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  • 19.05.2016, 00:00h           44      Teilen:   |

TV-Interview

Barbara Hendricks: Grundgesetz verlangt die Ehe-Öffnung

Artikelbild
Ihre Homosexualität war in der SPD jahrelang ein offenes Geheimnis: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Bild: Screenshot NDR)

Im Interview mit Caren Miosga fordert die verpartnerte Umweltministerin eine "echte Gleichstellung" und spricht erstmals über ihr Coming-out.

Bislang gab sie sich eher schmallippig, wenn es um ihre Homosexualität geht, nun hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erstmals etwas ausführlicher über ihr öffentliches Coming-out im Jahr 2013 und ihren Einsatz für die Ehe-Öffnung im Kabinett gesprochen. Das rund zehnminütige Gespräch mit dem neuen TV-Magazin "Caren Miosga interviewt …" wird am Donnerstag um 23:30 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt.

Kurz nach ihrer Ernennung zur Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hatte die "Rheinische Post" ein Porträt über Hendricks veröffentlicht und in einem Nebensatz erwähnt, dass sie mit einer Frau zusammenlebt (queer.de berichtete). Dies sei damals nicht abgesprochen gewesen, erklärte die SPD-Politikerin gegenüber Caren Miosga. Allerdings habe sie ein öffentliches Coming-out geplant, bevor sie von Dritten mit falschem Zungenschlag geoutet werde. "Ich wollte das selbst beeinflussen", sagte Hendricks. Die Veröffentlichung in der "Rheinischen Post" kam ihr da sehr gelegen: "Dann ist ja gut, dann ist das erledigt."

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Keine Diskussion im Bundeskabinett über die Ehe für alle

Auf die Frage von Miosga, warum ihre eingetragene Lebenspartnerschaft nicht Ehe heiße, gab sich Hendricks kämpferisch: "Jetzt geht es um den Punkt Vollendung, also eine echte Gleichstellung, so wie sie auch das Grundgesetz vorsieht." Gleichzeitig schloss die 64-Jährige aus, dass sich aufgrund der Blockade der Union in dieser Legislaturperiode noch etwas bewege. Im Kabinett werde über die Ehe für alle nicht diskutiert.

Insgesamt ließ sich die Ministerin von Miosga nicht aus der Reserve locken. Die Unsicherheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Adoptionsrecht für homosexuelle Paare könne sie "verstehen", teile sie aber nicht. Auch zu ihrer Mitgliedschaft in der katholischen Kirche äußerte sie sich diplomatisch. Es gebe eine "freundliche Indifferenz", was den Umgang mit Homosexualität betrifft, man rede nicht darüber.

Erst im Februar hatte die Umweltministerin im Gespräch mit dem Magazin "Bunte" etwas mehr aus ihrem Privatleben verraten. So kenne sie ihre Lebenspartnerin bereits seit fast 20 Jahren (queer.de berichtete). Die Frau sei eine Lehrerin und neun Jahre jünger als sie. "Über gemeinsame Freunde haben wir uns kennengelernt, sie hat teilweise im Bundestag gearbeitet. Es war eine Liebe, die sich langsam entwickelt hat", so Hendricks damals. Vor rund fünf Jahren hätten sie sich verpartnert.

Zweite Sendung von "Caren Miosga interviewt …"



"Caren Miosga interviewt …" wird an diesem Donnerstag zum zweiten Mal ausgestrahlt. Je Sendung begegnet die Journalistin bis zu drei Gästen aus Kultur, Politik, Sport und Zeitgeschehen. Neben Hendricks sind diesmal der Grünen-Politiker und mögliche Spitzenkandidat Robert Habeck sowie der Opernsänger und Autor Selcuk Kara zu Gast. (mize)

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Tags: barbara hendricks, caren miosga, ehe für alle
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Reaktionen zu "Barbara Hendricks: Grundgesetz verlangt die Ehe-Öffnung"


 44 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
19.05.2016
00:05:56


(-4, 16 Votes)

Von Johannes45


In den vergangenen 18 Jahren hat die SPD nur vier Jahre nicht mitregiert. Bereits im letzten Wahlkampf hatte die SPD die Eheöffnung versprochen.

Wer soll denn noch die SPD wählen, wenn sie trotz Regierungsverantwortung ihre Wahlversprechen nicht einhält ?

Und wer hat die Vollversteuerung von Renten bis 2040 beschlossen ?

Und wer hat die 25 Prozentbesteuerung von Kapitaleinkünften und die Ungleichbehandlung zu Arbeitseinkommen beschlossen ?

Und wer hat Leiharbeit und Zeitverträge eingeführt ?

Und wer hat die Nullzinspolitik mitzuverantworten, so dass sich Sparverträge nicht mehr lohnen ?

Sorry wer die SPD wählt, der hat nicht begriffen, was die SPD die letzten 18 Jahre alles angerichtet hat.

Die SPD war nicht in Opposition, sondern trug bis auf vier Jahre immer die Regierungsverantwortung in Deutschland !!!


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#2
19.05.2016
00:48:09
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(+10, 18 Votes)

Von MuttiAngie
Antwort zu Kommentar #1 von Johannes45


Und wer hat die letzten 11Jahre HAUPTSAECHLICH regiert, du politik-niete???


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#3
19.05.2016
01:52:29


(+10, 16 Votes)

Von ztffhjh


"Im BundesKabinett wird nicht über die Ehe für alle gesprochen"

Für mich der schockierendste Satz, denn das bedeutet, dass sich kein SPD-Minister für die Eheöffnung einsetzt. Dass die SPD also noch nichtmals im Kabinett überhaupt darum kämpft.

Und das wiederum bedeutet, dass die SPD noch jüngst am 17. Mai die Öffentlichkeit angelogen hat, als sie auf facebook behauptete sie setze sich in der Regierung für die Eheöffnung ein.

Die SPD ist eine hochgradig verlogene Partei.


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#4
19.05.2016
02:00:04


(+12, 18 Votes)

Von zhfrgh


Wenn Frau Hendricks sagt das Grundgesetz verlangt die Eheöffnung, aber warum hat sie dann im Bundestag dagegen gestimmt? Offensichtlich Respektiert sie das Grundgesetz nicht.

Frau Hendricks hat auch unbequeme Fragen nach der Eheöffnung auf ihrem facebook Account löschen lassen.

Mach dir die Welt wie sie dir gefällt, könnte das Lebensmotto von Frau Hendricks und der SPD sein.

Alle von der SPD sind verlogen.

Frau Hendricks bildet da keine Ausnahme.

Vielmehr passt das Interview von Frau Hendricks zur SPD Strategie in der Öffentlichkeit sich pro Eheöffnung zu geben, aber tatsächlich nichts dafür zu tun, um die Union nicht zu verärgern. Die Strategie der SPD ist uns nochmals für dumm verkaufen zu wollen.


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#5
19.05.2016
06:13:15
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(+13, 19 Votes)

Von Marc


Und welche Partei war seit Bestehen der Bundesrepublik an den meisten Bundesregierungen beteiligt? (Kleiner Tip: Derzeit ist sie grade NICHT im Bundestag vertreten...)


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#6
19.05.2016
10:01:14


(+11, 11 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Frau Hendricks bringt es zur Vorsprache: "Jetzt geht es um den Punkt Vollendung, also eine echte Gleichstellung."

Die Frage ist doch, warum wird im Kabinett darüber NICHT diskutiert?

Zum Thema katholische Kirche spricht die Ministerin von der "freundlichen Indifferenz." Das ist sehr geglättet und verharmlosend ausgedrückt.

Warum wird in unserer Bundesregierung über Gleichstellungsrechte immer wieder geschwiegen?

Um es mal auf den Punkt zu bringen: In einer pluralistischen Demokratie trägt eine Gesellschaft und der einzelne keine Schuld. Aber die Verantwortlichen in Politik und Kirche tragen eine gegenwärtige und historische Kollektivschuld bezogen auf LGBTTIQ-Menschengrundrechte. Deshalb wird geschwiegen, taktiert, vertagt etc.

Die Regierung kann diese Schuld nur von sich weisen, wenn sie ihre mangelnde Rechtsprechung aus der Historie aufarbeitet, in der Gegenwart ins Bewusstsein bringt und entsprechend reagiert.

Alleine die Nicht-Rehabilitierung der Opfer aus dem § 175 StGB (Unrechtsparagraf mit Inhalt aus der Nazi-Zeit) zieht sich als Schuld wie ein roter Faden durch die Legislaturperioden der Regierungen. Dass die Regierung an dieser wunden Stelle das Grundgesetz missachtet hat, will von denen keiner hören. Wir sollen schließlich zufrieden sein mit der anhaltenden Apartheitspolitik.


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#7
19.05.2016
10:23:43


(-17, 21 Votes)

Von wiking77
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bei diesem Thema finde ich zusätzlich noch wichtig, dass man sich über Begrifflichkeiten einig ist und genauen Konsens haben sollte, was "alle" bedeutet:

nämlich im Sinne des BGB alle die dem Alter nach ehefähig sind, männlichen und weiblichen Geschlechts und dass Menschen Menschen des anderen Geschlechts und des gleichen Geschlechts einander ehelichen können.

Denn ansonsten reißen sich noch ganz andere Zielgruppen das "für alle" unter einen Nagel: der Tierliebhaber, der sein Pferd (Pferd kann auch unter "alle" fallen) heiratet; der Bruder der seine Schwester heiraten möchte; und der Päderast, der seine einjährige Tochter heiraten möchte (auch diese Minderjährigen im Schutzalter könnte unter "alle" fallen). Die Gesellschaft bzw. auch der Gesetzgeber sollte ja nicht davon ausgehen, dass es "selbstverständlich" sei, dass bei "alle" ausschließlich Menschen sein müssen und dass diese bei Eingehen der Ehe auch das entsprechenden Alters sein müssen. Alle, darunter können auch Tiere und Sachen fallen, und Menschen jeden(!) Alters - auch Babies!

Bei diesem wichtigen Thema darf auf keinem Fall oberflächlich mit Begrifflichkeiten, auch mit "alle" umgegagnen werden, sonst könnte es zum Verhängnis werden. Abgesehen davon könnte es auch die Öffnung zur Polygamie sein. Das ist ja schön und recht, gerade auch im Hinblick auf unsere Mitmenschen islamischen Glaubens. Nur wollen wir das als Gesellschaft in Deutschland.

Wer bei "Ehe für alle" nur an Hochzeiten auch für homosexuelle Menschen denkt, der muss damit rechnen, dass bei "für alle" auch die Päderasten, Polygamen, Inzestuösen und die "Tierliebhaber" das für sich in Anspruch nehmen.


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#8
19.05.2016
11:01:43


(+11, 15 Votes)

Von stephan
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Die gesamte SPD macht sich einfach nur lächerlich damit, verbal für die Eheöffnung einzutreten und dann vor der Diskriminiererpartei CDU/CSU fortwährend einzuknicken, angeblich damit Merkel die Koalition nicht aufkündigt! Einfach nur lachhaft, lügnerisch und betrügerisch! In der Tat habe ich mich um meine Wählerstimme noch nie so betrogen gefühlt wie seit der letzten Bundestagswahl! Ohne Eheöffnung, Ergänzung von Art. 3.3 GG und Rehabilitierung der Verfolgungsopfer nach §175 StGB kann die SPD von mir kein gutes Wort und keine Stimme mehr erwarten!


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#9
19.05.2016
11:22:25


(+15, 17 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Ein blödsinnigeres Kommentar wie das von diesem Viking hab ich selten gelesen. Das hört sich nach verschwurbelter AfD Theorie an. LOL Natürlich denkt man bei Ehe für alle nicht an Tiere, sondern an Menschen! Jeder, der was anderes sagt muss ehrlich gesagt nicht ganz dicht in der Birne sein. Und dass Pädophile hier auch nicht gemeint sein kann erschliesst sich daraus, dass sexuelle Beziehungen zu Kindern aus gutem Grund verboten sind! Was bleibt übrig? Natürlich nur die beiden vollkommen natürlichen Varianten der Hetero- und der Homosexualität als die beiden wichtigsten Quellen menschlicher Paarungen. Deswegen ist es auch für jedes Gericht und für das BVG erst Recht sehr eindeutig was damit gemeint ist. Wichtig ist, dass erwachsene Menschen untereinander eine andere Person heiraten dürfen.....polygam geht übrigens schon allein aus steuerrechtlichen Gründen nicht! Aber auch das weiss man als einigermaßen intelligenter Mensch .... es gibt also KEINEN Grund nicht von der Ehe für alle zu sprechen, die selbstverständlich eingeführt werden sollte. Und bitte kommt mir nicht damit, dass ja dann Verwandte heiraten könnten...auch das ist explizit nicht gemeint udn das kann man dann auch so ausformulieren im entsprechenden Gesetzestext! Jeder Schwule, der das anders sieht hat am Ende ein Problem mit sich selbst und sollte aufgrund eigener homophober Anteile überlegen den Psychologen aufzusuchen und nicht andere mit dem offensichtlich eigenen unbewältigten inneren Konflikt zu nerven. Mir ist es völlig egal, wer sich dadurch jetzt angegriffen fühlt, aber ich erwarte von jedem Schwulen, der zu sich steht, dass er sich klar für die Gleichstellung ausspricht und nicht versucht durch Begrifflichkeitsdiskussionen diese Forderung nach Gleichstellung wieder geschickt zu relativieren als sei es ja "gar nicht so wichtig"! Hätte mein Partner so eine Auffassung würde ich unsere Beziehung sogar in Frage stellen, weil er ja damit den Wert unserer Beziehung in Frage stellen würde...und das geht als selbstbestimmter schwuler Mann nunmal nicht. Punkt!


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#10
19.05.2016
11:28:25
Via Handy


(+13, 17 Votes)

Von Luca


Wenn das Grundgesetz das verlangt, wieso verhält ihre SPD sich dann grundgesetz-widrig statt für die Eheöffnung zu stimmen?


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