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Henrý Steinn nahm kurz vor der Geburt dieses Selfie auf

Ein 19-Jähriger aus einem kleinen isländischen Dorf wurde vergangenen Monat vom Klapperstorch besucht – und spricht nun erstmals darüber.

Vaterfreuden für ein schwules Paar: Der im nordisländischen Dorf Árskógssandur lebende Transmann Henrý Steinn hat am 13. April ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Das teilte der 19-Jährige gegenüber gayiceland.is mit. Der Vater ist Steinns Lebenspartner Þórir Leó Pétursson, genannt Doddi. Beide sind seit Februar vergangenen Jahres ein Paar. Den Namen des Mädchens soll erst an Pfingsten offiziell bekanntgeben werden.

Die Nachricht von der Schwangerschaft kam laut Steinn völlig überraschend und nur wenige Monate, nachdem er sich als transsexuell geoutet hatte. Er lebte bereits als Mann und stand eigenen Aussagen zufolge nur wenige Wochen vor dem Beginn seiner Hormonbehandlung. Diese hat er bis auf weiteres unterbrochen, da er zunächst seine Tochter selbst stillen will. Erst wenn "wir beide davon genug haben", wolle er mit der Hormone einnehmen und die Geschlechtsanpassung vollziehen.

Das Kind kam durch einen Kaiserschnitt auf die Welt, nachdem Steinn 26 Stunden lang in den Wehen gelegen hatte. "Ich war dann sehr müde, aber am Ende ist alles gut gegangen und uns beiden geht es großartig."

Keine Diskriminierung erlebt


Henrý Steinn (re.) und sein Partner Doddi

Im Interview beschrieb Steinn, wie ungewöhnlich die Schwangerschaft war. Er habe aber viel Unterstützung erhalten, obwohl er in einer sehr ländlichen Region wohnt. Auch seine Familie unterstützte ihn. "So weit ich das mitgekriegt habe, haben die Leute eine lockere Einstellung. Ich bin auch locker und offen damit umgegangen und habe bislang keine Vorurteile erlebt", so Steinn. Probleme habe es gegeben, sich während der Schwangerschaft männlich anzuziehen, da keine Umstandskleidung für Männer verkauft wird.

Obgleich dies die erste bekannte Schwangerschaft eines Mannes in Island ist, gab es in den letzten Jahren einige Berichte aus anderen Ländern: 2013 brachte etwa ein transsexueller Mann in Berlin ein Kind zur Welt (queer.de berichtete). Internationale Berühmtheit erlangte der Amerikaner Thomas Beatie, der zwischen 2008 und 2010 drei Kinder zur Welt brachte und Dauergast in US-Talkshows war (queer.de berichtete).


Steinns Kind wurde am 13. April geboren

Derartige Schwangerschaften sind kein neues Phänomen: So hatte der verheiratete italienische Soldat Daniel Burghammer im Jahr 1601 ein Kind zur Welt gebracht. Burghammer erklärte daraufhin, dass er sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale habe – heute würde das als Intersexualität bezeichnet werden. Burghammer konnte seine Tochter, deren biologischer Vater ein spanischer Soldat war, sogar stillen. Das Kind erhielt außerdem den Segen der Kirche – der Vatikan bezeichnete die Geburt als "Wunder". (dk)



#1 MarekAnonym
  • 06.05.2016, 13:23h
  • Herzlichen Glückwunsch zu dem süßen Baby.

    Ich hoffe, dass es der Familie immer gut gehen wird. Und dem kleinen Fratz ein tolles Leben.
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#2 TrientjeAnonym
#3 JogoleinProfil
  • 06.05.2016, 17:01hAalen
  • Die Geburt zeigt nur, dass er in einem voll funktionsfähigen weiblichen Körper steckt.
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#4 Homonklin44Profil
  • 06.05.2016, 18:37hTauroa Point
  • Na siehste wohl, geht auch!

    Schön finde ich besonders, dass die Leute, wo die jetzt 3 leben, offenbar locker damit umgeht.

    Ziemlich egal, wie man im Moment sein Geschlecht definieren will, ich hätte gesagt, dazwischen, oder auf dem besten Weg seiner Vervollständigung zum Mann.

    Die Grenzen gibt's häufig nur im Kopf, aus dem die Augen raus gucken.
    Ich glaube, dem Kleinen wird irgendwann wichtig sein, dass es bei liebenden Eltern aufwachsen durfte, und nicht, ob Papa auch mal Mama war.
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#5 userer
  • 06.05.2016, 19:27h
  • Antwort auf #2 von Trientje
  • Tja, die modernen Zeiten, in denen Sie nicht mehr nur zweigleisig denken können, nicht mehr nur in Hexen und Priester unterscheiden sollen, sondern mit natürlicher Vielfalt konfrontiert werden, sind ganz schön kompliziert für Sie, was?

    Vorschlag: Internet kappen und einfach Courths-Mahler weiterlesen.
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#6 Komischer VogelAnonym
  • 06.05.2016, 22:42h

  • Leben hervor zu bringen ist in erster Linie Menschlich und Lebendig, Väter lieben ihre Kinder wie Mütter.
    Tranzidente- und tranzsexuelle Menschen sind mit nun mal auch hin und wieder vom Kinderglück gesegnet.

    Freuen wir uns über einen Erdenbürger mehr.

    Eigentlich keine große Schlagzeile,
    Alles gute zur Vaterschaft.
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#7 NicoAnonym
#8 JadugharProfil
  • 07.05.2016, 05:01hHamburg
  • Antwort auf #2 von Trientje
  • Wie kleingeistig! Wenn ein voll ausgebildeter Zwitter ein Kind bekommt, so ist er nach der Entbindung immer noch ein Zwitter und keine Frau! Die Fähigkeit, ein Kind auszutragen hat nicht unbedingt mit den Geschlecht etwas zu tun! Unter bestimmten Umständen sind sogar Männer in der Lage, Säuglinge zu stillen!
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#9 Henry Erik BAnonym
  • 10.05.2016, 08:11h

  • Er hat ein Kind bekommen.Was es ist,wird sich rausstellen,sobald das Kind reden kann.(Seine Eltern haben ja auch gedacht,sie haben eine Tochter,bis sich rausstellen hat,dass er Trans*ist.)Bitte bemüht euch um eine korrekte Sprache.Sonst gebt ihr den Druck an die nächste Generation weiter.
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