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In 74 Städten kamen am 1. Mai Regenbogenfamilien zu privaten Feiern, Picknicks oder öffentlichen Aktionen zusammen (Bild: NELFA)

Sichtbare Vielfalt: Der fünfte International Family Equality Day (IFED) stand unter dem Motto "Familien ohne Grenzen".

Zahlreiche Regenbogen-Gruppen und ihre Verbündeten haben am Sonntag rund um den Globus die bunte Vielfalt von Familien gefeiert. Der fünfte Internationale Tag der Regenbogenfamilien (IFED) unter dem Motto "Familien ohne Grenzen" wurde in 74 Städten in 36 Ländern begangen – mit Picknicks, privaten Festen oder auch großen, öffentlichen Aktionen.

Der IFED wird seit 2012 einmal im Jahr gefeiert, um die Gleichberechtigung aller
Familienformen einzufordern. Solidarität und Stolz sollen von diesem Tag ausgehen. Und immer mehr Länder nehmen daran teil. Sechs neue zählte die "IFED-Familie" in diesem Jahr: Venezuela, Ecuador, Norwegen, Russland, Südafrika und Schweden.

Ziel des Aktionstags ist die rechtliche Anerkennung

Das Netzwerk der Europäischen Regenbogenfamilien-Verbände (NELFA) und seine Partner wollten mit ihren diesjährigen IFED-Aktionen das Bewusstsein dafür schärfen, dass Regenbogenfamilien weltweit eine rechtliche Anerkennung benötigen. Je nachdem, wo diese Familien leben, sind die rechtlichen, politischen und sozialen Bedingungen für sie sehr unterschiedlich.

"Die Situation bei uns ist schwierig. Unsere Lebenspartnerschaft wurde erst nach einem langen juristischen Tauziehen registriert. Sexuelle und reproduktive Rechte sind nicht existent und ein neues Gesetz verweigert gleichgeschlechtlichen Eltern jegliche legale Anerkennung", erklärten etwa Daniela Alcántara and Belén Gómez von "Ishkay Mamas" in Ecuador: "Deshalb wollten wir auch den IFED mitfeiern – um das Unsichtbare sichtbar zu machen."

Ums Mut machen ging es unter anderem in Russland: "Wir möchten, dass russische Regenbogenfamilien von der internationalen Unterstützung erfahren und dass sie stolz auf sich sein können", sagte Kris Erie von "Coming Out". "Jede Familie hat ein Recht darauf, glücklich zu sein! Heute wollen wir allen sagen: Uns gibt es! Wir lieben Euch! Wir haben einen Traum!"

"Regenbogenfamilien müssen viele Herausforderungen meistern, um akzeptiert zu werden", erklärte NELFA-Präsidentin Maria von Känel. "Mit den Feiern zum 'International Family Equality Day' haben wir das heute erneut sichtbar gemacht und hoffentlich auch zur Anerkennung von Familienvielfalt beigetragen. Der IFED sendet ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung an alle Familien, die noch
immer diskriminiert werden."

Auch der Europarat bewertete den Regenbogenfamilientag in seinem Jahresbericht 2015 als ein wichtiges Werkzeug, um gegen Homophobie sowie Transphobie vorzugehen und um die Toleranz und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. (cw/pm)



#1 ErsoyAnonym
  • 01.05.2016, 18:30h
  • Sehr schöne Aktion.

    Ich hoffe, dass dieser Tag noch viel mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt und noch mehr Leute mitmachen.
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#2 RegenbogenfamilyAnonym
  • 02.05.2016, 00:23h
  • Schade, dass der Bericht verschweigt, dass in Berlin der IFED vom Regenbogenfamilienzentrum und der grünen Bundestagsfraktion mit über 100 Gästen in der Pumpe gefeiert wurde... Damit war das die größte Veranstaltung anlässlich des IFED in Deutschland.
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