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  • 31.05.2016, 13:20h           17      Teilen:   |

Kreis Aschaffenburg

Messerstecher vor Gericht: "Mein Nachbar wollte mich schwul hexen"

Artikelbild
Das Landgericht Aschaffenburg beschäftigte sich mit einem Fall von "schwarzer Magie"

Eine Strafkammer des Landgerichts Aschaffenburg hat einen 50-Jährigen in die Psychiatrie eingewiesen. Der Mann war laut einem Bericht des "Main-Echo" im Juni des vergangenen Jahres in einer Kreisgemeinde mit einem Küchenmesser auf einen Nachbarn losgegangen, weil er damals glaubte, vom diesem "schwul gehext" zu werden.

Nach Aussagen des Beschuldigten, der sich wegen versuchten Totschlags zu verantworten hatte, habe ihm sein ein Jahr älterer Nachbar einen Stinkefinger gezeigt, was dieser jedoch vor Gericht bestritt. Der 50-jährige glaubte jedoch, dass er durch diese Geste in einen Homosexuellen verwandeln werden sollte, und lief mit erhobenem Messer auf den Mann zu. Der Angegriffene konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt – das Küchenmesser traf nur die Haustür.

Der Beschuldigte fühlte sich zur Tatzeit nicht nur von seinem Nachbarn bedroht. So behaupte er laut einem psychiatrischen Gutachten, er werde in seinem "gläsernen Haus" gefilmt und jeder könne sich die Bilder online anschauen. Außerdem mixe ihm jemand an seinem Arbeitsplatz Gift in seine Getränke.

Während der 50-Jährige gegenüber dem Würzburger Psychiater Jörg Groß noch auf "schwarze Magie" pochte, äußerte er sich vor Gericht distanzierter: Er glaube mittlerweile nicht mehr, dass der Nachbar ihn tatsächlich "schwul hexen" könne. Er habe im vergangenen Juni Probleme gehabt und einen Fehler begangen, sei jedoch nun darüber hinweg.

Die Richter überzeugte er damit nicht. Sie hielten den Mann zwar nicht verantwortlich für seine Tat, wegen psychischer Probleme aber nach wie vor gefährlich für die Allgemeinheit. Die Verteidigung hatte beantragt, die Einweisung in die Psychiatrie zur Bewährung auszusetzen. (cw)

Links zum Thema:
» Mehr Informationen zum Prozess im "Main-Echo"
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Tags: schwarze magie, aschaffenburg, psychiatrie
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Reaktionen zu "Messerstecher vor Gericht: "Mein Nachbar wollte mich schwul hexen""


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
31.05.2016
14:06:55


(+1, 9 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


War Aschaffenburg nicht der Wahlkreis eines Norbert Geis? Dann wundert mich nichts mehr!


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#2
31.05.2016
16:49:18


(0, 8 Votes)

Von Peinlich
Antwort zu Kommentar #1 von herve64


Der nächste an Peinlichkeit kaum zu übertreffende Kommentar. Was hat dieser Fall mit der Politik gemeinsam?! Nichts.


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#3
31.05.2016
16:53:05


(+10, 10 Votes)

Von MeineFresse


Man nennt das Psychose. Ich kenne auch so eine Person, die hat Personenschützer engagiert weil sie überzeugt ist, dass ihre ehemaligen Arbeitskollegen ein Komplott gegen sie schmieden und umbringen wollen und für mehrere 10.000 das Haus sichern lassen mit Überwachungskamera usw.
Als Außenstehender kann man da leider wenig machen, denn wenn man versucht, es zu erklären, ist man sofort Teil der Verschwörergruppe.


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#4
31.05.2016
17:22:50


(+7, 7 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Es gibt da ja das eigentlich als Projekt zur Förderung heimischer Fantasyliteratur konzipierte Bundesamt für magische Wesen. Siehe auch www.bafmw.org

Uns geht es um den Spaß, den man mit Fantasyliteratur und -kultur haben kann. Aber so zwei, drei Mal im Monat haben auch wir Begegnungen und Anfragen der dritten Art.

Sei es, dass ein Türke bei uns anfragt, ob wir seine Frau, die nach Meinung seines Hodscha vom Dschinn besessen ist und ihn samt Sohn verlassen hat, zur Räson bringen sollen; sei es, dass Evangelikale uns den Satan austreiben wollen oder ein junger Muslim sich nicht mehr aus dem Haus traut, weil er nach 20 Uhr Anrufe einer englisch sprechenden Frau bekommt. Das kann seiner Meinung nach nur eine Dschinnyah sein, denn kein anstädniges Mädchen ruft abends einen Mann an. Tatsächlich entpuppte sich die Anruferin jedoch als eine Investmentfirma aus Singapur und unser junger Freund konnte mit deren business proposals nicht so recht etwas anfangen.

Unser "Bundesamt" hat mittlerweile ein eigenes Haus mitsamt Referat für Gleichstellungs- und Genderfragen. Die Frauenparkplätz*innen sind auch im Bau.

Und gar nicht so selten bekommen wir die Anfrage, was wir denn machen würden, wenn sich tatsächlich mal ein Vampir vorstellt. Wir verweisen dann immer darauf, dass sich das Bild des Vampirs in der Gesellscahft doch sehr gewandelt hat. Rief man früher den Priester, um den Vampir zu vertreiben, so ruft man doch heute eher den Vampir, um Priester loszuwerden.

Was wir Fantasyautoren und -blogger meistens aus dem Blickwinkel der Literatur mit Spaß an alten Mythen betrachten, verschwimmt bei gar nicht so wenigen Zeitgenossen zur gefühlten Realität.


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#5
31.05.2016
19:14:19


(+7, 7 Votes)

Von fink


So viel verrückter als die Vorstellung, die rechtliche Gleichstellung würde die "gesunden" Familien zerstören und den Fortbestand der Nation bedrohen, Homo-Pärchen in Schulbüchern würden Kinder "frühsexualisieren" und Gender Mainstreaming sei ein lesbisch-kommunistisches Komplott, um geschlechtsneutrale Zombies zu züchten, ist das nun auch wieder nicht.

Die Einen werden weggesperrt, die Anderen machen Karriere in Medien und Politik.


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#6
31.05.2016
19:42:49


(+2, 6 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #2 von Peinlich


Die Peinlichkeit liegt ganz bei dir, denn im Gegensatz zu dir habe ich mit keiner Silbe behauptet, dass der Fall etwas mit Politik gemeinsam habe. Allerdings ist die Geisteshaltung beider Existenzen offenbar auf einem ähnlichen Level liegend. Ich weiß: das ist zu hoch für dich, gell? Ist mir aber dann auch egal.


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#7
31.05.2016
21:57:00


(-1, 7 Votes)

Von Peinlich


"Wahlkreis eines Norbert Geis".

Merkst noch was?!


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#8
31.05.2016
22:16:59


(+6, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von KMBonn


""Rief man früher den Priester, um den Vampir zu vertreiben, so ruft man doch heute eher den Vampir, um Priester loszuwerden.""..

-Gröl-
You made my Day..


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#9
31.05.2016
22:22:44


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Peinlich


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Geis


Diese Gegend ist so katholisch, die glauben sogar immer noch an Hexerei..

Menschen die an Bipolaren Störungen leiden, oder Psychosen entwickeln, leiden unter dem Irrglauben, ein Stinkefinger könnte sie "Schwul machen"..

Du denkst offenbar, die Umgebung eines Menschen habe keinerlei Einfluß auf seine Sozialisation..
Auch so ein Irrglaube..


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#10
01.06.2016
02:45:10


(+6, 6 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014
Antwort zu Kommentar #4 von KMBonn


*kicha*

" Die Frauenparkplätz*innen sind auch im Bau."

Lasst bitte ein paar schattenspendende Nussbäume stehen, oder pflanzen. Die Herr_Innen, Männ_Innen und Frau_Innen, als auch gelegentlich durchstreunende Eich_Innen_Hörn_In_chen wären sicher sehr entzückt.

Sehr besorgten Evangelikalen könnte offenbart werden, dass der Teufel sich einen Scherz zusammen mit Loki erlaubt hat, als sie sich die Geschichte von so einem Wüstenlatscher aus dem vorderen Orient ausdachten, der sich bei einem verunglückten SM-Spielchen mit einem Kreuz im Kreuz wiederfand, und vor lauter Starre nach nächtlicher Kälte nur noch 'JHWE' bibbern konnte. Weswegen Teufel und Loki für dieses Missverständnis mit der Dreifaltigkeit verantwortlich zu machen wären, und für die Märchenbücher um diesen ominösen Typ namens G... ihr könnt's euch denken.

Wenn sie's nicht glauben, könnte man ihnen katzenmäßig verkaterte Ketzerei vorwerfen, sie mit einer Online- Späthomosexualisierung konfrontieren, oder sie 3 Ave Marihuana beten schicken, sowas.

Pro Wiederansiedlung von Vampiren! Yay!
..............
Thema: Leider sind schizoid halluzinatorische bzw. paranoide Psychosen für Betroffene und Angehörige wenig witzig bis lebensgefährlich.
Im Fall im Artikel hätte das auch schlimm enden können. Die Betroffenen erleben desöfteren Übermächtigkeitsideen oder glauben sich von Sonderkräften getragen. Überwiegen die Ängste, fühlen sie sich durch Familienmitglieder wie auch Freunde und Fremde bedroht.
Wie 'Meine Fresse' schon schrieb, reicht eine Kleinigkeit aus, um entfremdet und der Beteiligung an den wahnhaften Bedrohungsgegenständen beteiligt verdächtigt zu werden.

Hat also wenig mit der Gegend direkt zu tun, aber das Störungsbild kann Inhalte und Ideen aufweisen, wie sie im Umfeld gängig sind.


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