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Sozialministerin Barbara Klepsch macht deutlich: Sie will nur Politik für heterosexuelle Paare machen (Bild: CDU Sachsen)

Der Freistaat weitet den Zuschuss für künstliche Befruchtung auf unverheiratete Hetero-Paare aus – gleichgeschlechtliche Paare sollen aber weiterhin alles aus eigener Tasche bezahlen.

In Sachsen sollen ab 1. Juli neben verheirateten Paaren auch heterosexuelle Paare ohne Trauschein bei künstlicher Befruchtung eine Förderung erhalten. Das gab Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) nach Angaben der "Freien Presse" am Dienstag bekannt. Sie schränkte aber ein, dass neben alleinstehenden Frauen auch gleichgeschlechtliche Paare vom Zuschuss nicht profitieren könnten. Die Politikerin begründete diese Ungleichbehandlung damit, dass "wir hier gezielt Mann und Frau im Blick haben".

Sachsen hatte als erstes Bundesland 2009 die Förderung von künstlicher Befruchtung eingeführt, damals nur für verheiratete Hetero-Paare. Nach Angaben der Ministerin wurden bislang 5.200 Befruchtungsversuche gefördert. Pro Behandlung bezuschusst der Freistaat bis zu 900 Euro. Die Ausweitung der Förderung auf ledige Hetero-Paare begründet Klepsch mit der Lebensrealität in Sachsen, wo 60 Prozent der Kinder unehelich zur Welt kommen würden.

Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen fördern sowohl verheiratete als auch unverheiratete Hetero-Paare bei künstlicher Befruchtung, lehnen aber bislang die Förderung für gleichgeschlechtliche Paare ab.

Auch SPD-geführtes Bundesfamilienministerium fördert nur Heteros

Die Ausweitung auf unverheiratete Paare ist eine Reaktion auf eine Initiative des Bundesfamilienministeriums, das im Januar die Förderung für reproduktionsmedizinische Behandlungen für verheiratete und unverheiratete Paare eingeführt hat, sofern sich ein Bundesland an der Finanzierung beteiligt. Obgleich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) damals erklärte, dass nun "allen Paaren" die Möglichkeit gegeben werde, sich den Wunsch nach einem eigenen Kind zu erfüllen, schloss das Ministerium gezielt gleichgeschlechtliche Paare aus der Regelung aus (queer.de berichtete).

Ende Januar scheiterte ein Gesetzentwurf der Grünen, mit dem die Gesetzlichen Krankenkassen auch gleichgeschlechtlichen Paaren die Kosten für eine künstliche Befruchtung anteilig erstatten sollten. Die Regierungsfraktionen von Union und SPD lehnten den Vorschlag ab, die Linksfraktion enthielt sich (queer.de berichtete). (dk)



#1 Johannes45Anonym
  • 28.04.2016, 15:37h
  • So ist das, wenn man CDU/CSU oder SPD wählt und dann kommt ein Manfred Bruns im LSVD auf der Jahrestagung des LSVD in Köln und lobt das SPD-geführte Familienministerium von Manuela Schweswig und SPD-Staatssekretärin Marks "über den Klee"

    Gut das der SPD-Aktivist Manfred Bruns nicht mehr im Vorstand des LSVD ist.
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#2 TheDadProfil
  • 28.04.2016, 16:46hHannover
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Dein Manfred-Bruns-Bashing nimmt inzwischen Ausmaße an, das man hier bislang nur von "Patroklos" aka "Foxxxyness" gegenüber Volker Beck kannte !

    Es bleibt unverschämt..

    Ganz so wie der Ausschluß von Schwulen und Lesbischen Paaren von der Förderung bei der künstlichen Befruchtung..

    Das Bundesland Sachsen macht dort keine bessere Figur als die Bundesregierung..
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#3 schabrakke_Anonym
  • 28.04.2016, 17:13h

  • Das ist ganz einfach ein Skandal und gehört in großem Umfang angeprangert.
    Einziger Kritikpunkt am Artikel: Es hätte in Hinblick auf reale Gegebenheiten von lesbischen Paaren gesprochen werden müssen, die ausgeschlossen sind. Bei schwulen Paaren gibts schließlich nichts zu besamen. Jedenfalls nichts, wobei am Ende ein Kind rauskäme. ;)
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#4 LucaAnonym
  • 28.04.2016, 17:41h

  • Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz und eine Änderung von Art. 3 GG, damit solche unmenschlichen Diskriminierungen in Zukunft nicht mehr möglich sind.
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#5 wnukAnonym
  • 28.04.2016, 17:43h
  • Antwort auf #2 von TheDad
  • >>Es bleibt unverschämt..

    nicht dass ich johannes45 zustimme, aber wer wie du kritik als "unverschämt" in der manier des zk der sed abzubügeln versucht, ist kein demokrat. allerdings ist das aus so gut wie allen deinen kommentaren herauslesbar, du verbitterter alter mann.
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#6 TheDadProfil
  • 28.04.2016, 18:15hHannover
  • Antwort auf #5 von wnuk
  • ""du verbitterter alter mann.""..

    Alters-Diskriminierung ?
    Kuck an..

    ""nicht dass ich johannes45 zustimme, aber""..

    Warum tust Du es dann doch ?

    Die Unverschämtheit entwickelt sich hier aus dem persönlichem Angriff des "Johannes45" Herrn Bruns gegenüber..

    Ganz so, wie Du mir gegenüber, der mich mit den "alten Kadern der SED" vergleicht, weil ihm nichts anderes einfällt, außer persönlichen Diffamierungen eines Menschen, der ihm unbekannt, aber auch unliebsam ist..
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#7 AlexAnonym
  • 28.04.2016, 18:21h

  • Wieder mal die CDU die diskriminiert.

    Und wieder mal der Koalitionspartner SPD, der das mitmacht.

    In Sachsen genauso wie im Bund.
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#8 MarcAnonym
  • 28.04.2016, 18:40h

  • "Auch SPD-geführtes Bundesfamilienministerium fördert nur Heteros"

    Nochmal zur Erinnerung:
    Das wird von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig geführt. Dieselbe Manuela Schwesig, die noch wenige Tage vor Unterzeichnen des Koalitionsvertrags sagte, sie würde keinem Koalitionsvertrag zustimmen, der Homo- und Transsexuelle nicht gleichstellt.

    Aber dann hat sie sich mit einem Ministersessel kaufen lassen und ganz schnell ihre Meinung geändert.

    Und jetzt diskriminiert Manuela Schwesig selbst nach Lust und Laune.

    So ist halt die SPD.
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#9 Johannes45Anonym
  • 28.04.2016, 19:36h
  • Antwort auf #8 von Marc
  • @Marc
    "Und jetzt diskriminiert Manuela Schwesig selbst nach Lust und Laune.

    So ist halt die SPD."

    Genauso ist es !

    Wer als schwuler Mann/lesbische Frau die SPD wählt, der muss total dämlich sein.
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#10 WählerAnonym