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  • 25.04.2016, 09:33h           92      Teilen:   |

Neues Grundsatzpapier

BDKJ fordert Akzeptanz von Homo-Paaren

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Beim Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern sieht man Homosexualität locker (Bild: Christian Schnaubelt / BDKJ-Bundesstelle)

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend beklagt, der Katechismus sei gegenüber Schwulen und Lesben "unmenschlich und ungerecht".

Die Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend hat am Sonntag auf der Burg Rothenfels (Landkreis Main-Spessart) einen umfangreichen Beschluss "Zum kirchlichen Umgang mit Liebe und Partnerschaft" (Word-Dokument) verabschiedet, in dem gefordert wird, dass "gleichgeschlechtliche Beziehungen als Liebesbeziehungen respektiert und akzeptiert werden".

"Papst Franziskus hat die Diskussion über kirchliche Aussagen zu Ehe und Familie mit seinem kürzlich veröffentlichten Schreiben Amoris Laetitia (Die Freude der Liebe) nicht beendet, sondern neu eröffnet", erläutert der BDKJ-Bundesvorsitzende Wolfgang Ehrenlechner in einer Pressemitteilung. Darum wendet sich der BDKJ nun an die deutschen Bischöfe mit der Aufforderung, "die Lebensrealitäten, Überzeugungen und Gewissensentscheidungen junger Menschen in Deutschland anzuerkennen und in die weltkirchliche Diskussion einzubringen."

Die Beziehungen junger Menschen seien "zu achten und wertzuschätzen", so Ehrenlechner. "Das schließt selbstverständlich eine verantwortungsvolle Sexualität ein, die für viele Jugendliche und junge Erwachsene Teil ihrer Beziehung ist."

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"Lange Tradition der Homophobie"

Neben Fragen wie Beziehungen vor einer Eheschließung geht das BDKJ-Papier ausführlich und mit klaren Worten auf homosexuelle Paare ein. "Die kirchliche Lehre besagt, dass partnerschaftliche Liebe aufgrund der Schöpfungsordnung nur zwischen Mann und Frau ihren Platz hat", kritisiert die katholische Jugend. "Sie beruht auf einem Umgang mit biblischen Texten und auf Annahmen über die Natur des Menschen, die jeweils nicht mehr unserem heutigen Wissensstand entsprechen, und sie ist geprägt von einer langen Tradition der Homophobie und der Abwertung und Diskriminierung von Homosexualität."

Bei heutigem Wissensstand sei es "nicht mehr vertretbar, gleichgeschlechtliche Liebe und gleichgeschlechtliche Beziehungen mit naturwissenschaftlichen oder mit theologischen Argumenten abzulehnen. Die an homosexuelle Menschen gerichtete Aufforderung des Katechismus, auf Entfaltung ihrer Liebesfähigkeit und Sexualität zu verzichten, ist unmenschlich und ungerecht."

Der BdKJ erwarte aus seiner christlichen Überzeugung heraus, "dass homosexuell und heterosexuell liebende Menschen und ihre Partnerinnen und Partner anerkannt werden und dass gleichgeschlechtliche Beziehungen als Liebesbeziehungen respektiert und akzeptiert werden". Der Verband fordert "ein Ende der Diskriminierung gleichgeschlechtlich liebender Menschen".

Widersprüche ansprechen

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Das Wissen um Empfängnisverhütung bezeichnet der BDKJ in dem Papier als "Allgemeinbildung" und fordert die Akzeptanz persönlicher Abwägungen und selbstverantworteter Entscheidungen für oder gegen Verhütungsmittel.

Man erwarte, "dass Jugendliche und junge Erwachsene in kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auch für Fragen nach Beziehung und Sexualität finden können", und diese nicht in einen Konflikt mit Vorgesetzten geraten, weil sie "Sexualität in heterosexuellen Beziehungen vor der Ehe, gleichgeschlechtliche Beziehungen und die jeweiligen Einstellungen zu Empfängnisverhütung anerkennen".

Die Aussagen in "Amoris laetitia" über die Ehe- und Familienpastoral enthalte "ermutigende Ausführungen über Liebe, Ehe und Familie", sagte Ehrenlechner gegenüber katholisch.de. Zugleich äußerte er deutliche Kritik an der kirchlichen Bewertung homosexueller Partnerschaften: "Es ist ein Widerspruch, wenn man von Wertschätzung und Nichtdiskriminierung spricht und gleichzeitig homosexuelle Partnerschaften nur als Problem und gleichgeschlechtliche Liebe als nicht gottgewollt ansieht." (cw)

Mehr zum Thema:
» Katholische Jugendverbände: "Gottes Liebe macht keine Unterschiede" (01.12.15)
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Tags: bdkj, katholische kirche
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Reaktionen zu "BDKJ fordert Akzeptanz von Homo-Paaren"


 92 User-Kommentare
« zurück  12345...910  vor »

Die ersten:   
#1
25.04.2016
09:36:45


(+10, 14 Votes)

Von Finn


Zu Akzeptanz gehört aber auch volle Gleichstellung!

Wer andere nicht zu 100% gleichstellt, hat sie auch nicht wirklich zu 100% akzeptiert und sieht sie nicht als 100% gleichwertig an.


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#2
25.04.2016
09:41:35


(+7, 11 Votes)

Von Alex


Da werden sie bei den Führern ihrer Sekte auf taube Ohren stoßen.

Vielleicht sollten die einfach mal einsehen, dass dieser Verein sich gar nicht ändern will und kann, weil deren ganze Macht nur auf Hass besteht und Schwule und Lesben die letzte Bastion des Hasses geblieben ist, die die noch haben. Deswegen haben die sich so fanatisch auf uns eingeschossen - die wissen, dass wenn sie uns auch noch als Objekte ihrer Hetze verlieren, fällt deren Kartenhaus in sich zusammen.

Da hilft nur eines: Austritt!

Gerade wenn man sich selbst als Christ versteht, sollte man aus diesem unchristlichen Verein austreten.

Ich kann eh nach dem jahrzehntelangen massenhaften Kindesmissbrauch (wo auch heute immer nur so viel zugegeben wird, wie sich eh nicht mehr vertuschen lässt) nicht verstehen, wie jemand da noch Mitglied sein kann und diesen macht- und geldgeilen Konzern finanziell und ideologisch unterstützen kann.


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#3
25.04.2016
09:53:52


(+4, 8 Votes)

Von Joharnes45


Nunmehr empfehle ich den Rückschritt in die Heilige Katholische Kirche!


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#4
25.04.2016
10:01:24


(+5, 9 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Ich glaube zwar nicht an (irgendeinen) Gott, bin Atheist bzw. Agnostiker, aber: Alle Achtung vor diesen Jung-Katholiken!


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#5
25.04.2016
10:20:53


(-5, 11 Votes)

Von Bullshit


Die bösen bösen katholischen Christen, hasserfüllt und intolerant. Von denen sind bestimmt min 53 % homophob und viele wollen die Bibel zur Grundlage unserer Rechtssprechung machen. Ach ne, das war ein andere Verein, nur viele der Kommentatoren auf queer.de wollen uns dies suggerieren und uns in ihren ideologischen Wahn ziehen.


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#6
25.04.2016
10:30:58


(+11, 11 Votes)

Von Timon


Die Frage ist nicht, ob, wann und in welchem Umfang die Kirche uns akzeptiert.

Die Frage lautet vielmehr, ob wir denen jemals verzeihen werden, was die Jahrzehnte und Jahrhunderte lang angerichtet und an Hass und Gewalt ueber die Welt gebracht haben.


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#7
25.04.2016
10:34:43


(+6, 10 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #5 von Bullshit


Nur dass eine Jugendorganisation eben nicht für den ganzen Verein spricht.

Warte erst mal ab, was davon übrig bleibt und ob die wirklich so sehr auf Gleichstellung bestehen, dass sie notfalls auch austreten, wenn sich nichts tut.

Kennen wir doch auch von SPD und FDP: reden können die alle schön, aber zum Handeln reicht es dann in der Regel nicht mehr.

Ich selbst würde mich (auch wenn ich da niemals Mitglied werde) über einen Fortschritt zwar freuen, aber ich glaube es erst, wenn es wirklich passiert.

Mir wäre es schon genug, wenn die sich endlich mal aus der Politik raushalten würden und nicht meinen würden, ihre mittelalterlichen Vorstellungen auch allen anderen Menschen, die dort gar nicht Mitglied sind, aufzwingen zu wollen


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#8
25.04.2016
10:46:11


(+1, 7 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die gute Absicht in allen Ehren, aber eher wird die Sonnen im Westen aufgehen als dass diese marode und menschenverachtende Verbrecherorganisation ihren Kurs ändern wird, der von nichts Anderem geprägt ist als von Machtgier, Hass und purem Egoismus - also dem Gegenteil dessen, was sie predigen.

Durch ein Eingeständnis ihrer Irrlehren würden sie sich selbst die Grundlage ihres Reichtums bzw. ihrer Wahnexistenz nehmen - das wissen die religionspsychopathisch gestörten Glockenröckchenträger ganz genau und werden einen Teufel tun........... (wobei Teufelchen ja im Gegensatz zu diesen Fummeltrinen oft ganz nett und goldig sein können).



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#9
25.04.2016
10:49:13


(+2, 10 Votes)

Von Religionsprinzip
Antwort zu Kommentar #2 von Alex


Jede Religion basiert im Kern auf Hass und Unterdrückung. Und darauf, dass ihre Anhänger unglücklich sind.

Anders kann Religion gar nicht funktionieren, denn glückliche zufriedene Menschen brauchen keine Heilsprediger und keine vermeintlichen Sünder, die sie für ihr Unglücklichsein verantwortlich machen können.


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#10
25.04.2016
10:50:23


(+8, 10 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Na nun wacht die Katholische Jugend doch mal auf und redet Klartext. Die Forderungen sind gut, doch der Klerus der Katholischen Kirche wird wieder mal nicht darauf eingehen.

Der Katholizismus hat in der Historie gegenüber den Menschen viel Böses angerichtet, das darf man nicht vergessen.

Aus meinen überzeugten Gewissensgründen könnte ich nie in solch eine Religion eintreten, die nach wie vor die Diskriminierung am Leben hält und mit Doppelzüngigkeit von "Liebe" spricht. Es gibt leider noch zu viele Katholiken, die sich diesen Schuh wieder anziehen werden.

Dennoch ist es gut, dass sich in der "Kirche von unten" etwas in Bewegung setzt.


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