Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 10.05.2016, 16:38h           18      Teilen:   |

Rainbow Europe

Griechenland überholt Deutschland bei LGBT-Rechten

Artikelbild
Der Ländervergleich zeigt: Im Westen sieht es bei LGBT-Rechten weit besser aus als in Mittel- oder Osteuropa (Bild: ILGA Europe)

Deutschland rutscht in der Liste der LGBT-freundlichsten Länder Europas erneut um einen Platz nach hinten und liegt nun auf Rang 16. An erster Stelle befindet sich weiterhin Malta.

Die LGBT-Organisation ILGA Europe hat am Dienstag den Bericht "Rainbow 2016" vorgestellt. Darin wird anhand dutzender Kriterien die rechtliche Lage von LGBT ausgewertet. Laut den Zahlen liegt Deutschland unter 49 Staaten auf dem 16. Platz. Im Vergleich zum letzten Jahr fiel die Bundesrepublik damit um einen Platz zurück. Dabei wurde die Berliner Republik von Griechenland überholt, das von der Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften profitierte (queer.de berichtete).

Unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ging es in den letzten Jahren nach unten: Vor sechs Jahren hatte sich Deutschland noch über einen elften Platz freuen können.

In der aktuellen Liste liegt wie im Vorjahr Malta auf dem ersten Rang, gefolgt von Belgien, das mit Großbritannien den Platz getauscht hat. Auf den folgenden Plätzen befinden sich Dänemark, Spanien, Portugal und Finnland.

Fortsetzung nach Anzeige


Österreich weiterhin vor Deutschland

Österreich ist auf Rang 13 das beste deutschsprachige Land. Die Alpenrepublik konnte sich damit im Jahresvergleich um einen Platz verbessern. Die Schweiz stieg noch weiter auf: Sie sprang vom 31. Platz im vergangenen Jahr auf Rang 23. Liechtenstein rutschte dagegen um einen Platz ab und liegt nun auf Rang 38.

Ganz unten hat sich wenig getan: Den letzten Platz hat weiterhin Aserbaidschan inne, gefolgt von Russland, Armenien und der Türkei.

Im Länderbericht Deutschland (PDF) weist ILGA-Europe darauf hin, dass sich der Druck auf die Bundesregierung, LGBT gleichzustellen, "exponentiell" erhöht habe. "Die Bevölkerung scheint in der Frage der Ehe-Öffnung weiter zu sein als die regierende Koalition", konstatieren die Autoren. Als besonders negatives Beispiel für die politische Debatte wurde die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) genannt, weil sie vergangenes Jahr die Ehe für alle in die Nähe von Inzest und Polygamie gerückt hatte (siehe queer.de-Homogurke).

Die "Rainbow Europe"-Liste wird jedes Jahr nach einem festen Schlüssel errechnet. Die Familienpolitik macht dabei den größten Anteil aus – sie fließt mit 27 Prozent ins Gesamtergebnis ein (detaillierte Aufschlüsselung). (dk)

Links zum Thema:
» rainbow-europe.org
» Gesamter Bericht (PDF)
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 18 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 468             7     
Service: | pdf | mailen
Tags: ilga europe, rainbow europe
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Griechenland überholt Deutschland bei LGBT-Rechten"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.05.2016
17:05:47
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Ehla


Hoffentlich bekommt Merkel für ihre Homosexuellendiskriminierung nicht noch den Nobelpreis!

Es ist übrigens auch scheinheilig wie Deutschland sich immer als "moralische Instanz" in Europa hinstellt, aber selbst die Menschenrechte und das Grundgesetz bricht. Deutschland sollte sich in Europa schämen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
10.05.2016
17:12:57


(+12, 14 Votes)

Von _john_
Aus Wetzlar (Hessen)
Mitglied seit 29.04.2016


Ich dachte wir wären so linksgrünversifft? Kontrolliert nicht die Homo-Lobby das ganze Land? Ne, mal im Ernst, das ist einfach nur traurig. Bin mal gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten/Jahren so entwickelt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
10.05.2016
17:43:21


(+8, 10 Votes)

Von Bryan
Antwort zu Kommentar #2 von _john_


na, geht dann wieder ransant auf platz 100 mit der afd.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
10.05.2016
18:06:49


(+5, 9 Votes)

Von Moritz A


Dank der totalen Blockadepolitik von Union und SPD wundert mich diese Meldung überhaupt nicht.

Solange Union und SPD regieren wird Deutschlands Rückstand sogar laufend größer werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
10.05.2016
19:27:14


(+6, 10 Votes)

Von Sebi


Es wird echt immer peinlicher für Deutschland....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
10.05.2016
19:58:58


(+1, 7 Votes)

Von Johannes45


Insgesamt stimmt die Karte und ist akzeptabel.

Aber einige kleinere Unklarheiten hat die Karte schon:

1. Bewertung von Zypern:
Die Insel ist erstens zweitgeteilt: eigentlich müßte der türkisch besetzte Teil rot dargestellt werden, und der südliche Teil dafür so wie Griechenland, weil auch in Zypern ein standesamtliches Lebenspartnerschaftsinstitut ermöglicht wurde.

2. Bewertung von Tschechien:
Zu schlechte Bewertung von Tschechien:
Tschechien erhält 32 Prozent und Nachbarland Slowakei fast gleichviel mit 29 Prozent. Dabei hat Tschechien ein standesamtliches Lebenspartnerschaftsinstitut und die Slowakei nicht.

Zudem wird ddie Lage in Tschechien gleich zu Serbien beurteilt: aber es gibt in Tschechien sowohl ein Antidiskriminierungsgesetz (von der EU vorgeschrieben und umgesetzt) als auch ein standesamtliches Lebenspartnerschaftsinstitut. Die Lage in Prag ist bedeutend besser als in Belgrad; Tschechien müßte eine höhere Einstufung erhalten.

Fazit: Die Karte ist gut, aber die Einstuftungen zu Zypern und Tschechien sehe ich anders und bewerte sowohl Tschechien als auch den südlichen Teil der Insel Zypern besser, als es ILGA macht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
10.05.2016
20:13:09


(+5, 9 Votes)

Von Carsten AC


Das wird sich auch nicht bessern, solange Union und SPD regieren.

Denn die verstehen sich nicht als Volksvertreter, die das beste für die Bürger tun. Sondern die verstehen Politik als Selbstbedienungsladen, wo man alle paar Jahre mal (gerne auch mit Verarschung der Wähler) genug Stimmen bekommt um irgendwie in eine Regierung zu kommen und dann nach eigenem Wohlwollen wie Sonnenkönige herrschen zu können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
10.05.2016
20:40:44


(+6, 10 Votes)

Von Robin


Den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft kann man u.a. daran ablesen, wie sie mit Minderheiten umgeht.

Da ist Deutschland Entwicklungsland.

Und das wird übrigens langfristig auch der Volkswirtschaft schaden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
11.05.2016
02:19:09


(-2, 6 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #8 von Robin


Jetzt übertreiben Sie doch nicht so maßlos. Entwicklungsland? Deutschland ist im globalen Kontext gesehen immer noch mit einer relativen Spitzenposition gesegnet und selbst was viele andere Industrieländer (Japan, Südkorea, Singapur, Australien, Italien, Monaco, Taiwan - you name it) angeht steht das Land verhältnismäßig gut da. Nur weil nicht alles perfekt ist und man nicht zur Avantgarde zählt, ist das kein Grund, in Hysterie zu verfallen. Geschätzte 95+ % aller LGBT weltweit wären froh und dankbar, in einem solchen "Entwicklungsland" zu leben.

Und, bei allem Respekt, auf die Volkswirtschaft wirken ganz andere Einflussgrößen. Zumal die von Ihnen verorteten "Minderheiten" keine monolithischen Menschenblöcke sind.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
11.05.2016
02:23:15


(0, 2 Votes)

Von Isaak
Antwort zu Kommentar #7 von Carsten AC


Ich schätze, angesichts des derzeitigen politischen Klimas kann man sich über Union/SPD sogar noch freuen. Der stetige Aufwärtstrend der AfD wird eine weitere Liberalisierung auf absehbare Zeit ohnehin verhindern und sollten die Rechten 2017 gar zweitstärkste Kraft im BT werden - was sehr gut möglich ist - dann kann man sich auf einen deutlich konservativeren Kurs der getriebenen Union einstellen. Und mit "deutlich konservativer" ist nicht nur ein weiteres Nein zur Eheöffnung gemeint...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Mehr Geld für LGBTI-Projekte im Norden Megan Mullally macht Hoffnung auf neue "Will & Grace"-Folgen Ein schwuler Coming-out-, Cruising-, Liebes-, Geister- und Horrorfilm
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt