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  • 19.05.2016, 10:28h           7      Teilen:   |

Noch keine Genehmigung

Neues Berliner Homo-Denkmal verzögert sich

Artikelbild
Nicht nur der Flughafen, auch das Berliner Homosexuellen-Denkmal wird nicht pünktlich fertig

Das Calla-Denkmal gegenüber dem Bundeskanzleramt wird erst später eröffnet, weil noch immer keine Gehehmigung erteilt worden ist.

Das geplante neue Denkmal am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung kann offenbar nicht wie geplant im Sommer eröffnet werden. Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg, erklärte am Mittwoch, dass noch nicht die notwendige Ausnahmegenehmigung erteilt wurde.

"Nachdem der Entwurf feststand, haben wir beim Bezirksamt Mitte für den Siegerentwurf einen entsprechenden Antrag gestellt – das war im Dezember. Leider liegt bis heute keine Bewilligung vor", so Steinert gegenüber queer.de. "Das führt in der Tat zu Verzögerungen. Die weiteren Auftragserteilungen bei Statiker und Architekten dürfen erst dann erfolgen. Wir befinden uns daher in einer Warteschleife".

Bereits am Dienstag hatten Lokalpolitiker der FDP die Verzögerung kritisiert und von Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) gefordert, das Projekt zur Chefsache zu machen. "Schlamperei oder absichtliche Blockade einer notwendigen Erinnerung an die erste Homosexuellen-Emanzipationsbewegung?", fragten Felix Hemmer, der Spitzenkandidat für die Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte, und Sebastian Ahlefeld, der Chef des FDP-Landes-Fachausschusses für LGBT-Politik rhetorisch. Der Zeitplan laufe komplett aus dem Ruder. "Am Geld kann es nicht liegen, da die Finanzierung durch Lottomittel und Spenden gesichert ist."

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Ergänzung zu Gedenktafeln

Das Denkmal soll an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern. Sie begann 1897 mit der Gründung des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK) durch Dr. Magnus Hirschfeld, der später auf dem Gelände des heutigen Bundeskanzleramts das Institut für Sexualwissenschaft gründete. Die Nazis plünderten später das Institut und verbrannten dessen Schriten, Hirschfeld starb im Exil. Nach ihm ist inzwischen der entsprechende Ufer-Abschnitt an der Spree benannt, an dem auch Gedenktafeln angebracht sind.

Eine Jury hatte im November letzten Jahres für das Denkmal aus fünf eingereichten Entwürfen von Studenten der Universität der Künste Berlin (UdK) das Motiv "Calla" ausgewählt, das auch bei einer Online-Abstimmung der Favorit von queer.de-Lesern gewesen war (queer.de berichtete). Der Entwurf mit insgesamt sechs großen bunten Blumen die sexuelle Vielfalt anhand der Calla-Lilie symbolisieren, die weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze besitzt. (dk)

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Tags: denkmal für die erste homosexuelle emanzipationsbewegung, magnus hirschfeld, denkmal, berlin
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Reaktionen zu "Neues Berliner Homo-Denkmal verzögert sich"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
19.05.2016
12:57:05


(+7, 7 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Es ist bemerkenswert, daß alles was mit Homosexualität zu tun hat, vom Staat und dessen Einrichtungen stets verzögert oder blockiert wird. Fast immer sind die Sachen überfällig. Es gibt beim Staat einen Widerstand gegen alle Belange für Homosexuelle und man empfindet sie als lästiges Übel, weil der Staat durch seine Untaten von der einen Seiten an den Pranger kommt und weil Konservative ihre Stellung behaupten wollen und weiter Untaten produzieren.


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#2
19.05.2016
14:29:07


(+3, 5 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #1 von Jadughar


Es ist Berlin. Was wird da überhaupt rechtzeitig fertig?


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#3
19.05.2016
17:14:10


(0, 4 Votes)

Von Sonja


Egal, die AfD wird es eh wieder abreissen, nachdem sie mit den Muslimen was auch immer gemacht haben


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#4
19.05.2016
17:52:54


(+1, 5 Votes)

Von Robin


>>>
von Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) gefordert, das Projekt zur Chefsache zu machen.
<<<

Na, wenn die SPD das voran bringen soll, können wir noch lange warten.


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#5
19.05.2016
18:11:10


(+7, 7 Votes)

Von trans alliance


Ende Juni wird es in Berlin einen workshop geben mit der Bezeichnung: "Den Opfern einen Namen geben..."

Link:
transallianceproject.wordpress.com/2016/05/15/offe
nlegung-aller-ns-opfer/


Link:
transallianceproject.files.wordpress.com/2016/05/2
016-05-1x_pet_beschluss__bundesarchiv__ns-opfer_v1
-01.pdf


Wir lassen uns überraschen ob die besagten Stiftungen mit dem Bundesarchiv dafür Sorge tragen, dass die Namen aller Aktion T4 Opfer endlich veröffentlicht werden.

Neben Menschen mit Behinderungen, wurde die Aktion genutzt auch politisch, religiöse... Menschen und auch Menschen die dem Bereich Homosexuell zugeordnet wurden, sowie Menschen die den heutigen Bereichen trans* / Transgender, Transsexualität und Intersexualität - "zu beseitigen".

Von ehemals 70.000 Akten existieren nur noch 30.000, die im Bundesarchiv unter Verschluss gehalten werden! - 400.000 Menschen wurden kastriert...
Sterbe Urkunden wurden manipuliert, so dass Verwandte bis heute keine Ahnung haben, was wirklich vorgefallen ist.

In Berlin lebten einige 1.000 Menschen die dem komplexen trans* Bereich zu zuordnen waren. Bis heute sind deutschlandweit nur die Namen von rund 2 dutzend NS Opfern bekannt.


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#6
20.05.2016
11:09:44


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Derselbe Gedanke wie Jadughar schon schreibt.

Alles, was mit Homosexualität oder LGBTIQ auch nur irgend einen Zusammenhang hat, wird von unserer überhängig homophob bis homo-hostil 'veranlagten' Verwaltungs-Aristokratie behindert, verzögert und nach Möglichkeit gestört...

Hinterlässt ja einen faden Nachgeschmack mit einer denkbar unbeliebten Farbe, irgendwie.

Super Denkmal, übrigens, endlich mal was mit Leben, Omni-Deutbarkeit und frischer Ausstrahlung!


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#7
21.05.2016
12:03:46


(+4, 4 Votes)

Von Ralf


Was erwartet ihr von einem Staat, der es nicht mal schafft, von Nazi-Polizisten verhaftete, von Nazi-Richtern verurteilte und von Nazi-Gefängniswärtern eingesperrte Opfer eines Nazi-Gesetzes zu rehabilitieren? Zynisch übrigens, dass ausgerechnet die FDP, Partei des Oberschwulenverfolgers Thomas Dehler, Krokodilstränen um ein Denkmal absondert, aber ihre Parteizentrale nach wie vor diesem Rechtsaußen-Justizminister widmet, einer der wüstesten Figuren, die in der Bundesrepublik je ein öffentliches Amt bekleidet haben.


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 Ort: Magnus-Hirschfeld-Ufer


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