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Ein offen homosexueller Spitzensportler mehr: Victor Gutiérrez wird im August für Spanien bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro antreten (Bild: Shangay)

Victor Gutiérrez, Mitglied der spanischen Wasserball-Nationalmannschaft, will ein Vorbild für andere LGBT-Sportler sein.

Über das LGBT-Magazin "Shangay" hat sich am Mittwoch der spanische Spitzensportler Victor Gutiérrez als schwul geoutet. Der 25-Jährige aus Madrid ist Mitglied der Wasserball-Nationalmannschaft und wird sein Land in diesem Jahr bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro vertreten.

Gegenüber seiner Mutter habe er sich schon vor sechs Jahren geoutet, erklärte Gutiérrez im Interview mit "Shangay". Auch im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis sei seine Homosexualität kein Geheimnis gewesen: "Ich bin in meinem privaten Umfeld absolut offen. Ich lebe meine Sexualität frei, glücklich und zufrieden."

Selbst keine negativen Erfahrungen gesammelt


Neben einem Interview mit Victor Gutiérrez veröffentlichte "Shangay" auch eine nicht unerotische Fotostrecke (Bild: Shangay)

Es habe auch nie ein gezieltes Gespräch über seine sexuelle Orientierung mit dem Trainer oder Teammitgliedern gegeben, sagte der Schwimmsportler. Er habe stattdessen einfach seinen Freund mit zu Feiern und Empfängen gebracht. Negative Reaktionen habe es aus seiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Mit dem nun öffentlichen Coming-out über ein Magazin wolle er ein Zeichen gegen Homophobie und für mehr Sichbarkeit von LGBT im Sport setzen, sagte Gutiérrez. "Allein in Madrid gab es in diesem Jahr schon 70 homophobe Angriffe. Mit dieser Realität leben wir alle. Dennoch gibt es kaum homosexuelle Sportler, die offen sind."

Gegenüber "Shangay" erklärte der Wasserballspieler, er habe insbesondere als Olympiateilnehmer eine Verantwortung und wolle mit gutem Beispiel vorangehen. Gleichzeitig merkte er an: "Zählen sollte im Sport nicht die sexuelle Orientierung, sondern die Leistung."

Die Olympischen Sommerpiele werden zwischen dem 5. und 21. August 2016 in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro ausgetragen. (cw)



#1 Kevin1967Anonym
  • 26.05.2016, 15:16h
  • Wow, die Instagram-Bilder sind ja der Hammer. Ansonsten schön zu wissen, dass es in der spanischen Wasserballwelt keinerlei Berührungsprobleme mit Schwulen und ihren Partnern gibt.
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#2 Ein VorbildAnonym
  • 26.05.2016, 15:21h
  • auch für schwule Profisportler in Deutschland, die sich weiterhin reihenweise verstecken!

    Danke dafür!

    Fußball-EM, Olympische Sommerspiele...

    Es gibt in nächster Zeit zahlreiche Gelegenheiten, menschliche Größe zu zeigen, Geschichte zu schreiben und nicht nur an den vermeintlichen eigenen Vorteil zu denken (der sich auch als folgenschwere, gesundheitsschädigende Selbsterniedrigung herausstellen könnte, die dann irgendwann unkontrollierbar wird).
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#3 GraciasVictorAnonym
  • 26.05.2016, 15:52h
  • Victor Gutiérrez - ein Bild von einem Mann! Daran sollten sich die Sportler ein Beispiel nehmen, die immer noch ein Schrankschwesterndasein führen!

    Ich wünsche ihm und seinem Freund alles Gute und viel Erfolg bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro!
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#4 YoungHeterolikeAnonym
  • 26.05.2016, 16:14h

  • Ein typischer gay für sein Alter. Ich bin stolz auf ihn. Männer wie er, Sam Smith, Thomas Hitzelsberger und NP Harris (auch wenn der schon älter ist) sind der Grund für die weltweit steigende Toleranz unter jungen Leuten wie auch in De durch die Shell Studie belegt.
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#5 FelixAnonym
  • 26.05.2016, 16:27h
  • Ein echtes Vorbild für andere Sportler, aber auch Fans und jeden Menschen.

    Egal ob homo oder hetero - denn zu sich selbst zu stehen und sich nicht selbst zu verleugnen gilt für alle Menschen und in allen Bereichen.
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#6 LinusAnonym
  • 26.05.2016, 17:11h
  • Sichtbarkein ist der Schlüssel zur vollen Gleichstellung und Akzeptanz.

    Das betrifft natürlich Menschen in Vorbild-Positionen (wie Sportler, Musiker, Schauspieler, etc.), aber auch uns alle...

    Je mehr von uns sich nicht verstecken, sondern ganz offen mit dem Thema umgehen (Händchenhalten, Arm in Arm in der Öffentlichkeit, Küssen, Foto des Partners auf dem Schreibtisch, ganz offen darüber reden, etc.) desto offener geht die ganze Gesellschaft mit dem Thema um. Und dann sehen die Heteros auch, wie viele und wie vielfältig wir sind und dass wir uns nicht mehr unsichtbar machen lassen.

    Natürlich kommt auch der selbstverständlichen Darstellung des Themas in den Medien enorme Bedeutung zu. Da hat Deutschland leider noch gewaltigen Nachholbedarf verglichen mit den USA, Großbritannien, den Niederlanden, etc. Sowohl bei fiktionalen als auch nicht-fiktionalen Formaten.
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#7 myysteryAnonym
  • 26.05.2016, 19:11h

  • Gibt es eigentlich irgendeinen halbwegs bekannten aktiven deutschen Sportler, der geoutet ist?
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#8 236rutewrAnonym
  • 26.05.2016, 19:43h
  • Es wär cool, wenn sich wirklich die Mehrheit der homosexuellen Olympia-Teilnehmer outen würde.

    Es klingt etwas pessimistisch, aber dass dieses Coming Out z. B. schon wieder einen Artikel wert ist, zeigt, dass der Fortschritt nur sehr langsam vorangeht. Die Tatsache, dass sich nur ein winziger Bruchteil der homosexuellen Athleten bisher geoutet hat, ist ebenfalls eher negativ zu bewerten.

    Klar, es wird in Zukunft auch weiterhin Coming Outs geben, aber entscheidender ist meiner Ansicht nach die Geschwindigkeit mit der das geschieht. Und im Moment geht alles nur im Schneckentempo.

    Es fehlt auch vielen Sportlern an Mut. Auch und vor allem im Profifußball. Hitzlsperger hat sich erst nach seinem Karriereende geoutet. Aktive Fußballprofis der ersten Liga nicht, kein einziger.

    Gesellschaftlich und politisch driftet derzeit vieles nach rechts-religiös-konservativ. Es ist schade, dass sowenige homosexuelle Sportler den Mut haben öffentlich dazu zu stehen, und dass sowenige Homosexuelle für das Recht auf Eheschließung auf die Straße gehen und rein politisch für diese Forderung gleicher Rechte demonstrieren.

    Schade.
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#9 TheDad
#10 TheDad
  • 26.05.2016, 20:15h
  • Antwort auf #7 von myystery
  • ""Gibt es eigentlich irgendeinen halbwegs bekannten aktiven deutschen Sportler, der geoutet ist?""..

    Gute Frage..
    Steffi Jones..
    Ehemalige Fußball-National-Spielerin und zukünftige Bundestrainerin der Frauen..
    Macht sie sogar immer mal wieder in ihrem Werbespot..

    Aber ansonsten sieht das recht dünn aus..
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