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  • 01.06.2016, 09:22h               Teilen:   |

Air France präsentiert

San Francisco bleibt ein Muss für queere Traveler

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Die 1937 fertiggestellte Golden Gate Bridge ist das Wahrzeichen von San Francisco (Bild: flickr / Luke Price / cc by 2.0)

Die kalifornische LGBT-Metropole hat an Attraktivität nichts eingebüßt. Das Nachtleben verlagert sich allerdings von Castro nach SoMa.

Von Karsten Schultz

"Es ist merkwürdig, aber von jedem, der verschwindet, heißt es, er sei in San Francisco gesehen worden." Dieser Satz von Oscar Wilde ist mehr als hundert Jahre alt. aber nach wie vor aktuell. Die kalifornische Hippie-Metropole zieht seit Jahrzehnten schwule und lesbische Besucher wie magisch an und hat bis heute an Attraktivität nichts eingebüßt. Im Gegenteil.

Das Besondere ist schnell erfasst: San Francisco ist eine klassisch amerikanische Stadt, aber mit einem europäischen Lebensgefühl. Und einer ganz besonderen Gelassenheit: Am Rande des Kontinents wartet die Halbinsel seit Jahren auf das nächste große Erdbeben.

Mit einer Größe von nur 120 Quadratkilometern, einem Siebtel von Berlin, und weniger Einwohnern als Köln fühlt sich San Francisco an wie eine Kleinstadt. Es ist nicht selten, dass man dieselben Gesichter mehrfach sieht, wenn man erst am Union Square shoppt und dann mit einer Cable Car zur Fisherman's Wharf rattert. Nicht wenige dieser wiederkehrenden Gesichter sind Touristen – 16 Millionen Menschen besuchen pro Jahr die Stadt.

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Jeder sechste ist queer in San Francisco

Im Castro District wird nicht mehr durchgefeiert – aber es gibt genügend Alternativen - Quelle: flickr / Ted Drake / cc by 2.0
Im Castro District wird nicht mehr durchgefeiert – aber es gibt genügend Alternativen (Bild: flickr / Ted Drake / cc by 2.0)

Die Geschichte der Stadt als "Homo-Mekka" geht bis zum Zweiten Weltkrieg zurück. Damals schmiss das amerikanische Militär viele schwule Männer aus dem Dienst. Und da diese unehrenhaft entlassenen Soldaten oft nicht in ihre Kleinstädte oder Dörfer zurückkehren konnten, zog es viele nach San Francisco. In den Fünfzigern und Sechzigern kamen weitere schwule Männer und lesbische Frauen – angezogen vom liberalen Image – in die Stadt. Die meisten von ihnen zogen ins Migrantenviertel Castro.

Heute machen LGBT geschätzt einen Bevölkerungsanteil von mindestens 15 Prozent aus, sie leben über die ganze Stadt verteilt und sind im Alltag sichtbar. Ein eigenes Listing von "gayfriendly" Hotels oder Restaurants macht für San Francisco wirklich keinen Sinn – hier ist man überall willkommen. Gerade dieses Gefühl genießen queere Traveler aus aller Welt.

Wer in San Francisos klassische Gay-Szene eintauchen will, braucht nur durch den Castro-Distrikt zu schlendern. In diesem wohl bekanntesten Homoviertel der Welt findet man ohne Probleme Dutzende Bars für jeden Geschmack und Einrichtungen wie das LGBT Center. Hier wurde die Regenbogenflagge im Jahr 1978 geboren und weht noch immer ganzjährig über dem Viertel.

Insbesondere die Partygänger sollten aber auch wissen: Castro macht mittlerweile relativ früh dicht, die älteren Schwulen pochen auf ihre Nachtruhe. Wer zu lauten Beats in Lagerhäusern durchmachen will, sollte lieber in den Stadtteil South of Market, kurz SoMa genannt, weiter ziehen.

Queere Geschichte zum Anfassen

Die Geschichte der LGBT-Emanzipation ist in der Stadt allgegenwärtig. So gibt es überall Hinweise auf Harvey Milk, den legendären Aktivisten, dem 1977 als ersten offen schwulen Politiker der USA der Einzug in den Stadtrat gelang, bevor er ein Jahr später ermordet wurde. Das im Beaux-Arts-Stil errichtete Rathaus, in dem er wirkte und am Ende auch gestorben ist, ist einen Besuch wert. In Castro kann man auch den Harvey Milk Plaza finden, wie auch eine Bücherei und eine Kunstakademie, die seinen Namen tragen. Seine Geschichte nimmt auch großen Platz im GLBT History Museum ein, dem ersten dieser Art in den Vereinigten Staaten. Hier wird fantasievoll mit Multimedia die queere Geschichte der Stadt erzählt.

Vor der Reise nach San Francisco kann man sich mit dem Film "Milk" ein Bild von der geschichtsträchtigen Stadt machen: Der oscarnominierte Drama über Harvey Milk gilt als eine der Perlen des schwulen Filmes. In den Hauptrollen spielen Sean Penn und James Franco.

Zur Vorbereitung auch sehr zu empfehlen ist Amsteads Maupins Klassiker "Stadtgeschichten". In dieser Buchreihe wird das Leben einer Reihe von Figuren von den Siebzigerjahren bis heute dargestellt. Und wer das moderne schwule Leben in San Francisco sehen will, dem sei die brillante 18-teilige HBO-Serie "Looking" ans Herz gelegt.

  Hinkommen
Air France fliegt ab neun deutschen Flughäfen bis zu zweimal täglich über Paris-Charles de Gaulle nach San Francisco. Mit ihrem Partner KLM Royal Dutch Airlines bestehen zwei weitere tägliche Verbindungen über Amsterdam-Schiphol. Für ein ganz besonderes Reiseerlebnis nach San Francisco sorgt Air France mit Flügen mit dem Flaggschiff Airbus A380. Auch KLM setzt auf dem Weg nach San Francisco ihr neuestes Fluggerät, den Dreamliner, ein. Die beiden Fluggesellschaften verfügen über ein gemeinsames Streckennetz zu mehr als 240 Destinationen in über 100 Ländern. Weitere Informationen, Onlinebuchung und Sonderaktionen auf airfrance.de.
Links zum Thema:
» LGBT-Infos für San Francisco vom Fremdenverkehrsamt
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Tags: san francisco, kalifornien, air france, castro
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