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Die "Kampagne gegen Homophobie" ruft zu Spenden auf, um die Schäden zu ersetzen

Bei der dritten Attacke auf die "Kampagne gegen Homophobie" innerhalb weniger Wochen wurden erneut Fensterscheiben zerstört.

In Polen häufen sich die Angriffe auf Szene-Organisationen. Wie die "Kampagne gegen Homophobie" am Mittwoch mitteilte, wurden in der Nacht zum letzten Sonntag erneut mehrere Fensterscheiben im Eingang des KPH-Büros in Warschau zerstört. Unbekannte hatten dazu Bierflaschen in die Scheiben geworfen.

Bereits zehn Tage zuvor hatte ein Mann eine Glasscheibe zerstört und Stinkefinger in Richtung einer Überwachungskamera gezeigt. Im März mussten sich gar Mitarbeiter der Organisation in den Büros verschanzen, nachdem drei junge Männer gegen die Tür traten und homophobe Beleidigungen von sich gaben (queer.de berichtete).

"In der 15-jährigen Geschichte unserer Organisation wurden wir noch sie so häufig attackiert", sagt die Vizechefin der Kampagne, Miroslawa Makuchowska. Sie berichtet, dass ihr ein Mitarbeiter der Polizei nach dem neuesten Vorfall geraten habe, mit den Büros umzuziehen. Damit gebe man der Organisation die Schuld und die Verantwortung, kritisierte die Aktivistin, die ein Gesetz gegen Hassverbrechen forderte. Makuchowska gab einer immer minderheitenfeindlicheren Regierung eine Mitschuld an der Tat.

Auch Angriffe auf "Lambda"


Die Eingangstür von "Lambda Warszawa" nach einem Angriff im Februar

Die Aktivistin erinnerte zudem daran, dass auch das Büro von "Lambda Warszawa" in diesem Jahr bereits zwei Mal zum Ziel eines Angriffes wurde: Im März warfen Unbekannte einen Ziegelstein durch eine Glasscheibe des zentral in der Nähe des Kulturpalasts gelegenen Büros. Einen Monat zuvor hatten Unbekannte versucht, in das Büro einzudringen. Sie ritzten "White Power" und ähnliche Sprüche in die Eingangstür und setzten ein Plakat in Brand (queer.de berichtete).

Die "Kampagne gegen Homophobie" hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Schäden der Attacken zu ersetzen. Der LSVD sammelt derzeit zugleich Spenden für eine von "Lambda Warszawa" organisierte Notunterkunft für LGBT. Sie bietet derzeit bis zu 15 Personen aus Polen und Osteuropa eine Unterkunft, die Finanzierung reicht aber nur bis in den Juni. (nb)

Youtube | Der Angriff auf das KPH-Büro von Mitte April, festgehalten von einer Überwachungskamera


#1 embeddedAnonym
  • 28.04.2016, 09:20h
  • "Wir müssen die Verräter hetzen", sagte Miedlar und scheute sich nicht, den "nationalradikalen Katholizismus als eine Chemotherapie für Polen" zu bezeichnen. Eine Therapie, die nach Meinung des Priesters auch die Kirche braucht. "Nichts schadete der Kirche so sehr wie die ewige Nachgiebigkeit", so Miedlar.

    www.heise.de/tp/artikel/48/48084/1.html
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#2 JadugharProfil
  • 28.04.2016, 10:03hHamburg
  • Die Täter müssen für den Schaden aufkommen und eine saftige Gefängnisstrafe erhalten!
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#3 RobinAnonym
  • 28.04.2016, 12:05h
  • Polen halt.

    Das ach so katholische, ach so fromme Polen.

    Religion (insbesondere die Katholiban) ist halt der perfekte Nährboden für Hass und Gewalt.
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#4 PinoAnonym
#5 oder soAnonym
  • 28.04.2016, 14:59h
  • Antwort auf #1 von embedded
  • das eurozentristische angebot für weihrauch-allergiker mit standes- und bildungsdünkel:

    "Ursprünglich aus Frankreich stammend, benutzen sie in Deutschland und Österreich statt dem Hakenkreuz ein an das griechische Lambda angelehntes Symbol. Wenn sie Rasse meinen, sagen sie "Identität" und "Abendland", wenn sie Hass gegen Ausländer meinen, sprechen sie von "Ethnopluralismus". Sie bedienen sich gerne einer hochkulturellen Rhetorik, die nicht von ungefähr an die Elitebestrebungen akkurat gescheitelter Bürgersöhne aus der Zeit zwischen den Weltkriegen erinnert."

    www.heise.de/tp/artikel/48/48080/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#6 hugo1970Profil
  • 29.04.2016, 20:17hPyrbaum
  • Dreimal dürfen wir raten, wenn die afd in den Bundestag einzieht, was auch bei uns geschehen kann!!!
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