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  • 06.05.2016, 11:09h           29      Teilen:   |

US-Fernsehstar

Colton Haynes jetzt offiziell out

Artikelbild
Colton Haynes spielte in den ersten beiden Staffeln "Teen Wolf" einen sportlichen Highschool-Schüler – und zeigte gerne seinen Körper. (Bild: MTV)

Der Star aus den Serien "Arrow" und "Teen Wolf" spricht in einem Interview erstmals offen über seine Homosexualität.

Hollywood-Schauspieler Colton Haynes hat sich im Magazin "Entertainment Weekly" als schwul geoutet. Der 27-Jährige hatte bereits im Januar seine Homosexualität auf Tumblr angedeutet, als er auf einen User-Kommentar antwortete, in dem ihm eine "geheime schwule Vergangenheit" unterstellt worden war (queer.de berichtete). Damals meinte er mit einigen Smileys: "War das ein Geheimnis? Lasst uns alle das Leben einfach genießen und nichts bereuen."

Im Interview erklärte Haynes jetzt, dass er damals eigentlich nicht geplant hatte, sich zu outen: "Das war ein totaler Schock. Ich war nicht bereit für die Schlagzeilen." Im Nachhinein hätte er damals eine Pressemitteilung herausgeben sollen, um näher auf das Thema einzugehen. Er habe aber nicht das Gefühl gehabt, dass er "irgendjemand irgendetwas schuldig" gewesen sei. "Ich denke, dass jeder seine Entscheidungen treffen soll, wenn er dazu bereit ist, und ich war es noch nicht. Aber ich habe mich gefühlt, als ob ich Leute im Stich gelassen habe, weil ich nicht das gesagt habe, was ich hätte sagen sollen."

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"24 Stunden am Tag schauspielern"

Haynes, der bereits zuvor offen über Angststörungen gesprochen hatte, unter denen er seit seiner Kindheit leidet, erklärte weiter, ihn hätten die Schlagzeilen über seine sexuelle Orientierung derart belastet, dass er sich in Behandlung begeben hätte. Er erklärte, dass viele Fans erwarteten, dass ihre Stars ein heterosexuelles "GQ-Image" hätten. "Aber sie wissen nicht, wie es ist, wenn man 24 Stunden am Tag schauspielern muss", so Haynes. "Leute haben Vorurteile gegen diejenigen, die schwul sind oder einfach anders."

Dabei sei er eigentlich immer out gewesen – an seiner Highschool, gegenüber seiner Familie und seinen Freunden, seinen Schauspielkollegen und seinen Vorgesetzten wie dem schwulen "Arrow"-Produzenten Greg Berlanti. Außerdem hatte er im letzten Jahr ein Bild seines schwulen Bruders Joshua mit dessen Ehemann in sozialen Netzwerken gepostet und sich wiederholt in der Öffentlichkeit für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ausgesprochen.

Über die sexuelle Orientierung von Haynes, einem ehemaligen Model für die Modefirma "Abercrombie & Fitch", gab es bereits seit Jahren Gerüchte. Grund war unter anderem, dass er im Jahr 2006 bei einem Fotoshooting für das schwule Lifestylemagazin "XY" einen jungen Mann geküsst hatte. Seither hat er Hauptrollen in den Fernsehserien "The Gates", Teen Wolf" und "Arrow" gespielt. (dk)

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Tags: colton haynes, coming-out
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Reaktionen zu "Colton Haynes jetzt offiziell out"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.05.2016
11:57:31
Via Handy


(-14, 18 Votes)
 
#2
06.05.2016
12:03:59


(+16, 16 Votes)

Von Gut so


"Aber sie wissen nicht, wie es ist, wenn man 24 Stunden am Tag schauspielern muss"

Ja, immer eine Rolle zu spielen, immer aufzupassen, was man tut oder sagt und immer Angst vor Entdeckung zu haben, ist die Hölle. Das kann langfristig nicht ohne psychische Folgen bleiben.

Deshalb ist es wichtig, zu sich selbst zu stehen. Es gibt keinen Grund sich für sich selbst und seine Gefühle zu schämen. Und nur weil andere so hinterwäldlerisch sind, dass sie Liebe nicht verstehen, sollte man sich selbst nicht einschränken.

Im übrigen können wir auch die Gesellschaft am besten ändern, wenn wir ganz offen und selbstbewusst mit dem Thema umgehen. Damit jeder sieht, dass wir uns nicht verstecken und auch wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind.

Wenn wir nicht mal zu uns selbst stehen, wie sollen dann andere zu uns stehen? Wenn wir uns nicht selbst akzeptieren, wie sollen uns dann andere akzeptieren?

Und was ist wohl schlimmer: wenn Familie, Freunde, Fans, oder wer auch immer erfahren, wer man wirklich ist (man wird ja keine andere Person als man vorher war) oder wenn sie irgendwann erfahren, dass man ihnen ständig eine Schmierenkomödie vorgespielt hat?!


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#3
06.05.2016
12:15:06


(+6, 12 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Es ist beschämend, das sich Menschen, immer noch outen müßen!
Ob ich noch die Zeit erleb?, wenn ich zB. Händchenhaltend oder küssend in der Öffentlichkeit, der Öffentlichkeit zeige das ich einen oder mehrere Menschen lieb hab und ich mich nicht mehr erklähren muß, warum das so ist?


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#4
06.05.2016
12:35:22


(+8, 16 Votes)

Von realo
Antwort zu Kommentar #3 von hugo1970


in der kapitalistischen leistungs-, wettbewerbs-, prekarisierungs-, ellbogen-, "immer irgendwo nach unten treten"-, krisen- und kriegsgesellschaft mit ihrer zwangsläufigen, eigengesetzlichen rechtsentwicklung? nein, da werden sie das nicht mehr erleben.


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#5
06.05.2016
12:50:15


(+10, 12 Votes)

Von Marek


Daran kann sich so manch anderer Promi ein Beispiel nehmen.

Auch in Deutschland gibt es ja viele schwule und lesbische Promis (von deutschlandweit bekannten Fernsehmoderatoren bis zu Fußballnationalspielerern, von der Politikerin bis zum Konzernvorstand), die nach wie vor sich selbst verleugnen. Und teilweise dann sogar Alibi-Frauen bzw. Alibi-Männer haben.

Es ist nicht peinlich, dass diese Leute schwul bzw. lesbisch sind. Es ist nur peinlich, wie sich selbst verleugnen. Damit schaden sie sich selbst und uns allen. Und auch den GLBTI-Jugendlichen, die es eh schon schwer genug fällt und denen mehr Vorbilder fehlen.

Und sie nützen mit ihrem Versteckspiel nur einer Gruppe: den Homohassern dieser Welt, die uns unsichtbar machen wollen und marginalisieren wollen, damit sie weiterhin der breiten, uninformierten Masse weismachen können, das sei irgendeine kleine skurrile Minderheit zwischen Monster und Freak.

Gerade Promis haben so ein privilegiertes Leben, dass sie sich viel leichter outen könnten als andere. Wenn sie das dennoch nicht tun, sind sie auch nicht unbedingt viel besser als die Homohasser.


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#6
06.05.2016
12:57:24


(+7, 9 Votes)

Von Felix
Antwort zu Kommentar #3 von hugo1970


Ich stimme Dir vollkommen zu.

Ich will mich nicht mehr erklären müssen. Ich will nicht mehr, wenn ich neue Leute kennenlerne, irgendwann "gestehen" müssen, dass ich schwul bin. Ich will es noch erleben, dass ich händchenhaltend oder Arm in Arm durch die Straßen gehen kann, auf einer Bank sitzen kann, meinen Freund küssen kann, etc. ohne dass sich Leute danach rumdrehen, tuscheln, kichern oder gar dumme Bemerkungen machen.

JA, alles das will ich auch. Und wahrscheinlich jeder andere von uns ebenso.

Aber:
damit das so kommt, müssen wir halt jetzt erst mal da durch. Denn von alleine kommt das ganz gewiss nicht.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die gesellschaftliche Normalität umso schneller erreicht wird, je mehr von uns ganz selbstverständlich und selbstbewusst mit dem Thema umgehen.

Wie "Guts so" schon sagte: wenn wir selbst nicht offen damit umgehen, wie sollen das andere dann? Je mehr Menschen sehen, wie viele wir sind (und auch wie verschieden wir sind), desto eher kommt auch die Akzeptanz.


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#7
06.05.2016
13:26:43


(+9, 11 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Marek


"Gerade Promis haben so ein privilegiertes Leben, dass sie sich viel leichter outen könnten als andere."

Tja, die Zeiten ändern sich, leider, nicht zum Guten (siehe Wahlen und konservative und erzkonservative Wahlerfolge) Es werden sich immer wenniger "Promis" outen, nicht nur hier in Deutschland. Deutschland wird in queer fragen zu einem entwicklungsland mutieren, wenn nicht noch schlimmer, das sogar Ungarn oder Polen besser stehen werden!!!


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#8
06.05.2016
13:37:59


(+7, 9 Votes)

Von Lovestern
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 29.07.2014
Antwort zu Kommentar #5 von Marek


Für Prominente ist es überhaupt nicht leichter, sich so outen. Bei denen ist nicht nur das Geld in Gefahr, es hängen ja teils auch Arbeitsplätze dran. Eine Lady Gaga beschäftigt mal eben so 300 Mitarbeiter, wenn sie auf Tour ist. Auch ohne Tour sollen es so 50 Leute sein.

Insofern muss sich ein öffentlicher Mensch schon reiflich überlegen, ob er das machen kann. Ein Fussballer oder ein Justin Bieber können zurecht Schiß vor einem solchen Schritt haben, während es bei Schauspielern relativ Wurst ist. Die werden nach Optik, nicht nach Image besetzt.

Wobei- Colton und schauspielern... der hat genau eine Mimik drauf und muss sich ansonsten ausziehen, um eine Wirkung zu erzielen. :-)


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#9
06.05.2016
14:14:17


(+12, 14 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #8 von Lovestern


>"während es bei Schauspielern relativ Wurst ist. Die werden nach Optik, nicht nach Image besetzt."

dem widersprechen insider_innen vehement. auch für schauspieler_innen ist ein öffentliches coming-out ein roulettespiel, bei dem sie eher verlieren als gewinnen können.


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#10
06.05.2016
15:10:18


(-12, 14 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von realo


Und wenn das einmal vorbei ist wird Homosexualität als Relikt der pürgerlich dekadenten Moral ja auch überwunden sein...


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