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  • 26.05.2016, 12:16h           12      Teilen:   |

Interview

"Die Mainstream-Schwulenkultur spiegelt die Rassenvorurteile der dominanten Gesellschaft"

Artikelbild
Im Café des Schwulen Museums* Berlin stellt Isaiah Wolf derzeit Scherenschnitte mit schwarzen Superhelden aus (Bild: Robert Rieger)

US-Künstler Isaiah Wolf im Interview über die Sichtbarkeit von Schwarzen in Medien, Gesellschaft und der queeren Community.

Von Joe G.

Der US-amerikanische Künstler Isaiah Wolf lebt in Berlin und wurde bekannt mit Scherenschnitten, die berühmte Superhelden zeigen – alle mit dunkler Haut. Auch sonst setzt sich Wolf intensiv mit Fragen von Rassismus sowie der Sichtbarkeit von Afro-Amerikanern in Medien und Gesellschaft auseinander, besonders in der queeren Community. Das Schwule Museum* in Berlin zeigt derzeit in seinem Café einige seiner neueren Arbeiten, passend zur laufenden Ausstellung "SuperQueeroes". Anlässlich seines Vortrags über "Black Heroes & Sheroes" in der vergangenen Woche hatten wir Gelegenheit zu einem längeren Gespräch.

queer.de: In der Comic-Szene gibt es immer wieder Diskussionen, wenn in Verfilmungen von klassischen Comics populäre Charaktere mit nicht-weißen Darstellern besetzt werden – oder umgekehrt schwarze oder asiatische Charaktere mit kaukasischen "Standard"-Schauspielern.

Isaiah Wolf: Nehmen wir ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. Es gibt Thor, den nordischen Gott, und dann gibt es Marvel's "Thor" mit den entsprechenden Kinofilmen. Hier unterscheide ich zwischen dem schwarzen Schauspieler Idris Elba, der als Heimdall besetzt wurde, und Tilda Swinton, die als AncientOne mitspielt.

Die Repräsentation von Weißen und die Geschichte von weißen Menschen mit all ihren Mythen, ihrer Kunst und Literatur läuft sicher nicht Gefahr, ausgelöscht, verleumdet oder entwertet zu werden. Da muss man sich keine Sorgen machen! Trotzdem flammte rund um Idris Elbas Besetzung eine heftige Diskussion auf: Was macht dieser Schwarze in diesem Film in dieser Rolle? (Dass mit Swinton eine weiße Frau die ursprünglich männliche weiße Rolle spielte, war dabei weniger ein Problem, wie's scheint.)

Wenn dein vorrangiges Problem mit Marvel's "Thor" also Idris Elba als Heimdall ist, dann steht dies symptomatisch für etwas Anderen, sagen wir: etwas Größeres. Wie viel "kreative Freiheit" hat sich Marvel mit der Entwicklung einer nordischen Gottheit erlaubt, indem sie ihn in einen zeitgenössischen Superhelden verwandelt haben? Und wie viel "kreative Freiheit" steckt in der Besetzung von Heimdall mit einem Schwarzen? Wenn man die eine kreative Freiheit akzeptiert, warum dann nicht die andere?

Mir war anfangs gar nicht bewusst, dass hier ein Problem vorliegt, aber nach ein bisschen spontaner Recherche fand ich etliche rassistische Kommentare zu Elbas Besetzung in einschlägigen Comicforen, verbunden mit Kritik an der Besetzung von Natalie Portman und Kat Dennings – zwei jüdischen Schauspielerinnen.

Was für eine Rolle spielt denn Mr. Elba?

Er ist ein Torhüter. Als solcher hat er auffallende goldbraune Augen, welche eine echte schwarze lebende Person niemals besitzen kann. Mit anderen Worten, er ist außergewöhnlich, aber er ist doch ein Diener, begrenzt auf einen einzigen Job und einen einzigen Ort im Film. Dieses Casting ist in keiner Weise vergleichbar mit dem weißen Casting von ursprünglich schwarzen Figuren in "The Gods of Egypt", "Exodus: Gods and Kings" oder der Entscheidung des "straight acting" eines weißen Charakters in Roland Emmerichs "Stonewall".

Die Casting-Entscheidungen, die für diese Filme getroffen wurden, sind abträglich und löschen die Geschichte und Mythen von Menschen, die nicht weiß sind, aus. Diese Casting-Entscheidungen löschen nicht nur die Geschichte von Farbigen aus, sie bekräftigen die weiße heterosexuelle Vormachtstellung, indem sie uns aus der Geschichte ausschließen, so wie wir oftmals aus der zeitgenössischen Kultur ausgeschlossen werden.

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Die Beispiele, die du anführst, werden zusammengefasst mit dem Begriff "Whitewashing" – dass man People of Color bewusst eliminiert und die Geschichte mit weißen Figuren neu schreibt und entsprechend in den Geschichtsbüchern festlegt.

Ich denke, "Whitewashing" ist ein Derivat von "Blackface", "Redface" und "Yellowface". Diese Dinge erscheinen immer noch in Film und Fernsehen und sind noch immer problematisch. Ich stelle mir vor, dass Studioleiter und Produzenten das Gefühl haben, Whitewashing sei eine sichere und weniger anstößige Option. Die Entschuldigung fürs "Weißwaschen" von Geschichte und für die bewusste Entscheidung, in Film und Fernsehen keine nicht-weißen Charaktere zu zeigen, steht immer in Verbindung mit Werbung und/oder Kasseneinnahmen.

Ist das aufs Kino und Fernsehen beschränkt?

Wir könnten auch in die Fashionindustrie blicken, wo wir jede Saison weiße Models sehen, die 80 Prozent aller Models ausmachen, die für London, Paris, New York und Mailand gecastet werden. Designer wiederholen ständig, dass "schwarze Mädchen keine Kleidung verkaufen". Andere behaupten, dass "Einkäufer keinen Bezug zu schwarzen Models finden".

Als ein paar Fans des Films "The Hunger Games" realisierten, dass Rue schwarz ist, reagierten sie absolut empört. Ein Fan kommentierte, "ihr Tod ist weniger traurig, da sie schwarz ist", und unterstrich seinen Kommentar mit den Worten "I hate myself". Ich muss mich als schwarze Person, die durchaus von Populärkultur fasziniert ist – als jemand, der seit seiner Kindheit ständig weiße Körper und weiße Geschichten gesehen hat – fragen, warum Einkäufer und Kinogänger (die weiß sind), sich nicht mit nicht-weißen Menschen identifizieren können?

Zur Zeit werden wir Zeuge einer Gegenreaktion bei zwei Filmen: "Dr. Strange" und "Ghost in the Shell". Zwei Charaktere, die eigentlich im Original asiatisch sind, wurden "weißgewaschen" und von weißen Schauspielern dargestellt. Die Begründung ist immer noch die gleiche: "Wir brauchen Starpower, um Publikum anzuziehen." Es stellt sich nie die Frage der Integrität gegenüber der originalen Geschichte, es endet immer mit Geldargumenten und den angeblichen Präferenzen des Publikums.

Ich denke, das Problem liegt in der Überzeugung, dass "weiße Einkäufer" und "weißes Publikum" sich nicht in unseren "Kleidern" sehen können, dass die angeblich keine Sympathie für unsere Gefühle empfinden. Sie können einfach keine Verbindung zu Körpern aufbauen, die ihren eigenen nicht ähneln, und sie können keine Narrative verarbeiten, welche die weiße Vormacht und weiße Privilegien nicht geltend machen. Wenn Rasse in Verbindung mit Whitewashing diskutiert wird, scheitern Journalisten und Kritiker daran, das angesprochene Publikum zu benennen und als "rassisch" zu klassifizieren.

Das ist der Elefant im Raum, den niemand in dieser Konversation erwähnt. Wenn es wahr ist, dass weniger Kleidung von den Stangen gekauft wird und weniger Sitze im Kino gefüllt werden, sobald nicht-weißen Körpern erlaubt wird, die Diversität der Welt widerzuspiegeln (also eine Welt, in der weiß nicht de facto eine "normale", "natürliche" und "moralisch" höherstehende Erfahrung ist), dann deutet das auf eine verstörende Krankheit in unserer Gesellschaft hin.



Wie erlebst du solche Dinge?

Ich bewohne einen Körper, der in einer "rassisch" denkenden Gesellschaft als schwarz eingestuft wird, und meine Hautfarbe wird im Gesamtzusammenhang als "anders" verortet. Mein Interesse in der Repräsentation des schwarzen Körpers und der Kreation von Arbeiten, die Narrative über den schwarzen Körper in die Welt sendet, ist natürlich politisch, selbst wenn ich keine spezielle politische Ideologie oder Ausrichtung verfolge.

Ein Galerist, den ich vor einigen Jahren getroffen habe, fragte mich, warum alle meine Scherenschnitt-Figuren braune Haut haben. Ich finde diese Frage aus vielen Gründen spannend. Ich fragte mich, ob weiße Galeristen oder weiße Kuratoren weiße Künstler fragen, warum sie ausschließlich oder vorwiegend weiße Körper oder weiße Haut wählen?

Der gleiche Galerist, der mich fragte, warum alle meine Figuren dunkle Haut haben, hat mehrere Ausstellungen kuratiert, die sich auf Nationalität, Sexualität und Gender fokussierten, letzteres unter Berücksichtigung von Women's HistoryMonth oder Gay Month. Es gab nie eine Ausstellung, die sich auf Künstler der afrikanischen Diaspora konzentrierte oder eine Ausstellung, die im Einklang mit dem Black History Month steht. Schwarze Repräsentation bedeutet etwas, aber ebenso bedeutet die Abwesenheit von Schwarzen etwas in Kunst, Literatur und Film.

Es wird oft gesagt, die moderne Gay Liberation sei eng verwandt mit der Civil-Rights-Bewegung der Schwarzen in den USA, die als Vorbild für LGBT-Gruppen diente.

Ja, die queere Mainstreamkultur hat Ähnlichkeiten mit Aspekten der Schwarzenkultur, aber wenn es um die tatsächliche Demonstration von Solidarität mit schwarzen Menschen geht und insbesondere mit schwarzen LGBT-Menschen, dann bemerke ich einen grausamen Mangel an Interesse und Solidarität. Echte schwarze queere (Alltags-)Helden bekommen wenig Aufmerksamkeit in der Mainstreamkultur oder in der Mainstreamschwulenkultur.

Ich denke, dass dies erklärt, warum es nicht mehr farbige LGBT-Charaktere im Superhelden-Comic gibt. Oft werden die Kämpfe von weißen LGBT-Aktivisten in Amerika mit den Kämpfen von Black Americans verglichen, als ob Rasse und Sexualität dem gleichen Zweck dienen, wichtiger noch, als ob Rasse und Sexualität sich in den Millionen Leben von Menschen, die schwarz und queer sind, sich nicht überschneiden.

In den schwulen Mainstreammedien kannst du dich auf den schwarzen Mann verlassen, der gezeigt wird, wenn es eine homophobe Attacke gibt oder es um die jährliche Runde der STI-Diskussionen geht. Darüber hinaus gibt es aber kaum Repräsentationen für unsere Geschichten oder die Geschichten der queeren schwarzen Frauen, Trans*-Menschen oder Intersex-Menschen. Wenn reale Mitglieder der Lebensgemeinschaft, die schwarz und queer sind, so wenig Repräsentation erfahren, dann können wir natürlich keine Helden spielen. Nicht mal für einen Tag!

Die Mainstream-Schwulenkultur spiegelt die Rassenvorurteile der dominanten Gesellschaft. Ich bin sehr dankbar, dass ich als einigermaßen junge Person so viele Beispiele für schwarze Aktivisten habe, die sich auf meine Erfahrungen als schwuler Mann konzentrieren, die mich ermutigen, meine Geschichte zu erzählen, und die mich und das Leben, das ich führe, in ihre Politik einschließen. Ich kann nicht sagen, dass die schwule Mainstreamkultur genug Raum für Menschen wie mich schafft.

Beim Vortrag im Schwulen Museum* wurdest du als Isaiah Wolf angekündigt, aber privat nennst du dich Lavender…

Mein Name ist Lavender Wolf, aber ich habe mich entschieden, in diesem Jahr unter dem Namen Isaiah Wolf zu arbeiten. Ich habe beide Namen, aber als Hommage an meine Großmutter, die im Jahr 2000 gestorben ist, hatte ich mich für Lavender entschieden. Ich hatte einen Weg gesucht, ihr näher zu sein, einen Weg, sie zu ehren, und daher habe ich meinen ersten Namen – Lavender- gewählt, da es ihre Lieblingsfarbe war.

Wolf ist die englische Übersetzung eines Familiennamens. Der Nachname des Großvaters meiner Großmutter hieß wortwörtlich auf Englisch "Fröhlicher Wolf"! In der schwarzen und queeren Kultur ändern viele Menschen ihre Namen, um ihre Identität auszudrücken. Ich bin immer überrascht, wenn mich jemand fragt, wie "mein echter Name" lautet, als ob sie dann ein besseres Bild von mir bekommen könnten. Das wichtigste im Leben ist, in der Lage zu sein, sich selbst definieren zu können. Das ist mit Sicherheit eine Lektion, die ich als schwarzer schwuler Mann lerne.

  Infos zur Ausstellung
SuperQueeroes – Unsere LGBTIQ* Comic Held_innen. Noch bis 26. Juni 2016 im Schwulen Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin. Öffnungzeiten: So, Mo, Mi, Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa 14-19 Uhr, Di geschlossen. Die Scherenschnitte von Isaiah Wolf sind noch bis 6. Juni im museumseigenen Café zu sehen.
Links zum Thema:
» Homepage des Schwulen Museums*
Mehr zum Thema:
» Muskulöse Helden in engen Outfits: Wie queer ist die Comicwelt? (07.02.2016)
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Tags: isaiah wolf, rassimus, whitewashing, schwules museum, scherenschnitt, superhelden, superqueeroes
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Reaktionen zu ""Die Mainstream-Schwulenkultur spiegelt die Rassenvorurteile der dominanten Gesellschaft""


 12 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.05.2016
15:13:25


(0, 8 Votes)

Von Kevin1967


Die Antworten von Lavender Wolf lesen sich teils etwas kryptisch. Aber die Punkte, die er anspricht bzgl. der LGBT-Szene und deren Desinteresse an People of Color, sind schon sehr bedenkenswert. Kann ich mich als weißer Mann wirklich nicht mit einer Figur im Kino oder Comic identifizieren, wenn sie schwarz ist? Kann man das so pauschal feststellen? Ist das das gleiche Argument, wieso Homosexuelle lange nicht gezeigt wurden, weil Heteros sich mit diesen Geschichten nicht identifizieren konnten? Inzwischen weiß man im letzten Punkt: es geht doch. Vielleicht kommt das bei Schwarzen und Asiaten und allen anderen auch bald. US-TV-Serien sind da schon ziemlich weit vorangekommen. Weiter, als man denken würde nach Lektüre dieses Interviews.


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#2
26.05.2016
15:42:45


(+4, 8 Votes)

Von Keywords


Race, Class, Gender.

"Die Entschuldigung fürs "Weißwaschen" von Geschichte und für die bewusste Entscheidung, in Film und Fernsehen keine nicht-weißen Charaktere zu zeigen, steht immer in Verbindung mit Werbung und/oder Kasseneinnahmen."

"Designer wiederholen ständig, dass "schwarze Mädchen keine Kleidung verkaufen". Andere behaupten, dass "Einkäufer keinen Bezug zu schwarzen Models finden"."


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#3
27.05.2016
15:42:07


(+1, 3 Votes)

Von Lars


Ein interessanter Beitrag übr die Haltbarkeit und unterschiedliche Wahrnehmung von Vorurteilen und Dominanz. Leider gehört das Idealisieren des normaltypischen zu den menschlichen Eigenschaften und muss immer wieder durch die Vernunft korrigiert werden. Tröstlich ist nur: Jeder gehört irgendwo einer Minderheit und einer Mehrheit an, nur in unterschiedlichen Eigenschaften.

Als Beispiel für "whitewashing" fällt mir ein persönlicher Held meiner Kindheit ein: Atrejù in Michael Endes "Unendlicher Geschichte" aus dem Stamm der Grünhäute. In der Filmversion wurde das natürlich ignoriert. Ich fand´s schade.

Es geht aber auch anders: Die "migrantischen" Fußballer-Kinder-Bilder auf der Kinderschokolde empfinde ich als schöner als die geklonten Milchschnitten-Model-Gesichter, weniger, weil sie "farbiger" sind, sondern weil sie etwas echtes haben.


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#4
27.05.2016
18:01:28


(+6, 8 Votes)

Von Weißer Hai


"Die Repräsentation von Weißen und die Geschichte von weißen Menschen mit all ihren Mythen, ihrer Kunst und Literatur läuft sicher nicht Gefahr, ausgelöscht, verleumdet oder entwertet zu werden. Da muss man sich keine Sorgen machen! "

Bild-Link:
DSC01881.jpg


Link zu www.chbeck.de

Link zu www.campus.de


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#5
27.05.2016
20:28:36


(+5, 9 Votes)
 
#6
27.05.2016
21:01:54


(+4, 8 Votes)
 
#7
27.05.2016
21:04:42


(-5, 7 Votes)

Von MeineFresse


"Er ist ein Torhüter. Als solcher hat er auffallende goldbraune Augen, welche eine echte schwarze lebende Person niemals besitzen kann"

natürlich gibt es das. Terrence Howard (der Chef aus der Serie Empire z.B).

Außerdem, wer hindert eigentlich Schwarze daran, Comics mit schwarzen Helden zu zeichnen und zu veröffentlichen und von der schwarzen Weltpopulation konsumiert zu werden?
Mich stören schwarze Superhelden nicht, aber vermutlich ist das instinktive Identifikationspotential eben doch größer bei weißen superhelden, wenn man selber weiß ist.
und umgekehrt.


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#8
27.05.2016
22:10:09


(+5, 5 Votes)

Von Arbeiterinkind
Antwort zu Kommentar #7 von MeineFresse


Wer entscheidet in dieser Gesellschaft, was und wie produziert wird? Auf welcher Grundlage?

Und:

Schließen Sie nicht von Ihren "fressigen" Projektionen auf andere!


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#9
27.05.2016
23:10:00


(0, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von MeineFresse


""Außerdem, wer hindert eigentlich Schwarze daran, Comics mit schwarzen Helden zu zeichnen und zu veröffentlichen und von der schwarzen Weltpopulation konsumiert zu werden?""..

Die "Idee" ist rassistisch !

Ebenso wie Wasserhähne, Gartenbänke oder Restaurants nur für "Schwarze"..

Es geht hier auch nicht darum, warum es keine "schwarzen Superhelden" gäbe..

Will Smith hat mal einen gespielt..

Sondern um die Frage warum in den Medien die Gesellschaften nicht so vielfältig dargestellt werden, wie sie tatsächlich sind..


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#10
28.05.2016
00:36:43


(-3, 5 Votes)

Von MeineFresse
Antwort zu Kommentar #8 von Arbeiterinkind


Heute? Niemand mehr. Wer einen Stift, ein Blatt Papier und einen Scanner hat, kann schon loslegen. Dann wird man ja sehen, ob und wie sich die Leserschaft entwickelt. Das hier hat auch als kleiner webcomic begonnen.

Link:
oglaf.com/


Gibt es eigentlich viele asiatische Superhelden und james bonds? Wurde das schon mal problematisIert?


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