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  • 31.05.2016, 17:40h           14      Teilen:   |

Vor Pride im Juni

Kiew: Neonazis drohen CSD mit "Blutbad"

Artikelbild
Im letzten Jahr nahm die Polizei beim CSD in Kiew über 20 Rechtsradikale fest, die die Teilnehmer angreifen wollten. Mehrere Polizisten wurden verletzt.

Für den "Rechten Sektor" ist der Kiev Pride Ausdruck von "Perversion" und eines "kriminellen Regimes".

Auch in diesem Jahr droht dem CSD der ukrainischen Hauptstadt Kiew Gewalt durch Nationalisten. Der Sprecher der rechtsextremen Partei und paramilitärischen Organisation "Rechter Sektor", Andriy Tarasenko, rief in einer öffentlichen Stellungnahme dazu auf, die für den 12. Juni geplante Demonstration zu verhindern. Diese sei Ausdruck eines "kriminellen Regimes".

Ein weiterer Sprecher der Bewegung, Artem Skoropadsky, warnte auf Facebook gar von einem Blutbad am 12. Juni und teilte einen Aufruf der "Vereinigung ukrainischer Nationalisten" zur Verhinderung der Parade. Man werde heute gezwungen, "mit LGBT-Demonstrationen und Festivals übereinzustimmen und damit unter Sündern zu sein und diese zu beschützen", beklagt sich der Aufruf.

"Wir werden nicht still zusehen, wie das Land, für das wir unser Blut an vielen Fronten geopfert haben, von hinten zerstört wird" und wenn "Niedertracht und Perversion" als Kampf für die Freiheit verkauft werde. Es gelte, den Marsch "unmoralischer Freaks" und eine "sodomitische Ansteckung der Ukraine" zu verhindern.

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Konstanter Druck durch Neonazis

Wie in den Vorjahren hatte der "Rechte Sektor" zudem einen Brief an den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, geschrieben mit der Bitte, die Demonstration nicht zu erlauben. In den letzten beiden Jahren hatte Klitschko die CSD-Organisatoren vorab gebeten, die CSD-Demonstration aus Sicherheitsgründen abzusagen. 2014 verzichteten sie auf die Parade (queer.de berichtete), Neonazis überfielen stattdessen an dem Wochenende einen Homo-Club an zwei Abendenden hintereinander (queer.de berichtete).

Im letzten Jahr bestanden die Aktivisten allerdings auf ihr Versammlungsrecht, auch Präsident Petro Poroschenko sprach sich für eine Durchführung aus. Die Demonstration wurde letztlich von der Polizei geschützt, Neonazis konnten bei Ausschreitungen dennoch einige Teilnehmer und vor allem Polizisten angreifen (queer.de berichtete).

Zuletzt hatte sich der Kontakt der Stadtverwaltung mit LGBT-Organisationen verbessert, so fand erst vor wenigen Wochen ein "LGBT Equality Festival" in Kooperation mit der Stadt und unter Polizeischutz statt. Wenige Wochen zuvor hatte ein Neonazi-Mob in Lwiw noch eine ähnliche Veranstaltung behindern und letztlich verhindern können (queer.de berichtete).

Auch wenn die Motivation der Neonazis nicht immer klar ist und eine Fremdsteuerung nicht auszuschließen ist, hatte es die letzten Jahre massive Fälle von Gewalt durch rechte Gruppierungen gegen einzelne LGBT-Aktivisten, -Veranstaltungen und -Organisationen gegeben (mehr zur Lage in der Ukraine in diesem Bericht).

Spenden für den Kiev Pride erwünscht

Wie in den Vorjahren sind für die Woche vor der CSD-Demonstration zahlreiche Kultur- und Diskussionsveranstaltungen geplant, die deutsche Botschaft richtet in diesem Jahr den Empfang zur Eröffnung der Pride Week aus.

Aus München wird zum bereits fünften Mal eine Unterstützungsdelegation nach Kiew reisen, Stadträtin Lydia Dietrich (Bündnis 90/Die Grünen) vertritt dabei offiziell Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Über die Kontakte berichtet seit Jahren die Gruppe "Munich Kiev Queer" auf ihrer Webseite – derzeit ruft sie zu Spenden für den CSD auf, da er durch die finanzielle Schieflage einer der organisierenden Gruppen bedroht sei.

Die diesjährige CSD-Demonstration, der Marsch für Gleichberechtigung, steht in diesem Jahr übrigens unter einem passenden Motto: "Die Sicherheit der Menschen dient der Entwicklung des Landes". (nb)

Links zum Thema:
» Webseite Munich Kiev Queer
» Munich Kiev Queer bei Facebook
» Webseite Kiev Pride (ebenfalls mit Spendenaufruf)
» Kiev Pride bei Facebook
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Tags: ukraine, kiew, csd, rechter sektor
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Reaktionen zu "Kiew: Neonazis drohen CSD mit "Blutbad""


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
31.05.2016
17:43:37
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Nico


Und jetzt erst recht...


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#2
31.05.2016
17:49:28
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Luca


Und da soll nächstes Jahr der Eurovision Song Contest stattfinden??


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#3
31.05.2016
18:21:10


(+1, 3 Votes)

Von Mariposa
Antwort zu Kommentar #2 von Luca


Schwer vorstellbar..... Wenngleich mich diese alberne Trällershow nur noch am Rande interessiert.


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#4
31.05.2016
18:36:36
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Nick


...und dann regen sich europäische Politiker auf das die Niederländer ein Assozieierungsabkommen mit der Ukraine ablehnen?

Wollen wir etwa noch so ein naziland in der EU?


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#5
31.05.2016
18:47:24


(+9, 9 Votes)

Von Svetlana L


Dieser Artikel zeigt mal wieder, dass es Verrückte - die sogar vor Gewalt nicht zurückschrecken - immer und überall gibt, ob nun in der Ukraine, in Russland, in den USA, in afrikanischen Ländern und selbst bei uns. Aber genau in diesen Ländern gibt es auch Menschen, die für Vielfalt, für Gleichberechtigung und für Akzeptanz queerer Lebensweisen einstehen und kämpfen. Das gibt mir Hoffnung!


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#6
31.05.2016
20:24:52


(+4, 6 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Frau Bundeskanzlerin, wann laden Sie den Ukrainischen Botschafter ein, um sich zu informieren, wie die Lage der Ukrainischen Queers aussieht?


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#7
31.05.2016
20:26:43


(-1, 7 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Nick


Gerade darum!!!, was meinst Du, wie die queere Situation in Ungarn oder Polen aussehen würde, wenn diese Länder nicht in der EU währen!!!


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#8
31.05.2016
21:36:01


(+9, 9 Votes)

Von Albrecht


Eigentlich braucht man dazu gar nichts sagen, da solches Pack eh zu dumm ist, das zu kapieren.

Aber um das nochmal deutlich zu sagen:

ZITAT
"Wir werden nicht still zusehen, wie das Land, für das wir unser Blut an vielen Fronten geopfert haben, von hinten zerstört wird"
ENDE ZITAT

Die sind es, die ihr Land zerstören und allen Bewohnern (gerade auch wirtschaftlich) schaden.

ZITAT
"Niedertracht und Perversion"
ENDE ZITAT

DIE sind niederträchtig und pervers.

ZITAT
"unmoralischer Freaks"
ENDE ZITAT

Die sind die unmoralischen Freaks, die ein "Blutbad" wollen.


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#9
01.06.2016
10:38:13


(+3, 9 Votes)

Von Sebi
Antwort zu Kommentar #7 von hugo1970


"was meinst Du, wie die queere Situation in Ungarn oder Polen aussehen würde, wenn diese Länder nicht in der EU währen!!!"

Und was meinst Du, wie die EU aussehen würde, wenn noch mehr Homohasserstaaten in ihr wären? Dann würden nämlich auch Polen und Ungarn machen können, was sie wollten... (wobei sie ja eh kurz davor sind)


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#10
01.06.2016
15:23:40


(-1, 9 Votes)

Von Tobias Weihmann
Antwort zu Kommentar #9 von Sebi


Sorry, Sebe, aber die Reduzierung ganzer Länder, mit ihren unterschiedlichen Strömungen auf "Homohasserstaaten" ist m.E. ignorant und nationalistisch, wenn nicht gar rassistisch. Willst du eine Mauer gegen die "Wilden im Osten" errichten, oder was? Denkst du wirklich, dadurch wird die Situation für Homosexuelle dort besser? Natürlich nicht, ganz sicher das Gegenteil - die Situation der Homosexuellen dort ist dir offenbar scheißegal, denn du denkst vor allem an dich selbst, und die weiße westliche, moderne Welt. Klassisch kolonial eben.


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