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| Eurovision Song Contest
  • 09.05.2016, 16:32h           9      Teilen:   |

Überraschung aus Stockholm

Justin Timberlake tritt beim ESC auf

Artikelbild
Timberlake, hier bei einem Konzert vor zwei Jahren, füllte bereits einmal ein Zwischenprogramm – beim Superbowl 2004 mit Janet Jackson, der durch das "Nipplegate" in die Geschichte einging (Bild: [m] J Vettorino, flickr, cc by 2.0; EBU)

Der amerikanische Popstar wird das Zwischenprogramm beim Finale füllen und soll den Contest so in seiner Heimat schmackhafter machen. in den USA wird das Spektakel erstmals live übertragen.

Beim Finale des Eurovision Song Contest wird am Samstag erstmals in seiner 61 Jahre langen Geschichte ein internationaler Superstar auftreten, der kein Teilnehmer ist oder war: Wie das schwedische Fernsehen am Montag mitteilte, wird der amerikanische Sänger Justin Timberlake als "Interval Act" auftreten, also in der Pause zwischen der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge und der Bekanntgabe der Punkte.

Der 35-jährige Timberlake, der durch die international erfolgreiche Boyband NSYNC bekannt wurde und als Solomusiker sowie Schauspieler neun Grammys und vier Emmys gewinnen konnte, wird in Stockholm seine neue Single "Can't Stop the Feeling" präsentieren. Sie wurde von den schwedischen Komponisten Max Martin und Shellback mitgeschrieben und -produziert.

Erst in der letzten Woche hatte die Europäische Rundfunkunion (EBU) bekannt gegeben, dass der ESC in diesem Jahr erstmals live in den USA ausgestrahlt wird – der Homo-Sender Logo hatte sich die Rechte als Nichtmitglied der EBU gesichert (queer.de berichtete). Anders als Australien, das in diesem Jahr zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teilnimmt, können die USA damit weiterhin keinen eigenen Kandidaten zum Grand Prix schicken.

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Flaggenstreit vorerst verschoben

Måns Zelmerlöw und Petra Mede moderieren die drei Shows aus Stockholm
Måns Zelmerlöw und Petra Mede moderieren die drei Shows aus Stockholm

Die Verpflichtung Timberlakes ist eine weitere kleine Revolution, die das schwedische Fernsehen dem ESC einbringt. Mit Spannung wird unter Fans erwartet, wie sich am Samstag das neue Abstimmungsverfahren auswirkt: Bei den Schalten in die einzelnen Länder werden zunächst nur die Punkte der Jurys verlesen, erst danach präsentieren die Moderatoren der Sendung, Petra Mede und Vorjahressieger Måns Zelmerlöw, die zusammengezählten Punkte des Zuschauervotings. Das zugleich eingekürzte Verfahren soll eine Spannung bis zur letzten Sekunde wahren (queer.de berichtete).

Eine erst im Vorjahr eingesetzte Neuerung des ORF, Buhrufe des Publikums aus dem Ton zu blenden, schaffe das schwedische Fernsehen derweil wieder ab. Für Unruhe unter Fans sorgte noch eine neue Flaggenordnung, wonach das Mitführen einiger Transparente und Flaggen verboten ist, darunter von Länderregionen wie etwa Wales und umstrittener Territorien wie der Krim (queer.de berichtete). Das Dokument hielt auch fest, dass Regenbogenflaggen und die der Europäischen Union nur erlaubt sind, wenn sie "nicht gezielt genutzt werden, um während der Show ein politisches Statement abzugeben."

Nach einiger Empörung, geschürt auch durch manche übertreibenden Medienberichte, ist die EBU inzwischen zurückgerudert und hat beispielsweise regionale Flaggen ausdrücklich erlaubt. Für die Nutzung anderer Flaggen gelte, dass der "unpolitische Charakter" des ESC respektiert werden müsse und Kameras dadurch nicht blockiert werden dürften. Für Regenbogenflaggen gilt somit zunächst weiter, dass ihr Einsatz im Ermessen des jeweils den ESC ausrichtenden Fernsehsenders liegt.

Während die Flaggen in Stockholm so wie in den Vorjahren kein Problem darstellen dürften, könnten sie noch zu einem (zusätzlichen) Politikum werden, wenn Russland am Samstag den Wettbewerb gewinnen sollte. Der diesjährige Vertreter des Landes, Sergei Lasarew, gilt bei Wettbüros, Journalisten und Fans weiterhin als glasklarer Favorit. Als der ESC 2009 zum bisher einzigen Mal in Moskau stattfand, wurde in der gleichen Stadt wenige Stunden zuvor eine CSD-Demo von den Behörden aufgelöst und die Teilnehmer festgenommen (queer.de berichtete). Das war noch vor der Einführung des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda".

Der in ganz Osteuropa bekannte Lasarew hatte sich in den letzten Jahren in nationalen wie internationalen Medien mehrfach gegen das Gesetz ausgesprochen, auch sprach er zuletzt mehrfach wohlwollend über schwule Fans (in russischen Medien und sozialen Netzwerken halten sich trotz Hochzeit weiter Gerüchte, er könnte selbst schwul sein). Wie die Zuschauer in der Halle, die zuletzt Beiträge aus Russland immer ausgebuht hatten, auf ihn reagieren werden, wird mit Spannung erwartet.

Am Montag haben jedenfalls die Proben für das erste Halbfinale am Dienstag begonnen, bei dem auch Lasarew mit einer spektakulären wie kalkulierten Bühnenshow auftritt. Deutschland tritt direkt im Finale an, Jamie-Lee hat am Sonntag bei der Red-Carpet-Zeremonie zum ESC eine Startposition in der ersten Hälfte der Show gezogen. Die Wettbüros sagen ihr ein Abschneiden maximal im unteren Mittelfeld voraus. (nb)

Youtube | Russlands Sergei Lasarew bei einer Probe in der letzten Woche
Wochen-Umfrage: Am 14. Mai ist das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest. Schaltest du ein? (Ergebnis)

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Tags: eurovision, justin timberlake
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Reaktionen zu "Justin Timberlake tritt beim ESC auf"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
09.05.2016
16:44:43


(+8, 8 Votes)

Von Felix


"""""""""""""""""""""""
Für Regenbogenflaggen gilt somit zunächst weiter, dass ihr Einsatz im Ermessen des jeweils den ESC ausrichtenden Fernsehveranstalters liegt.
""""""""""""""""""""""""

Und genau das darf nicht sein.

Die Regenbogenflagge steht für Liebe, Freiheit, Akzeptanz und Vielfalt.

Das darf nicht dem jeweils ausrichtenden Land überlassen werden, ob es Regenbogenflaggen verbieten will oder nicht (und damit de facto auch Meinungsfreiheit verbieten kann).

In den Statuten des ESC muss klipp und klar festgeschrieben werden, dass auch Regenbogenflaggen erlaubt sind. Wenn das einem Land nicht passt, muss es ja nicht mitmachen - es wird niemand zur Teilnahme gezwungen. Aber es kann nicht sein, dass man Meinungsfreiheit abschafft und eine Haupt-Zielgruppe des ESC vergrault, nur um Russland und 2-3 weiteren Staaten in den Arsch zu kriechen...


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#2
09.05.2016
17:51:21


(+5, 7 Votes)

Von Felix


Ich finde es eigentlich immer schöner, wenn es im Zwischenprogramm Darbietungen des jeweiligen Landes gibt. Oder sowas wie damals der coole Flashmob...

Wenn die Amis auch den ESC gucken wollen - bittesehr. Aber man sollte deswegen nicht US-Stars einbauen, um es für die Amis attraktiver zu machen.


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#3
09.05.2016
18:28:31


(+5, 5 Votes)

Von Carsten AC
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


Sehe ich genauso:
der Gebrauch von Regenbogenflaggen darf nicht vom Wohlwollen des austragenden Landes abhängig sein.

Da hat die EBU wohl in vorauseilendem Gehorsam eine Regel erlassen, damit Russland im Falle eines Sieges, seine skurrilen, demokratiefeindlichen Regenbogen-Verbote auch beim ESC durchsetzen kann.

Das muss gestoppt werden!

Sollte es jemals beim ESC verboten sein, Regenbogenflaggen zu schwenken, werden die viele Zuschauer verlieren... Zu Recht!!


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#4
09.05.2016
19:02:04


(+1, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


Richtig, am besten etwas mit Folklore, am besten Tanzen, wenn nicht getanzt wird dann könnte man Bilder dieses Landes zeigen.


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#5
09.05.2016
19:08:20


(+8, 8 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


Also ich finde diese unsägliche Regelung über Regenbogenflaggen und diese schwammige Einschränkung viel dramatischer als den Auftritt von Justin Timberlake.

Aber dennoch hoffe ich, dass der ESC jetzt nicht, nur um weitere Zielgruppen aufzureißen, irgendwann zu einer Kopie von US-Musikshows wird.

Gerade dieses regionale und teilweise auch skurrile macht den Reiz aus. Wenn Justin Timberlake da nur mal eine einmalige Bereicherung ist, soll mir das egal sein. Aber das sollte jetzt kein Trend werden.

Und wie gesagt:
die Einschränkung des Gebrauchs von Regenbogenflaggen ist jetzt erst mal das wichtigere Thema...


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#6
09.05.2016
19:37:35


(+6, 6 Votes)

Von fink


Diese Zwischenprogramme boten ja bisher oft ungewöhnliche Ideen und Formate. Das ging zugegebenermaßen nicht immer wirklich gut, aber gerade deswegen war ich immer recht neugierig, was wohl diesmal Seltsames passieren würde.

Ich gehöre ja zur alten Garde, die immer noch hofft, beim ESC den einen oder anderen Camp-Schnipsel zu erhaschen. Leider nimmt der ESC seine Funktion als Hochamt des Fremdschämens immer weniger ernst.

Mit dem Auftritt eines Profimusikers wie Timberlake versucht man stattdessen wohl lieber, auf Nummer sicher zu gehen. Schade, ich hätte mir mehr Mut gewünscht und hoffe sehr, dass Timberlake zumindest nicht das gesamte Zwischenprogramm einnehmen wird.


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#7
09.05.2016
20:30:51


(+6, 6 Votes)

Von Sabelmann
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Ich finde es nicht richtig dass Justin auftritt!Das stört irgendwie das Gefüge des ESC!Es ist für mich immer ein Highlight landesspezifische Unterhaltung zu sehen!
Nur wegen der amerikanischen Zuschauer?Die Australier haben schon 30 Jahre übertragen bevor sie eine Möglichkeit bekamen!
Und das Flaggenfiasko?Erbärmlich!


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#8
09.05.2016
21:06:18


(-4, 4 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #7 von Sabelmann


""Ich finde es nicht richtig dass Justin auftritt!""..

Keine Sorge, das mußte auch nicht sehen..
Ist nur für die US-Ami's während wir hier so abstimmen und die Stimmen auszählen..


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#9
09.05.2016
22:52:19


(+2, 2 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von TheDad


Danke für den Trost!Habs überlesen!


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