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Kommentare zu:
Australien: Premier verspricht Plebiszit zu Ehe-Öffnung noch für 2016


#1 FelixAnonym
  • 30.05.2016, 15:52h

  • Wollen wir hoffen, dass eine Mehrheit der Australier für Liebe, Freiheit und Vielfalt stimmt und sich nicht von den Verunsicherungs-Taktiken der Homohasser beeinflussen lässt.
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#2 RalfAnonym
  • 30.05.2016, 17:22h
  • Der gleiche Mist wie in Deutschland: Angeblich gibt es im Parlament eine Mehrheit für die Ehe - trotzdem wird sie abgelehnt. Im Übrigen sind Plebiszite keine Lösung, sondern eine Fortsetzung der Diskriminierung. Kein Mensch käme auf die Idee, über die Bürgerrechte der Heterosexuellen abstimmen zu lassen. Nicht mal über die Bürgerrechte anderer Minderheiten werden Volksabstimmungen veranstaltet. Dazu bergen Plebiszite die Gefahr, dass die Mehrheit aus Desinteresse nicht teilnimmt und am Ende die christliche Minderheit, die in Scharen zur Urne rennt, um gegen die Schwulen und Lesben abzustimmen, entscheidet, siehe Slowenien. Nicht alle Völker sind so charakterfest wie das irische.
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#3 32fd68fg8Anonym
  • 30.05.2016, 19:22h
  • Positiv ist, dass es somit in jedem Fall zur Eheöffnung noch in diesem Jahr in Australien kommen wird.

    Kommt die derzeitige Opposition an die Macht, so wird die Eheöffnung durch das Parlament beschlossen werden, ohne Volksentscheid.

    Bleibt die derzeitige Regierung an der Macht, so wird es einen Volksentscheid geben und da die Zustimmung zur Eheöffnung in Australien bei über 70 % liegt, ist die Eheöffnung auch damit gesichert.

    Negativ ist, dass es nicht schon früher und garantiert ohne Volksentscheid passieren wird und dass es in Australien, trotz enorm hoher Zustimmungsraten, nicht schon in den vergangenen Jahren zur Eheöffnung gekommen ist.
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#4 userer
  • 30.05.2016, 20:03h
  • Wenn's so zur Ehe-Öffnung kommt, ist das natürlich schön. Aber mir wird immer ganz schwindelig, wenn jemand auf die Idee kommt, das Volk per Mehrheitsentscheid über das Gewähren oder Versagen von Menschenrechten abstimmen zu lassen.

    Was kommt als Nächstes: eine Volksabstimmung darüber, ob Grünäugige wählen dürfen?
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#5 hugo1970Profil
  • 30.05.2016, 20:16hPyrbaum
  • Über Volksentscheide kann man streiten, aber nicht um elementare Menschenrechte!!!!!!!!
    Über elementare Menschenrechte dürften nicht einmal die Volksvertreter debattieren, die Menschenrechte sind in Stein gemeisselt, die niemand zerstören kann und vor allem darf!!!
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#6 GutmenschProfil
  • 30.05.2016, 22:11hSt. Gallen
  • Super! Eine Volksabstimmung kann national und international ein Riesen Signal senden zur Akzeptanz von LGBT, man denke nur an das Referendum in Irland. In Australien wird die Zustimmung ähnlich hoch ausfallen.

    Hoffentlich bald auch in der Schweiz!
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#7 RobinAnonym
  • 30.05.2016, 22:33h
  • Prinzipiell bin ich zwar aus vielen Gründen ein Freund von direkter Demokratie, aber bei Grundrechten und demokratischen Grundprinzipien wie dem Gleichheitsgrundsatz sollte man nicht Menschen abstimmen lassen.

    Ich hoffe zwar, dass sich eine Mehrheit für die volle Gleichstellung ausspricht. Aber selbst dann wirkt es so, als sei das ein Thema, wo man auch anderer Meinung sein kann und wo es zu prüfen gilt, welche Seite denn nun mehr Anhänger hat.

    Dennoch hoffe ich auf ein starkes Signal und dass in Australien noch bis Ende dieses Jahres die Ehe geöffnet wird. Je eher, desto besser...
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#8 Carsten ACAnonym
  • 30.05.2016, 22:48h
  • Antwort auf #7 von Robin
  • Man kann sicher trefflich darüber streiten, ob aus demokratietheoretischer oder rechtsphilosophischer Sicht Volksbefragungen zu Grundrechten sinnvoll sind. Es gibt genug Argumente dafür und auch dagegen.

    Aber wenn dann bald die Eheöffnung in Australien kommt, sollen mir solche Fragen egal sein. Und wie man in Irland gesehen hat, kann von solchen Entscheidungen, wenn sie auch so deutlich vom Volk gewollt werden, auch ein internationales Signal ausgehen.

    Und Fakt ist:
    würde in Deutschland das Volk gefragt, hätten wir schon seit Jahren die volle Gleichstellung. Denn eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit der Deutschen ist für die volle Gleichstellung.

    Aber Union und SPD (und davor Union und FDP) wollen das weiterhin verhindern. Oder sie wollen so lange warten, bis sich die Stimmung dank der aktiven Hetze dreht und dann mit Verweis auf den Volkswillen endgültig abschmettern können.
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#9 wird nichtsAnonym
  • 31.05.2016, 05:42h

  • "[Turnbull] rechne damit, dass die Wähler damit noch bis zum Ende des Jahres über die Frage abstimmen könnten"

    Ende des Jahres ? So um Weihnachten rum ?
    Da hat die Regierung aber geschickt einen Zeitpunkt für ihr Ziel der Nicht-Ehe-Öffnung gewählt.
    Die meisten Leuts haben zu jener Zeit wohl anderes im Sinn, als sich an die Wahlurne zu begeben; und die wenigen, die doch hingehen, erweisen ihrem Herrn einen Gefallen und stimmen dagegen.

    Wie ein solches Referendum zu einer solchen Zeit ausgehen kann, haben letztes Jahr die Slowenen gezeigt.
    Auch dort gab es in Umfragen eine satte Mehrheit für die Ehe, doch im Referendum stimmten dann doch 2/3 dagegen.
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#10 wird auch nichtsAnonym
  • 31.05.2016, 05:46h

  • Auch die Regierung des britischen Bermudas hat geschickt ein Datum für das Referendum gewählt.
    Sollte es zu einer Ablehnung der Ehe und/oder eingetragener Partnerschaften kommen, wird kein Mensch darüber sprechen. Die Welt wird sich ausschließlich auf das britische EU-Referendum stürzen, das am gleichen Tag stattfindet.
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