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  • 26.04.2016, 10:54h           2      Teilen:   |

Kampf gegen HB 2

Auch Nick Jonas und Demi Lovato boykottieren North Carolina

Artikelbild
Nick Jonas und Demi Lovato wollen nicht im Diskriminierungsstaat North Carolina auftreten

Immer mehr Künstler stellen sich mit einem Auftrittsboykott gegen das homo- und transphobe Gesetz HB 2. Unterdessen wurden bei Protesten in Raleigh über 50 Aktivisten vorläufig festgenommen.

Die beiden Pop-Sänger Nick Jonas und Demi Lovato haben am Montag auf der Website der LGBT-Gruppe GLAAD und in sozialen Netzwerken angekündigt, dass sie wegen des umstrittenen "Klo-Gesetzes" nicht wie geplant in North Carolina auftreten werden.

"Nachdem wir lange darüber nachgedacht und uns darüber ausgetauscht haben, haben Nick und ich uns entscheiden, unsere Auftritte in Raleigh und Charlotte abzusagen", so die beiden ehemaligen Disney-Kinderstars in einer gemeinsamen Erklärung. Jonas und Lovato sollten in den beiden größten Städten North Carolinas am 30. Juni bzw. am 2. Juli ein Konzert geben.

Als Grund nannten die beiden 23-jährigen Künstler das Ende März beschlossene Gesetz HB 2, das Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität untersagt; außerdem verbietet HB 2 Transsexuellen, die Toiletten zu nutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete).

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Gegen "hasserfülltes Gesetz"

"North Carolinas diskriminierendes Gesetz HB 2 ist eine große Enttäuschung und entzieht der LGBT-Community Grundrechte und Schutz", erklärte das Paar. Zwar sei die Absage des Auftritts enttäuschend für die Fans, "aber wir glauben daran, dass ihr mit uns vereint gegen dieses hasserfüllte Gesetz Stellung nehmen werdet." Die Stellungnahme trug das Twitter-Schlagwort #RepealHB2 (Hebt HB 2 auf).



Lovato und Jonas wollen bei ihrer mehrmonatigen Nordamerika-Tour bis September in rund 50 Orten auftreten. Lovato hatte bereits 2014 für Aufsehen gesorgt, als sich bei einem Konzert in Russland zwei männliche Background-Tänzer auf der Bühne küssten. Einer der beiden war nackt und bedeckte seine Genitalien nur mit einem Foto von Präsident Wladimir Putin (queer.de berichtete).

In den letzten Wochen hatten mehrere international bekannte Künstler ihre Konzerte in North Carolina aus Protest gegen das Gesetz abgesagt. Den Anfang machte vor gut einer Woche Bruce Springsteen (queer.de berichtete). Auch Ringo Starr, Pearl Jam die Hardrockband Boston, die kanadische Artistengruppe Cirque du Soleil und weitere Künstler und Gruppen sagten ihre Auftritte im Bundesstaat unter Berufung auf HB 2 ab. Andere Sänger wie Cyndi Lauper oder Mumford & Sons traten in North Carolina auf, spendeten aber ihre Einnahmen an LGBT-Organisationen.

Proteste vor Parlamentsgebäude

Gegner des Gesetzes protestierten vor dem Statehouse
Gegner des Gesetzes protestierten vor dem Statehouse (Bild: Twitter/@TheTaskForce)

Außerdem fanden am Montag vor dem Parlamentsgebäude in Raleigh Demonstrationen für und gegen das Gesetz statt. Tausende konservative Christen versammelten sich am Mittag und trugen Schilder wie "Keine Männer in Frauentoiletten".

Mehrere hundert Gegner des Gesetzes versammelten sich am Abend und brachten mehrere große Umzugsboxen, in denen sich insgesamt 180.000 Unterschriften gegen das Gesetz befanden. Außerdem hielt der North-Carolina-Chef der schwarzen Bürgerrechtsorganisation NAACP eine flammende Rede gegen HB 2. Nach Polizeiangaben wurde 54 Demonstranten vorläufig festgenommen, weil sie sich an Sitzblockaden beteiligt hatten. (dk)

Youtube | Bericht über die Proteste in den Lokalnachrichten
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Tags: usa, north carolina, nick jonas, demi lovato
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Reaktionen zu "Auch Nick Jonas und Demi Lovato boykottieren North Carolina"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.04.2016
11:13:58


(+7, 7 Votes)

Von Sebi


Sehr gut!

Je mehr Leute sich gegen menschenverachtende Gesetze und religiöse Fanatiker stellen, desto besser....


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#2
26.04.2016
17:13:54


(+4, 4 Votes)

Von sponti


Sehr gute Aktionen, aber interessant fände ich es mal zu erfahren, welche KünstlerInnen North Carolina nicht boykottieren.


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