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  • 30.04.2016, 12:45h           35      Teilen:   |

"talkingPOTT" in Köln

Sicherheit in der Szene: Schwule rufen nach mehr Polizei

Artikelbild
Weil Kölns schwules Bermudadreieck zu den 13 "besonders kriminellen Orten" der Stadt gehört, wünschen sich manche Szenegänger mehr Polizeipräsenz (Bild: flickr / Luis Calçada / cc by 2.0)

Beim Kölner "talkingPOTT" wurde über die Frage "Können wir heute noch sicher ausgehen?" diskutiert – leider auch mit fremdenfeindlichen Tönen.

Von Marvin Mendyka

Wer zu einer Diskussionsveranstaltung in der Kölner Szenekneipe "Ruhrpott" zum Thema "Können wir heute noch sicher ausgehen?" geht, könnte erwarten, dass es dabei hauptsächlich um Homo- und Transphobie geht. Doch das war gar nicht der Fall, als Moderator Hugo Winkels diese Frage am Donnerstag mit Nils Schmidt (KluST), dem Medienanwalt Ralf Höcker, dem Journalisten Bertram Dubberke und dem Fraktionsvorsitzenden der Kölner FDP, Ralph Sterck, diskutierte. Mit rund 60 Zuschauern war der vierte "talkingPOTT" gut besucht.

Winkels eröffnete die Runde mit der Frage, ob sich die Podiumsteilnehmer noch sicher fühlten. Bertram Dubberke verneinte diese Frage. Zumindest an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten. Vor 20 Jahren sei dies noch anders gewesen. Doch mittlerweile sei die Polizei nur noch bei Blitzmarathons präsent. Er selbst habe einen Kleinen Waffenschein beantragt, sich eine Schreckschusspistole zugelegt und sei bereit, von dieser Gebrauch zu machen, wenn er sich bedroht fühle.

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Taschendiebstähle ein Problem in Szenebars

Auch Ralph Sterck beklagte, dass es zu wenig Polizei gebe. Doch die verstärkte Polizeipräsenz in Köln nach den Vorfällen in der Silvesternacht am Hauptbahnhof zeigten, dass Straftaten wie Taschendiebstahl stark gesunken seien. Allerdings stellte er auch fest, dass sich die Schaafenstraße unter den 13 "besonders kriminellen Orten in Köln" befände. Und bei den Bars mit den meisten Taschendiebstählen in Köln seien zwei in der beliebten schwulen Ausgehmeile.

Kriminalität habe es schon immer gegeben, stellte Medienanwalt Ralf Höcker fest. Doch müsse man zur Kenntnis nehmen, dass 80 Prozent der Täter oft bewaffnete "Nafris" (gemeint sind Nordafrikaner) und Roma seien. Dies müsse man ganz klar benennen. Ein Zuschauer klatschte. Außerdem halte er es für bevormundend, dass die Nationalität von Straftätern in den Medien nicht genannt werde, wenn kein Sachzusammenhang bestünde.

Nils Schmidt vom Kölner Lesben- und Schwulentag betrachtete die Frage aus einer anderen Perspektive. Als Organisator des Kölner Christopher Street Days müsse er sich um zusätzliches Sicherheitspersonal kümmern und sich Gedanken um Sicherheitskonzepte machen. Zwar verlaufe der CSD traditionell friedlich, doch in diesem Jahr werde es erstmals ein Krisenzentrum geben, in dem sich alle verantwortlichen Partner koordinieren.

Doch das Problem ist für Schmidt ein anderes: In den kommunalen Haushalten müsse in Zukunft Geld für die Sicherheit bei Großveranstaltungen eingeplant werden. Und in seiner Rolle als Gewerkschafter, der er auch ist, bemängelte er Sparmaßnahmen bei der Polizei und die daraus resultierenden Engpässe. Dass es zu wenig Polizei gäbe und diese viel präsenter sein müsse, darüber herrschte weitgehend Einigkeit unter den Podiumsteilnehmern im "Ruhrpott".

Dubberke lobt Sarrazin und warnt vor "Nafris"


Diskutierten am Donnerstagabend in Köln (v.l.n.r.): Bertram Dubberke, Ralph Sterck, Moderator Hugo Winkels, Nils Schmidt und Ralf Höcker


Insgesamt vermittelte die Veranstaltung den Anschein, als könne man keinen Fuß mehr vor die Tür setzen – und schon gar nicht in die Schaafenstraße, ohne Opfer von Kriminalität zu werden. Einen unangenehmen Beigeschmack erhielt die Talkrunde, da die Diskussion immer wieder um die sogenannten Nafris kreiste. Provokant fragte Moderator Hugo Winkels an einer Stelle, ob Sarrazin mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" doch Recht gehabt habe.

Die Antwort von Journalist Bertram Dubberke dürfte selbst Winkels überrascht haben. Abgesehen von seinen "Gen-Thesen" habe Sarrazin vieles richtig prognostiziert, so Dubberke. Niemand widersprach, auch das Publikum nicht. Nur einem Zuschauer entfuhr ein nervöses Lachen. Es schien, als sei dies weitgehend Konsens.

Begriffe wie "Tätergruppe" und "Nafri" vermischten sich zunehmend, beinahe schienen sie zu Synonymen zu werden. Lediglich Nils Schmidt forderte die Zuschauer auf, auf Flüchtlinge zuzugehen. Wer denn schon einmal bei einem Begegnungscafé gewesen sei, fragte er in den Raum, und ermunterte die Zuschauer anschließend, sich in die Lage von "denen" zu versetzen. Damit war er der einzige, der einen größeren Applaus vom Publikum erhielt.

Jeder fünfte fühlt sich nicht mehr sicher

Bevor es in die Pause ging, wurden Zettel verteilt, auf denen nach dem Sicherheitsempfinden der Zuschauer gefragt wurde. Hatte sich der Verlauf der Diskussion wohl auf die Menge übertragen? Moderator Hugo Winkels verkündete das Ergebnis der Umfrage nach der Pause: 20 Prozent der Zuschauer fühlten sich tatsächlich nicht mehr sicher, die überwältigende Mehrheit dagegen schon. "Bitte beim nächsten Mal auch fremdenfreundliche Teilnehmer", habe eine Person auf ihrem Zettel angemerkt, so Winkels.

Als die Diskussion zum Abschluss für das Publikum geöffnet wurde, ging es noch einmal hoch her. Dass man bereits mit "Bauchschmerzen" zu dieser Veranstaltung gekommen sei, betonte ein Zuschauer. Ein anderer merkte an, dass die Forderung "Kriminelle Ausländer abschieben!" vor einigen Jahren noch Plakaten der NPD vorbehalten gewesen sei, an diesem Abend sei es unter den Podiumsteilnehmern aber eine verbreitete Meinung gewesen.

Die nächste Veranstaltung der Reihe "TalkingPOTT" findet am 24. Mai zum Thema "Rutschen wir nach rechts?" statt. Wie passend.

  Infos zur Veranstaltungsreihe
Der "talkingPOTT" ist ein monatlicher Szene-, Gesellschafts- und Polittalk in der Kölner Szenebar "Ruhrpott" im sogenannten Bermudadreieck (Balduinstr. 20, Ecke Schaafenstraße). Die von Hugo Winkels moderierte und von queer.de präsentierte Veranstaltung findet in der Regel an jedem vierten Donnerstag im Monat um 20 Uhr statt. Wegen des Feiertags gibt es den nächsten "talkingPOTT" ausnahmsweise am Dienstag, den 24. Mai. Das Thema lautet: "Freie Meinung! Rutschen wir nach rechts?". Die Talkgäste werden demnächst bekannt gegeben.
Links zum Thema:
» Der "talkingPOTT" auf Facebook
Mehr zum Thema:
» Bericht vom "talkingPOTT" im März: Wenn Krebs & Co. das queere Leben verändern (26.03.2016)
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Tags: sicherheit, talkingpott, ruhrpott, köln, talkshow, bermudadreieck, ralph sterck
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Reaktionen zu "Sicherheit in der Szene: Schwule rufen nach mehr Polizei"


 35 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
30.04.2016
13:09:57


(+12, 26 Votes)

Von maximilianm


klingt ja nach einer gruseligen runde... fehlten ja nur noch besorgte eltern die vor pädo schwulen warnen was ;-)


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#2
30.04.2016
13:11:39


(-1, 23 Votes)

Von Parallel


"Wer denn schon einmal bei einem Begegnungscafé gewesen sei, fragte er in den Raum"

Naja, wenn es in noch mehr Städten so läuft wie in Köln, wo rubicon und baraka keine Deutschen bei den Stammtischen der LGBT-Flüchtlinge haben wollen, ist das ja auch schwer.

Ich habe von Anfang an gesagt, dass das mit der Abschottung für beide Seiten gilt: Deutsche sollten sich nicht abschotten, aber genauso wenig die Migranten. Denn sonst bekommt man nun mal Parallel-Kulturen, die immer zum Problem werden.


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#3
30.04.2016
13:22:17


(+6, 28 Votes)

Von Heiner


"leider auch mit fremdenfeindlichen Tönen."

Wobei es für manche ja auch schon fremdenfeindlich ist, wenn man die Fakten nennt. Leider kommen nun mal viele Migranten aus Ländern, wo man ein anderes Bild von LGBTI hat. Und wo auch unverschleierte Frauen als Huren gelten.

Und es gibt nun mal einen gewissen Prozentsatz der Asylanten, die homophob und/oder frauenfeindlich sind. Daher ja auch Geschehnisse wie in der Silvesternacht in Köln, homophobe Übergriffe in Flüchtlingsheimen, etc. Und es gibt durchaus auch Flüchtlinge, die auch hierzulande Homosexualität verbieten oder gar mit dem Tod bestrafen wollen (queer.de berichtete). Das wird mir zwar nie in den Kopf gehen, wie man gerade als Flüchtling auch noch solche Meinungen haben kann, aber das ist halt leider so.

Wenn man auf diese Fakten hinweist und entsprechende Gegenmaßnahmen fordert (mehr Aufklärung von Flüchtlingen und notfalls, wenn sie dennoch gewalttätig werden, entsprechende Sanktionen) ist man nicht fremdenfeindlich, sondern dann will man die MEHRHEIT der Asylanten beschützen, die keine Probleme machen und die aber mit dieser problematischen MInderheit in einen Topf geschmissen werden.


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#4
30.04.2016
13:39:56


(+4, 24 Votes)

Von Peer


Die Politik hat über Jahre oder gar Jahrzehnte u.a. bei der Polizei gespart, um ihre Regierungs-Bilanzen zu frisieren und besser da zu stehen. Das rächt sich jetzt.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Polizei manche Straftatbestände, die sie eigentlich verfolgen müsste, gar nicht mehr beachtet. Die werden oft nicht mal mehr aufgenommen und wenn, landet das gleich danach in Ablage P und wird nie mehr gesehen.

Und genauso weiß jeder, dass es Gegenden gibt, wo sich kein Polizist mehr hintraut. Wohin solch eine Entwicklung führt, sehen wir in Belgien und Frankreich.

Das Problem ist aber nicht nur die personell und materiell völlig unterfinanzierte Polizei, sondern auch die ebenso überforderte und oft viel zu lasche Justiz. Bagatelldelikte werden mit aller Härte verfolgt (kein Wunder, da bringen entsprechende Bußgelder dem Staat ja auch Geld), aber Gewalttäter bekommen dann (wenn überhaupt) ein paar Sozialstunden, die sie oft nicht mal ableisten.

Letztens war im Fernsehen ein Bericht, dass die berüchtigten "Antänzer", die immer öfter in Innenstädten Leute abzocken wollen, die Polizei nur noch "Pussy-Police" nennen. Weil sie genau wissen: wenn die Polizei überhaupt mal ihre Personalien aufnimmt oder sie gar zum Verhör mitnimmt, passiert eh nichts. 1 Stunde später machen sie weiter wie gewohnt und es passiert schlichtweg GARNICHTS.

Und gerade homophobe Gewalt nimmt ja auch massiv zu. Auch hier auf queer.de häufen sich entsprechende Berichte. Das sind natürlich nicht alles Migranten, aber auch. Und solche Vorfälle müssen verfolgt und mit aller Härte bestraft werden - egal ob die Täter Deutsche, Migranten, Asylsuchende oder der Kaiser von China sind.


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#5
30.04.2016
13:52:13


(+5, 21 Votes)

Von Andi B


>> leider auch mit fremdenfeindlichen Tönen. <<

Man sollte nicht den Fehler machen, berechtigte Sorgen und Ängste einfach abzutun nach dem Motto "Sind alles Fremdenfeinde."

Natürlich ist die Flüchtlingskrise eine der größten Herausforderungen vor denen Deutschland und Europa seit Jahrzehnten steht. Und natürlich gibt es da auch unschöne Phänomene - auf beiden Seiten, egal ob rassistische Deutsche oder Flüchtlinge, die meinen hier einen anderen Staat aufbauen zu müssen.

Aber wichtig ist, dass das auf beiden Seiten nur Minderheiten sind!!

Wenn dann aber z.B. Frauen nach den Geschehnissen in Köln Angst haben, nachts noch alleine auszugehen, sollte man solche Ängste auch ernst nehmen. Und nicht so dumme Kommentare wie Frau Reker machen, die Frauen sollen halt zu Fremden eine Armlänge Abstand halten. Fehlt nur noch, dass Frau Reker die Vollverschleierung als Schut empfiehlt.

Wenn man solche Ängste nicht ernst nimmt und etwas dagegen tut, sondern das alles nur als "fremdenfeindlich" abtut, dann nützt das letztlich nur den wirklichen Fremdenfeinden.

Denn wenn jemand fordert, dass ein Migrant auch sein Gastrecht verwirkt hat, wenn er hier schwere Straftaten (Körperverletzung, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Mord) begeht, ist das nicht gleich ein Nazi. Wir können nicht Millionen Flüchtlinge integrieren, wenn einige faule Äpfel es für alle anderen auch kaputt machen. Wenn man sowas dann einfach als "fremdenfeindlich" abtut und zum Business as usual übergeht, während die Täter ungehindert weitermachen und sich über Deutschland kaputt lachen, dann spielt man nur den echten Nazis in die Hände und dann kann dieses braune Pack sagen "Seht Ihr: genau wie wir sagen. Die Ausländer dürfen alles und wenn deren Opfer Konsequenzen fordern, werden sie noch diffammiert."

Und sowas schadet dann all den anderen Flüchtlingen, die nicht hier sind um Straftaten zu begehen, sondern weil sie wirklich Hilfe brauchen und diese auch verdient haben.

Wer die 99% Flüchtlinge, die keine Probleme verursachen, schützen und integrieren will, muss vielleicht auch mal anerkennen, dass man die 1%, die hier nur Ärger machen, vielleicht gar nicht integrieren kann. Und da 1% von 1 Million immer noch 10.000 sind, ist das ein Problem, vor dem wir die Augen nicht verschließen dürfen. Und da muss es endlich eine politische und gesellschaftliche Debatte geben, was wir in solchen Fällen tun wollen, um die 99% zu schützen. (Von den GLBT-Flüchtlingen, die in Unterkünften Opfer von Mobbing und Gewalt werden, mal ganz zu schweigen...)


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#6
30.04.2016
13:55:46


(-2, 20 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Peer


""Und gerade homophobe Gewalt nimmt ja auch massiv zu. Auch hier auf queer.de häufen sich entsprechende Berichte.""..

Eine Zunahme der Berichterstattung ist nicht gleichzusetzen mit einer Zunahme an Delikten !

Darin liegt ein Denkfehler !


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#7
30.04.2016
13:56:12


(+4, 18 Votes)

Von Andi B
Antwort zu Kommentar #1 von maximilianm


Und genau sowas ist das Problem:
wenn z.B. Schwule, die (egal ob von einem Nazi oder einem homophoben Migranten) krankenhausreif geschlagen wurden und jetzt verständlicherweise Angst haben oder sogar mit körperlichen o. psychischen Folgen leben müssen, in einen Topf mit Faschos gesteckt werden, die grundlos gegen alle Schwulen hetzen.

Es geht nicht darum, alle Migranten in einen Topf zu stecken. Es geht nur darum dass der Staat (inkl. Polizei und Justiz) endlich härter gegen Gewalt vorgehen muss. Egal von wem sie kommt. Denn sonst haben wir hier bald Zustände, die ein Paradies für rechte Rattenfänger sind. Und das wollen wir hoffentlich alle nicht.


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#8
30.04.2016
14:03:50
Via Handy


(-2, 12 Votes)

Von thysonrex
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.07.2015


Ich war selbst bei dem Abend dabei. Und das war ein Trauerspiel. Da haben sich die Linken und die Rechten wieder behakt. Und wenn das dann alles nicht hilft dann halt noch mehr Polizei.

Praktisch Diskussion, wie bekommt man Taschendiebstal in den Griff, kam dank Ideologiescher Sandkastenspiele, nicht zu Stande. Das Problem ist tatsächlich gerade in Köln nichtiger homophobe Gewalt. Sondern eher Diebstahl und damit verbundene Gewalt.

Eigentlich beruhigend. Weil damit kann man umgehen. Ausgehen in der Sehne ist du mal ein Kontaktsport. Da fällt halt relativ spät aus, wenn was wegkommt. Das zieht natürlich Taschendiebe an. Vor allem .seitdem Handys und andere Gegenstände so viel kosten, wie in anderen Gegenden die Miete.

Also jetzt bitte mal die Ideologie Keule in den Schrank stellen, und nach praktischen ansetzen suchen. Also zum Beispiel Wertsachen an der Central Garderobe in der Schafen-Straße abschließen. Und Bargeld auf ein Minimum reduzieren. und wenn jemand praktische Vorschläge hat, wie man die Kneipen für Taschendiebe unattraktiv macht, und dabei der Spaß trotzdem nicht auf der Strecke bleibt. Nur raus damit. Wie wäre zum Beispiel eine bezahlte Karte, in all Kneipen der Schafenstraße. Nennen wir sie der "Schafe Deckel". Die könnte man auch Flüchtlingen in die Hand drücken, damit sie auch mal einen lustigen Abend haben können ohne sich gleich als armer Schlucker outen zu müssen.

Für politische Diskussion könnte zur nächsten Veranstaltung am 21. Mai gehen. David über die Frage diskutiert ob die Szene nach rechts driftet.


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#9
30.04.2016
14:09:40


(+1, 17 Votes)

Von Denkfehler
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


"Eine Zunahme der Berichterstattung ist nicht gleichzusetzen mit einer Zunahme an Delikten !

Darin liegt ein Denkfehler !"

Es ist aber auch ein Denkfehler, automatisch davon auszugehen, dass das Problem nur vermehrte Berichterstattung durch queer.de ist.

Leider verweigern Union und SPD ja amtliche Statistiken zu dem Thema (warum wohl). Aber laut schwul-lesbischen Überfalltelefonen und Beratungsstellen für Opfer homophober Gewalt (wie z.B. Maneo) hat die homophobe Gewalt massiv zugenommen.


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#10
30.04.2016
14:11:18


(+1, 17 Votes)

Von Rote Punkte


Manche wollen die Wahrheit nicht hören und für die kann nicht wahr sein, was nicht in ihr Weltbild passt.

Und die meinen dann, wenn sie bei argumentativ begründeten Kommentaren rote Punkte verteilen, würde das irgendein Problem lösen.


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