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Die Konferenz soll vom 8. bis 10. Juni in New York stattfinden (Bild: tomasfano / flickr / by-sa 2.0)

Die USA und die EU wehren sich gegen den Ausschluss von LGBT durch die Organisation für Islamische Zusammenarbeit.

Mehrere LGBT-Verbände dürfen auf Druck der 57 Staaten umfassenden Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) nicht an einer UN-Konferenz zu HIV/Aids teilnehmen, die vom 8. bis 10. Juni im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York stattfinden soll. Bei dem "High-level meeting" sollen Strategien erarbeitet werden, wie die Aids-Epidemie bis zum Jahr 2030 beendet werden kann.

Den Ausschluss hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP Ägypten im Namen der OIC veranlasst. Zu den nicht zugelassenen Organisationen zählen unter anderem das "Asia Pacific Transgender Network" aus Thailand, die länderübergreifende ostafrikanische Organisation "Ishtar Men Who Have Sex With Men" und die in Estland ansässige "Eurasian Coalition on Male Health".

Proteste durch EU, USA und Kanada


US-Botschafterin Samantha Power befürchtet, dass der Ausschluss dem Kampf gegen HIV/Aids erheblich schadet (Bild: US State Department)

Für den Ausschluss wurde kein spezifischer Grund genannt. Laut Samantha Power, der amerikanischen Botschafterin bei den Vereinten Nationen, scheint die Liste der gesperrten Verbände aber "wegen des Engagements für LGBTI, Transgender oder Jugendliche" erstellt worden sein.

Power forderte in einem Brief an Mogens Lykketoft, den aus Dänemark stammenden Chef der UN-Generalversammlung, dass die betroffenen Organisationen zugelassen werden sollen. "Wenn man bedenkt, dass Transgender-Menschen 49-mal eher mit HIV leben als die Durchschnittsbevölkerung, wird der Ausschluss von einem Treffen auf höchster Ebene dazu führen, dass der globale Kampf gegen die HIV/Aids-Pandemie behindert wird und wir unser Ziel einer aidsfreien Generation nicht erreichen können."

Auch João Vale de Almeida, der EU-Botschafter bei der UN, beschwerte sich über den Ausschluss und verlangte in einem Brief an Lykketoft eine detaillierte Liste der Länder, die die Präsenz der LGBT-Organisationen ablehnen. Auch der kanadische Botschafter protestierte gegen den Ausschluss.

Anhaltender Kulturkampf in der UN

Die OIC ist eine zwischenstaatliche internationale Organisation, der Länder mit islamischer Bevölkerungsmehrheit angehören und die sich als Sprachrohr der islamischen Welt sieht. Dem Verbund gehören vor allem autokratisch regierte Länder aus Nordafrika und dem Nahen Osten an, die Homosexualität verbieten. Mit Albanien und der Türkei hat die OIC auch zwei europäische Mitgliedsstaaten. Die Organisation hat sich bereits in der Vergangenheit gegen LGBT-Rechte eingesetzt, beispielsweise gemeinsam mit dem Vatikan gegen die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartner von UN-Mitarbeitern (queer.de berichtete).

In den Vereinten Nationen gibt es immer wieder Streit zwischen LGBT-freundlichen Staaten, die hauptsächlich aus Nord- und Südamerika und der Europäischen Union stammen, sowie LGBT-feindlichen Staaten insbesondere aus Afrika und Asien. Im Jahr 2014 setzten etwa mehrheitlich autokratische Staaten im UN-Menschenrechtsrat eine Resolution zum "Schutz der Familie" durch, mit der sie offenbar das Ziel verfolgen, langfristig gegen LGBT-Rechte vorzugehen – für die Resolution stimmten etwa Saudi-Arabien, China und Russland, dagegen unter anderem Deutschland und die USA (queer.de berichtete). (dk)



#1 Katholiban-WatchAnonym
#3 heneAnonym
  • 18.05.2016, 14:17h
  • "Islamische Staaten schließen LGBT-Organisationen von UN-Aidskonferenz aus"

    Frei nach Loriot: "Ach was".
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#4 AlexAnonym
  • 18.05.2016, 14:17h

  • Wieso haben die überhaupt die Macht, sowas zu beschließen?!

    Dann sollten Europa, die USA und Kanada auch nicht teilnehmen. Und diesen Staaten aber auch kein Geld mehr geben.
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#5 heneAnonym
#6 apropos zeugAnonym
  • 18.05.2016, 14:32h
  • Antwort auf #5 von hene
  • Und Sie legen sich nicht weniger ins Zeug, hier überall ihren menschen- und homofeindlichen AfD-Müll zu verbreiten. Sie und Ihre braunen Freunde scheren sich einen Dreck darum, dass LGBT-Organisationen und -Menschen irgendwo ausgeschlossen werden. Im Gegenteil würden Sie keine Sekunde zögern, dasselbe zu tun, wo immer man Sie lässt.
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#7 Pascal GoskerAnonym
  • 18.05.2016, 14:38h
  • Es gibt ja immer wieder Leute mit rosaroter Brille, die gerne behaupten, der Islam sei nicht das, was Fundamentalisten daraus machen. Aber hier geht es nicht um irgendwelche Islamisten von IS/Taliban o.ä., sondern um islamische Staaten - und gleich 57.

    Man muss doch auch mal einsehen, dass es weltweit KEIN EINZIGES mehrheitlich muslimisches Land gibt, wo es Grundrechte und echte Demokratie gibt.

    Natürlich sind andere Religionen auch nicht besser - jede Religion basiert auf Unterdrückung und Hass und will sich wie ein Krebsgeschwür ausbreiten.

    Aber hierzulande gab es eben die Aufklärung, während muslimische Staaten dort stehen, wo wir mal im Mittelalter standen.
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#8 Steffen RAnonym
  • 18.05.2016, 14:50h
  • Es kann doch wohl nicht sein, dass 57 islamische Staaten der restlichen Welt und den ca. 200 Staaten der UN ihren vom Hass zerfressenen Willen diktieren können und bestimmen, wer bei Konferenzen anwesend sein darf und wer nicht.

    Dann sollte man eher diese islamischen Staaten ausladen.

    Wenn die UN sich von dieser Minderheit von 75 Staaten vorführen lässt, hat sie jede Glaubwürdigkeit verloren.
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#9 genauAnonym
#10 EU-NewsAnonym