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  • 12.05.2016, 14:06h           33      Teilen:   |

Fürs Leben lernen

Erstes Analverkehr-Seminar an der Uni Köln

Artikelbild
Analverkehr war schon bei den Alten Römern beliebt: vom sogenannten Warren Cup inspirierte Skulptur des britischen Künstlers Malcolm Lidbury (Bild: Wiki Commons / Pinkpasty / CC-BY-SA-3.0)

Am 3. Juni lädt die Studierendenvertretung der Humanwissenschaftlichen Fakultät zu einem "Workshop für Arschficker_Innen und die, die es vielleicht werden wollen".

Oft heißt es ja, der universitäre Betrieb sei so abgehoben und habe mit dem realen Leben nichts zu tun. Nun, für die Uni Köln scheint das nicht zuzutreffen. Am Freitag, den 3. Juni findet dort ein "Workshop für Arschficker_Innen und die, die es vielleicht werden wollen" statt.

"Während der größte und kräftigste Muskel des Menschen gemeinhin 'Allerwertester' genannt und als Sitzgelegenheit gebraucht wird und man sich auch meist täglich der Entleerung des Darms hinwendet, haftet dem Arsch als erogene Zone und Fickgelegenheit immer noch das Tabu, der Schmutz, der Schmerz an", heißt es in der noch sehr akademischen Einladung der Studierendenvertretung der Humanwissenschaftlichen Fakultät.

"Sind wir sexuell am Arsch, so begegnen uns nicht nur Tabus und Verbote, sondern damit einhergehend auch fehlendes Wissen um Tipps und Tricks, die zu einer lustvollen Verwirklichung sexueller Phantasien und Wünsche verhelfen können."

Fortsetzung nach Anzeige


"Keine sexuellen Handlungen"

Kondome und Gleitgel sind bei dem vierstündigen Workshop von 17 bis 21 Uhr nicht erforderlich, stellt die Studierendenvertretung klar – und dürfte damit vielleicht einige interessierte Power-Bottoms enttäuschen: "Dabei finden keine sexuellen Handlungen oder angeleiteten persönlichen Veröffentlichungen statt."

Als Referenten haben die Veranstalter Marco Kammholz angeheuert, der das Seminar im Rahmen der Weiterbildung zum Sexualpädagogen am Institut für Sexualpädagogik (ISP) konzipiert hat. In Kleingruppen will er Fragen diskutieren wie: "Wie soll denn da was rein passen? Welche Hilfsmittel gibt es? Was gilt es anatomisch zu beachten? Wie sprechen wir über Analverkehr? Und wer fickt hier eigentlich wen?"

Die kostenlose Poposex-Nachhilfe, an der auch Nicht-Studierende teilnehmen können, richtet sich an "Erwachsene jeglicher sexueller Orientierungen und aller Geschlechter", so die Studierendenvertretung. Um einen der maximal zwölf Plätze zu ergattern, ist lediglich eine vorherige Anmeldung per E-Mail an stavv-kontakt@uni-koeln.de erforderlich. Der Raum wird allen bestätigten Teilnehmenden rechtzeitig bekannt gegeben.

Schon jetzt steht fest: Diese Veranstaltung dürfte in die An(n)alen der Kölner Unigeschichte eingehen! (mize)

 Update  15.25h: Studierendenvertretung sagt Veranstaltung ab
Die Studierendenvertretung der Humanwissenschaftlichen Fakultät hat die Veranstaltung am Freitag abgesagt. Man habe sich dazu entschlossen, den Workshop "nicht stattfinden zu lassen", und werde dazu später eine ausführliche Stellungnahme veröffentlichen. Am Freitag hatten die "Junge Freiheit" und der Blogger Hadmut Danisch über die Veranstaltung berichtet; die Zeitung hatte auch einen Sprecher der Hochschule befragt, dem die Veranstaltung zunächst nicht bekannt war.

Follow-up-Berichte:
Uni Köln: Prüde Studierendenvertretung sagt Analsex-Workshop ab (13.05.2016)
Analverkehr-Workshop erregt AfD und FDP (14.05.2016)

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Tags: analverkehr, universität köln, marco kammholz, analsex
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Reaktionen zu "Erstes Analverkehr-Seminar an der Uni Köln"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
12.05.2016
15:52:22


(+7, 7 Votes)

Von ursus


allein schon, weil das bei allen gender-paranoiden schnappatmung auslösen wird (poposex! anner uni! mit meinem steuergeld!), ist das doch eine schöne sache.

ich habe marco kammholz mal kurz kennenlernen dürfen. sehr kompetent. der weiß genau, was er tut.


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#2
12.05.2016
16:54:56


(+7, 7 Votes)

Von UrsaMajor


Letztens in einer Facebook-Diskussion, in der es um den schönen Satz "Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber..." ging, meinte eine Kommentatorin, "...'aber ich finde Analsex zwischen Männern eklig' darf man ja wohl noch sagen?"

Ich meinte dazu, ja klar könne man das sagen, es sei dann halt nur homophob.

Woraufhin sie antwortete "...ist es nicht, und ob ich das eklig finde, geht dich überhaupt nichts an."

Ich fragte sie noch, weshalb sie mir das dann unbedingt unter die Nase reiben wolle, wo es mich doch nichts angehe.

Eine Antwort blieb sie mir schuldig.

Auf diesem Niveau bewegen sich Diskussionen außerhalb unserer "netten", kleinen queeren Welt. ursus hat ganz Recht: wenn dazu jetzt auch noch ein Uni-Workshop "mit ihrem Steuergeld" stattfindet, wird diese Dame wohl völlig austicken.

Und wieder irgendwelchen Leuten, die es "gar nichts angeht", entgegenschleudern, wie eklig sie das doch findet.

Was ICH alles so eklig finde, geht diese Dame übrigens gar nichts an.


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#3
12.05.2016
17:08:13


(+7, 9 Votes)

Von Religioten-Watch
Antwort zu Kommentar #2 von UrsaMajor


Der Dame hättest du einfach kontern sollen: "selber schuld, was spannen Sie auch rum?!?" oder "Dann schauen sie gefälligst keine Pornos!" oder "Und wie finden Sie Analsex zwischen Mann und Frau?" oder "die Vorstellung, das Merkel mit ihrem Mann finde ich auch ekelig..." oder "dass ich Vaginalverkehr, evtl. noch in den Tagen, auch ekelig finde, darf ich doch wohl noch sagen, oder?"
Klingt wie "90 Prozent findööön das ääääkeleräääägend"...
Dann sollen sie es halt nicht gucken oder nicht machen. Wir posaunen doch auch nicht rum, was wir alles ekelig finden... man macht es dann einfach nicht. Punkt. Zudem gibt es genug hässliche heterosexuelle Paare, wo die Vorstellung die haben Sex, auch ekelerregend ist.
Komischerweise regt sich da keiner auf oder bemüht sich um sein Kopfkino...

Man muss diese Kommentatoren mit ihren eigenen Waffen schlagen!!


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#4
12.05.2016
17:12:48


(-4, 8 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


hey, hey, wie geil! Ist das ein verspäteter Aprilscherz?


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#5
12.05.2016
19:36:09


(+3, 5 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #1 von ursus


poposex! anner uni! mit meinem steuergeld!

Freu mich, denen beim Schnappatmen zuzusehen.

Tatsächlich aber leider nix Steuergeld, die Studierendenvertretung wird von Semesterbeiträgen der StudentInnen bezahlt, zumindest aus Berlin kenne ich das so.


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#6
12.05.2016
21:18:37
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von James Cock
Antwort zu Kommentar #4 von wiking77


Why? Kannst wohl nicht ein mal ernsthaft über Sex sprechen, sondern musst alles ins Lächerliche ziehen und dabei Kichern und rot werden wie ein Schuljunge, or what? Typen wie du verhindern echte Aufklärung, buddy!


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#7
12.05.2016
22:09:16


(+2, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"""Während der größte und kräftigste Muskel des Menschen gemeinhin 'Allerwertester' genannt""..

Nur der größte Muskel..
Nicht der kräftigste..
Denn das ist der Kaumuskel, der den Unterkiefer an den Oberkiefer zieht..


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#8
12.05.2016
22:49:52
Via Handy


(-4, 10 Votes)

Von Orthogonalfront
Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


Immer diese elende BESSERWISSEREI von dir! Lass das! Wir hassen das! NIEMAND mag es wenn du das tust. Ausser deinen üblichen paar Lagerhomies hier versteht sich.


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#9
12.05.2016
23:00:47


(+3, 9 Votes)

Von Diagonalfront
Antwort zu Kommentar #8 von Orthogonalfront


"Wir hassen das! NIEMAND mag es wenn du das tust."

Welcher Multi-Nick spricht da im Pluralis Majestatis? Musst ja nicht von dir auf andere schließen.


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#10
12.05.2016
23:25:34
Via Handy


(-6, 10 Votes)

Von Orthogonalfront
Antwort zu Kommentar #9 von Diagonalfront


Und schon meldet sich WIE ANGEKÜNDIGT der erste von TheDads Lagerhomies und merkt nicht mal, dass er mich damit nur bestätigt.

TheDad und seine Homies dominieren diese Seite und vergiften sie damit, indem sie jede offene Diskussion mit ihrer Arroganz und Rechthaberei unmöglich machen. Hoffentlich biste wenigstens von lauter falschem Stolz erfüllt zu dieser obskuren Gruppierung zu gehören.


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