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Regenbogen über Blumenfeldern: Covermotiv des "LHBT-monitor 2016"

In allen Bevölkerungsgruppen, auch bei religiös-konservativen, zeigen sich die Niederländer toleranter gegenüber sexuellen Minderheiten als noch vor zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag vorgestellte "LHBT-monitor 2016" des staatlichen Sozialforschungsinstituts "Sociaal en Cultureel Planbureau".

Während im Jahr 2006 noch 15 Prozent der niederländischen Bevölkerung Homo- und Bisexualität gegenüber negativ eingestellt war, ist dieser Wert in der neuen Untersuchung auf sieben Prozent gesunken. In seinem Bericht schreibt das Planbureau: "Menschen haben wenig bis keine Probleme mit der Homoehe, dem Recht so zu leben, wie homosexuelle Frauen und Männer das selbst wollen, und einer homosexuellen Orientierung der eigenen Kinder oder einer Lehrkraft."

Mit diesem Ergebnis seien die Niederlande eines der tolerantesten Länder Europas, erklärte Lisette Kuyper, die an der Studie des Sociaal en Cultureel Planbureaus beteiligt war. Dennoch gebe es noch große Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So ist laut "LHBT-monitor" die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen bei strenggläubigen, türkischen, marokkanischen, somalischen und polnischen Niederländern niedriger als bei anderen Bevölkerungsgruppen. (cw)



#1 GeorgGProfil
  • 14.05.2016, 12:12hBerlin
  • "die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen bei strenggläubigen, türkischen, marokkanischen, somalischen und polnischen Niederländern niedriger als bei anderen Bevölkerungsgruppen."

    Queer.de lässt uns wissen, dass in Deutschland die Hälfte der Muslime für die Ehe-Öffnung sind.

    www.queer.de/detail.php?article_id=22993

    Gut also, dass wir in Deutschland wohnen und nicht in den Niederlanden...
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#2 Religioten-WAnonym
#3 AlexAnonym
  • 14.05.2016, 14:25h

  • Wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schafft, ändert sich eben auch die Gesellschaft zum Positiven.

    In Deutschland erleben wir das genaue Gegenteil: hier sorgt die schwarz-rote Bundesregierung dafür, dass der Hass größer wird.
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#4 AFD-WatchAnonym
#5 RalfAnonym
  • 14.05.2016, 15:50h
  • Der Artikel bleibt unklar. Wenn die Akzeptanz bei den genannten Gruppen geringer ist als in der Gesamtbevölkerung, dann heißt das nur, mehr als 7% sind intolerant. Das können dann durchaus weniger Schwulenhasser sein als bei den selben Gruppen in Deutschland.
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 14.05.2016, 16:24h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • queer.de lässt niemand etwas wissen, queer.de zitiert eine Bertelsmann-Studie.

    Die "Muslime" wiederum sind ein Konstrukt, das es genauso wenig gibt wie die "Christen".

    Es wurde gemeinsam von dauerbetroffenen Gutmenschen, Muslimorganisationen, die weniger als 30% der betreffenden Menschen (der selbsternannte 'Zentralrat' besteht z. B. nur aus wenigen zehntausend), und verfassungsfeindlichen Islamgegnern konstruiert.

    Es ist ein Witz, dass unsere ungebildeten Medienfuzzis gemeinsam mit der AFD jetzt von einer 'Muslima' als Landtagspräsidentin in BW sprechen.

    Die Dame ist herkunftsmäßig eine alevitische türkisierte Kurdin.

    Das ist die Hauptträgerschicht des linken Säkularismus in der Türkei und hat mit dem iranischen oder saudischen Staatsislam nichts zu tun.
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#7 SebiAnonym
  • 14.05.2016, 20:33h
  • Wie so oft und wie in so vielen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen zeigen die kleinen Niederlande ihrem großen, schwerfälligen Nachbarn Deutschland wieder mal, wie es sein soll.
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#8 hugo1970Profil
  • 14.05.2016, 22:06hPyrbaum
  • Es währe interessant zu wissen in wessen Auftrag und wer die studie durchgeführt hat, wenn ich mir die niederländische Politik so anschaue, dann muß ich nicht bis drei zählen....
    "Dennoch gebe es noch große Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen."
    Ein Schelm, der dabei böses denkt!!!!
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#9 TheDad
  • 14.05.2016, 22:35h
  • Antwort auf #8 von hugo1970
  • ""Es währe interessant zu wissen in wessen Auftrag und wer die studie durchgeführt hat""..

    Da hilft ein blick in die PDF..

    ""Sociaal en Cultureel Planbureau
    Den Haag, mei 2016""..

    Etwa vergleichbar mit dem Bundesministerium für Familie..
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#10 saltgay_nlProfil
  • 16.05.2016, 17:35hZutphen
  • Diese Studie kann allerdings nicht die wirkliche Stimmung in der Bevölkerung wiedergeben. Die Niederlande sind sehr heterogen. Zum Einen die aufgeklärte Großstadtbevölkerung, zum Anderen die ländlichen Regionen und nicht zu vergessen der Bibelgürtel, der sich um die Veluwe herumzieht. In letzterem ist Homosexualität schwere Sünde und sollte im besten AfD-Sinne komplett unterdrückt werden.

    Dagegen darf im Bibelgürtel und in den ländlichen Gegenden nach Herzenslust gegen Flüchtlinge und Jugendliche gehetzt werden. Die Polizei soll zuschlagen, einsperren, foltern, alles um den Missetätern Hören und Sehen vergehen zu lassen. So lesen sich die Kommentare und Abstimmungen in den Regionalzeitungen.

    Eine "Bürgerwehr" in bester SA-Tradition hat in Dordrecht zum Beispiel eine Moschee besetzt. Allerdings schreien dann die Betroffenen laut auf, wenn man an die Nazi-Kollaborateure erinnert, deren Enkel in der PVV und in den christlich-fundamentalistischen Parteien diese Tradition wieder aufleben lassen.

    Die liberalen und toleranten Niederlande sind eine nostalgische Legende. Was dabei, wie übrigens auch in der BRD, übersehen wurde: große Teile der Bevölkerung haben geschwiegen und ihre wahre Meinung hinter dem Berg gehalten, weil sie charakterlos und feige sind. Jetzt, wo "man das ja wohl wieder sagen darf", krauchen sie aus ihren Rattenlöchern. Um einen der größten Reaktionäre Deutschlands, den ehemaligen Minister und Ministerpräsidenten, Franz-Josef Strauß zu zitieren:"... man sollte sie dahin wieder zurück jagen." Der wollte das zwar auf eine andere Bevölkerungsgruppe anwenden - aber tempora mutantur et nos in illis.
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