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  • 02. April 2005, noch kein Kommentar

Es geht tatsächlich: Ein Trip in die britische Hauptstadt, ohne dabei völlig pleite zu gehen. Queer.de verrät, wie und wo man in London am besten sparen kann.

Von Roberto La Pietra

Anreise: London ist das Billigflieger-Mekka schlechthin. Easyjet bietet beispielsweise ab Köln, Dortmund, Berlin-Schönefeld und München teils sogar mehrmals täglich Flüge zu den Airports Gatwick, Stansted und Luton an. Dabei starten die Preise für One-Way-Tickets bereits bei rund 12 Euro plus Tax! Voraussetzung ist natürlich eine frühzeitige Buchung – am besten direkt unter www.easyjet.de. Eine böse Überraschung kann es leicht beim Flughafentransfer geben – oft übersteigen die Preise für eine Bahnfahrt ins Zentrum den Tarif für das Flugticket! Ab Stansted eignet sich da der Bus als Alternative – der braucht zwar je nach Verkehrslage gern mal 90 Minuten, kostet aber dafür "nur" rund zwölf Euro pro Fahrt.

Unterkunft: Wer in einem Hotel in der Londoner Innenstadt wohnen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Günstiger sind Pensionen am Stadtrand (die aber dennoch mit Bus order Tube gut zu erreichen sind) - Angebote unter 50 Euro gibt es auf hotels.com. Ebenfalls günstiger sind Privatzimmer bei Enjoy Bed & Breakfast.

Sightseeing: In London angekommen, stürzt man sich auf die unzähligen Sehenswürdigkeiten. Nicht alles muss dabei teuer sein. Der Eintritt ins Kunstmuseum Tate Modern beispielsweise ist, abgesehen von Sonderausstellungen, gratis. Auch ein Spaziergang entlang des Südufers der Themse kostet nur ein wenig Beinmuskelkraft und bietet tolle Ausblicke auf St. Paul’s Cathedral, die Bank of London und das phallusähnliche Hochhausgebäude der Swiss Re, das im Volksmund "Erotische Gurke" genannt wird.

Ebenfalls kostenlos und sehr entspannend ist ein Spaziergang durch das Nobelviertel Hampstead Heath mit dem angrenzenden Park "Parliament Hill". Im Gegensatz zu Hyde Park und Co. trifft man hier nur Einheimische an. Als Startpunkt für diesen Ausflug eignet sich die U-Bahnstation "Archway". Auf der Rückfahrt Richtung Zentrum mit der "Northern Line" muss man unbedingt in Camden einen Stopp einlegen. Die Flohmärkte und Second-Hand-Läden laden zu vergleichsweise günstigen Spontankäufen ein. Wer nun noch mehr von London sehen möchte, springt einfach auf einen der vielen roten Busse auf und lässt auf der günstigsten Variante aller denkbaren Stadtrundfahrten die Sehenswürdigkeiten an sich vorbei ziehen!

Essen: Hunger? Ab in die vielen Asia-Imbissläden in Soho, zu einem Sandwich bei "Pret-a-Manger" oder ähnlichen Cafés sowie in die vielen Pubs der Stadt. "Fish and Chips" mit einem Gläschen Cider muss nicht teuer sein. Super-billig und deftig ist auch das Stockpot in der Old Compton Street 18 – ebenfalls in Soho. Man wird nur nach dem Essen regelrecht rausgeschmissen, damit die nächsten Gäste nachrücken können und das Ambiente ist nicht unbedingt edel.

Nightlife: Nachdem der Hunger gestillt ist, geht’s auf ins schillernde schwule Nachtleben Londons, das sich überwiegend rund um die Old Compton Street in Soho befindet und sehr leicht zu finden ist. Eins muss man unbedingt beachten, wenn man den Geldbeutel schonen möchte: Die Stadt hat zu jedem Zeitpunkt des Jahres so viele Einheimische und Touristen zu beherbergen, dass hier immer etwas los ist. Das heißt, man muss nicht auf das Wochenende warten, um Spaß zu haben. Am besten stürzt man sich schon werktags früh in die Bars und Clubs von Soho, dann ist der Eintritt meistens sogar gratis – und das an Orten, wo man am Wochenende gern mal zehn bis 15 Pfund berappen muss.

Unter den Discos nehmen "Heaven" und "G-A-Y" die ersten Ränge auf der Beliebtheitsskala ein. Wer "nur" was trinken gehen möchte, ist gut aufgehoben im "Sanctuary" – in diesem Pub auf mehreren Etagen kann man People-Watching betreiben und sich sein Bierchen schmecken lassen. Eher trendig kommt das "Friendly Society" daher. In einem loungigen Kelleraum wippen die Leute zu grooviger Musik. An milden Abenden dagegen hält sich die Londoner Szene gerne im "Yard" auf, das sich in einem Außenhof befindet. In kühleren Nächten amüsiert man sich im darüber gelegenen "Loft".

Reiseführer: Schon vor der Reise kann man sich online den deutschsprachigen Gay-UK-Reiseführer von VisitBritain anfordern (Link zum Bestellformular). Wer mehr über das schwule London wissen möchte, holt sich vor Ort beim Fremdenverkehrsamt gleich nach Ankunft weitere Prospekte über das Gay-Angebot der britischen Metropole. Denn welche Stadt ändert sich schon so rasend schnell wie diese?

Fotos: VisitLondon

1. April 2005