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| Eurovision Song Contest
  • 14.05.2016, 17:48h           24      Teilen:   |

Preview der Show

ESC-Finale aus Stockholm: Das sind alle Teilnehmer

Artikelbild
Einige der Boys des Finales: Hovi Star (Israel), Freddie (Ungarn), Sergei (Russland) und Joe oder Jake (UK, seine andere Hälfte passte nicht mehr auf das Bild) (Bild: EBU (alle))

Alle Tops, Flops und Hingucker aus queerer Sicht sowie eine letzte Prognose von queer.de. Gewinnt Sergei zum Ärger der russischen Kirche?

Von Jan Gebauer

Am Samstag ist es wieder soweit: Der Eurovision Song Contest geht in sein bereits 61. Finale. Für Deutschland sieht es genauso düster aus wie 2015: Jamie-Lee, die uns mit dem melancholischen Electro-Pop-Titel "Ghost" vertritt, steht in den Wetten beim Eurovision Song Contest ganz hinten. Am anderen Ende steht Russland dermaßen unangefochten an der Spitze, dass Australien, die Ukraine oder Frankreich schon ein mittelschweres Wunder benötigen, um den Pokal noch zu gewinnen.



Wie immer beginnt die Live-Übertragung, die diesmal mit Justin Timberlake auch einen internationalen Weltstar bietet, um 21 Uhr im Ersten, auf Einsfestival sowie auf eurovision.de. Vorab überträgt das Erste ab 20:15 Uhr den "Countdown für Stockholm". Die Punktevergabe übernimmt erneut Barbara Schöneberger.

In der deutschen Fachjury, die wie alle anderen 41 Länder bereits gestern zu einer Probe abstimmten, sitzen vor allen Dingen Künstler, die sich sonst für den ESC zu schade sind, heute aber praktischerweise beim "Countdown" auftreten: Sarah Connor ("Wie schön du bist"), Namika ("Lieblingsmensch") und Silly-Frontfrau Anna Loos. Immerhin: Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss hatten unlängst zusammen mit den Common Linnets (Niederlande 2014, 2. Platz) einen Hit mit dem Dolly-Parton-Song "Jolene".

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1. Belgien: Laura Tesoro – "What's the Pressure"
Top: Eine spritzige, lebhafte Disco-Eröffnung! Laura ist ein echter Wirbelwind und agiert fantastisch mit dem Publikum. Zudem ergeben hier Tänzer mal einen Sinn. Alles ist gut einstudiert, wirkt aber trotzdem nicht zu perfekt.
Flop: Grelles Licht und 70er-Jahre-Tapete im Hintergrund – das wird viele Augen zu Anfang überfordern.
Homo-Faktor: Freddie Mercury schnippt im Jenseits mit. Die gesamte Basslinie ist bei Queens "Another One Bites the Dust" geklaut.
Prognose: Laura legt einen funkelnden Auftritt hin, der auch mit der Startnummer eins nicht in Vergessenheit gerät. Die Top-10 sind möglich.

2. Tschechien: Gabriela Guncíková – "I Stand"
Top: Die klassischste Ballade im Finale mit einer tollen Sängerin und einem besonders schönen Bühnenbild. Und endlich haben es die Tschechen auch mal in die Endrunde geschafft.
Flop: Tragische Balladen ohne große Show haben es mittlerweile leider schwer. Da hilft es auch nicht, dass sie ihren etwas lieblosen Dutt gegen Ende öffnet, damit die Windmaschine zum Einsatz kommen kann.
Homo-Faktor: Einer der Diven-Moment im Finale!
Prognose: Der viel zu frühe Auftritt zwischen der quirligen Belgierin und dem smarten Niederländer lassen Gabriela mit ihrer Ballade glatt untergehen.

3. Niederlande: Douwe Bob – "Slow Down"
Top: Ein wunderbar unaufgeregter Auftritt und ein lässiger Country-Pop-Titel. Douwe Bob kostet seine drei Minuten voll aus und flirtet nicht nur mit der Kamera.
Flop: Nach zwei Minuten kommt ein völlig unpassender Break, den Douwe Bob im Semifinale mit einem possierlichen "I Love You Too"-Einwurf ins Publikum überbrückte.
Homo-Faktor: Ein bisexueller Johnny Cash mit Schlafzimmerblick und Tattoos. Was will man mehr?
Prognose: Um den Sieg singen andere, aber Douwe Bob ist dennoch ein großer Sympathieträger, der die Niederländer nicht enttäuschen wird.




4. Aserbaischan: Samra – "Miracle"
Top: Samra singt eine professionelle, moderne Pop-Nummer, die keinem weh tut. Nach schwachen Proben wuchs die Lady im Semifinale über sich hinaus.
Flop: Eine wunderschöne Frau, aber kann sie irgendwer von Armenien, Serbien, Malta usw. unterscheiden? Auch stimmlich nicht gerade das Highlight.
Homo-Faktor: Zwei hübsche Tänzer im Background mit goldenen Oberteilen machen insbesondere ab der zweiten Hälfte bedeutungsschwere Gesten.
Prognose: Hinteres Drittel!

5. Ungarn: Freddie – "Pioneer"
Top: Freddie verfügt über eine starke Stimme, die er auch voll ausspielt. Das ist nicht immer sauber gesungen, dafür umso leidenschaftlicher.
Flop: Im Background stehen echte Stimmungskanonen, deren Großaufnahmen und Jammereinlagen den Beitrag etwas abwerten.
Homo-Faktor: Freddie ist optisch ein Highlight – ganz ohne Abendgarderobe, ganz lässig.
Prognose: Freddie wird mit dem in der zweiten Hälfte auftretenden Letten um die Krone der besten Reibeisenstimme kämpfen und leider den Kürzeren ziehen.

6. Italien: Francesca Michielin – "No Degree of Separation"
Top: Ein überaus schönes, klares Pop-Lied, unaufgeregt auf den Punkt vorgetragen.
Flop: Warum wird der letzte Teil in Englisch gesungen? Unnötiger Sprachwechsel!
Homo-Faktor: Man achte auf die Schnipsel in Regenbogenfarben am Mikrofonständer, die sie bereits beim italienischen Vorentscheid nutzte, um für die Einführung der Lebenspartnerschaft in Italien zu werben.
Prognose: Francesca gehört zum erweiterten Favoritenkreis, hat aber eine sehr ungünstige Startnummer erhalten.




7. Israel: Hovi Star – "Made of Stars"
Top: Gute Stimme, viel Gefühl. Wäre auf Hebräisch noch schöner!
Flop: Der Song bleibt nicht beim ersten Hören hängen. Ein Zickenkrieg mit Douwe Bob macht ihn auch nicht gerade sympathischer.
Homo-Faktor: 100%! Der israelische Adam Lambert! Hielt bei der Sieger-Pressekonferenz nach dem Halbfinale eine groß umjubelte Equality-Rede.
Prognose: Direkt nach der Italienerin wirkt "Made of Stars" leider etwas altbacken. Reicht für das Mittelfeld.

8. Bulgarien: Poli Genowa – "If Love Was a Crime"
Top: Poli ist eine tolle Frau, die immer voll bei der Sache ist. Sie hat außerdem einen der modernsten Songs am Start, der ordentlich Stimmung macht.
Flop: Das Latex-Kostüm mit Leuchtdioden und fleischfarbenem Sichtschutz ist das pure Grauen. Und das Make-up lässt sie "stoned" erscheinen.
Homo-Faktor: Sie war schon bei ihrem ersten ESC-Auftritt 2011 der Liebling bei vielen Lesben.
Prognose: Selbst die vor wenigen Wochen noch realistischen Top-10 rücken mit diesem Kostüm in weite Ferne.

9. Schweden: Frans – "If I Were Sorry"
Top: Sehr modern und auch chartkompatibel – die Schweden überraschen uns nach knalligem Dance-Pop mit lässigen Radio-Pop.
Flop: Ein Schluffi, der nicht live singen kann, und keinem fällt es auf.
Homo-Faktor: Knuffiger Kerl!
Prognose: Er ist nicht der größte Sänger, wird aber vor allen Dingen bei den jüngeren Zuschauern punkten. Damit spielen die Schweden erneut vorne mit.

10. Deutschland: Jamie-Lee – "Ghost"
Top: Eine Sängerin im Manga- bzw. Anime-Stil hätte man von Deutschland nicht erwartet. Sie singt bislang konstant hervorragend und lässt sich durch den ganzen Trubel um sie herum nicht verunsichern. Sie kommt außerdem sympathischer rüber als die unterkühlte, hin und wieder eingebildet wirkende Ann-Sophie im letzten Jahr.
Flop: Es gibt nur sehr wenige Stimmen außerhalb Deutschlands, die den Song vorne sehen. Jamie-Lee bekommt viel Lob für ihre Auftritte, hätte aber mit einem anderen Lied mehr Chancen.
Homo-Faktor: Sie bringt zumindest die schwulen Geister in anderen heraus.
Prognose: Düster! In Deutschland kommen Bescheidenheit à la "Dabeisein ist alles" oder "es zählt die gute Stimme" immer gut an, international braucht es jedoch echten Siegeswillen. Den hat Jamie-Lee – trotz ihre Triumphe in Deutschland – nicht.

11. Frankreich: Amir – "J'ai cherché"
Top: Hier schreit alles nach Sommerhit! Der israelisch-französische Sänger Amir hat damit bereits großen Erfolg in seiner Heimat und gilt zurecht als einer der Favoriten.
Flop: Der Sprachenwechsel hin zum Englischen wäre mal wieder nicht nötig gewesen. Schlimmer jedoch: Seine Stimme ist nicht immer konstant gut.
Homo-Faktor: Der Wuschelkopf ist einer der attraktivsten Sänger im Finale. So ein charmantes Lächeln!
Prognose: Er gehört zwar zu den Top-Favoriten, wackelte von diesen bislang aber am meisten. Er muss stimmlich etliche Schüppen zulegen, um nicht so abstürzen wie 2011, als der französische Tenor Amaury Vassili vom Favoritenthron in den Keller stürzte.




12. Polen: Michal Szpak – "Color of Your Life"
Top: Ein weiterer sehr guter Sänger, der sich bislang keinerlei Patzer erlaubte.
Flop: Wer hat ihm nur die alberne Zirkusdirektor-Jacke empfohlen?
Homo-Faktor: Nach dem Friseurbesuch darf der hübsche Michal mit seinen androgynen Bewegungen vielleicht noch einmal vorsprechen.
Prognose: Der Song ist eine Spur zu altmodisch, um vor allen Dingen das jüngere Publikum abzuholen.

13. Australien: Dami Im – "The Sound of Silence"
Top: Was ein funkelnder Auftritt im Halbfinale. Dami Im singt grandios und hat einen starken Song am Start, der sofort einfährt.
Flop: Sie ist eine Eisprinzessin – da bleiben die Gefühle manchmal auf der Strecke.
Homo-Faktor: Die Teilnahme von Dami Im beim ESC wurde Anfang März bei Conchita Wursts Konzert im Opernhaus zu Sydney bekanntgegeben (Video).
Prognose: Neben Ukraine wohl DIE Konkurrenz für die siegessicheren Russen.

14. Zypern: Minus One – "Alter Ego"
Top: Ein Ohrwurm – und endlich haben sie mal die Griechen im Halbfinale geschlagen.
Flop: Ein Rock-Wolf im Dance-Schafspelz! Das kaufen wir ihnen aber auch nur drei Minuten lang ab.
Homo-Faktor: Leadsänger Francois Micheletto ist zwar nicht schwul, aber trotzdem ein (wilder) Hingucker. Leider reißt er sich nicht das Oberteil runter.
Prognose: Wenn einem Rocktitel eine Überraschung gelingen sollte, dann wohl eher den späteren Georgiern. Da hilft auch der schwedische Komponist Thomas G:Son ("Euphoria") nicht.

15. Serbien: ZAA Sanja Vucic – "Goodbye (Shelter)"
Top: Sanja ist großartig und sehr stimmgewaltig.
Flop: Die volle Frauenpower ist zwar klasse, erinnert aber allzu offensichtlich an Marija Šerifovics Triumph von 2007 oder Maja Keuc 2011 für Slowenien. Hier gibt es auch eine starke Verwandtschaft zum Song.
Homo-Faktor: Das Lesben-Bondage-Staging!
Prognose: Die Top-10 waren zum Greifen nah, mittlerweile wird es leider sehr knapp für Serbien.

16. Litauen: Donny Montell – "I've Been Waiting for This Night"
Top: Dieser patente Junge lässt sich durch keine schlechte Prognose aus der Ruhe bringen. Sein souveräner Auftritt brachte ihm wie 2012 den Einzug ins Finale.
Flop: Die Frisur und seine "ich bin der coole Checker"-Attitüde.
Homo-Faktor: Es gibt jede Menge knusprige Oberkörperfotos von ihm im Netz.
Prognose: Wischt, nachdem er irgendwo im Mittelfeld hängen geblieben ist, mit seinem Lockenmopp feucht die Halle durch.

17. Kroatien: Nina Kraljic – "Lighthouse"
Top: Nach zwei Jahren Pause, um die Kassen wieder zu füllen, überraschen uns die Kroaten mit einem schönen, geschmeidigen Pop-Song, dessen Sängerin ihre Hausaufgaben in Sachen Gesang gemacht hat, aber…
Flop: …Haare, Make-up und um Himmels Willen: DAS Kleid! Wie ein Auffahrunfall: Man muss einfach hinschauen. Trash hoch 100!
Homo-Faktor: Alles schreit hier nach Drag Queen.
Prognose: Wie die Bulgaren machen es sich die Kroaten mal wieder selbst schwer. So landet man nicht vorne.

18. Russland: Sergei Lasarew – You Are The Only One
Top: Die Show ist beeindruckend und besonders mittig regelrecht atemberaubend. Sergei ist ohne Frage ein sympathischer Kerl.
Flop: Der "kalte" Song ist eine Ansammlung von geklauten Elementen und Klischees, dazu singt Lasarew zwar gut, aber ohne jedes Gefühl, weil er damit beschäftigt ist, nicht abzurutschen. Vorbild Mans bewegte sich sicherer durch seinen Auftritt.



Homo-Faktor: Ohne Ende und durchaus einkalkuliert. Leider wandelte sich Lasarew vom Kritiker homophober Gesetze zu einem Schönredner – den Schwulen in Russland gehe es doch gut, meinte er die Tage mehrfach einstudiert (queer.de berichtete). So gut, dass noch gestern Erzpriester Tschaplin warnte, diese "Marionette" Europas mit ihren Äusserungen zu Schwulenrechten und zur Krim sei unrussisch und bringe bei einem Gewinn eine Schicht Borkenkäfer mit sich, die Russland zerstörten und mit Kot vergifteten. Er weiß wohl auch, dass Lasarew, der mehrfach in Gay Clubs auftrat, als Klemmschwester gilt – wie auch die bärtige Drag Queen mit dem schlechten Fiffi auf dem Kopf an seiner Seite. Nein, nicht Conchita – Filipp Kirkorow, der Komponist des Liedes. Tabloid-Berichte über eine angebliche heterosexuelle Porno-Vergangenheit Lasarews mit vermeintlichem Beweisbild kommen jetzt also sehr gelegen – dabei stammen die Bilder aus einer Kampagne gegen häusliche Gewalt.
Prognose: Sotschi, St. Petersburg oder Moskau 2017 sind nicht unwahrscheinlich. Der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew hat schon eine Demonstration für den Finaltag angekündigt – so wie 2009 zum ESC in der Hauptstadt, als er die Shownacht nach Abhaltung des CSD auf einer Polizeiwache verbingen durfte.

19. Spanien: Barei – "Say Yay!"
Top: Super Party-Stimmung und druckvolle Beats. Der Song hat was!
Flop: Noch ein unnötiger Break im Auftritt. Ein Fake-Sturz soll Dramatik suggerieren, wirkt aber albern. Barei singt außerdem nicht konstant gut.
Homo-Faktor: Könnte zur kommenden CSD-Saison eine Ehrenrunde auf so manchen Wagen fahren.
Prognose: Wird nichts reißen. Vorher singt der Favorit, danach der starke Lette und die Ukrainerin. Dagegen wirkt Barei wie eine Verliererin.

20. Lettland: Justs – "Heartbeat"
Top: Bei den Männern macht ihm keiner was vor: Was für eine geile Stimme! Und ein ganz starker, moderner Song.
Flop: Wer kein Electro oder blonde Männer mag und eine effektreiche Show erwartet, kommt hier nicht auf seine Kosten.
Homo-Faktor: Leder mit blonder Tolle! Singt nicht nur toll, ist auch ein süßer, sympathischer Typ.
Prognose: Wenn er wieder so stark auftritt wie im Halbfinale, ist alles möglich. Der Geheimtipp im Finale!

21. Ukraine: Jamala – "1944"
Top: Kate Bush meets Billie Ray Martin: Was für eine Performance! Was für eine Lichtshow! Was für ein eigenwilliges Lied!
Flop: Kein Beitrag, der Frohsinn und Party-Stimmung verbreitet. Bei einem Sieg höchstwahrscheinlich auch kein Hit.
Homo-Faktor: Diven-Drama!
Prognose: Die Jurys werden diesen Beitrag lieben. Sehr eigen, leicht ethno, dazu eine Frau, die alles gibt. Titelanwärterin!





22. Malta: Ira Losco – "Walk on Water"
Top: Eine der schönsten Frauen im Wettbewerb. Die Zweitplatzierte von 2002 ist bühnenstark und weiß sich zu verkaufen.
Flop: Sie ist deutlich besser als 2002, aber ihre erfrische Art von damals ist weg. Das ist alles zu routiniert.
Homo-Faktor: Ihr hübscher Tänzer liegt am Ende wie erschlagen am Boden. Vielleicht weil ihn die Mischung aus Madonna und Massive Attack erdrückt?
Prognose: Arme Ira! Nach der grandiosen Jamala wirkt das einfach viel zu brav und nett. Spätestens nach den Georgiern erinnert sich keiner mehr an sie.

23. Georgien: Nika Koscharow & Young Georgian Lolitaz – "Midnight Gold"
Top: Zuerst totgesagt, dann lockerflockig ins Finale gerockt. Die Show überzeugte!
Flop: Der Song hat keine richtige Melodie. Vergleiche mit Oasis oder gar Placebo sind total daneben. Peinlicher Gruppenname.
Homo-Faktor: Rätselhaft. Im Vorfeld haben sich die Fans noch die Ohren zugehalten – nach dem Halbfinaleinzug schwärmen plötzlich in sämtlichen Foren selbst beinharte ESC-Tunten aus Hintertupfingen, wie toll das Lied ist.
Prognose: Werden sicher schon wegen der Jurys nicht das Gold um Mitternacht abholen, aber die Nummer ragt musikalisch stark heraus.

24. Österreich: ZOË – "Loin d'ici"
Top: Die süße Maus hat uns im Halbfinale mit einem sehr gefühlvollen Auftritt völlig überrascht. Und dann war sie auch noch so schön fassungslos am Schluss.
Flop: 2015 wurden wir gemeinsam mit den Ösis Letzter. Und dieses Jahr werden wir mit Startnummer Zehn bestraft und ZOË bekommt den Premiumplatz? Wie sagte Siegel einst verbittert: Da müssen Gespräche her!
Homo-Faktor: Beste Freundin!
Prognose: Wird im Westen viele Punkte bekommen und mit einem guten Jury-Ergebnis vielleicht die Top-10 knacken.

25. Großbritannien: Joe and Jake – "You're Not Alone"
Top: Welpenschutz! Zwei herzige Bubis singen ein ebenso herziges Liedchen.
Flop: Ist das wirklich alles, was Großbritannien zu bieten hat?
Homo-Faktor: Das Wort ist so abgedroschen, aber "schnuckelig" trifft es gut. Ein geschätzer Blogger verstieg sich schon zu dem Ausdruck "Barely Legal".
Prognose: Haben Riesenglück mit dem vorletzten Startplatz, aber die gleich folgende "LoveWave" wird sie hinwegfegen. Bottom-5!

26. Armenien: Iweta Mukutschjan – "LoveWave"
Top: Da sitzt jede Geste und jeder Lichtkegel. Die Frau holt alles aus dem Song raus und bietet einen der heißesten Auftritte des diesjährigen Wettbewerbs, ohne dass es billig wirkt.
Flop: Perfekt einstudierter Beitrag, aber keine "Liebeswelle" an Gefühl. Handelte sich eine Drohung der EBU mit einer sofortigen Disqualifikation ein, sollte sie wie im Halbfinale erneut mit der Flagge Bergkarabachs wedeln.
Homo-Faktor: Gering.
Prognose: Ein effektvoller Abschluss, die Top-10 sind drin.

Youtube | Der Trailer zur Show

Unsere Prognose für ein Top-10-Finish: In der Startreihenfolge Belgien, Italien, Schweden, Frankreich, Australien, Russland, Lettland, Ukraine, Österreich und Armenien. Die Außenseiter-Chancen gehen nach Georgien und in die Niederlande dank starker Auftritte.

Und sonst? Die Sendung aus dem Stockholmer Globen und der Nachbararena moderieren erneut Petra Medre und Mans Zelmerlöw, letzter wird erneut halbnackt durch das Bild rennen.



Ein bekannter schwuler Schauspieler hat ebenso einen Gastauftritt wie eine bekannte osteuropäische Drag Queen und Justin Timberlake singt in der Pause – der ESC wird, auf dem Homo-Sender Logo, erstmals live in den USA zu sehen sein. Die Punktevergabe wird – hoffentlich – spannender: Erst werden die Ergebnisse der Juries aus den Ländern abgefragt, dann die gesammelten Televoting-Punkte verkündet.

Bereits verpasst? In den Halbfinals gab es die bewegende Tanzperformance "The Grey People", eine unterhaltsame musikalische Einführung in den ESC und das kreischende Schwuppen-Taxi.

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Tags: eurovision, stockholm, finale, teilnehmer, hovi star, sergei lasarew
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Reaktionen zu "ESC-Finale aus Stockholm: Das sind alle Teilnehmer"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
14.05.2016
18:25:21


(+2, 2 Votes)

Von Andy


Ich sehe das teils sehr anders. Ich denke, Malta hat sehr gute Chancen - nicht nur auf die vorderen Plätze, sondern auf den Sieg. Ich denke, in diesem Jahr wird es ansonsten Australien holen - Hammer-Stimme, Mega-Song. Ich bin mir sicher, dass Russland NICHT den Sieg holt. Man muss sich den ESC nur einmal ansehen. Jedes Jahr versuchen einige Länder das Konzept des Vorjahres aufzugreifen. Ruslana gewinnt mit ihrem Getrommel - im nächsten Jahr kommen die Drums von rechts, links, unten und oben. Lena gewinnt für Deutschland - im nächsten Jahr haufenweise junge, kesse Mädels. Norwegen gewinnt mit der Violine - im nächsten Jahr wird gefiedelt, was das Zeug hält. geklappt hat's bisher allerdings nie. Russlands Beitrag ist dafür zu sehr ein Upgrade vom letzten Sieger. Außerdem denke ich, dass Deutschland weitaus besser abschneiden wird als die Prognosen es momentan hervorsagen. So - und jetzt warten wir mal ab und schauen, wer Recht hatte. Euer Journalist oder ich *grins*


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#2
14.05.2016
18:53:15


(+3, 3 Votes)

Von leERtASte_
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Australien ist schon ein heißer Tipp finde ich.

Ich drück trotzdem Austria die Daumen. Im Gegensatz zum letzten Jahr schöner Ohrwurm finde ich. Go Zoë

Russland muss echt nicht sein


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#3
14.05.2016
19:54:43


(+1, 3 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Mir persönlich würde folgende Reihenfolge am Schluss frommen:

Platz 3: Jamie-Lee - "Ghost"
Platz 2: Zoe - "Loin d' ici"
Platz 1: Dami Im - "Sound Of Silence",

wobei die Rihenfolge für mich austauschbar wäre. Australiens Dami Im überzeugt mich mit einer wuchtigen Stimmgewalt, mit dem sie alle TeilnehmerInnen regelrecht an die Wand singt, Österreichs Zoe überzeugt mit einer Nonchalance und einem klassischen Mitsingtext TROTZ französischer Sprache, und unsere Jamie-Lee tritt mit einem Cosplay- und Manga-Konzept auf, womit Deutschland ENDLICH einmal zeigt, dass man durchaus den Mumm hat, mit etwas bisher nie Dagewesenem beim ESC zu brillieren.

Unter den Dreien wäre mir jede als Siegerin Recht.


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#4
14.05.2016
20:48:14


(0, 4 Votes)
 
#5
14.05.2016
22:15:17


(+1, 3 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Österreich unter en Top 10?Tja lieber Jan...da wurdest Du wohl vom Ausgang überrascht als Du meintest Zoe komme sehr schwer ins Finale!
Ok...man darf seine Meinung auch ändern!
Für mich war immer klar dass unser Mädl weit vorne landen kann...trotz Unkenrufen sogenannter ESC-Experten!
Sodala...Kaffeetscherl....Torterl mit Schlag...Fahnderlschwingen...auf Zoe warten!


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#6
14.05.2016
22:19:00


(+1, 3 Votes)

Von Sabelmann
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Antwort zu Kommentar #4 von Coolio


Echt?Ist mir neu dass der singen kann!Der ist doch schon 20 Jahre im Stimmbruch oder?


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#7
14.05.2016
22:41:30


(-5, 9 Votes)

Von Coolio
Antwort zu Kommentar #6 von Sabelmann


Singen?? Dir gehts bei Typen wirklich ums Singen??


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#8
14.05.2016
22:44:46


(+2, 2 Votes)
 
#9
14.05.2016
23:25:00


(+3, 3 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Coolio


Stark nicke! Und beim Aussehen sehe ich die meisten ESC-Schnuckels vor dem Ami!


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#10
14.05.2016
23:30:08


(-2, 4 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ganz ehrlich?Der Schlechteste heute Justin Timberlake!Zu steril,abgedroschen,mainstreamt...!
JEDER ESC-Teilnehmer hatte mehr Charisma!
Und mal Butter bei die Fische(sagt ja Ihr Deutschen)....wem hat das Amigeheule wirklich gefallen?


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