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Wie sehr beeinflusst die Pornografie das Sexualverhalten im wahren Leben?

Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass wir gerne das machen, was wir in Rammel-Filmchen sehen.

Männer verhalten sich bei der Nutzung von Kondomen so, wie es ihre Lieblings-Pornostars tun. Das ist das Ergebnis einer Studie der Columbia-Universität in New York, in der online 265 Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), befragt worden waren.

Die Forscher unter Führung des Sozialmediziners Eric W. Schrimshaw hatten die Teilnehmer durch Werbung bei Facebook und Craigslist in den Regionen vierer Ostküstenstädte rekrutiert (New York, Philadelphia, Baltimore und Washington). Die Männer wurden unter anderen gefragt, wie oft sie Pornografie im Internet anschauten, wie hoch der Anteil an Safer-Sex am Konsum war und wie ihr persönlichen Sexualverhalten ist. Die Studie ist Ende April in der Online-Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht worden.

Das Ergebnis: Je häufiger ein Mann Bareback-Pornos konsumierte, desto häufiger hatte er auch Sex ohne Kondome. Wer eher Pornos schaute, in denen Kondome getragen wurden, nutzte diese auch selbst.

92 Prozent schauen sich Bareback-Sex an

Die Ergebnisse zeigten auch, dass sich kaum ein Porno-Konsument den Bareback-Filmen entziehen kann. 92 Prozent gaben an, in den vergangenen drei Monaten eine derartige Szene gesehen zu haben.

Allerdings hat der bloße Pornokonsum keinen Einfluss auf Safer Sex: "Wir haben herausgefunden, dass der Konsum von sexuell erregenden Materialien nicht generell in Verbindung gebracht werden kann mit mehr kondomlosen Treffen unter MSM", heißt es in der Studie. Auch "zwanghafte" Nutzung von Pornografie habe keinen Einfluss auf das Safer-Sex-Verhalten, so die Forscher. Damit widersprachen sie anders lautenden Hypothesen.

Die Forscher erklärten zwar, dass die Studie nicht zeige, ob das Safer-Sex-Verhalten durch Pornografie beeinflusst werde oder sich die Männer am liebsten die Filme anschauten, die ihre eigenes Verhalten repräsentieren. Allerdings erklärten fast ein Drittel der befragten MSM, dass Bareback-Pornografie in den vergangenen drei Monaten subjektiv dazu beigetragen habe, dass sie "riskanteren" Sex gehabt haben.

Die Studie ist wenige Monate vor einem Referendum erschienen, bei dem Wähler in Kalifornien darüber abstimmen, die Produktion von Bareback-Filmen in dem Bundesstaat zu verbieten (queer.de berichtete). Bereits 2012 hatte Los Angeles kondomlose Filme verboten. Dadurch sind viele Pornoproduzenten auf Gegenden mit liberalerer Gesetzgebung ausgewichen, etwa auf Nevada oder Florida.

Bereits jetzt ist Bareback-Sex bei den größten schwulen Labels der USA verpönt. So werden seit Jahren bei den GayVN-Awards Filme automatisch disqualifiziert, bei denen keine Kondome verwendet werden. Allerdings zeigen gerade kleine Pornofirmen gerne Bareback-Sex – insbesondere in Europa ist die Nachfrage nach diesen Filmen sehr hoch. (cw)



#1 TheDadProfil
  • 03.05.2016, 18:14hHannover
  • ""Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass wir gerne das machen, was wir in Rammel-Filmchen sehen.""..

    Welch eine bahnbrechende Erkennntnis..

    Interessenleitung nennt sich das..
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#2 gayturk
#3 JadugharProfil
  • 03.05.2016, 19:21hHamburg
  • Antwort auf #1 von TheDad
  • Nicht ganz. Für den Menschen ist es natürlich, ohne irgenwelche Hindernisse, wie Klamotten oder eben Kondome zu rammeln, da diese doch im Wesentlichen den sexuellen Akt beeinträchtigen, sofern man nicht Fetischist ist. So kommen solche Filme den sexuellen Wünschen entgegen und nicht umgekehrt.
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#4 TheDadProfil
  • 03.05.2016, 20:08hHannover
  • Antwort auf #3 von Jadughar
  • ""Nicht ganz. Für den Menschen ist es natürlich, ohne irgenwelche Hindernisse, wie Klamotten oder eben Kondome zu rammeln, da diese doch im Wesentlichen den sexuellen Akt beeinträchtigen, sofern man nicht Fetischist ist.""..

    Fetischt = Interessenleitung..
    Gummies..
    Fesseln..
    Bettlaken..
    Kopfkissen unter der Kiste..
    Alles Interessenleitung..
    So vielfältig wie die Menschen selbst..

    Natürlich ist es irgendwie "natürlich" ohne Kondome oder Klamotten zu vögeln..

    Für Katholiken sogar noch oft ohne Licht..

    ""So kommen solche Filme den sexuellen Wünschen entgegen und nicht umgekehrt.""..

    Interessenleitung meint beim Betrachten von Pornos, sich vorzustellen was man gerne tun würde..
    Und das was man gerne tut, schaut man dann auch gerne an..

    Für mich sind das kommunizierende Röhren..
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#5 PIssnelkeAnonym
  • 03.05.2016, 23:03h
  • Antwort auf #4 von TheDad

  • Und mal wieder ein Kommentar, bei dem ich persönlich kotzen könnte - und zwar wegen des Autors und natürlich auch wegen des schwachsinnigen Inhalts. Der Katholiban,der die eigene Interessenleitung auf alle anderen projiziert und sich mal wieder wie so oft zum Maß aller Dinge macht. Vermutlich ein kleines Licht, das 24 Stunden am Tag alleine zu Hause sitzt und hier den nicht vorhandenen dicken Schw.... Heraushängen lässt. Wäre es nicht so nervig, penetrant und unangemessen, ich hätte glatt Mitleid
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#6 JarJarProfil
  • 03.05.2016, 23:55hKiel
  • Das is ja nun ne Erkenntnis und Leute die sich ne Tüte Apfelsaft kaufen trinken vielleicht auch Apfelsaft. Und Leute die sich ne Tattoozeitung kaufen haben vielleicht auch nen Tattoo. Hauptsache die Forscher haben was zu tun und lungern nicht auf der Straße herum.
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#7 TheDadProfil
  • 04.05.2016, 13:03hHannover
  • Antwort auf #5 von PIssnelke
  • ""Und mal wieder ein Kommentar, bei dem ich persönlich kotzen könnte - und zwar wegen des Autors und natürlich auch wegen des schwachsinnigen Inhalts.""..

    Und ich krieg Plaque wenn sich hier jemand auf jemanden anderen "einschießt", und schon "kotzen möchte", bloß weil ihm die Äußerung einer Meinung persönlich nicht gefällt..

    Muß sie nicht..
    Niemand hindert Dich daran, Deine Meinung darzustellen, und niemand verbietet es Dir, das anders zu sehen..

    Interessenleitung ist dann auch dieses..

    Und zuletzt..
    Weglassen des letzten Satzzeichens hinter dem letztem Satz..
    Wäre das nicht unter verschiedenen Nicks so auffällig unauffällig, man könnte fast vermuten, hier ist Ein und Derselbe am Werk..
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#8 daVinci6667
  • 04.05.2016, 18:18h
  • Antwort auf #1 von TheDad

  • "Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass wir gerne das machen, was wir in Rammel-Filmchen sehen."
    Welch eine bahnbrechende Erkennntnis."

    Das hab ich grad auch gedacht!
    Ich sehe mir doch keine Dinge an, die mir NICHT gefallen!

    Genau deshalb glaube ich auch nicht, das wir Schwule/Bisexuelle angeblich nur 5% der Gesamtbevölkerung ausmachen sollen, wie manche noch behaupten. Die Statistiken der konsumierten Internetpornografie sprechen da eine deutlich andere Sprache. Wer sich Schwulenpornos gerne anschaut ist in der Regel ganz einfach schwul, schwul und nochmals schwul und soll sich da auch bitte nichts vormachen.

    Nur soll sich, finde ich, derjenige der gerne Bareback- Pornos anschaut sich nicht auch noch irgendwie verantwortlich fühlen für die Nichteinhaltung von Safer-Sex- Regeln. Sowas lese ich da nämlich heraus.

    Wir würden doch alle gerne ohne wenn es diese verdammte Krankheit nicht gäbe. Es darf doch hoffentlich noch jeder in seiner Fantasie einen abschütteln auf das was ihn WIRKLICH anmacht.

    Mittlerweile werden Kondome manchmal auch wegretuschiert. Genau das sollten alle tun müssen, denn Darsteller in irgendeiner Form dazu zu bringen ohne zu ficken ist absolut und in jeder Beziehung unverantwortlich. Das eine sollte hier mit dem anderen nicht verwechselt werden.
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#9 TheDadProfil
  • 04.05.2016, 19:59hHannover
  • Antwort auf #8 von daVinci6667
  • ""Wer sich Schwulenpornos gerne anschaut ist in der Regel ganz einfach schwul, schwul und nochmals schwul und soll sich da auch bitte nichts vormachen.""..

    Naja..
    Schwule, Bisexuelle, Frauen..

    So wie die meisten Konsumenten von Lesben-Porno's ja auch Heterosexuelle Männer sein sollen..

    So schaut man sich an, was einen anmacht..

    ""Nur soll sich, finde ich, derjenige der gerne Bareback- Pornos anschaut sich nicht auch noch irgendwie verantwortlich fühlen für die Nichteinhaltung von Safer-Sex- Regeln. Sowas lese ich da nämlich heraus.""..

    Stimmt..
    Aber eine bisher nirgendwo diskutierte Idee wäre eine PreP für die Darsteller..
    Die von der Produktion bezahlt werden muß..
    Da bleibe zu klären wie und wie lange man die einnehmen muß, oder ob sich die Darsteller gar einer ständigen Therapie unterziehen müßten, wie sie für HIV-Negative von HIV+Partnern in der Diskussion ist..

    Das Gros machen inzwischen sowieso Filme aus, in denen mit Gummi gevögelt wird, oder sogar das Gummi per "digitaler Nachbearbeitung" weg retuschiert wird..
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#10 Shinkaishi
  • 05.05.2016, 07:50h
  • ich weiß nicht wie repräsentativ eine Studie mit gerade einmal 265 Befragten so ist...

    Abgesehen davon, um ein Verbot zu rechtfertigen müsste es schon rinen klaren kaudalrn Zusammenhang grben, einen der über Berivhterstattung der Befragtrn hinausgeht.

    Davon abgesehen, wenn wir der Logik folgten, dass man Bareback Pornos verbieten muss weil sie Leute zu gefährlichem Handeln treiben, dann müssten wir zu aller erst auch Alkohol und Zigaretten komplett verbieten.

    Ein Verbot des Produzierens kann sicherlich mit Schutz der Darsteller rechtfertigt werden, aber in dem Fall sollten regelmäßige Tests und sonstiges Vorbeugen ebenfalls adequat sein.
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