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Hakan Taş, 1966 in der Türkei geboren, zog mit 14 Jahren nach Deutschland. Seit 2011 ist er für die Linkspartei Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (Bild: Die Linke Berlin)

Der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Hakan Taş wurde am Samstagnachmittag von zwei Rechtsradikalen attackiert. Der Vorfall ereignete sich am Rande der Anti-Flüchtlings-Demonstration "Merkel muss weg – Wir sind das Volk" mit etwa 1.000 Teilnehmern.

Taş, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Berlin gegen Nazis" trug, kaufte sich in einem Supermarkt des Hauptbahnhofs ein Getränk, als die beiden Männer sich näherten und ihm mit dem Ellbogen in den Bauch boxten. Der in der Türkei geborene, offen schwule Politiker erstattete Anzeige wegen Körperverletzung, Beamte der Bahnpolizei konnten die mutmaßlichen Täter vorübergehend festnehmen. Die Männer seien ihm bereits bei früheren Demos als Neonazis aufgefallen, sagte der Abgeordnete gegenüber der Tageszeitung "Neues Deutschland".

Auf seiner Facebook-Seite bedankte sich Hakan Taş, der unverletzt blieb, für die Anteilnahme: "Die Ereignisse verdeutlichen, dass rechte Übergriffe inzwischen zum politischen Alltag in Berlin und in Deutschland gehören. Umso wichtiger erscheint es mir vor diesem Hintergrund, den Kampf gegen Rechtsextremismus, Nationalismus und Diskriminierung mit aller Entschlossenheit fortzusetzen."

Zusammen unter anderem mit SPD und Grünen hatte die Linkspartei zu einer Gegendemonstration zum Aufmarsch der Rechtsextremisten aufgerufen. Mehrere Tausend Menschen zogen unter dem Motto "Berlin nazifrei" vom Hackeschen Markt zum Tiergarten.

Der in der Türkei geborene Taş zog 1980 mit 14 Jahren nach Deutschland und absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann, später arbeitete er als Autor und setzte sich für die Rechte von Einwanderern ein. 2011 gelang ihm der Einzug ins Abgeordnetenhaus, wo er sicherheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion wurde. Er wird neben Rechtsradikalen auch von türkischen Nationalisten bedroht. (mize)



#1 hugo1970Profil
  • 08.05.2016, 10:50hPyrbaum
  • Hat die Menschheit nicht genug Sorgen?
    Die ganzen Naturkatastrophen reichen doch um den Menschen zu zeigen wie klein er eigentlich ist?
    Sollte sich die Menschheit nicht darauf konzentrieren um den zukünftigen Generationen ein besseres Leben zu sichern?
    Sterben nicht genug Kinder in der Dritten Welt an Hunger/Durst?
    Lieber schlagen sich die Menschen gegenseitig die Köpfe ein, nur um zu zeigen wie man überlegen/unüberlegen dem Gegenüber ist.
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#2 userer
  • 08.05.2016, 13:50h
  • Schlimm. Die Nachrichten lesen sich zunehmend alles so, als ob die 2020er wie die 1920er ablaufen würden. Die Rechten vereint und aggressiv bis zur Mordlust, die Linken zersplittert (drei Gegendemonstrationen gab es am Samstag!) und Opfer rechter Gewalt.
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#3 hugo1970Profil
#4 klarstellungAnonym
  • 08.05.2016, 16:27h
  • Antwort auf #1 von hugo1970
  • ihnen ist schon aufgefallen, dass "die menschheit" in der aktuellen gesellschaftsordnung in klassen eingeteilt ist, die objektiv (!) widerstreitende, gegensätzliche interessen haben? der klasse, die herrscht, geht es nicht um "ein besseres leben für zukünftige generationen", sondern um ihre profite und vermögen. systemgesetzlich.

    und im obigen artikel geht es nicht einfach darum, dass "menschen sich gegenseitig die köpfe einschlagen", sondern um faschisten, die sich - wie immer - mit brutaler gewalt gegen die politische linke, die arbeiter_innenbewegung und die von ihr rassistisch, nationalistisch homophob usw. konstruierten untermenschen und "sündenböcke" richten. ermöglicht und aktiv gefördert durch ein gesellschaftliches klima, das die herrschende klasse selbst mit blick auf vorhandene und kommende (dauer-) krisen geschaffen hat, einschließlich des aufbaus neofaschistischer projekte wie der afd zur weiteren rechtsverschiebung der bürgerlichen politik und, bei bedarf (siehe nazi-diktatur im einvernehmen mit den herrschenden kapitalgruppen) autoritär-terroristischen herrschaftssicherung.
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#5 klarstellungAnonym
  • 08.05.2016, 16:53h
  • Antwort auf #4 von klarstellung
  • gemeint war natürlich:

    "faschisten, die sich - wie immer - mit brutaler gewalt gegen die politische linke, die arbeiter_innenbewegung und die von IHNEN [den faschisten] rassistisch, nationalistisch, homophob usw. konstruierten untermenschen und "sündenböcke" richten."
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#6 NorisetteProfil
  • 08.05.2016, 18:04hNürnberg
  • Das Schlimme dabei ist, dass es in unseren Kreisen dann auch noch solche Leute wie Mirko Welsch und David Berger gibt, die als Steigbügelhalter der Nazis fungieren.

    Hier agiert eindeutig die gleiche Art von SA, wie seinerzeit vor der Machtergreifung. Und unsere rechtsblinde Politik und Justiz schaut wieder mal nur zu.
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#7 NicoAnonym
  • 08.05.2016, 18:35h

  • Das Klima der Homophobie, das von unserer schwarz-roten Bundesregierung befeuert wird, bleibt leider nicht ohne Folgen.
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#8 BraunauAnonym
#9 ARD und ZDFAnonym
  • 08.05.2016, 22:58h
  • Und wir machen weiter kräftig Gratiswerbung für die neue NSDAP!

    Antisemitismus, Rassismus und Homophobie haben ein Recht auf Verbreitung!

    Je mehr Krise des globalen Kapitalismus, desto mehr!
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#10 echoAnonym
  • 09.05.2016, 00:14h
  • Antwort auf #1 von hugo1970
  • Hm, die Menschheit hat wohl viele Sorgen, und es handelt sich hier um eine davon.

    Negative Einstellung gegenüber Fremden sowie Nicht-Heterosexuellen gab es immer in jeder Gesellschaft. Die Frage ist, wie es dazu kommt, dass jemand so ausgesprochen feindlich und schließlich bereit ist, Gewalt anzuwenden.

    Meistens kommen die Täter aus Milieus, die ziemlich perspektivlos sind, vor allem im sozialen Aspekt. Wenn ein Mensch weiß, dass aus ihm nicht viel werden kann (und nie besonders geschätzt sein wird), dann muss er etwas finden, was ihm Selbstbewusstsein und Sinn im Leben gibt, sei es die eigene Nationalität/Sexualität/Religion. Außerdem sind dies Leute, die oft in schlechten Verhältnissen aufgewachsen sind und selber viel Negatives/Unfaires erlebt haben.

    Es ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft, diese Probleme anzugehen. Natürlich dürfen wir erst einmal nicht erlauben, dass so etwas vorkommt. Man muss aber überlegen, wie man präventiv handeln kann, um Extremismus (Rassismus, Islamismus, etc.) vorzubeugen. Man kann die sozialen Probleme leider nicht lösen (die Ressourcen sind ja begrenzt), diese kann man nur lindern. Vielleicht muss man in dieser Hinsicht gezielter und überlegter handeln. Dazu brauchen wir eine gut vorbereitete Polizei/Justiz, jeder von uns muss aber auch wissen, wie man sich selber schützt.
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