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  • 24.05.2016, 13:31h           29      Teilen:   |

"Bild"-Interview

Kretschmer: Gesellschaft noch nicht bereit für Regenbogenfamilien

Artikelbild
Guido Maria Kretschmer bedauert, dass es in der Gesellschaft noch keine Akzeptanz für Regenbogenfamilien gibt (Bild: Vox)

Der Star aus "Shopping Queen" möchte keine Kinder adoptieren, weil die deutsche Gesellschaft homosexuelle Eltern noch nicht akzeptieren würde.

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung hat Guido Maria Kretschmer erstmals über seinen nicht erfüllten Kinderwunsch gesprochen: "Ich hätte gerne ein Kind adoptiert. Aber, ich glaube, unsere Gesellschaft ist noch nicht soweit", so der 51-jährige Star-Modedesigner, der seit 32 Jahren mit dem Künstler Frank Mutters liiert ist. Die beiden leben mit ihren drei Windhunden auf Mallorca.

Kretschmer sagte, er habe es sehr geschätzt, als Patrick Lindner 1998 ein russisches Waisenkind adoptiert habe. Er selbst sei aber nicht der Typ für einen derartigen Schritt: "Ich möchte nicht, dass mein Kind in die Schule geht und alle sagen: 'Du hast zwei Väter!' Das kann natürlich passieren."

Der Modedesigner äußerte sich auch besorgt über jüngste politische Entwicklungen: "Jetzt kommen Strömungen, wo man spürt, dass die Menschen plötzlich wieder konservativer werden", so Kretschmer. Er verstehe nicht, warum die Menschen derzeit die Uhren wieder zurückdrehen wollten, da sie nur sich selbst schadeten: "Intoleranz nimmt Lebensglück und Freiheit!"

Trotzdem sei er zuversichtlich: "Lesbische Frauen können Kinder bekommen und auch schwule Männer können Kinder machen. Irgendwann wird die Gesellschaft so weit sein. Man muss einfach durchhalten. Man muss die Fahne von Anstand und Zuversicht hoch halten." Er selbst kenne viele Kinder aus Regenbogenfamilien: "Das sind ja alles gut geratene Kinder. Aber vielleicht müssen sich die Menschen erstmal daran gewöhnen."

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Kretschmer verrät sein Liebesrezept

Im Interview plauderte Kretschmer auch sein Geheimnis aus, warum er drei Jahrzehnte glücklich mit demselben Mann zusammenlebt. Sein Liebesrezept: "Ich finde ihn immer noch ein bisschen besser als ich mich selbst. Das ist, glaube ich, bei ihm auch so. Und das ist eine gute Grundvoraussetzung. Dann passt man auf und denkt nicht: 'Hurra, ich bin hier die Nummer 1!'"

Guido Maria Kretschmer, einer den erfolgreichsten deutschen Modedesigner, wurde insbesondere durch seine Fernsehauftritte bekannt. Seit 2012 moderiert er etwa die Doku-Soap "Shopping Queen" auf Vox. Er war auch zwei Staffeln lang Juror bei der RTL-Castingshow "Das Supertalent". (dk)

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Tags: guido mara kretschmer, shopping-queen, regenbogenfamilien
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Reaktionen zu "Kretschmer: Gesellschaft noch nicht bereit für Regenbogenfamilien"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.05.2016
14:01:29


(+3, 15 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dass die Gesellschaft Regenbogenfamilien nicht akzeptiert, ist in Kretschmers erzkatholischer Heimat Münster vielleicht noch so, vielleicht aber nicht mal mehr da.

Vor nicht allzu ferner Zeit war die deutsche Gesellschaft auch noch nicht so weit, eine schrille Shoppingtunte im TV zu begaffen. Ob Kretschmer, analog zu seinem Adoptionsstatement, damals wohl auch auf seine Karriere verzichtet und weiter Selbstgenähtes auf dem Hippiemarkt auf Mallorca verscherbelt hätte?


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#2
24.05.2016
14:25:16


(+4, 14 Votes)

Von David K


Solche Schwulen wie Kretschmer (oder auch Hape Kerkeling, der ähnlich drauf ist) sind den Homohassern am liebsten, weil sie ihnen in die Hände spielen.

Kretschmer & Co biedern sich irgendwelchen Ewiggestrigen an, um schön massenkompatibel zu sein und die Karriere nicht zu gefährden. Rückgrat und Gewissen sind dann Fremdwörter.

Fakt ist, dass jede unabhängige, seriöse, wissenschaftliche Studie zum Ergebnis kommt, dass Kinder in Regenbogenfamilien mindestens genauso gut aufwachsen wie bei Heteros. Manchmal sogar noch besser, weil sie sicher sein können, absolute Wunschkinder zu sein und kein ungewollter Unfall.

Aber Herr Kretschmer ignoriert wissenschaftliche Fakten, um Homohassern nach dem Mund zu reden und sich so anzubiedern. Genau so verhalten sich ja auch die LGBTI in Union und AfD: Anbiederung bis zur Selbstaufgabe, weil sie so gerne dazu gehören würden. Aber egal wie sehr sie sich verbiegen - für die Homohasser werden sie immer nur Abschaum bleiben.

Schade, dass Herr Kretschmer das nötig hat.


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#3
24.05.2016
14:41:42


(+9, 15 Votes)

Von Lukasz


----------------------------
Der Star aus "Shopping Queen" möchte keine Kinder adoptieren, weil die deutsche Gesellschaft homosexuelle Eltern noch nicht akzeptieren würde.
-----------------------------

1.
Ob man Kinder adoptiert oder nicht, sollte man davon abhängig machen, ob man (a) Kinder haben will und (b) sich zu deren Erziehung in der Lage sieht. Aber nicht danach, was andere dazu sagen.

2.
Herr Kretschmer sollte sich erstmal informieren, bevor er einfach irgendwas behauptet. Dann wüsste er, dass laut mehreren repräsentativen Umfragen eine Mehrheit der Deutschen für die Volladoption ist (queer.de berichtete mehrmals).

Das was er behauptet ist also schlichtweg falsch.

3.
Laut wissenschaftlichen Studien wachsen Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien genauso gut auf wie bei verschiedengeschlechtlichen. Es kommt auf die Liebe und Geborgenheit an und nicht auf das Geschlecht der Eltern.

4.
Da lobe ich mir jemanden wie Patrick Lindner, der schon vor Jahren nicht vor der Adoption zurückgeschreckt ist und das offensiv verteidigt hat. Damals war das noch schwerer als heute und gerade in der Volksmusikszene besonders schwer. Jemand wie Patrick Lindner hat Respekt verdient; Guido Kretschmer nicht.

5.
Bei seinen mittelalterlichen Ansichten ist es wahrscheinlich auch besser, dass Guido Kretschmer keine Kinder aufzieht. Denn dafür ist er offenbar komplett ungeeignet.

Wahrscheinlich würde er, wenn er ein adoptiertes Kind hätte und deswegen irgendwo blöde Sprüche hören müsste, das gleich wie ein modisches Accessoire das nicht ankommt, zurückgeben oder im Schrank verstecken wollen.


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#4
24.05.2016
14:56:14


(+6, 12 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #3 von Lukasz


Herr Kretschmer weiß wahrscheinlich gar nicht, was er anrichtet.

Die Homohasser, die eh schon die Fakten verdrehen, werden jetzt behaupten, dass sogar Schwule zugeben, dass sie keine Kinder grußziehen könnten/ sollten.

Damit schadet Herr Kretschmer vor allem den Kindern, die bereits in Regenbogenfamilien aufwachsen und die nach wie vor rechtliche Nachteile haben und nicht voll anerkannt sind.

Herr Kretschmer schadet Kindern, nur um sich in gewissen Kreisen anzubiedern.


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#5
24.05.2016
15:10:50


(+8, 10 Votes)

Von klassentreffen


ein unternehmer und der medienkonzern springer plaudern also über kinder und jugendliche, die in einer regenbogenfamilie leben, als ob sie nicht real existierten, und senden die botschaft, dass die gesellschaft "noch nicht bereit für sie" sei. wie nennt man sowas? eine selbsterfüllende prophezeiung?


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#6
24.05.2016
15:11:48
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Luca


Wieso soll in Deutschland nicht möglich sein, was in diversen anderen europäischen und außereuropäischen Staaten auch möglich ist?!

Außerdem sollte es bei Adoptionen ums Kind gehen und nicht darum, was andere dazu sagen.

Damit beweist Guido Kretschmer nur, wie oberflächlich er ist.


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#7
24.05.2016
15:22:20


(-4, 14 Votes)

Von Johannes45
Antwort zu Kommentar #1 von userer


@Userer
"Dass die Gesellschaft Regenbogenfamilien nicht akzeptiert, ist in Kretschmers erzkatholischer Heimat Münster vielleicht noch so, vielleicht aber nicht mal mehr da. "

Sorry selbst dort ist das mittlerweile Alltag; ich kenne Regenbogenfamilien mit Kindern im Münsterland und im Osnabrücker Land.

Wenn Regenbogenfamilien nicht akzeptiert sind, dann doch wohl am Ehesten in den sich ausbreitenden Islamischen Parallelgesellschaften in Duisburg-Marxloh, in Köln-Kalk und in Berlin-Neukölln.

Meines Erachtens ist es eher eine "Ausrede", die Kretschmer hier tätigt.

Kindererziehung kostet viel, viel Kraft, viel Zeit und viel Energie....dazu ist ein Guido Kretschmer nicht bereit, das sollte er offen und ehrlich zugeben und nicht mit solchen abgedroschenen Ausreden kommen, die er vor 15 Jahren hätte machen können, aber nicht mehr im Jahre 2016 in Deutschland !!!


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#8
24.05.2016
15:46:23
Via Handy


(+9, 13 Votes)

Von Nico


Es gibt bereits zig Regenbogenfamilien in Deutschland, die Tag für Tag um Anerkennung kämpfen.

Wenn Guido Kretschmer keine Kinder will, ist das sein Ding. Aber dann sollte er sein privilegiertes Leben und seine mediale Aufmerksamkeit nutzen, um Regenbogenfamilien zu unterstützen und nicht um ihnen in den Rücken zu fallen und sie schlecht zu machen. Damit schadet er vor allem den Kindern.


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#9
24.05.2016
16:37:59
Via Handy


(+5, 9 Votes)
 
#10
24.05.2016
17:46:29


(+6, 10 Votes)

Von Jasper


Bei solchen PR-geilen Leuten wünscht man sich immer, dass sie auch mal das Gehirn einschalten, bevor sie den Mund aufmachen.


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