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Eine derartige Szene gibt es im sonst sehr gesitteten US-Repräsentantenhaus selten: Nachdem die Republikaner am Donnerstag mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit einen Diskriminierungsschutz für schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Mitarbeiter der Bundesverwaltung abgelehnt hatten, skandierten viele enttäuschte Demokraten im Plenum lautstark: "Schande, Schande, Schande".

Hier das Video:

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob die Gesetzesnovelle beschlossen wird: Auf der elektronischen Anzeigentafel wurden kurz vor dem Ende der Abstimmung 217 Ja-Stimmen und 206 Nein-Stimmen gezählt. Sekunden vor dem Ablauf der Abstimmungsfrist änderten allerdings sieben Republikaner ihre Stimme, so dass es am Ende 212 zu 213 stand – bei den Republikanern stimmten damit insgesamt nur 29 Abgeordnete für den Diskriminierungsschutz, bei den Demokraten waren es alle anwesenden Parlamentarier.

Der Autor des Gesetzes, der schwule Abgeordnete Sean Patrick Maloney, warf daraufhin dem republikanischen Fraktionschef Kevin McCarthy vor, seine Parteifreunde zur Änderung der Stimme gezwungen zu haben.

Die Gesetzesinitiative war nötig geworden, weil die Republikaner am Mittwoch einen Abschnitt in ein großes Gesetz über Verteidigungsausgaben geschmuggelt hatten, nach dem ein Erlass von Präsident Barack Obama zum Schutz von LGBT-Mitarbeitern ungültig ist (queer.de berichtete). Nun müssen die Demokraten mit Verfahrenstricks versuchen, die Antidiskriminierungsrichtlinien zu retten. (dk)



#1 JeeensAnonym
  • 21.05.2016, 21:20h
  • Ob den Demokraten ein solches, etwas unzivilisiertes Verhalten im Präsidentschaftswahlkampf helfen wird? Und die Verwendung von "Verfahrenstricks", wie schon im Artikel steht? Auch nicht so 100% demokratisch, oder?
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#2 DemeeenzAnonym
#3 hugo1970Profil
  • 26.05.2016, 20:11hPyrbaum
  • In der Tat, die Demokraten haben recht, es ist eine Schande, im 21 Jahrhundert gegen Menschenrechte in einem demokratischen Parlament zu stimmen!!!!!
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#4 hugo1970Profil