Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 27.05.2016, 13:07h           4      Teilen:   |

USA

Streit um Trans-Rechte: Zwölf Bundesstaaten verklagen Obama-Regierung

Artikelbild
Konservative Bundesstaaten sind sauer auf Präsident Barack Obama, weil er die Gleichbehandlung von Transsexuellen angeordnet hat (Bild: flickr / Steve Jurvetson / cc by 2.0)

Der "Klo-Streit" geht in den USA in die nächste Runde: Nun klagen konservative Staaten gegen ein von der Obama-Regierung ausgesprochenes Trans-Diskriminierungsverbot in Schultoiletten.

Mehrere US-Bundesstaaten haben am Mittwoch vor einem texanischen Gericht Klage gegen eine Anordnung des Weißen Hauses zu Trans-Rechten eingereicht. Die konservativen Staaten unter Führung von Texas wehren sich damit gegen einen vor zwei Wochen versandten Brief der Obama-Regierung an alle Schulbezirke, in dem angeordnet wird, dass Transsexuellen die Nutzung von Toiletten erlaubt werden muss, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete).

Neben Texas beteiligen sich auch Alabama, Wisconsin, West Virginia, Tennessee, Oklahoma, Louisiana, Utah und Georgia an der Klage. Auch zwei Schulbezirke in Arizona sowie der republikanische Gouverneur von Maine, Paul LePage, werden als Kläger aufgelistet. Zudem hat Phil Bryant, der Gouverneur von Mississippi, am Donnerstag angekündigt, sich an der Klage zu beteiligen. Damit klagen insgesamt zwölf Staaten gegen die Verordnung.

Die Obama-Regierung hatte die Anordnung mit dem Verbot der Geschlechterdiskriminierung begründet, das seit 1964 in einem Bundesgesetz festgelegt ist. LGBT-Gegner argumentieren jedoch, dass Menschen nur aufgrund ihres Geburtsgeschlechts nicht diskriminiert werden dürften; daher würden Transsexuelle nicht unter dieses Gesetz fallen und die Bundesstaaten könnten selbst entscheiden, wie sie diese Gruppe behandeln.

Fortsetzung nach Anzeige


Zweite Klage in einem Monat

Es ist bereits die zweite Klage gegen die Obama-Regierung wegen Trans-Rechten in diesem Monat: Anfang Mai hatte North Carolina das Weiße Haus verklagt, weil die Bundesregierung gegen das transphobe Gesetz HB 2 vorgegangen ist, da es ebenfalls gegen das Verbot der Geschlechterdiskriminierung verstoße – wenige Stunden später erfolgte die Gegenklage aus Washington (queer.de berichtete).

Die klagenden Staaten argumentieren einerseits, dass Washington zum einen seine Kompetenzen überschreitet und sich in die Angelegenheiten der Bundesstaaten einmische, andererseits warnen sie davor, dass Sexualstraftäter, die transsexuell sind oder sich als solche ausgeben, in öffentlichen Toiletten Frauen und Mädchen belästigen würden. In der Klageschrift heißt es unter anderem, die Obama-Regierung versuche, ein "massives soziales Experiment" an amerikanischen Schulen durchzuführen.

Gary Herbert, der Gouverneur des Mormonenstaates Utah, behauptete am Donnerstag in einem Fernsehinterview, die Klage schütze "Würde, Privatsphäre, Respekt und Sicherheit" von Kindern; diese könnten am besten auf regionaler Ebene geschützt werden. Dagegen erklärte sein demokratischer Herausforderer Mike Weinholtz, dass Transsexuelle genauso ein Recht auf Diskriminierungsschutz hätten wie alle anderen Bürger. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 4 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 81             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: barack obama, usa, texas, transsexuelle
Schwerpunkte:
 Trans*Personen
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Streit um Trans-Rechte: Zwölf Bundesstaaten verklagen Obama-Regierung"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
27.05.2016
13:13:25
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Alex


Sollen sie ruhig. Die US-Verfassung wird ihren Diskriminierungs-Wünschen schon Einhalt gebieten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
27.05.2016
15:13:21


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Diese klagen zeigen wieder ein weiteres Mal die unmenschlichkeit der us republikaner!!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
27.05.2016
15:31:05


(+4, 4 Votes)

Von Svetlana L


Da wird mal ganz pauschal eine ganze Menschengruppe als Straftäter hingestellt. Als ob ein Sexualstraftäter sich erst in Frauenklamotten wirft. Es ist menschenverachtend und einfach nur lächerlich, was diese verbohrten Kleingeister in ihrem religiösen Wahn da vom Stapel lassen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
27.05.2016
20:19:29


(+4, 4 Votes)

Von Felix


"warnen sie davor, dass Sexualstraftäter, die transsexuell sind oder sich als solche ausgeben, in öffentlichen Toiletten Frauen und Mädchen belästigen würden."

Sexualstraftäter werden sich wohl kaum davon beeindrucken lassen, ob Transmenschen diskriminiert werden oder nicht.

Oder wollen die etwa behaupten, alle Transmenschen seien Sexualstraftäter.

Wenn jemand eine Straftat begeht, bleibt das genauso illegal wie bisher. Aber das ist natürlich die altbekannte Taktik, Dinge zu vermengen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, um so Ängste zu schüren...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Bayern: Nur "Toleranz", aber keine "Akzeptanz" von LGBTI Clubkid verliebt sich in russischen Stricher Tom Ford: Jeder Mann sollte mal passiven Analverkehr haben Malta verbietet Homo-"Heilung"
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt