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  • 13.05.2016, 13:43h           7      Teilen:   |

Brief an alle US-Schulbezirke

Klo-Streit: Obama ordnet Trans-Gleichbehandlung an Schulen an

Artikelbild
In dem Brief an die Schulbezirke erklärte die Regierung vom Präsident Barack Obama, dass die Diskriminierung von Transsexuellen Geschlechtsdiskriminierung darstelle, die nach Bundesrecht verboten ist (Bild: flickr / Steve Jurvetson / cc by 2.0)

Öffentliche Schulen dürfen Transsexuelle auch beim Gang zur Toilette nicht diskriminieren, heißt es in einem Brief der Obama-Regierung an alle öffentlichen Schulen.

Die Obama-Regierung will Diskriminierung von Transsexuellen an öffentlichen Schulen nicht mehr dulden: Wie die "New York Times" berichtet, wird Washington am Freitag einen Brief an alle US-Schulbezirke verschicken, in dem angeordnet wird, dass Transsexuellen die Nutzung von Toiletten erlaubt werden muss, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Sollten sich Schulbezirke nicht an die Anordnung halten, droht die Regierung mit einer Klage oder mit der Kürzung von Bundeszuschüssen.

Wörtlich heißt es in dem Brief: "Eine Schule darf von Transgender-Schülern nicht verlangen, Anlagen zu benutzen, die im Widerspruch zu ihrer Geschlechtsidentität stehen. Sie dürfen auch nicht dazu gezwungen werden, Einzelkabinen zu nutzen, wenn das von anderen Schülern nicht verlangt wird." Alle Schulen müssten laut Bundesrecht "Nichtdiskriminierung aufgrund des Geschlechts" sicherstellen. Dies schließe auch Transsexuelle ein. Diese Gleichbehandlung sei auch verpflichtend, "wenn andere Schüler, Eltern oder Mitglieder der Gesellschaft Vorbehalte" hätten.

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Anlass für die Anordnung ist ein Ende März beschlossenes Gesetz in North Carolina, das Transsexuellen verbietet, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete). Das US-Justizministerium erklärte vergangene Woche in einem offiziellen Brief an die Regierung von North Carolina, dass das Toilettenverbot Geschlechterdiskriminierung sei, die nach einem Bürgerrechtsgesetz aus dem Jahr 1964 verboten sei. Daraufhin verklagte der konservative Bundesstaat Anfang der Woche die Obama-Regierung, um das Gesetz beibehalten zu können – wenige Stunden später erfolgte die Gegenklage aus Washington (queer.de berichtete).

Die Frage des Umgangs mit Transsexuellen bei öffentlicher Toilettennutzung hat in den letzten Monaten vor allem erzkonservative Republikaner aufgebracht, die bereits mit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben vor knapp einem Jahr eine politische Niederlage einstecken mussten. Das Klo-Verbot wurde so zum nächsten Symbolthema stilisiert. In konservativen Websites wie "Breitbart" oder "Fox News" wurde die Anordnung der Obama-Regierung daher auch schnell zur unangefochtenen Top-Story.

Im Wahljahr wollen sich mit dem Thema insbesondere Politiker aus den konservativen Südstaaten profilieren, insbesondere Pat McCrory, der Gouverneur von North Carolina. Er warnte zuletzt in Interviews davor, dass Sexualstraftäter, die transsexuell sind oder sich als solche ausgeben, in öffentlichen Toiletten Frauen und Mädchen belästigen würden. Bislang ist aber in den gesamten USA noch kein einziger derartiger Fall bekannt geworden. (dk)

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Tags: schule, transsexuelle, barack obama
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Reaktionen zu "Klo-Streit: Obama ordnet Trans-Gleichbehandlung an Schulen an"


 7 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.05.2016
14:21:38


(+4, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Was muß noch geschehen, das die Menschen einsehen, das der Konservatismus schädlich für die gesamte Menschheit ist.


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#2
13.05.2016
14:23:39


(+4, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Ich hoffe, die US Wähler honorieren die Bestrebungen der Demokraten und wählen mehrheitlich die Demokraten Die Welt kann und darf sich nicht mehr eine US republikanische regierung leisten!!!!!


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#3
13.05.2016
15:09:25


(+5, 7 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011
Antwort zu Kommentar #1 von hugo1970


Der Konservatismus dient nur den Erhalt der Religionen und deren Vorschriften, die seit Jahrtausenden nicht angefochten werden dürfen, trotz der Widersprüche, Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen, Demokratiefeindlichkeit, Menschenrechtsfeindlichkeit, Verfolgung von Minderheiten etc.. Dumme religiotische Menschen haben da nie ein Einsehen, da sie keinen Gerechtigkeitssinn haben. Sie akzeptieren und verstehen höchstens Zwangsmaßnahmen, weswegen man ihnen die Menschenrechte aufzwingen muß. Das kann dann eventuell ein Nachdenken darüber auslösen.


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#4
13.05.2016
15:32:57
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich vermisse diesen Präsidenten jetzt schon, obwohl er zu vieles was versprochen war, nicht eingehalten hat oder einhalten konnte.

Ich träume von einem künftigen Präsidenten Sanders, tippe jedoch schon lange auf Wallstreet-Clinton und fürchte mich gleichzeitig sehr vor dem Trumpeltier der viel erreichtes niederwalzen würde.


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#5
13.05.2016
15:46:08


(+5, 7 Votes)

Von Alex


"Er warnte zuletzt in Interviews davor, dass Sexualstraftäter, die transsexuell sind oder sich als solche ausgeben, in öffentlichen Toiletten Frauen und Mädchen belästigen würden."

Ich denke mal, ein Sexualstraftäter, der Frauen belästigen will, interessiert sich nicht dafür, ob sein Betreten einer Frauentoilette legal oder nicht legal ist. Im Vergleich zu dem, was er vorhat, wird das wohl das geringere Übel sein.

Im übrigen sind Übergriffe ja so oder so verboten. Es geht ja nicht darum, Frauen zu Freiwild für Perverse zu erklären, auch wenn die Transhasser das gerne vermischen.


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#6
13.05.2016
16:15:25


(+6, 8 Votes)

Von Svetlana L


"Er warnte zuletzt in Interviews davor, dass Sexualstraftäter, die transsexuell sind oder sich als solche ausgeben, in öffentlichen Toiletten Frauen und Mädchen belästigen würden."

Da wird sich an jeden Strohhalm geklammert, um sich in irgendeiner Weise Legitimation zu verschaffen. Aber mit Ängsten kann man Wähler_innen anlocken und wenn dann auch noch Kinder ins Spiel kommen, dann potenziert sich das Ganze noch. Dass damit eine ganze Gruppe von Menschen auf menschenverachtende Weise diskriminiert wird, interessiert diese Saubermänner offenbar nicht.

Ich bin froh, dass die Obama-Regierung jetzt klargestellt hat, was Sache ist.

Die Frage ist, kommen solche Szenarien verstärkt auch auf uns zu, wenn die AfD in den Bundestag einzieht? Deshalb kann man nicht oft genug sagen: "Arsch hoch!"

Link zu www.berlin-aidshilfe.de


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#7
13.05.2016
21:01:06


(+5, 5 Votes)

Von Robin


Ich hoffe, dass im Herbt die Demokraten gewinnen und dass es dann sehr bald einen US-weiten, umfassenden Diskriminierungsschutz gibt, der solche wahnsinnigen Ideen ein für alle mal verhindert - in allen Bundesstaaten; und ohne dass man jedesmal einzeln gegen etwas aktiv werden müsste.


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