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Kim Friele im Gespräch mit Kronprinzessin Mette-Marit (Bild: Kongehuset)

Bei der Vorstellung der Biografie von Kim Friele zeigte sich die norwegische Kronprinzessin sichtlich gerührt.

Berührende Szenen in einer Bibliothek im norwegischen Bergen: Bei der Vorstellung der Biografie "Kampene" (Kämpfen) der 81 Jahre alten lesbischen Aktivistin Kim Friele wurde Kronprinzessin Mette-Marit von ihren Gefühlen überwältigt und musste mehrfach zum Taschentuch greifen.

"Ich bin zutiefst bewegt, das ist ein großartiger Tag für mich", sagte Mette-Marit in ihrer Ansprache, die sie wegen Tränen kurz unterbrechen musste. "Es ist eine große Ehre für mich, denn Sie sind eines meiner großen Vorbilder."

Das norwegische Königshaus hat ein Video der kompletten Veranstaltung mit Lesung und Talk, an der auch Frieles Biograf Ola Henmo teilnahm, auf seiner Facebookseite gepostet. Bilder der weinenden Prinzessin wurden in zahlreichen norwegischen Medien veröffentlicht.

Norwegens bekannteste Homo-Aktivistin

Kim Friele, die sich bereits seit 1965 in der Öffentlichkeit für gleiche Rechte engagiert, ist Norwegens bekannteste Homo-Aktivistin. Sie war maßgeblich an der Abschaffung des Homosexuellenstrafrechts 1974 beteiligt, veröffentlichte zahlreiche Bücher zu LGBT-Rechten und gehörte 1993 zu den ersten Lesben und Schwulen im Land, die eine eingetragene Partnerschaft eingingen. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde Friele im Jahr 2000 mit einem der höchsten Orden des Landes ausgezeichnet. Fünf Jahre später wurde sie zur viertwichtigsten Norwegerin des Jahrhunderts gewählt.

Mette-Marit, Ehefrau des norwegischen Kronprinzen Haakon und Mutter dreier Kinder, gilt als ausgesprochen LGBT-freundlich. Vor drei Jahren flog die heute 42-Jährige für ein befreundetes schwules Paar spontan nach Indien, um die von einer indischen Leihmutter ausgetragenen Zwillinge der wegen Visaproblemen verhinderten Männer abzuholen (queer.de berichtete). (cw)



#1 hugo1970Profil
  • 04.06.2016, 11:05hPyrbaum
  • Frau Bundeskanzlerin, nehmen Sie sich ein Beispiel an der Kronprinzessin und lassen Sie Ihr Ihr Wahrnemungsvermögen nicht durch ein Bauchgefühl vernebeln.
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#2 panzernashorn
#3 MarcAnonym
#4 LinusAnonym
  • 04.06.2016, 12:28h
  • Schön, dass es auch noch Menschen mit Mitgefühl und Empathie gibt.

    Nicht jeder ist so eiskalt und berechnend wie deutsche Politiker.
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#5 gatopardo
  • 04.06.2016, 13:26h
  • Habe hier schon zigmal zur Diskussion gestellt, weshalb gerade die europäischen Monarchien allesamt die totale Gleichstellung erreicht haben.
    Dabei ergeben sich mitunter kontroverse Konstellationen wie hier in Spanien, wo viele Schwule und Lesben republikanische Vorstellungen haben, das homofreundliche Königshaus aber dennoch nicht abgeschafft sehen wollen.
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#6 AnmerkungAnonym
  • 04.06.2016, 13:45h
  • Antwort auf #5 von gatopardo

  • Nun ja es gibt halt noch recht viele Monarchien in Westeuropa. Fast allesamt aber konstitionelle Monarchien. Frankreich und Irland sind keine Monarchien, haben aber gleichgestellt.
    Ich glaube es gibt eher ein West- Ostgefälle
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 gatopardo
  • 04.06.2016, 17:42h
  • Antwort auf #6 von Anmerkung
  • Ja natürlich, die Republik Portugal hat ja auch die totale Gleichstellung, Trotzdem fällt auf, dass im Vergleich zu den westlichen Monarchien die Republiken wie z.B. Deutschland, Österreich, Italien und die Eidgenossen hinterher hinken. Ganz abgesehen mal von der Tatsache, dass die liberale Gesetzgebung in den Monarchien z.B. schon lange vor Frankreich oder Irland stattfand.
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#9 Homonklin44Profil
  • 06.06.2016, 12:13hTauroa Point
  • Die norwegische Königsfamilie, auch Haakon selbst, sind da wohl auch in Sachen Herzensbildung eine Ausnahme-Erscheinung. Das findet man hier nicht so oft.

    Die stehen hinter ihren Leuten, in Norwegen kann man den König duzen, oder etwa auch den Chef der Firma, oder mit denen essen gehen, mal auf ein Schwätzchen beim Angeln.
    In jüngerer Zeit gibt es wohl auch Sicherheitsmaßnahmen, der Großvater von Haakon hat auf eine Nachfrage, warum er ohne Bodyguards unterwegs beim Angeln sei, mal geantwortet, er hätte wenigstens 4 Millionen Bodyguards (sein Volk )

    Stell sich das mal einer in Deutschland vor...
    Bauchgefühle sind hier das Orakel für die Gnade gegenüber LGBTIQ...Und als Zusatz gibt's bei uns gratis Spanking allhalbtäglich aus der blau-braunen Ecke.

    Auch wenn der 17. Mai schon eine Weile weg ist: "Hurra! @ Norwegen"
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