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  • 06.05.2016, 19:27h           21      Teilen:   |

Unterstützung für Ehe-Öffnung

LGBT-freundlicher Muslim wird Londons neuer Bürgermeister

Artikelbild
Wegen seiner Unterstützung für die Ehe für alle wurde Sadiq Khan von radikalen Muslimen angefeindet (Bild: flickr / DIUS Corporate / cc by 2.0)

Der Labour-Kandidat Sadiq Khan löst den konservativen Boris Johnson an der Spitze der britischen Hauptstadt ab.

Ein Novum in London: Mit Sadiq Khan regiert erstmals ein Muslim die drittgrößte Stadt Europas. Der Politiker der oppositionellen Labour-Partei gilt auch als Unterstützer von LGBT-Rechten. Khan, ein in London geborener Sohn pakistanischer Eltern, erhielt nach den bisherigen Hochrechnungen 44 Prozent der Stimmen. Sein schärfster Konkurrent, der konservative Zac Goldsmith, schaffte lediglich 35 Prozent. Mathematisch kann Khan nicht mehr eingeholt werden.

Der 45-jährige zukünftige Stadtchef, der seit elf Jahren im Unterhaus sitzt und vor der letzten Wahl Schatten-Jusitzminister seiner Partei war, geriet 2013 durch seine Unterstützung der Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare in die Kritik von radikalen Muslimen. Nachdem ein extremistischer Mufti aus Bradford eine Fatwa gegen Khan veröffentlicht hatte und ihm vorwarf, wegen seiner Unterstützung für die Ehe für alle vom Glauben abgefallen zu sein, erhielt der Politiker Todesdrohungen und wurde unter Polizeischutz gestellt.

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Erste lesbische und schwule Abgeordnete in Wales

Am Donnerstag wurden auch die Regionalparlamente von Wales und Schottland neu gewählt. Im walisischen Cardiff ziehen zum ersten Mal drei offen homosexuelle Abgeordnete in die "National Assembly" ein: die beiden Labour-Politiker Jeremy Miles und Hannah Blythyn sowie Adam Price von der nach walisischer Unabhängigkeit strebenden linksliberalen Partei Plaid Cymru.

In Wales schaffte es allerdings auch die Europa- und LGBT-feindliche UK Independence Party, erstmals in ein Landesparlament einzuziehen. Die Rechtspopulisten konnten mit einem Stimmenanteil von über zwölf Prozent sieben der 60 Sitze im Parlament erobern – und sind damit nach Labour, Plaid Cymru und den Konservativen die viertstärkste Kraft im Parlament.

In Schottland konnte die separatistische SNP von Parteichefin und Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon mit 46 Prozent der Stimmen die Wahlen deutlich für sich entscheiden, verlor aber mit 63 von 129 Sitzen knapp die absolute Mehrheit. Die SNP unterstützt seit Jahren die Gleichstellung von LGBT und hat vor wenigen Monaten ein Papier vorgelegt, mit der sie Homo- und Transphobie in Schulen bekämpfen will.

Die auf die SNP folgenden Parteien zeichneten sich dadurch aus, dass sie alle von lesbischen oder schwulen Politikern geführt werden. Die Konservativen von Ruth Davidson konnten ihre Mandate auf 31 verdoppeln, die Labour-Partei von Kezia Dugdale fiel auf 24 Sitze und die "Scottish Greens" von Parteichef Patrick Harvie können sechs Parlamentarier nach Holyrood entsenden. Rechtspopulisten schafften es nicht ins schotische Parlament. (dk)

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Tags: sadiq khan, london, großbritannien, schottland, wales, wahlen
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Reaktionen zu "LGBT-freundlicher Muslim wird Londons neuer Bürgermeister"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
06.05.2016
19:30:34


(0, 16 Votes)

Von kahn


schön, da hat er ja jede menge aufklärungsarbeit vor sich:
Link zu www.queer.de


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#2
06.05.2016
21:37:25


(+13, 21 Votes)

Von Taurus82
Antwort zu Kommentar #1 von kahn


Gute Idee! Allerdings müssten WIR in UNSEREN Reihen im Gegenzug auch einige Aufklärungsarbeit in Sachen Sachen Rassismus und Religionsfreiheit leisten.


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#3
06.05.2016
22:24:50


(-5, 19 Votes)

Von GeorgG


Er steht ja schon auf der Todesliste der frommen Muslims. Die Fatwa eines Muftis kann nicht ohne weiteres zurück genommen werden. Khan wird in Zukunft gute Bodyguards benötigen.


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#4
06.05.2016
23:19:47
Via Handy


(+9, 15 Votes)

Von janx


So kanns gehen. Und unsere christliche bundesmutti verteidigt unsere rechte nicht mal mehr ohne Drohungen durchgeknallter muftis. :-(


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#5
06.05.2016
23:32:18


(+8, 14 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Dieser Vorgang erinnert mich an den Film "Mein wunderbarer Waschsalon":

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Mein_wunderbarer_Waschsalon


My husband and I wish Sir Sadiq Khan all the very best!


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#6
06.05.2016
23:37:54


(+8, 12 Votes)

Von dem Anti-Blair


Neulich las man in neoliberalen Schundblättern noch Schlagzeilen wie:

"Enthüllt: Linksradikale Verschwörung zur Unterstützung von Sadiq Khan, um Corbyn zu stärken"

Bild-Link:
sadiq.jpg


Bild-Link:
rpcover203.jpg


"In der Vergangenheit war Corbyn einer der schärfsten Kritiker des New-Labour-Projekts von Tony Blair, Gordon Brown und Peter Mandelson und lehnte sowohl deren Wirtschaftspolitik als auch deren außenpolitische Ausrichtung ab. Als Vorsitzender der Stop the War Coalition trat er auf Demonstrationen gegen den Irak-Krieg auf und unterstützte frühzeitig die Forderung nach einer Untersuchungskommission über die Gründe des Kriegsbeginns.
...
Am 12. September 2015 wurde Corbyn in einer Urwahl unter den etwa 600.000 Mitgliedern [Hunderttausende traten neu in die Labour-Partei ein] sowie weiteren Unterstützern mit 59,5 % im ersten Wahlgang zum neuen Vorsitzenden der Labour-Partei gewählt. "

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Corbyn#Politische_Pos
itionen


Gut gemacht!


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#7
07.05.2016
00:16:05


(-1, 15 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


""Er steht ja schon auf der Todesliste der frommen Muslims. Die Fatwa eines Muftis kann nicht ohne weiteres zurück genommen werden. Khan wird in Zukunft gute Bodyguards benötigen.""..

Wie immer keine Ahnung, und davon viel..

Ein Fatwa ist nicht weiter als ein Urteil, eine Beurteilung der Person und seiner Taten vor dem Hintergrund des "Islam" und seiner Auslegung durch diesen Mufti..

Das hat mit dem was man im Zuge der Salman Rushdie-Affaire in der Presse lesen mußte, nichts zu tun,weil es gar keine "Todesurrteile" gibt, die dort gefällt würden..


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#8
07.05.2016
00:29:22


(+8, 16 Votes)

Von gegoogelt
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


nette imitation: mit solchen und anderen parolen und appellen an feindbilder, ganz im stile des antisemitismus der nazis der 1920er jahre, versuchten es ja auch die gegner khans. das wahlergebnis ist eine klare antwort. dass labour wieder einen (von der basis gewählten) parteichef hat, der eine klare linke alternative bietet, hat dabei entscheidend geholfen.


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#9
07.05.2016
08:28:39


(+8, 14 Votes)

Von goddamn liberal


"Der konservative britische Wirtschaftsminister Sajid Javid, der wie Khan pakistanischer Abstammung ist, twitterte: "Von einem Sohn eines pakistanischen Busfahrers zum anderen: Glückwunsch." " (DIe Zeit)

Solche Aufstiegsgeschichten, die auch immer mit Anpassung an die Moderne einhergehen, sind das beste Mittel gegen ein Selbstmitleid, das dann in Wut umschlägt.

Zudem sollten wir alle aufhören, Religionen als Grenzzäune hochzuziehen, die zumindest die Vernünftigen unter uns kaum noch ausüben.

Der eine hat den Weihnachtsbaum, der andere isst kein Schweinefleisch.

Na und?


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#10
07.05.2016
08:48:03


(-1, 15 Votes)

Von gast
Antwort zu Kommentar #2 von Taurus82


Das ist ein sehr schöner politisch korrekter Kommentar - ganz wie es sein soll!


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