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Mit schwulen Klischees will das Marktforschungs-Portal gay-mafo.de aufräumen. Produkttester können hier sogar Geld verdienen.

Von Dennis Klein

Schwule shoppen gerne, kaufen sich immer die neuesten Markenklamotten und sind außer in der Disco am liebsten im Fitnesscenter, um ihren makellosen Body zu stählen - so die weit verbreitete Meinung, die täglich in Fernsehserien und der Werbung wiedergegeben wird. "Uns geht das in den Medien verbreitete Klischee vom 'normalen' Schwulen gegen den Strich", sagt dagegen Stefan Banzalla. Der Essener gründete deshalb zusammen mit seinem Lebenspartner Oliver Seefried die erste schwul-lesbische Marktforschungs-Plattform in Deutschland. "Mit gay-mafo.de wollen wir das Bild Homosexueller in der Öffentlichkeit verbessern und Klischees entkräften", so Banzalla, denn "es werden gegenwärtig Produkte und Dienstleistungen angeboten, die teilweise fern der Realität sind."

Bei gay-mafo.de können sich Schwule und Lesben kostenlos online registrieren, wenn sie bei den Studien mitmachen wollen. Das Beste dabei: Die Teilnahme wird honoriert. Die Testpersonen erhalten fürs Mitmachen Punkte, die sie gegen einen Gutschein bei über 100 Partnern (u.a. amazon.de, Douglas oder Sixt) einlösen können. Außerdem ist es möglich, den Gegenwert der Punkte ab zehn Euro aufs Konto überweisen zu lassen oder einem guten Zweck zu spenden (z.B. der Aids-Hilfe). Schon bei der Anmeldung werden Punkte im Wert von einem Euro gutgeschrieben. Anders als bei Bonuskarten von Kaufhäusern und Supermärkten werden hier keine personenspezifischen Daten zu Werbezwecken erhoben.

Gay-mafo.de ist nach einjähriger Planung Anfang Februar online gegangen. "Derzeit bauen wir noch Kontakte zu Testpersonen auf", so Banzalla. Eigene Erhebungen sollen in Kürze in der Presse veröffentlicht werden. "Um zu zeigen, wie Schwule und Lesben wirklich sind und was Sie denken und wollen." Später folgen auch Auftragsstudien bei denen "Vor allem Produkte und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sollen auf ihre Beliebtheit unter Schwulen und Lesben getestet werden."

Die Essener bieten dabei verschiedenartige Erhebungen an: Die gängigen Onlinestudien können anonym von zu Hause aus ausgefüllt werden. Deutschlandweit sollen aber auch Gruppendiskussionen, Einzelgespräche, Produkttests und Workshops vor Ort stattfinden. Um diese durchzuführen suchen Banzalla und Seefried noch Interviewer im ganzen Land. Auf der Website gay-mafo.de haben Interessenten die Möglichkeit, sich online als Interviewer zu bewerben.

Über die Zukunftsaussichten sind sich die beiden, die bereits viele Jahre in der Marktforschung gearbeitet haben, sicher: "Der Bedarf an homosexueller Marktforschung ist vorhanden. Dazu muss man sich nur mal die Medienlandschaft genauer ansehen.", erläutert Banzalla. Und ein Ziel ist auch schon gefasst: "Wir wollen ein Sprachrohr Homosexueller sein, um einiges zu bewegen."

24. März 2005



15 Kommentare

#1 HeinerAnonym
  • 24.03.2005, 16:31h
  • Wart ihr mal auf der Page arbeitet mit einer Firma in Hamburg zusammen. Na klingelt es? Bekannt aus Funk und Fernsehen.
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#2 milchmausAnonym
  • 24.03.2005, 19:23h
  • Nee, irgendwie klingelt es nicht... Klär uns mal auf..
    Ausserdem, wo steht da was von Hamburg?
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#3 schengelmausAnonym
#4 OlafAnonym
  • 25.03.2005, 00:04h
  • Schwule mögen auch Bands wie Matchbox Twenty - die Öffentlichkeit muss das wissen!
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#5 DavidAnonym
  • 25.03.2005, 01:01h
  • Es gibt auch Schwule die Heavy Metal Fans sind!
    Der Metal-God selber ist ja auch schwul.
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#6 EricAnonym
  • 25.03.2005, 23:46h
  • Ach?! Zitat "Personen aus den Bereichen Marktforschung, Marketing, Journalismus und Werbung sind von der Teilnahme grundsätzlich ausgeschlossen."
    Hallo? In welchen Bereichen arbeitet denn der Schwule im allgemeinen? :-)

    "hilfst du unseren Auftraggebern, bestehende Produkte und Dienstleistungen zu optimieren oder neue Produkte, Dienstleistungen und Trends mitzugestalten"
    und wer sind diese Auftraggeber?!

    Bin da eher skeptisch, wenn ein Marktforschungsunternehmen meine Daten wissen möchte, damit man mir besser Werbung um die Ohren schlagen kann.
    ...naja, mit dem Geld werden sie genug an Land ziehen können, aber ich zweifle doch stark, dass da ein "repräsentatives" Bild der schwulen Geminde bei rauskommt.
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#7 JoachiMucAnonym
  • 26.03.2005, 07:17h
  • Ich finde den Namen "gay mafo"zwar ein wenig albern, aber es ist der erste professionelle Versuch, schwule Marktforschung zu betreiben. Die dann auch hoffentlich mit dem Klischee aufräumt, dass alle Schwestern tolle Jobs in Werbeagenturen und Kreativbüros haben.
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#8 MasterfileAnonym
  • 28.03.2005, 22:12h
  • Auch wenn mein vorredner es nicht wahr haben will, aber es gibt viele, die kreativ arbeiten. Ich bin einer davon ;-)

    Zu dem Namen Gay-mafo muss man sagen, dass MAFO ein fester Begriff ist, der für MArktFOrschung steht. Und ich muss mich anschliesen: Das Projekt hat einen professionellen Ansatz, der durchaus erfolg haben könnte.

    Lg die Kreativschwester ;-)
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#9 anti-gaylifestyleAnonym
  • 08.04.2005, 18:38h
  • ma ne frage:
    wolltet ihr nicht dem schwulen image in der öffentlichkeit entgegenwirken? schon oder? aber warum gibts dann als belohnung fürs mitmachen gutscheine für´n douglas? ;-)
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#10 HammelAnonym
  • 14.04.2005, 01:56h
  • ...schwule Marktforschung um Clichés über Schwule auszuräumen? Das klappt aber doch nur wenn als Resultat raus kommt dass die Schwulen die gleichen Produkte wie die Heteros kaufen und benützen? In der Tat, es gibt noch kein schwules Waschmittel und keine schwule Zahnpasta, sieh an! Was soll so eine Marktforschung? Oder wie will sie das Clichè beseitigen,dass es zwar impotente Heteros gibt und Heteros mit Bierbäuchen, aber dass ich noch nie von einem Schwulen gehört habe der impotent wäre oder einen Bierbauch hat???
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