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  • 17.05.2016, 13:44h           11      Teilen:   |

Neue Studie

Diskriminierung schwuler Männer erhöht das HIV-Risiko

Artikelbild
Insbesondere jüngere schwule und bisexuelle Männer sind von Diskriminierung betroffen (Bild: flickr / John Steven Fernandez / cc by 2.0)

In Deutschland leiden viele Schwule unter Diskriminierung, was zu gesundheitlichen Problemen führt. Da das Problem Jüngere betrifft, fordert die Deutsche Aids-Hilfe Aufklärung an Schulen.

Diskriminierung schadet der Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben, und erhöht ihr Risiko, sich mit HIV zu infizieren und an Aids zu erkranken. Das ist ein Ergebnis der Studie "Schwule Männer und HIV/Aids" (PDF), für die der Sozialwissenschaftler Jochen Drewes und der Psychologe Martin Kruspe (beide von der Freien Universität Berlin) knapp 17.000 Männer online befragt haben. Die Deutsche Aids-Hilfe hat die Ergebnisse dieses von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geförderten Forschungsprojektes am Dienstag anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) veröffentlicht.

Homosexuelle Jugendliche und Männer müssen laut den Ergebnissen in Deutschland nach wie vor häufig mit Diskriminierung rechnen. 15 Prozent der Studienteilnehmer hatten in den zwölf Monaten vor der Befragung verbale oder körperliche Gewalt erfahren, bei den 16- bis 19-Jährigen waren es sogar 37 Prozent.

Die Abwertung, die mit diesen Diskriminierungserfahrungen verbunden ist, wirkt sich negativ auf das Selbstwertgefühl aus. Drei Viertel der Befragten haben negative Einstellungen gegenüber ihrer Homosexualität verinnerlicht, d.h. sie akzeptieren zumindest teilweise die abwertende Haltung und hegen Zweifel an ihrem eigenen Empfinden und Begehren. Je stärker diese Verinnerlichung auftritt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Betroffenen unter psychischen Problemen wie Depressionen und Angsterkrankungen leiden.

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Diskriminierung bedeutet weniger HIV-Tests

Die durch Diskriminierung verursachten Probleme wirken sich auch auf den HIV-Schutz aus: Befragungsteilnehmer mit einer ängstlich-depressiven Symptomatik berichten deutlich häufiger von ungeschütztem Analverkehr als andere (rund 50 Prozent gegenüber 40 Prozent) und informierten sich auch sehr viel seltener über das Thema. Die psychische Belastung durch Diskriminierung führt außerdem bei nicht wenigen Männern zu Drogenkonsum, der das Schutzverhalten ebenfalls schwächen kann.

Zugleich beeinflusst Diskriminierung das Testverhalten: Von den Befragten, die in hohem Maße negative Einstellungen gegenüber ihrer Sexualität verinnerlicht hatten, hatten sich 69 Prozent noch nie oder nur vor längerer Zeit testen lassen. Bei Männern mit weniger negativen Einstellungen sind es dagegen lediglich 54 Prozent.

"Die Untersuchung zeigt erstmals in Deutschland deutlich den Zusammenhang zwischen Diskriminierung, psychischen Erkrankungen und HIV-Risiken", erklärte Ulf Hentschke-Kristal vom Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe. Um Chancengleichheit bei der Gesundheit herzustellen, seien Politik und Gesellschaft verpflichtet, "alles für Akzeptanz und Respekt gegenüber sexueller Minderheiten zu tun, was in ihrer Macht steht."

"Große Sorge" vor AfD und Co.

Hentschke-Kristal verwies darauf, dass laut der Studie sowohl Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen als auch psychische Probleme besonders junge Männer betreffen würden. Daher müsse Aufklärung und Unterstützung bereits in der Schule beginnen. Mit Blick auf die neue homophobe Rechte fügte er hinzu: "Mit großer Sorge beobachten wir, wie verschiedene Gruppierungen zurzeit Front gegen Antidiskriminierungsarbeit in Schulen machen. Auch wenn Sie sich selbst 'Demo für alle', 'Besorgte Eltern' oder 'Alternative für Deutschland' nennen: Sie fügen jungen Menschen schweren Schaden zu." Nur eine "Kultur der Vielfalt" sei gut für die Gesundheit.

Wiederholt waren Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass Homosexuelle eher an Depressionen oder anderen psychischen Krankheiten leiden als Heterosexuelle. Eine schweizerische Untersuchung kam 2014 zu dem erschreckenden Ergebnis, dass ein Viertel aller Schwulen bereits einen Suizidversuch unternommen hatte. In dieser Studie hieß es, dass vor allem junge Schwule selbstmordgefährdet seien (queer.de berichtete). (pm/dk)

Links zum Thema:
» Die Studie als PDF
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Tags: hiv, studie, diskriminierung, deutsche aids-hilfe, idahot
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Reaktionen zu "Diskriminierung schwuler Männer erhöht das HIV-Risiko"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.05.2016
15:22:11


(+7, 7 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Diskrimierung und Homophobie sollte im 3 . Jahrtausend gar nicht sein .
Denn alle Menschen sind gleich.
Und "Vereine " a Afd usw. die homophobisch sind , sollte man aus dem Weg gehen :
Wenn man einen gesunden Menschenverstand hat !


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#2
17.05.2016
16:35:03


(+8, 8 Votes)

Von Befürchtungen


Ich befürchte, es findet sich erneut ein bekloppter Lehrer, wie damals Gabriel Stängle in Baden-Württemberg, der auf die Idee kommt, nicht die Diskriminierung, sondern die Homosexualität sei das Problem. Und startet wieder eine dämliche Petition gegen eine angemessene Schulaufklärung. Jetzt wo die AfD immer stärker wird, werden sich immer mehr Bekloppte zu Wort melden. Das ist nicht diffamierend, da die Leute nachweislich tatsächlich bekloppt sind, da sie sachlichen Argumentaten überhaupt nicht zugänglich sind. Die behaupten ihren Scheiß auch dann noch, wenn ihnen hunderfach belegt wurde, dass Ihre Argumente falsch, faslch und nochmal falsch sind.
Manche schreiben auch noch bekloppte Bücher, anstatt bei ihren Katzenkrimis zu bleiben.
Es ist zum Kotzen!!!


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#3
17.05.2016
19:54:59


(-12, 14 Votes)

Von Heideperle
Aus Lüneburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 14.04.2016
Antwort zu Kommentar #1 von Tommy0607


Naja es gibt auch andere Themen als nur Homosexualität.
Ich habe gesunden Menschenverstand und wähle trotzdem die AfD als Schwuler Mann,da ich viel mehr Angst vor der Islamisierung und der Scharia habe,wir sind nämlich dank Frau Merkel in einem rasantem Tempo dorthin!
Die Zeiten das Homos nur rotgrün wählen sind vorbei,auch in meinem schwulen Freundeskreis!
Im übrigen ist die AfD nicht gegen Schwule,mal besser informieren!


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#4
17.05.2016
20:32:12


(+6, 6 Votes)

Von axelschwarz
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Heideperle


Meine Frage resultiert aus der Risikoforschung: Wovor hast du denn konkret Angst? Wenn Du das gut formulieren kannst, dann merkst Du, wieviel Furcht du haben musst: sehr wahrscheinlich keine. Ich will Dir Deine Angst auch nicht nehmen. Bei Phobien helfen Therapien. Eine rechtsradikale Partei wie deine genannte und auserwählte, wird Deine Phobien verstärken, weil sie Symptome bekämpft.

Es wird sich hoffentlich nicht zeigen, wie die AFD ihr wahres Gesicht zeigt. Nationalisten, Faschisten und erzkonservative Parteimitglieder wollen diesen Staat abschaffen. Sie werden geschützt und bezahlt und bekämpfen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung.

Vielleicht darfst Du als erster das Lambda-Zeichen offen tragen, dann sei stolz.


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#5
17.05.2016
20:48:22


(+3, 7 Votes)

Von AFD-Watch
Antwort zu Kommentar #3 von Heideperle


"Im übrigen ist die AfD nicht gegen Schwule,mal besser informieren!"

Was macht die AFD denn KONKRET für Schwule?


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#6
17.05.2016
21:00:56


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #1 von Tommy0607


Aus dem weg gehen reicht nicht, beckämpfen!!!, ihnen ihre egoistische inhumane denkweise ständig vor Augen halten, denen gut zureden hilft auch nicht


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#7
17.05.2016
21:09:42


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #2 von Befürchtungen


Die sind nicht becklopt, dumm oder blöd, die sind eiskalt berreechnend und deshalb benutzen sie uns, die queers, oder die Flüchtlinge als Vorwand um ihre eigenen Schächen zu verbergen und so zur uneingeschränkten Macht zu kommen und sie anschließend mit allen Mitteln zu erhalten.


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#8
17.05.2016
21:10:58


(+3, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #3 von Heideperle


Na geh do zu deinen heidnischen perlen und lass uns hier in ruhe!!!!!!

"Ich habe gesunden Menschenverstand"



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#9
17.05.2016
21:12:50


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #5 von AFD-Watch


"Im übrigen ist die AfD nicht gegen Schwule,mal besser informieren!" Was macht die AFD denn KONKRET für Schwule?"

Habt ihr beiden nicht genug negative Berichte über die afd im zusammenhang mit uns queers mitbeckommen?


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#10
17.05.2016
23:29:26


(-6, 8 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Der Autor bastelt sich seine Kausalitäten so zusammen, wie sie ihm gerade passen. Ich mag die CDU nicht und ich mag kein schlechtes Wetter. Also ist die CDU am schlechten Wetter schuld. Das Leben kann so einfach sein


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