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Eric Fanning wird bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Barack Obama im Januar 2017 das Heeresministerium führen (Bild: USAF)

Knapp fünf Jahre nach dem Ende von "Don't ask, don't tell" übernimmt erstmals ein schwuler Mann die Führung des amerikanischen Heeres.

Der US-Senat hat am Dienstag nach langer Blockade Eric Fanning als Heeresminister bestätigt. Zum ersten Mal leitet damit ein offen Schwuler einen Dienst des amerikanischen Militärs. Der 47-Jährige wird für 470.000 Soldaten verantwortlich sein. Der U.S. Army Secretary hat den Rang eines Staatssekretärs und ist direkt dem Verteidigungsminister unterstellt. Fanning, ein Zivilist, war zuvor Stabschef unter Verteidigungsminister Ashton Carter.

Die Entscheidung wurde von LGBT-Aktivisten als historisch bezeichnet, da erst 2011 das Verbot von offen Homosexuellen im US-Militär aufgehoben wurde (queer.de berichtete). So nannte Chad Griffin von der LGBT-Organisation Human Rights Campaign die Bestätigung ein "Zeichen eines voranschreitenden Fortschritts in Richtung mehr Fairness und Gleichbehandlung".

Republikaner blockierten Fanning acht Monate lang


Senator Pat Roberts verhinderte über Monate, dass Fanning sein Amt antreten konnte (Bild: US Congress)

Präsident Barack Obama hatte Fanning bereits vergangenen September zum Heeresminister ernannt (queer.de berichtete). Der von den Republikanern kontrollierte Senat, der Minister bestätigen muss, blockierte jedoch die Ernennung. Angeblicher Grund war nicht die Homosexualität des vorgeschlagenen Ministers, sondern ein Streit um das Internierungslager Guantanamo.

Die Blockade wurde von Senator Pat Roberts angeführt. Er hatte gesagt, er wolle den Kandidaten des Präsidenten erst bestätigen, wenn er eine Zusage erhalte, dass die Gefangenen aus Guantanamo nicht an den Militärstützpunkt Fort Leavenworth überführt werden, der in Roberts' Heimatstaat Kansas liegt. Der Senator, der auch ein erbitterter Gegner von LGBT-Rechten ist, erklärte Anfang der Woche jedoch überraschend, dass er seinen Widerstand aufgegeben habe. Er habe in privaten Gesprächen Zugeständnisse von der Regierung erhalten, dass die mutmaßlichen Terroristen nicht nach Kansas gebracht werden würden.

Die Blockade wurde auch von einigen Republikanern kritisiert. Senator John McCain bezeichnete sie vor wenigen Wochen etwa als "Machtmissbrauch". Er verglich die Blockade mit der Erschießung einer Geisel während einer Geiselnahme. (dk)



#1 NiedergemeiertAnonym
#2 James CockAnonym
#3 Ehren-DINAnonym
#4 HelldiverAnonym
  • 18.05.2016, 16:26h
  • Antwort auf #1 von Niedergemeiert

  • Ich bin auch gegen Gewalt, aber ich bin dankbar dafür dass es Menschen gibt die meine Freiheit verteidigen gegen den IS.....

    Du kannst ja gerne einen Stuhlkreis bilden mit denen die und von Hochhäusern werfen wollen und mit denen diskutieren.

    Wünsche dir viel Glück dabei.
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#5 Johannes45Anonym
  • 18.05.2016, 18:42h
  • Eine gute Nachricht und freut mich...unter den Demokraten und Barack Obama sind die USA zu einem sehr LGBT-freundlichen Land geworden und haben mit der Aufhebung der "Don"t ask, don't tell" Regelung im US-Militär sowie mit der Eheöffnung bedeutende Fortschritte gemacht.
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#6 hugo1970Profil
#7 Johannes45Anonym
#8 hugo1970Profil
#9 trans_allianceProfil
  • 19.05.2016, 18:18h
  • ... auch jedem Deutschen, egal ob Mann, Frau oder ... muss das Recht zugestanden werden, bei der Bundeswehr seinen Dienst leisten zu dürfen.

    Bis zum heutigen Tage, hat das Verteidigungsministerium sich dazu nicht geäußert.

    Weder wie man gedenkt mit Menschen der Bereiche trans* / Transgender; Transsexualität und Intersexualität umgehen zu wollen, geschweige wie man zur historischen, deutschen, deutsch-deutschen Vergangenheit dsbzgl. steht.

    Jedes Geschlecht verdient Respekt.
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#10 Miguel53deProfil
  • 20.05.2016, 04:37hOttawa
  • Antwort auf #3 von Ehren-DIN
  • Sorry, aber ich bin mit einem kanadischen Soldaten verheiratet. Das hindert mich jedoch nicht daran, kritisch dem Militaer gegenueber zu stehen. Auch das kanadische Militaer, das mit denen der USA nicht zu vergleichen ist, darf kritisch betrachtet werden.

    Und seit den Erfahrungen meines Mannes und den Folgen nach Afghanistan, mit denen wir beide jetzt zu kaempfen haben, um so mehr, von meiner Warte aus gesehen.

    Ich begruesse es durchaus, dass der neue Minister ein offen schwuler Mann ist.

    Doch auch das hindert mich nicht daran, den Kritikern das Recht auf ihre freie Meinungsaeusserung zuzugestehen. Und ebenso wenig, weiterhin kritisch zu bleiben.

    Ich empfehle Ruhe und Sachlichkeit und ein bisschen runter zu kommen.

    "Jeder Soldat ist ein Moerder" (Kurt Tucholsky) Hier mal was fuer ein bisschen besseres Wissen dazu.

    de.m.wikipedia.org/wiki/Soldaten_sind_Mörder
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