Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 20.05.2016, 08:56h               Teilen:   |

"Stück für Stück"

Lemo liebt Musik

Artikelbild
Lemo singt Songs mit wunderbaren Melodien – seine raue Stimme sorgt dafür, dass es dabei nicht zu lieblich zugeht

Das lässige Album "Stück für Stück" des Wahl-Wieners zeugt von echter österreichischer Popmusikschule.

Lemo lässt sich Zeit. Und das ist gut so.

Es war ein einschneidender Moment, als er in jungen Jahren zum ersten Mal "Glycerine" von Bush gesungen und dabei seine Stimme entdeckt hat. Dann kamen die vielen, mehr oder weniger interessanten Zwischenstationen: Bahnhofsreiniger. Pizzataxifahrer. Fließbandarbeiter. Vermögensberater. Gitarrenverkäufer. Wahlwiener seit einem knappen Jahrzehnt, aber nach eigener Aussage "nicht grantig genug", um als echter Wiener durchzugehen. Ein Aspekt blieb stetig: die Liebe zur Musik. Heute, viele Jahre und einige Bandprojekte später, weiß Lemo genau, wohin er will.

Lemo singt Songs mit wunderbaren Melodien. Seine raue Stimme sorgt dafür, dass es dabei nicht zu lieblich zugeht. Und die Texte? Die sprechen uns direkt aus der Seele. Kaum jemand kann so tiefe Gefühle so direkt ausdrücken, ohne dabei schwer zu wirken. Das liegt dann doch am Schmäh, Wiener hin oder her. Bei Lemo geht es um den Alltag, der einen umtreibt, um diese speziellen Stimmungen, durch die einen das Leben spült. Gleichzeitig verfügt Lemo über eine Coolness, über ein Selbstbewusstsein und eine Präsenz, die uns umhaut. Echte österreichische Popmusikschule, mit Lässigkeit vertreten.

Die Wurzeln im Indierock, gleichzeitig geprägt von der Stuttgarter Kolchose und internationalen Künstlern wie Jamie Cullum, Ben Howard oder John Mayer fand Lemo im Zuge seiner Ausbildung zum Tontechniker schließlich seinen ganz eigenen Zugang zur Popmusik.

Das Rezept? Mal entspannte, mal treibende Gitarrenklänge, ein analoger Sound und eingängige Melodien als Unterlage für eine unverwechselbar kraftvolle Stimme.

Seine Texte schreibt Lemo auf Deutsch, aus Gründen der Authentizität und um eine unmittelbare Verbindung zum Publikum herzustellen. Denn mit seiner Musik schreibt er Tagebuch auf seinem Weg durch die alltäglichen Freuden, Zufälle, Durchhänger, Banalitäten und Träume.

Fortsetzung nach Anzeige


Lemos Texte treffen unmittelbar

Das neue Album " Stück für Stück " von Lemo ist am 20. Mai 2016 erschienen
Das neue Album " Stück für Stück " von Lemo ist am 20. Mai 2016 erschienen

"Stück für Stück" ist ein Album geworden, das die Welt spiegelt – all diese Gefühle, die großen und die kleinen, die klaren und die, auf die man den Finger nicht legen kann. Die erste Single, "Der Himmel über Wien", ist ein Song über das Ende einer Beziehung. Das Leben geht weiter, während man selbst stillsteht. Wie können alle nur so tun, als wäre nichts, wenn gerade die eigene Welt zerbricht? Lemo findet kraftvolle Worte, um genau diesen Zustand zu beschreiben, den jeder schon auf seine Weise durchlebt hat.

Überhaupt, die Liebe… Lemo bebildert ihre Facetten, singt über das Glück, den richtigen Menschen gefunden zu haben, über die Sehnsucht, die leichten und die schweren Seiten. "Ich seh nur dich", "Tomaten auf den Papst", "Offene Zeilen" und "So wie du bist" sind die Songs dazu. Jeder auf seine eigene Weise, jeder zu seiner Zeit schwärmen oder leiden sie, schäumen über oder treiben melancholisch dahin.

Melancholie spürt man oft in Lemos Liedern. Allerdings drückt sie nicht, sie zieht nicht runter. Weil Lemo es schafft, mit den leichten, graden Klängen seiner Musik eine Atmosphäre zu schaffen, die auch, wenn er von Kummer spricht, etwas Tröstliches, weil Menschliches hat. Und so geht man mit, wenn Lemo in "Rückwärts gegen die Einbahn" und "So leicht" davon singt, wie viele Steine einem manchmal in den Weg gelegt werden und wie wichtig es ist, trotzdem weiter zu machen.

Leicht wie der Sommer, den er in "Vielleicht der Sommer" besingt, Lemos erster Hit in seiner Heimat Österreich. Lemos Welt ist schön, auch wenn sie nicht nur hell ist. Sie ist farbenfroh, aber nicht grell. Es geht, wie in "Hör dir selber zu" und "Panik", darum, sich zu spüren. Nicht aufzuhören damit, seinen Weg zu gehen. Entscheidungen zu treffen, vor denen man sich scheut – wie in "Eine Antwort".

Lemos Texte treffen uns unmittelbar. Nicht mit einer Wucht, die weh tut – sie arbeiten sich, zusammen mit den Gitarrenklängen, mit dem leichten Groove und Lemos Stimme, langsam, aber stetig vorwärts in unsere Herzen. Bis der Gedanke ganz klar ist: wir kennen uns. Das macht Lemos Musik so verbindlich. Und so schön. (cw/pm)

Youtube | Offizielles Video zu "Der Himmel über Wien" aus dem neuen Album "Stück für Stück"
Links zum Thema:
» Das Album bei Amazon bestellen
» Offizielle Website von Lemo
» Fanpage auf Facebook
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher keine Reaktionen
Teilen:                  
Service: | pdf | mailen
Tags: stück für stück, lemo
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Lemo liebt Musik"


 Bisher keine User-Kommentare


 CD - POP

Top-Links (Werbung)

 CD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Studie: Intimrasur erhöht Krankheitsrisiko Mehr Geld für LGBTI-Projekte im Norden Megan Mullally macht Hoffnung auf neue "Will & Grace"-Folgen
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt