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  • 20.05.2016, 10:42h           37      Teilen:   |

Bundestagswahl 2017

"Bild": Union plant Wahlkampf gegen Homo-Rechte

Artikelbild
Zurück in die Vergangenheit: Die CDU könnte das Wahlplakat wieder auspacken, mit dem sie vor 16 Jahren Stimmung gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare gemacht hat

Im Kampf um Stimmen für die Bundestagswahl im Herbst 2017 wollen CDU und CSU offenbar homophobe Wähler von der AfD zurückgewinnen.

Die Unionsparteien planen nach "Bild"-Informationen im nächsten Bundestagswahlkampf, den Einsatz für die vermeintlich traditionelle Hetero-Familie zu betonen. Nach Angaben der Boulevardzeitung soll die Vater-Mutter-Kind-Familie "gegenüber [der] Homo-Ehe wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, z. B. auf Plakaten, in Anträgen".

Die Partei, die eine Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht weiterhin ablehnt, könnte so mit einer homophoben Kampagne gegen die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren um Stimmen kämpfen. Das erinnert an die CDU-Kampagne "Toleranz ja – 'Ehe' nein" aus dem Jahr 2000, die wenige Monate nach der Wahl von Angela Merkel zur neuen Parteivorsitzenden gestartet worden war. Während der Debatte um das Lebenspartnerschaftsgesetz veröffentlichte die CDU ein Plakat, das ein schwules Männerpaar zeigt, das zu einem Kuss ansetzt – darunter wurde mahnend der Grundgesetzartikel zum Schutz der Familie zitiert. Der Grünenpolitiker Volker Beck kritisierte die Kampagne damals als "im Ansatz minderheitenfeindlich" und erklärte, die Haltung von Merkel sei "heuchlerisch" und "diskriminierend".

Erst vor wenigen Wochen hatten mehrere im "Berliner Kreis" zusammengeschlossene Unions-Bundestagsabgeordnete in einem Manifest u.a. eine "Abkehr von der Gender-Ideologie" gefordert und eine Familienpolitik, "die Ehe und Familie ins Zentrum rückt, die gleichzeitig anerkennt, dass auch in anderen Lebensgemeinschaften Werte gelebt werden."

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Kopie des homophoben AfD-Wahlkampfes?

In den letzten Monaten hatte vor allem die AfD mit homophoben Kampagnen für Aufmerksamkeit gesorgt: So forderte die Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg in ihrem Wahlprogramm ein Verbot von staatlicher Homo-"Propaganda" und lehnte eine "Auflösung der Ehe von Mann und Frau" und die "Zerstörung der traditionellen Familie" ab (queer.de berichtete) Die Rechtspopulisten konnten auf Anhieb ein zweistelliges Ergebnis verbuchen – obwohl auch die CDU einen homophoben Kurs fuhr (queer.de berichtete).

Die Mehrheit der Unionswähler hält allerdings nichts von der Diskriminierung von Homo-Paaren: Laut einer im Januar veröffentlichten Umfrage sprechen sich 61 Prozent der Anhänger von CDU und CSU dafür aus, die Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen – nur 31 Prozent wollen am Eheverbot festhalten (queer.de berichtete).

Neben dem Thema Hetero-Familie sollen laut "Bild" bei der Union auch die Themen innere Sicherheit und Steuern zentrale Punkte im Wahlkampf 2017 werden. So wollten die C-Parteien damit werben, tausende neue Stellen bei der Bundespolizei und bei Geheimdiensten zu schaffen und die Telefon- und Videoüberwachung auszubauen. Die Vorratsdatenspeicherung soll nach dem Willen der Union außerdem im Kampf gegen Einbrecher eingesetzt werden. Beim Steuerrecht sei geplant, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble soll hierzu ausarbeiten, wie eine Senkung ab 2018 möglich gemacht werden könne.

Die Strategie für den Wahlkampf könnten die Unionsparteien bei einer Klausur am 24. und 25. Juni beschließen. Ein neuer Bundestag wird voraussichtlich im September oder Oktober 2017 gewählt. (dk)

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Tags: cdu, csu, wahlkampf, homophobie
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Reaktionen zu ""Bild": Union plant Wahlkampf gegen Homo-Rechte"


 37 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
20.05.2016
11:12:07
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Tigerente45


Dann viel Spass mit deiner bevorzugten tigerentenkoalition und der eheoeffnung fruehestens 2025, fdp-Timmyboy45!!!! Du willst ja unbedingt die cdu dabeihaben und sprichst dich gegen jede! Koalition ohne die cdu aus!! Das ist das Resultat!! Danke dass du diese Blockade unterstützt du Träumer!!


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#2
20.05.2016
11:14:45


(+17, 17 Votes)

Von kennydgs
Aus Nürnberg (Bayern)
Mitglied seit 06.05.2016


So langsam kann ich das Wettrennen um die rechtesten Wähler noch nicht mal mehr belächeln.


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#3
20.05.2016
11:16:11


(+6, 16 Votes)

Von goddamn liberal


Das könnte nicht nur AFD-Wähler anlocken, sondern u. a. auch fromme Muslime und Christen. Gauland (AFD) stellt nicht zu unrecht fest, dass viele Migranten die Familienpolitik seiner Partei eher teilen als andere Bevölkerungsteile.

Gegen die Strategie spricht aber nicht nur die Verfassungswirklichkeit, sondern dass das Thema vielen gar nicht so wichtig ist. Und dass ein Vergraulungseffekt in der Mitte eintreten könnte, der zwar die AFD schwächt, aber auch andere, eher linke Parteien stärkt.

Dass der Union jede Niedertracht zuzutrauen ist, ist natürlich klar.

Link zu www.queer.de

Dass Homophobie im Land des rosa Winkels kein Tabu ist , auch.


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#4
20.05.2016
11:20:55


(+2, 10 Votes)

Von Niedergemeiert


Bin auch gegen die Ehe, aber wenn, dann gehört die Zivilehe für alle abgeschaft. Jetzt ist die Situation so, das glechgeschlechtliche Paare gegenüber gemischtgeschlechtlichen Paaren durch das Eheverbot für Homopaare faktisch und symbolisch diskriminiert werden. Das ist in der Tat weniger (psychologisch) homophob denn unverhohlen lesben- und schwulenfeindlich im politischen Sinne. Politisch ist an dieser reaktionären Grundeinstellung der CDU/CSU allerdings bloß der faschistoid-aggressive Kern ihrer rückwärtsgewandten Ideologie. Mit dieser Kamapagne gewinnt die Partner-Partei der SPD auch keine AfD-Wähler zurück, sondern bestärkt die AfD-Protofaschisten. Sprich: Die Union macht Reklame für die AfD (Adel fingiert Demokratie).


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#5
20.05.2016
11:28:51


(+16, 16 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Und wieder rennt die Union der Aktualität hinterher. "Toleranz ja, Ehe nein" Man weiß also gar nicht dass die schwule Welt schon lange nicht mehr toleriert werden will. Wir sind nicht irgendwer den man duldet und die Nase rüpft, wir sind ein Teil der Gesellschaft und wollen daher keine Toleranz haben sondern Akzeptanz. Aber was will man von den ewig gestrigen schon erwarten...


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#6
20.05.2016
11:33:13


(-14, 16 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Merkel und die CDU haben die Grünen, die Linke und die SPD bereits links überholt - sh. Atomausstieg und Merkels Flüchtlingspolitik.

Link zu www.focus.de

Die einzigen Punkte, wo die CDU noch ihr konservatives Profil zeigen kann, sind die Verweigerung der Öffnung der Ehe und die Einhaltung der Sonntagsruhe.

Die Flutung des Landes mit Millionen von arabischen und afrikanischen Flüchtlingen ist in den Augen von Merkel halb so schlimm wie die Öffnung der Ehe.


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#7
20.05.2016
12:35:48
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Sorry


..aber die Union beweist mal wieder aufs Neue, dass sie neben der AfD so ungefähr das ekelhafteste poltische Subjekt ist, welches aktuell in der deutschen Parteienlandschaft herumkreucht. NPD und andere abseitige Organisationen sind ja zum Glück relativ unbedeutend.
Wir sollten ALLE dafür Sorge tragen,
dass dies so bleibt und Parteien wie die Union und die Arsc... für Deutschland sich gemeinsam in der Opposition über ihre kruden und menschenverachtenden austauschen dürfen. Wer solche Parteien an die Regierung bringt verrät jedes Ideal.


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#8
20.05.2016
12:38:42


(-1, 7 Votes)

Von Lars


Familie:
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Auch Homosexuelle sind Teil von Familien. Jede Familie, die ein homosexuelles Mitglied hat, weiß, wie sehr auch die Familie als ganzes des Zuspruches und des Schutzes bedarf, um vor Gerede und Abschätzigkeit geschützt zu sein.

Ehe:
Dass Homosexuelle oft in der Lage sind, eine biologische Familie zu gründen, die nicht deckungsgleich ist mit der Lebensgemeinschaft, die sie eingehen, ist verwirrend, ist aber ein Phänomen, das auch bei Heteros auftritt. Hier sind pragmatische Regeln gefragt und kein Streit um Worte. (Auch in den "guten alten" Zeiten, wo die Elternsterblichkeit hoch war und sich nicht jeder eine Familie leisten konnte, gab es Groß-Familienkosntruktionen, die keiner Norm entsprachen, aber funktionierten.)

Mit solchen Plakaten werden Schwule für eine gesellschaftliche Situation verantwortlich gemacht, die nun mal so komplex ist, wie das Leben. Das zur Angstmache vor Menschen zu nutzen, anstatt ihnen ebenso Anspruch auf Schutz und Regelungen zuzusprechen, wäre politisch unverantwortlich.


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#9
20.05.2016
13:00:13


(+6, 10 Votes)

Von myystery


Merkel in ihrem Milieu.

Ich tue mir eigentlich schwer, ernsthaft böse über andere Menschen zu denken. Aber diese Frau ... vor dieser Person kann ich einfach keine Achtung mehr haben.


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#10
20.05.2016
13:05:03
Via Handy


(+7, 11 Votes)

Von Sorry
Antwort zu Kommentar #9 von myystery


...aber spätestens seit der "Bauchgefühl"-Äusserung hat diese Person bei mir jeden Respekt verloren.


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