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| Eurovision Song Contest
  • 25.04.2016, 12:03h           16      Teilen:   |

"Pass zerrissen"

Russische Grenzbeamte demütigen schwulen Eurovision-Sänger

Artikelbild
Hovi Star wird dieses Jahr Israel beim Eurovision Song Contest vertreten

Offenbar aus Homophobie haben russische Beamte den Pass von Hovi Star zerrissen und ihn ausgelacht.

Der israelische Sänger Hovi Star, der dieses Jahr sein Heimatland beim Eurovision Song Contest vertreten wird, hat in einem Interview mit dem maltesischen Sender TVM über einen homophoben Übergriff an einem Moskauer Flughafen berichtet, der sich vor rund drei Wochen ereignet haben soll. Damals flog er im Rahmen einer Promo-Tour mit mehreren seiner Mitbewerber für einen Tag nach Russland.

"Als ich versucht habe, noch Moskau zu kommen, hatte ich an der Passkontrolle Probleme", berichtete Star. "Sie sagten mir, ich könnte nicht rein. Sie schauten auf meinen Reisepass, haben ihn zerrissen und mich dann ausgelacht." Der 29-Jährige meinte, die Beamten hätten wohl aus bloßer Abneigung gegen Homosexuelle oder androgyne Männer so reagiert. "In Moskau haben die Leute offenbar Schwierigkeiten mit mir, vielleicht weil ich schwul bin, vielleicht weil ich mich so anziehe, vielleicht weil ich Schminke trage – ich weiß es nicht."

Star durfte am Ende zwar Russland betreten, brauchte aber einen neuen Pass. "Ich musste zur israelischen Botschaft, um ein Foto zu machen; und zwar fünf Minuten, bevor ich auftreten sollte. Das war ein Chaos."

Fortsetzung nach Anzeige


"Kein Grund für Hass"

Auf die Frage, warum er erst Wochen nach dem Vorfall darüber rede, erklärte der Sänger: "Ich wollte nicht, dass negative Nachrichten über mich veröffentlicht werden. Aber die spanische Eurovision-Sängerin Barei war in der Schlange an der Grenzkontrolle hinter mir und hat alles gesehen. In einer Fernsehsendung in Spanien hat sie dann die Geschichte erzählt und sich gegen die schlechte Behandlung in Russland ausgesprochen."

Star appellierte trotz der Vorkommnisse in Russland an die Fans: "Es gibt keinen Grund für Hass." Ferner sagte er, er habe mehrfach Russland besucht und dort auch viele nette Menschen kennengelernt.

Gegenüber der Nachrichtenseite "Ynet" bestätigte das israelische Außenministerium, dass man "nach einem Zwischenfall" einen neuen Pass für den Sänger ausstellen musste. Derzeit gebe es eine Untersuchung des Vorfalls.

Hovi Star gewann Anfang März den israelischen Vorentscheid "HaKokhav HaBa L'Eirovizion" mit dem Lied "Made of Stars". Sein Komponist Doron Medalie ist bereits zum zweiten Mal beim Wettbewerb dabei: Dessen Beitrag "Golden Boy", der von Nadav Guedj gesungen wurde, erreichte im letztjährigen Finale Platz neun.

Youtube | "Made of Stars" tritt im zweiten Halbfinale (12. Mai) an, Deutschland darf dabei mit abstimmen

Russland ist dieses Jahr Favorit

Laut den Wettbüros hat Russland mit Sergey Lazarev Lied "You Are The Only One" derzeit mit Abstand die besten Chancen, den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Damit könnte das Festival 2017 erstmals seit der Premiere 2009 in Moskau wieder in Russland stattfinden – es wäre der erste Contest aus dem Land nach der Einführung des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" durch das Putin-Regime. Auch ohne das Gesetz war 2009 ein CSD in Moskau am Tag des Finales vorab verboten worden. LGBT-Aktivisten, die doch für ihre Rechte protestiert hatten, wurden verhaftet (queer.de berichtete).

Israel werden laut den Wettbüros – ebenso wie dem deutschen Beitrag "Ghost" von Jamie-Lee – nur geringe Außenseiterchancen auf einen Sieg eingeräumt. Das diesjährige Finale findet am 14. Mai in Stockholm statt. (dk)

Mehr zum Thema:
» Eurovision 2016: Das sind alle Teilnehmer (21.03.16)
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Tags: eurovision, russland, homophobie, israel
Schwerpunkte:
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Reaktionen zu "Russische Grenzbeamte demütigen schwulen Eurovision-Sänger"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
25.04.2016
12:37:13


(+12, 18 Votes)

Von Heiner


"Offenbar aus Homophobie haben russische Beamte den Pass von Hovi Star zerrissen und ihn ausgelacht."

Was für lächerliches Pack...

Der Abschaum fühlt sich besser, wenn er sich über vermeintlich noch tiefer Stehende lustig machen kann. Aber in Wirklichkeit beweisen sie damit nur, was sie selbst für arme Würstchen sind.


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#2
25.04.2016
12:38:58


(+16, 18 Votes)

Von Sebi


Wer sich seiner eigenen Sexualität sicher ist, braucht sich nicht über homo-, bi- oder transsexuelle Menschen lustig zu machen oder sie gar zu bedrohen.

Ich würde gar nicht mehr in solche Staaten reisen. Dann kann deren Kultur immer weiter verkümmern.


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#3
25.04.2016
12:52:33


(+20, 20 Votes)

Von Marek


Ein Ausweis/ Pass ist doch ein offizielles amtliches Dokument eines Staates. Ist es nicht verboten, sowas einfach zu zerreißen? Erst recht, wenn das Beamte eines Staates bei amtlichen Ausweis-Dokumenten eines anderen Staates machen.

Und für den Betroffenen ist das ja auch mit zusätzlichen Problemen, zusätzlichem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden.

Das sollte Israel nicht einfach so auf sich beruhen lassen, sondern eine offizielle Protest-Note an Russland schicken und auch den Botschafter einbestellen.


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#4
25.04.2016
13:07:19


(+12, 16 Votes)

Von Bitte nicht


> Russland ist dieses Jahr Favorit

Bitte nicht...

Man stelle sich mal vor, dass ausgerechnet der ESC in Russland stattfindet. Das wäre für alle GLBTI-Künstler, -Besucher und -Journalisten eine Katastrophe.

Das war damals schon schlimm, aber jetzt hat sich die Lage ja nochmal drastisch verschärft und da wäre man seines Lebens nicht mehr sicher... Geschweige denn, dass man das unbeschwert feiern könnte.

Russland darf nicht den ESC gewinnen...


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#5
25.04.2016
15:33:07


(+13, 15 Votes)

Von Pascal Gosker


Russland driftet immer mehr in den Faschismus ab. Und wie man hier sieht, nicht nur Putin & Co, sondern auch das Volk.

Verbunden mit seiner militärischen Macht wird Russland immer mehr zur Gefahr für den Weltfrieden.


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#6
25.04.2016
15:55:12


(-3, 9 Votes)

Von draussen
Antwort zu Kommentar #5 von Pascal Gosker


Familie, Glauben, Nation?

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#7
25.04.2016
16:57:41


(+11, 13 Votes)

Von Albrecht


Wenn ESC-Teilnehmer da so behandelt werden, sollte man diesen Fascho-Staat vom ESC ausschließen.


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#8
25.04.2016
18:01:03


(+7, 9 Votes)

Von ESC-Maniac


Die israelische Regierung wäre gut beraten, wenn sie auf Grund dieses Vorfalls von ESC-Teilnehmer Hovi Star den russischen Botschafter unverzüglich einbestellt oder - noch besser - auweist! Vor allem hoffe ich, daß die Jury und die Zuschauer Israels Rußland in diesem Jahr mit keinem einzigen Punkt belohnen!


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#9
25.04.2016
21:48:29


(+2, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #3 von Marek


Zitat aus dem Artikel:

"Gegenüber der Nachrichtenseite "Ynet" bestätigte das israelische Außenministerium, dass man "nach einem Zwischenfall" einen neuen Pass für den Sänger ausstellen musste. Derzeit gebe es eine Untersuchung des Vorfalls."


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#10
25.04.2016
21:52:35


(-1, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Bitte nicht


"Russland darf nicht den ESC gewinnen..."

Ist auch mein erster unüberlegter Gedanke.
Nach dem mein Hirn wieder arbeitet:
Man sollte den russischen Künstler genau studieren, wofür steht er, wie denkt er, hat er schon ...phobe Äußerungen gemacht? Wenn die Fragen zeigen, das der Künstler weltoffen ist, warum soll man ihm wegen seiner mehrheitlich gestrigen Landsleuten bestrafen?


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