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  • 24.05.2016, 10:50h           24      Teilen:   |

Lee Baxter liebt einen Mann

Zweites Coming-out bei Caught in the Act

Artikelbild
Lee Baxter bei seinem Auftritt in der Sendung "Volle Kanne" (Bild: ZDF Screenshot)

Nach Eloy de Jong hat sich mit Lee Baxter ein zweites Mitglied der Neunzigerjahre-Boyband geoutet – live im ZDF.

Der englische Sänger und Schauspieler Lee Baxter hat sich am Montag als schwul geoutet. In der ZDF-Sendung "Volle Kanne" antwortete der 45-jährige Sänger von Caught in the Act auf die Frage von Moderator Ingo Nommsen, ob er eine Freundin habe, mit den Worten: "I have a boyfriend." Er sei seit einem Jahr mit ihm liiert. Nommsen, der offenbar eine andere Antwort erwartet hatte, ging anschließend nach einem freundlichen "Best of luck" zum nächsten Thema über – das Thema Schwulsein hatte er in der Sendung noch mit Baxters Kollegen Eloy de Jong besprochen.

Zusammen mit dem dritten Sänger Bastiaan Ragas waren Baxter und de Jong in die Sendung gekommen, um eine Comeback-Tour der früheren Boyband zu bewerben – sie war im letzten Jahr ohne das ehemals vierte Bandmitglied Bastiaan Ragas wiedergegründet worden. Die Gruppe wird im November und Dezember im Rahmen ihrer "Love is Everywhere"-Tour in zwölf deutschen Städten auftreten.

Bereits am 3. Juli ist Caught in the Act bei einem Gastauftritt beim Cologne Pride zu sehen. Die Band nahm auch kürzlich ein Unterstützungsvideo für die LGBT-Aktivisten von "Enough is Enough" auf, zusammen mit einer Freikartenverlosung für die anstehende Tour.

Youtube | Caught in the Act zu ihren erfolgreichsten Zeiten 1995 (hier ein Auftritt in der ZDF-Hitparade mit leichten Tonproblemen)
Fortsetzung nach Anzeige


Baxter bedankt sich bei Facebook für die Glückwünsche

Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte Baxter kurze Zeit nach seinem Auftritt im ZDF ein Foto mit seinem Freund Jeff. Der 45-Jährige schrieb dazu: "Danke für all eure wunderbaren Nachrichten. Das bedeutet Jeff und mir viel." In hunderten Kommentare wünschten Fans dem Sänger alles Gute.


Dieses Bild veröffentlichte Lee Baxter auf Facebook


Die niederländisch-britische Castingband Caught in the Act feierte von 1992 bis 1998 Erfolge insbesondere in Deutschland. Lee Baxter zog Ende der Neunzigerjahre wieder zurück nach England und arbeitete dort hauptsächlich als Theaterschauspieler.

Sein niederländischer Bandkollege Eloy de Jong hatte ein Jahr nach der vorläufigen Auflösung der Band sein Coming-out. Zu dieser Zeit war er mit dem 2009 verstorbenen Sänger Stephen Gately von der irischen Band Boyzone liiert. Das Paar trennte sich 2002. (dk)

Links zum Thema:
» "Volle Kanne"-Interview in der ZDF-Mediathek
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Tags: coming-out, caught in the act, lee baxter
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Reaktionen zu "Zweites Coming-out bei Caught in the Act"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.05.2016
11:23:50


(+20, 20 Votes)

Von Robin


Schön, dass er endlich zu sich selbst stehen kann.

Ich wünsche den beiden alles Gute für ihr gemeinsames Leben...


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#2
24.05.2016
11:23:59


(+5, 31 Votes)

Von ARD und ZDF


Endlich bekamen die gesetzlich beauftragten Massvenverblöder auf ihre heterosexistische Standardfrage - in einem Gesamtprogramm, das Schwule und Lesben sowieso durchgehend und in frecher Manier, entgegen allen Standards in anderen westlichen Ländern, unsichtbar macht - ein (seltenes) Mal die passende Antwort.

Und natürlich war das Thema dann für das LGBT-phobe ZDF sofort beendet, während im Falle der unterstellten Freundin sicherlich noch alle Details des Privatlebens ausgebreitet worden wären. Auch so geht demonstrative Herabsetzung von Schwulen!


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#3
24.05.2016
11:38:09


(+9, 21 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #2 von ARD und ZDF


Das denke ich allerdings auch.

Hätte er gesagt, dass er eine Freundin hat, hätte Ingo Nommsen sicher noch gefragt, ob denn auch die Hochzeit ansteht, etc.

Aber sobald jemand dann überraschend sagt, dass er schwul ist, wird schnell das Thema gewechselt. Die ZDF-Zuschauer könnten ja sonst überfordert werden, wenn sie mal erfahren würden, dass es in der Realität auch noch mehr als nur Vater-Mutter-Kind gibt.


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#4
24.05.2016
12:24:15
Via Handy


(+6, 24 Votes)

Von Luca
Antwort zu Kommentar #3 von Robin


Die altbekannte Strategie des Unsichtbarmachens...

Und ich fürchte, Ingo Nommsen hat das schon so sehr internalisiert, dass er sich dessen gar nicht bewusst ist.


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#5
24.05.2016
12:28:45


(+2, 16 Votes)
 
#6
24.05.2016
12:46:21


(+1, 25 Votes)

Von lockerbleiben
Antwort zu Kommentar #2 von ARD und ZDF


In der Sendung (s. Video) geht Nommsen mehrfach auf das Schwulsein von Eloy und auf dessen Regenbogenfamilie ein, von Unsichtbarkeit kann keine Rede sein.

Volle Kanne hatte übrigens erst kürzlich das Thema LGBT-Flüchtlinge groß und vorbildlich aufgegriffen inklusive Studiogästen zum Thema


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#7
24.05.2016
12:54:19


(+6, 18 Votes)

Von Ganz locker
Antwort zu Kommentar #6 von lockerbleiben


aber nicht blöd - und sich auch nicht von Ihrem Gebrüll mundtot machen lassend!

Macht Ihre Behauptung den widerlichen Heterosexismus, immer standardmäßig nach "der Freundin/Frau" zu fragen, auch nur im geringsten besser? Und dass im Falle eines schwulen Mannes dann ganz schnell das Thema gewechselt wird? NEIN!

Und die dreiste, gezielte Unsichtbarmachung von LGBTI-Menschen im gesamten Hauptabendprogramm von ARD/ZDF sowieso nicht.


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#8
24.05.2016
13:13:51


(+3, 13 Votes)

Von -glaad-
Antwort zu Kommentar #2 von ARD und ZDF


"in einem Gesamtprogramm..."

Anderswo:

35 regelmäßige Hauptrollen im Hauptabendprogramm der fünf großen Sender waren LGBT-Rollen. Zusätzlich gab es 35 LGBT-Charaktere in Nebenrollen.

Link zu www.glaad.org


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#9
24.05.2016
15:10:16


(-1, 7 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Na ja, viel Glück und so, ich habe bei Caught in the Act immer so das Gefühl dass diese "News" bewusst gestreut werden. Da geht es dann nicht um ein Outing sondern darum dass man PR bekommt. Kein Mensch spricht über ihr Comeback und die wollen ne Tour machen, da ist es ja gut wenn man irgendwie in der Presse ist.


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#10
24.05.2016
15:35:20


(-1, 11 Votes)

Von Tobi
Antwort zu Kommentar #7 von Ganz locker


Na ja, es wurde ein bis dahin ungeouteter Mann nach einer Freundin gefragt, der Mitglied einer heterosexistischen Band ist und seit Jahrzehnten mit seinen Freundinnen hausieren gegangen ist.
Vorher hat man Eloy ganz standardmäßig nach seinem Mann und seinen Kindern gefragt hat. Für mich geht das in Ordnung.


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