ich bisher mit denen gute Erfahrungen gemacht habe." Oder "Ich will keine Schwarzen, sondern nur Weiße, weil ich bisher mit denen gute Erfahrungen gemacht habe."


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#2
22.04.2016
10:51:22


(+6, 12 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #1 von Sebi


PS:
Die einzige Ausnahme würde ich sehen, wenn in dem Haus nur Schwule (z.B. als schwules Mehrgenerationenhaus oder ähnliches Wohnprojekt) wohnen.

Aber ansonsten halte ich von sowas gar nichts.

Im übrigen würde ich auch als Schwuler nicht in einem schwulen Ghetto wohnen wollen. Wenn wir uns abschotten, wird die Akzeptanz eher ab- statt zunehmen.


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#3
22.04.2016
11:22:01


(+3, 15 Votes)

Von Noah


>> "Das ist eher dann der Fall, wenn in der Anzeige steht: Keine Kinder, keine Tiere, keine Raucher." <<

Also wenn man keine Raucher will, kann ich das noch am ehesten verstehen.

Ich wohne z.B. über Rauchern und kann im Sommer weder auf den Balkon noch die Fenster aufmachen - denn diese Raucher gehen zum Rauchen auf den Balkon, damit sie ihren Qualm nicht in ihrer eigenen Wohnung haben. Aber ob dadurch andere (die selbst gar nicht rauchen) den Qualm in ihrer Wohnung haben, ist denen egal.

Oder Freunde von mir sind mal in eine Wohnung gezogen, wo vorher ein starker Raucher gelebt hat. Aber selbst mit mehrmaligem Streichen der Wände (sogar mit spezieller Nikotinfarbe) kommt dennoch früher oder später immer dieser gelblich-bräunliche Schimmer durch... Und eine Messung hat ergeben, dass die Wände immer noch Nikotin ausdünsten. Die sind dann nach 6 Monaten wieder ausgezogen, weil sie sogar nächtliche Hustenanfälle davon bekamen. Seitdem steht die Wohnung leer und der Vermieter bekommt die nicht mehr vermietet.

Insofern kann ich nur sagen:
wenn man Raucher ausschließt, kann ich das noch am ehesten verstehen. Da geht es schließlich um den unversehrten Zustand der Wohnung und auch die Gesundheit der anderen Bewohner.

Ich weiß, dass das Rauchernn nicht gefällt, ist aber nun mal so.


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#4
22.04.2016
11:46:32


(-12, 18 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Noah


""Ich wohne z.B. über Rauchern und kann im Sommer weder auf den Balkon noch die Fenster aufmachen - denn diese Raucher gehen zum Rauchen auf den Balkon, damit sie ihren Qualm nicht in ihrer eigenen Wohnung haben.""..

Der Rauch der dann exklusiv in die Wohnungen der Nichtraucher zieht..
Während auf deren Balkonen munter der Holzkohlegrill vor sich hindampft..

Überhaupt sollte man Rauchern das Rauchen entweder ganz verbieten, oder ihnen Wohnungen in den obersten Etagen von Hochhäusern zuweisen, damit sich deren Belästigungen nicht mehr auf die arg gebeutelten Nichtraucher auswirken können..

Dafür hatte schon vor über 40 Jahren ein Künstler eine gute Lösung parat, das auch die Segregation der Mieter vortrefflich beschrieb :

Youtube-Video:


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#5
22.04.2016
12:03:50


(+6, 18 Votes)

Von Noah
Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


>> Der Rauch der dann exklusiv in die Wohnungen der Nichtraucher zieht..

Nicht exklusiv, aber wenn man direkt darüber wohnt, bekommt man nun mal das meiste ab.

Und es kann ja wohl nicht sein, dass Raucher ihren eigenen Qualm nicht in ihrer Wohnung haben wollen und Nichtraucher das dafür sehr wohl in ihrer Wohnung dulden müssen.

>>Während auf deren Balkonen munter der Holzkohlegrill vor sich hindampft..

Ja, das finde ich genauso lästig. Aber das ist nicht sieben Tage die Woche, von morgens bis abends verteilt.

>>Überhaupt sollte man Rauchern das Rauchen entweder ganz verbieten

Wieso das denn?

Die sollen ruhig rauchen so viel sie wollen. Aber halt nicht andere zum Mitrauchen zwingen. Wie gesagt: es kann ja wohl nicht sein, dass Raucher, weil sie in ihrer eigenen Wohnung keinen Qualm haben wollen, Nichtraucher das in ihren Wohnungen dulden müssen (oder alternativ halt ihren Balkon nicht nutzen können und die Fenster ständig geschlossen halten).


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#6
22.04.2016
12:21:08


(-12, 18 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Noah


""Nicht exklusiv, aber wenn man direkt darüber wohnt, bekommt man nun mal das meiste ab.""..

Unsinn..

""Ja, das finde ich genauso lästig. Aber das ist nicht sieben Tage die Woche, von morgens bis abends verteilt.""..

Aha..
Arbeitslose Raucher, die den lieben langen Tag qualmend den Balkon verräuchern..

Die verteilst hier munter Vorurteile..
Weder zieht "das meiste" in "andere Wohnungen", noch käme es dann nicht auch dazu, daß Rauch in die Wohnungen der Raucher einzöge, deren Fenster und Balkontüren näher am "Brandort" Zigarette liegen..
Lustig..


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#7
22.04.2016
12:49:56


(+8, 18 Votes)

Von Noah
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


>> Unsinn..

Kannst Du auch begründen, warum das "Unsinn" sein soll? Oder wird das einfach nur wahr, weil Du es schreibst?

>> Arbeitslose Raucher, die den lieben langen Tag qualmend den Balkon verräuchern..

Nicht konstant den ganzen Tag, aber immer wieder. Und es ist halt nicht vorhersehbar. Was soll ich denn machen? Soll ich die jetzt um einen Stundenplan bitten, damit ich weiß, wann ich die Fenster offen lassen kann und wann nicht?

>> Weder zieht "das meiste" in "andere Wohnungen", noch käme es dann nicht auch dazu, daß Rauch in die Wohnungen der Raucher einzöge, deren Fenster und Balkontüren näher am "Brandort" Zigarette liegen..

Ich sprach nicht "von anderen Wohnungen", sondern von meiner. Und es ist doch wohl offensichtlich, dass ich, wo ich direkt darüber wohne, mehr abbekomme als z.B. Leute die 3 Etagen höher wohnen oder die 2 Häuser weiter wohnen. Natürlich bekomme ich mehr von den Qualm ab als Leute, die weiter weg wohnen. Das ist simpelste Physik.

Und ja, die Balkontüre der Raucher liegt natürlich noch näher an der Zigarette. Aber die machen die natürlich, wenn sie zum Rauchen auf dem Balkon gehen, hinter sich zu, damit nichts in deren Wohnung dringt. Soll ich jetzt eine Überwachungsanlage installieren, die mir jedes mal, wenn die den Balkon betreten, Alarm gibt, so dass ich dann schnell aus einem anderen Zimmer ins Wohnzimmer stürmen kann um die Balkontüre zu schließen und im Schlafzimmer das Fenster zu schließen?

Ich habe früher immer im Sommer (auch wenn ich weg war) den ganzen Tag in Wohn- und Schlafzimmer die Fenster aufgelassen. Das geht jetzt nicht mehr.

Und wie gesagt: das absurde ist, dass die Raucher selbst ja auch ihren Qualm nicht in ihrer Wohnung haben wollen. Wenn ich aber dasselbe auch nicht will (wobei es um den Rauch anderer geht) dann bin ich plötzlich der Intolerante?

>> Lustig..

Tja, jeder hat einen anderen Humor, aber ich finde es nicht lustig, wenn man nicht mal mehr im Hochsommer die Fenster offen lassen kann. Alles nur wegen Rauchern, die selbst auch ihren eigenen Qualm nicht in ihrer Wohnung haben wollen...


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#8
22.04.2016
12:58:14


(+6, 18 Votes)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Zigarettenqualm ist für Nichtraucher sehr störend. Und nicht nur das: sondern er ist ja auch erwiesenermaßen gesundheitsschädlich.

Ich kenne keinen Nichtraucher, der einem Raucher das Rauchen komplett verbieten will. Aber ist es denn wirklich zu viel verlangt, wenn man nicht zum Mitrauchen gezwungen werden will ?! Erst recht nicht (wie in Noahs Beispiel) in den eigenen vier Wänden...

Wieso verstehen Raucher nie diesen Unterschied und denken immer, man wolle sie irgendwie einschränken, nur weil man selbst nicht von ihnen eingeschränkt werden will?

Sollen Raucher von mir aus 20 Schachteln am Tag wegrauchen. Aber sie sollen andere nicht gegen deren Willen zum Mitrauchen zwingen. Erstens weil es eklig ist und zweitens weil es auch die Gesundheit der anderen schadet.

Es gibt Raucher, die sehr intelligent, gebildet und belesen sind und die bei anderen Themen sehr differenziert argumentieren können, sachlich fundiert begründen und logisch schließen. Aber sobald es ums Thema Rauchen geht, schaltet sich bei allen Rauchern jegliche Logik und jegliches Faktenwissen aus.

Das zeigt letztlich nur, dass Rauchen tatsächlich eine Sucht ist und wie bei jeder Sucht schalten sich Logik und gesunder Menschenverstand komplett aus, wenn man nur ansatzweise die Gefahr fürchtet, der Konsum des Suchtmittels könne irgendwie eingeschränkt werden.


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#9
22.04.2016
13:09:17


(+10, 18 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Raucher haben etwas mit Homohassern gemeinsam:

Man kann noch so viel Fakten und Argumente bringen und das noch so ausführlich erklären. Das stößt generell auf taube Ohren.

Als Antworten kommen (bei Rauchern wie bei Homohassern) dann Dinge auf dem Niveau wie "Unsinn", "Lustig", "Das war schon immer so, das soll auch so bleiben", "Man atmet doch auch sonst genug Schadstoffe ein" (als ob das ein Argument wäre, das noch auszudehnen), etc. etc. etc.

Oder auch die bekannten Herrschaftstechniken, wie z.B. der Versuch das Gegenüber lächerlich zu machen (in TheDads Beiträgen deutlich erkennbar, indem er versucht, die Argumente ins Lächerliche zu ziehen, so als würde man sich die Rauchbelästigung einbilden und das ganze wird dann als "Lustig" bezeichnet).

Und genau wie bei Homohassern sind auch Raucher der festen Überzeugung, dass sie vollkommen im Recht sind und dass alle anderen nur zu dumm sind, die Wahrheit zu erkennen. Und genau wie Homohasser fühlen sich auch Raucher als Opfer einer Unterdrückung von angeblich "politisch Überkorrekten".

Und das schlimme ist: beide (Homohasser und Raucher) stecken so tief in ihrer Ideologie drin, dass sie das wahrscheinlich niemals kapieren werden - egal wie schlau sie bei anderen Themen sind. Da scheint (wie bei jeder Ideologisierung - egal ob aus Sucht oder aus Fanatismus) irgendwo eine kognitive Schranke zu sein, wodurch die Fakten und Argumente es nicht mal ins Gehirn schaffen bzw. gleich wieder verdrängt werden und nicht mal durchdacht werden.

Traurig. Umso mehr, da sowohl Homohass als auch Rauchen eben auch anderen, eigentlich Unbeteiligten, schadet.


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#10
22.04.2016
13:32:25
Via Handy


(+12, 20 Votes)

Von Luca


Wieso erwarten Raucher immer, dass Nichtraucher das zu tolerieren haben?

Die Raucher verursachen die Belästigung mit giftigem Rauch. Also haben sie als Verursacher Rücksicht zu nehmen und nicht umgekehrt.


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