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  • 10.05.2016, 00:28h           8      Teilen:   |

"A Love Letter"

USA: Massen-Coming-out bei den Methodisten

Artikelbild
Der Druck von unten wächst: Am letzten Sonntag hatte es bereits in Chicago einen Unterstützungsgottesdienst für LGBT-Rechte innerhalb der Methodistenkirche gegeben.

In einem am Montag veröffentlichten offenen Brief outeten sich über 100 Geistliche und Amtsträger der Kirche.

Einen Tag vor Beginn ihrer nur alle vier Jahre stattfindenen Generalversammlung haben sich am Montag in den USA zahlreiche Priester, Diakone, Seminaristen und Vorstände der Methodistenkirche als schwul oder lesbisch geoutet. In ihrem offenen "Liebesbrief" forden die 111 Unterzeichner, darunter auch einige Bi-, Trans- und Intersexuelle, von der Kirche, einen homofreundlicheren Kurs einzuschlagen.

Die Kirche, die in Deutschland nur auf unter 34.000 Gläubige kommt, gehört in den USA mit fast acht Millionen Angehörigen zu den größten Glaubensgemeinschaften des Landes – prominente Mitglieder sind George W. Bush und Hillary Rodham Clinton. Aus ihr heraus wurde die Heilsarmee gegründet. Bei der zehntägigen Konferenz in Portland im US-Bundesstaat Oregon soll es auch um den Umgang der Kirche mit Schwulen und Lesben gehen; den rund 870 Delegierten liegen mehrere Petitionen zum Thema vor.

Die Homosexualität auszuleben, sei "inkompatibel mit der christlichen Lehre", heißt es bislang in den Richtlinien der Kirche. Sie verbieten auch Ehezeremonien für gleichgeschlechtliche Paare und wurden 2012 von einer Mehrheit der Delegierten bestätigt.

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Ein Coming-out für die Nachfolgenden

Der Widerstand gegen LGBT-Rechte in der Kirche bröckelt allerdings, in manchen Regionen wie Baltimore oder New York werden offen homosexuell lebende Priester von der Kirchenführung geduldet, Interessierte am Priesteramt nicht mehr zu ihrer sexuellen Orientierung befragt. Zugeich verstärkt sich das Selbstbewusstsein der Geistlichen: Bereits letzte Woche sprachen 15 Priester aus New York in einem Offenen Brief von ihrer Homosexualität; in Columbus im Bundesstaat Ohio heiratete ein Priester am Wochenende seinen Freund öffentlich.

Er ist einer der Unterzeichner des nun veröffentlichten Offenen Briefes. Manche der Unterzeichner seien in der glücklichen Lage, der Kirche "ehrlich und offen" dienen zu können, heißt es darin, während andere in "feindseligeren" Gegenden arbeiten müssten und dennoch der Kirche treu dienten, "trotz des enormen Preises, den sie gegenüber sich selbst, ihren Familien und ja, auch ihren Gemeinden, zahlen, die nicht die Gesamtheit der Begabung ihres Pastors erfahren, da ein Kern davon verborgen bleiben muss."

Manche Kirchenführer würden ihnen raten, die Kirche zu wechseln, so die LGBTI-Geistlichen. Aber nur bei den Methodisten fühle man sich Zuhause, nur hier die Berufung Gottes. Man werde sich der Kirche auch verbunden fühlen, sollte diese ihren Kurs verschärfen, denn letztlich stehe Gottes Wort über der Kirche. Man hoffe aber, dass die Kirche auf sie hören werde, auch für die jungen LGBTI des Landes, die Unterstützung statt Ablehnung bräuchten. Gerade ihnen wolle man mit dem Schritt Hoffnung geben. (cw)

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Tags: usa, methodisten
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Reaktionen zu "USA: Massen-Coming-out bei den Methodisten"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
10.05.2016
01:31:49


(+7, 7 Votes)

Von Felix


Gut so.

Man sollte immer zu sich selbst stehen. Das ist für die Psyche besser als immer eine Rolle zu spielen und ständig Angst zu haben, sich doch mal zu verplappern oder somstwie "enttarnt" zu werden.

Und ganz nebenbei hilft man damit auch anderen und ist ein Vorbild.

Es ist nicht schlimm, das eigene Geschlecht zu lieben. Es ist nur schlimm, sich selbst und andere zu belügen.


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#2
10.05.2016
08:17:12


(0, 6 Votes)

Von GeorgG


Dieser Schritt war überfällig. Er hatte sich in den letzten Monaten auch schon angedeutet.
Es ist sowieso unverständlich, wieso eine Kirche, die 8 Millionen Mitglieder hat und in den USA den Mainstreamkirchen zuzurechnen ist, immer noch mit Homosexualität solche Probleme hat. Andere Mainstreamkirchen wie die Episkopalkirche, die Presbyterianer, die United Church of Christ usw sind schon viel weiter.
Hier in Europa sieht es bei den Methodisten deutlich besser aus. Die Schwierigkeit liegt allerdings darin, dass die kleinen europäischen Methodistenkirchen ein Teil der weltweiten, hauptsächlich us-amerikanischen Methodistenkirche sind und dadurch an die amerikanischen Beschlüsse gebunden sind.
Die britischen Methodisten sind von den USA unabhängig und sind liberal.


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#3
10.05.2016
08:22:45
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Anam_cara


Wegen der Öffentlichkeit der EMK bin ich als Schwuler dort Mitglied geworden. Ich wurde offen aufgenommen und habe jahrelang im Kirchenvorstand meiner Gemeinde mitgearbeitet. Selten wurde ich in einer Kirche so umgänglich akzeptiert wie ich bin. Das erlebe ich auch in anderen EMK Gemeinden durchgängig. Übrigens ist die aktuelle Zahl der Kirchenglieder in Deutschland ungefähr bei 54 000.


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#4
10.05.2016
10:15:23


(+6, 8 Votes)

Von Heiner


>>> Man werde sich der Kirche auch verbunden fühlen, sollte diese ihren Kurs verschärfen, denn letztlich stehe Gottes Wort über der Kirche. <<<

1. Wer überhaupt Mitglied einer Organisation ist, die ihn nicht voll akzeptiert, sondern nur, wenn man sich selbst verleugnet, muss ja schon ganz schön gestört sein.

2. Wer dann auch noch sagt, dass er da selbst Mitglied bliebe, wenn der Kurs verschärft würde, hat endgültig den Gipfel des Selbsthasses und der Unterwürfigkeit erreicht.


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#5
10.05.2016
10:22:54


(+4, 8 Votes)

Von Hinnerk


Nur die dümmsten Kälber, wähl'n den Schlachter selber...


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#6
10.05.2016
13:45:02


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Anam_cara


""Selten wurde ich in einer Kirche so umgänglich akzeptiert wie ich bin.""..

Wie viele dieser Sekten muß man durchlaufen haben, um solch eine Aussage zu tätigen ?


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#7
10.05.2016
14:06:19


(+4, 6 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


....denn letztlich stehe Gottes Wort über der Kirche...

Gottes Worte ,moecht ich hoeren....

E-Mail,Postanschrift
Telefonnummer ...

wers weiss ,bitte mir mitteilen,

habe soviele Fragen an den "Herren"

Foto waere auch mal schoen....


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#8
10.05.2016
14:23:09


(0, 8 Votes)

Von Economics


Gottesfürchtigkeit steht ökonomisch immer höher im Kurs!

Bild-Link:
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