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Historischer Tag in Bolivien: Zwei Zuschauer der feierlichen Unterzeichnung des Gesetzes durch Vizepräsident Álvaro García Linera (Bild: Vice Presidencia Bolivia)

Im südamerikanischen Staat Bolivien kann jeder Bürger ab sofort selbst bestimmen, welchem Geschlecht er rechtlich angehört. Mit der Unterzeichnung durch Vizepräsident Álvaro García Linera am 20. Mai trat ein entsprechendes Gesetz mit sofortiger Wirkung in Kraft. Es war zuvor vom Abgeordnetenhaus und dem Senat verabschiedet worden.

Nach der neuen Bestimmung haben Transsexuelle und Transgender ab 18 Jahren das Recht, ihr Geschlecht und ihren Namen in Ausweispapieren, auf der Geburtsurkunde und anderen offiziellen Dokumenten ändern zu lassen. Eine geschlechtsanpassende Operation oder Behandlung ist dazu nicht erforderlich.

Die Entscheidung, die von einem Psychologen als selbstbestimmt und reflektiert begutachtet werden muss, kann einmal rückgängig gemacht werden. Bislang konnten Betroffene in Bolivien ihr Geschlecht selbst nach einer Operation nicht rechtlich ändern lassen.

"Das ist Demokratie, und deshalb bin ich glücklich, diesem Gesetz Rechtskraft zu verleihen", erklärte der Vizepräsident am Samstag bei der feierlichen Unterzeichnung im Beisein zahlreicher Vertreter von Trans*-Organisationen. Die soziale Ächtung habe nun ein Ende.

Boliviens LGBT-Verbände sprachen in Stellungnahmen von einem "historischen Tag" und begrüßten das neue Gesetz als "wichtigen Schritt zur Gleichberechtigung", allerdings hätten Transsexuelle und Transgender noch immer mit Ausgrenzung in Familie und Beruf zu kämpfen. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden im Andenstaat bislang rechtlich nicht anerkannt.

Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen hatten die Neuregelung im Vorfeld abgelehnt. (cw)



Morales entschuldigt sich

Der bolivianische Präsident Evo Morales hat sich für seine Aussage entschuldigt, hormonbehandeltes Hühnchenfleisch mache Männer schwul.
Morales: Hähnchenfleisch macht Männer schwul

Der bolivianische Präsident Evo Morales hat erklärt, hormonbehandeltes Hähnchenfleisch macht Männer schwul.
#1 Johannes45Anonym
  • 25.05.2016, 11:55h
  • In Bolivien ist bis heute keine staatliche Anerkennung homosexueller Paare erfolgt; weder ein Lebenspartnerschaftsinstitut noch eine Eheöffnung ist erfolgt.

    Ecuador und Chile haben bereits ein standesamtliches Lebenspartnerschaftsinstitut und Argentinien, Brasilien, Uruguay und Kolumbien haben die Ehe geöffnet.

    Ausgerechnet diejenigen Staaten Lateiamerikas mit Bolivien, Venezuela, Nicaragua und Kuba, die eng mit dem Kommunismus und der Sowjetunion bis 1991 verbunden waren und wo über Jahrzehnte linke Regierungen herrschten, liegen am Weitesten in Lateinamerika bei LGBT-Rechten zurück.

    Diejenigen Staaten Lateinamerika, die nicht links sondern mehr sozialdemokratisch und mehr in der bürgerlich-liberalen Mitte regiert wurden, sind führend bei LGBT-Rechten.
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#2 Svetlana LAnonym
  • 25.05.2016, 13:03h
  • Und wir haben (immer noch) unser antiquiertes, verstaubtes TSG, demzufolge man sich wie Schlachtvieh begutachten lassen muss. Unglaublich!
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#3 SebiAnonym
  • 25.05.2016, 13:34h
  • Jetzt ist auch Bolivien schon weiter als Deutschland.

    Danke Union und SPD, dass ihr Deutschland so fest im Mittelalter haltet...
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#4 Reality CheckAnonym
  • 25.05.2016, 15:05h
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Wenn es nach dir und deinen reaktionären Gesinnungskameraden ginge, würden in Bolivien auch heute reihenweise Gesetze für die Ausbeutung des Landes und der Lohnabhängigen durch transnationale Konzerne und Spekulanten und zur Totalzerstörung sozialer und demokratischer Rechte, unter dem Diktat von IWF, Weltbank & Co. unterschrieben, aber gewiss kein weltweit vorbildliches Gesetz für Trans-Menschen.
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#5 ursus
  • 25.05.2016, 15:55h
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • hier geht es um die rechte von trans menschen, nicht um die ehe und nicht um dein plumpes linksbashing.

    dass du deine persönlichen prioritäten mal wieder in den vordergrund drängelst, sagt etwas über dich aus (leider nichts neues), lenkt aber in respektloser weise vom thema ab,.
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#6 hugo1970Profil
  • 25.05.2016, 20:07hPyrbaum
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Was willst du jetzt wieder da reinkommentieren?
    Statt froh zu sein, schlägst du wieder mal auf deine wahren Freunde ein, na ja, das Sprichwort Undank ist der Welt Lohn (man darf nie mit Dankbarkeit rechnen), bekommt bei dir neue Dimensionen
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#7 AhasosoAnonym
#8 tti3_alliance
  • 25.05.2016, 21:32h
  • ... wir gratulieren den trans / LGBT Aktivisten, Gruppen, Verbänden in Bolivien, dass Ihre Bemühungen für eine gesetzliche Reglung unterzeichnet wurde und Anwendung finden wird.

    Das DE Projekt der trans alliance fordert, dass zum 01.01.2017 endlich eine neue gesetzliche Regelung auch in Deutschland in Kraft tritt.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/05/09/neues-gesetz-z
    um-01-01-2017/


    Die dänische Regierung zeigt, dass man auch ohne WHO zum 1-1-17 medizinische Gegebenheiten im Interesse von Menschen revidieren kann.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/05/19/dk-keine-psych
    ische-krankheit/


    Die deutsche Bundesregierung wird aufgefordert endlich in den nächsten Monaten einen Gesetzesentwurf, der mit Vertretern von verschiedenen vielfältigen trans Organisationen und Aktivisten vorher abgesprochen wurde, zur Abstimmung in den Deutschen Bundestag einzubringen.

    Was in Parlamenten in Sucre, Copenhagen und anderen Städten möglich war/ist, sollte auch im Deutschen Bundestag umsetzbar sein, um die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen in Deutschland gegenüber trans* / Transgender; Transsexualität - zu beenden .

    1-1-17

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
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#9 Homonklin44Profil
  • 26.05.2016, 15:47hTauroa Point
  • Schön davon zu lesen, dass in Ländern, auf die man von Deutschland aus so lange eher herab geblickt hat, sich die Dinge ethisch an unserem eigenen Rückstands-Bummelzug vorbei entwickeln.

    Verneigung vor der bolivianischen Regierung und all denen, die mit Verstand und Herz Grenzen überwanden.

    Grenzen, auf denen hierzulande mit Vehemenz bestanden und herum gepocht wird.
    Weiterentwicklung ist unabhängig davon, wie bedeutend man sich als Weltzurechtweiser mal ganz gern in Europa vorkommen mag, und wo sie gerade stattfindet.

    Bolivien zeigt dem deutschen Gesternmentos frei die Zunge.

    Hoffe, dass im neuen ICD-11 bei uns dann auch ein paar so genannte Diagnosen weggestrichen werden, wenn das TSG wirklich mal überholt wurde!!
    Man hat Transidente und Intersexuelle in Deutschland lange genug auf ärztlichen Rat hin gedemütigt.
    Und die Verschlusshaltung von Daten über das NS-System und seine Erasionsmethoden, deren Opfer ist beschämend genug, denkt man an die Zeit, die seither verrinnt ist...
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#10 TheDadProfil
  • 26.05.2016, 19:54hHannover
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • ""In Bolivien ist bis heute keine staatliche Anerkennung homosexueller Paare erfolgt; weder ein Lebenspartnerschaftsinstitut noch eine Eheöffnung ist erfolgt.""..

    Nun..
    Nach dieser gesetzlichen Änderung ist das mindestens theoretisch auch gar nicht mehr nötig, denn es genügte ja, das einer der Heiratswilligen Personen die Papiere ändern ließe..

    Hast Du sonst noch etwas zum Thema beizutragen ?
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