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Die Flagge des selbsternannten "Islamischen Staates"

Der Junge wurde einem Augenzeugenbericht zufolge gesteinigt. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht, ein zu der Meldung kursierendes Foto stammt von einer anderen Tat.

Die Terroristen des "Islamischen Staates" sollen am Montag in der ostsyrischen Region Deir ez-Zor einen 15-Jährigen hingerichtet haben, nachdem ein Scharia-Gericht ihn wegen homosexuellen Verkehrs (Liwat) zum Tode verurteilt habe.

Das meldet als bislang einzige Quelle die kurdisch-syrische Agentur Ara News unter Berufung auf einen anonymen Augenzeugen. Der Junge, Jamal Nassir A., sei demnach auf einem Platz der Kleinstadt al-Mayadin zu Tode gesteinigt worden. Zivilisten seien gezwungen worden, sich an der Tötung zu beteiligen. "Diese brutale Szene hat alle Einwohner von al-Mayadin schockiert", sagte der Augenzeuge.

Die englische Version von Ara News postete dazu ohne weiteren Hinweis ein schockierendes Bild einer Steinigung, das seitdem auch von vielen LGBT-Medien verbreitet wird, aber von Ara News nachweislich schon bei älteren Hinrichtungsmeldungen verwendet wurde. Die arabische Fassung der Meldung verwendet ein anderes Bild einer ebenfalls älteren Steinigung.

Die Agentur verbreitete zu der Meldung ein Zitat eines Medienaktivisten der örtlichen Gruppe "Deir ez-Zor wird stumm abgeschlachtet", wonach der IS Menschen aufgrund "grundloser Anklagen bestraft, um seine Macht über unbewaffnete, friedvolle Menschen zu zeigen".

Dutzende Schwule öffentlich hingerichtet

Ara News hatte bereits Anfang Januar über die Hinrichtung eines 15-Jährigen durch Sturz von einem Dach berichtet, der Sex mit einem "Offizier" des "Islamischen Staates" gehabt haben soll. Dieser selbst sei versetzt worden. Auch zu diesem Bericht hatte es zunächst keine weitere Bestätigung gegeben (queer.de berichtete). Einige Berichte von Ara News oder aus anderen Quellen über Morde an schwulen Männern durch den IS waren später von Geflüchteten bestätigt worden.

Unbestritten hat der "Islamische Staat" in den letzten Jahren in den besetzten Gebieten Syriens und des Iraks dutzende Männer aufgrund unterstellter homosexueller Handlungen öffentlich hingerichtet. Insgesamt soll der IS in Syrien und im Irak tausende Menschen ermordet haben. In seinem "Strafrecht" sieht er eine Todesstrafe neben Homosexualität unter anderem auch für Ehebruch, den Abfall vom islamischen Glauben und das Spionieren für den Gegner vor (queer.de berichtete).

Viele Morde an Homosexuellen nutzt der IS zu Propagandazwecken und zur Rekrutierung neuer Anhänger, indem die Hinrichtungen penibel mit Fotos oder Videos dokumentiert werden und diese in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Vor allem viele internationale LGBT-Medien nutzen diese brutalen Bilder, während queer.de auf sie verzichtet, da sie nicht unabhängig entstanden und nicht mit dem Presserecht und der Würde der Opfer vereinbar sind (queer.de berichtete). Auch sorgen sie für einen Wettlauf nach noch grausameren Bildern, zuletzt hatte es zudem Zweifel an der Echtheit einiger Bilder gegeben (queer.de berichtete). (nb)



#1 NickAnonym
  • 26.05.2016, 13:33h

  • Man merkt das der IS an Boden verliert, denn er setzt vermehrt wieder auf extreme Propaganda, um wieder Idioten zu gewinnen die sich verheizen lassen.

    Frage mich bei all dem wieso die internationalen Truppen nicht die "Hauptstadt" des IS angreifen, um die Führungsclique zu erwischen und der Propaganda ein Ende zu setzen. Man könnte auch Rakka und den halben Irak vom Internet abtrennen, dann würden sie massiv an Boden verlieren, anstatt weiterhin den Finanziers dieser Mördertruppe Waffen zu liefern.
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#2 mx5972Profil
  • 26.05.2016, 20:16hKerpen
  • Wann hört das endlich auf?? Was geht in solchen (Ich will jetzt nicht Menschen schreiben) vor?

    Hoffentlich dauert es nicht mehr zu lange bis diese Spinner vom Erdboden vernichtet werden!!!
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#4 NorisetteProfil
  • 28.05.2016, 13:31hNürnberg
  • Es ist absolut richtig, das anzuprangern, und nicht nur allein wegen der Ermordung eines Schwulen.

    Aber überseht nicht: Das ist nicht der Islam, das ist IS, also Terroristen. Und bedenkt, es gibt in Uganda auch die christliche Lord's Resistance Army, die LRA, die ebenso handeln. Da regt sich niemand auf; die greift niemand wegen der gleichen Verbrechen an.

    Für unsere Glaubwürdigkeit ist es wichtig, alle diese Terroristen gleichermaßen anzuklagen.
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