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  • 08.06.2016, 08:35h           44      Teilen:   |

Bayern

Erstmals CSU-Wagen beim CSD München

Artikelbild
Die CSU wird bei der CSD-Parade unter dem Motto "Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos" mit einem Wagen dabei sein (Bild: CSU)

Parallel zur Premiere auf der queeren Politparade am 9. Juli flammt bei den Christsozialen die Diskussion um die Ehe für alle wieder auf.

Bei der Politparade am 9. Juli zum Christopher Street Day in München wird erstmals ein Truck der Christsozialen mitrollen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Mittwoch.

Der Wagen "für 40 Gäste und mit Musik von DJ Jörg" wurde nach Angaben des Boulevardblatts von der CSU-Jugend Maxvorstadt angemeldet. Mitfahren sollen die "Dahoam"-Serienstars Brigitte Walbrun und Christine Reimer sowie der Kabarettist Jürgen Kirner. Mit Dietmar Holzapfel, dem Wirt der "Deutsche Eiche", habe die Partei auch einen Sponsor gefunden.

Laut "Bild" machte sich Münchens CSU-Bürgermeister Josef Schmid, der die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare unterstützt, bereits 2014 für einen CSD-Truck stark. Das Motto des Wagens sei noch unklar. "Wir sind die schrille Minderheit – dazu konnten wir uns nicht durchringen", zitiert das Blatt einen namentlich nicht genannten "Insider".

Das Motto für den Münchner CSD in diesem Sommer lautet: "Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos" und kann als Kritik an der Flüchtlingspolitik von CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer verstanden werden.

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Bayerns Junge Union stimmt über die Ehe-Öffnung ab

Unterdessen flammt nach einem Bericht des "Oberbayerischen Volksblatts" in der CSU die Diskussion um eine Ehe-Öffnung und ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wieder auf. Demnach will die bayerische Junge Union (JU) auf einer Sonder-Landesversammlung am übernächsten Wochenende über beide Fragen abstimmen lassen. "Wir müssen diese Diskussion endlich mal in der Partei führen", erklärte JU-Landeschef Hans Reichhart.

Auf dem letzten CSU-Parteitag im November 2015 hatte die Partei einen Antrag gegen die Ehe für alle an die Grundsatzkommission verwiesen (queer.de berichtete). Parallel hatte sich dort eine schwul-lesbische Gruppe innerhalb der CSU gegründet (queer.de berichtete).

In den bisherigen Entwürfen für das neue Parteiprogramm wird laut "Oberbayerischem Volksblatt" am Eheverbot für Lesben und Schwule festgehalten. Für eingetragene Partnerschaften gibt es lediglich warme Worte: "Wir schätzen und fördern, wenn Menschen füreinander einstehen und verlässlich Verantwortung und Sorge füreinander übernehmen", zitiert die Regionalzeitung aus den in der Partei kursierenden Papieren. Der Staat müsse "allen familiären Situationen gerecht werden" und dürfe keine Form der Familie ausgrenzen, "er darf aber auch nicht das von der überwiegenden Mehrzahl der Menschen gelebte Modell der traditionellen Familie mit der Gemeinschaft von Mutter, Vater, Kindern ins Hintertreffen geraten lassen". (mize)

 Update  SPD und Schwusos: "Herzlich Willkommen am CSD"

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die SPD und die Schwusos am Mittwochmittag auf den angekündigten CSU-Wagen auf dem Münchner CSD reagiert. "Herzlich willkommen am CSD, liebe CSU", erklärte SPD-Stadtrat Christian Vorländer: "In der Stadtpolitik schafft es die CSU – nachdem man ihr es lang genug erklärt hat – wichtigen LGBTI-Projekten zuzustimmen. Die großen Brocken müssen aber in Land und Bund aus dem Weg geräumt werden, und da ist die Münchner CSU nicht ohne Einfluss, den sie nutzen muss, wenn es ihr Ernst ist."

Auch Münchens Schwusos-Chef Daniel Jazdzewski forderte mehr als nur einen bunten Wagen: "Wer am CSD teilnimmt, muss auch die Forderungen und Werte des CSD teilen. Daher gehe ich davon aus, dass die JU jetzt innerhalb der CSU durch ihre Mandatsträger entsprechend Druck macht um die Blockaden gegen Eheöffnung und Adoption im Bund zu lösen". Jazdzewski wunderte sich zudem über den Anmelder des Trucks: "Warum muss eigentlich in der angeblich modernen Großstadt CSU ein einzelner JU Kreisverband des CSD-Wagen auf die Beine stellen? Hat die Mutterpartei immer noch ein ungutes Gefühl?"

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Tags: csu, csd münchen, grundsatzprogramm
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Reaktionen zu "Erstmals CSU-Wagen beim CSD München"


 44 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.06.2016
09:02:12


(+7, 17 Votes)

Von AntiFanti
Aus Berlin
Mitglied seit 02.04.2013


...mal ehrlich... WIE DUMM sind die organisatoren dort eigentlich? WARUM bietet man einer CSU einer lobby auf dem csd? merkt ihr nicht dass hier nur versucht wird einen auf tolerant zu machen nur weil eine handvoll leute in dieser partei schwul sind ist doch die gesamte csu gegen eine gleichstellung, solche parteien sollten ausgeschlossen werden oder aber man müsste auch die npd mitfahren lassen, dort scheint es ja auch schwule mitglieder zu geben, wo wird hier denn die grenze gezogen?


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#2
08.06.2016
09:28:50


(+6, 14 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das ist für mich ein Schlag ins Gesicht aller, die für die Öffnung der Ehe kämpfen.
Seit an Seit paradieren im CSD-Tralala mit denjenigen, die das Ziel der Gleichstellung täglich aus allen Kräften bekämpfen?

Wenn das mit dem Sponsoring stimmt:

Deutsche Eiche boykottieren!


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#3
08.06.2016
09:54:14


(+10, 16 Votes)

Von Yannick


Das ist genau das, was Enought is Enough kürzlich meinte:
es kann nicht sein, dass Parteien, die uns diskriminieren und wie Menschen 2. Klasse behandeln, dann einen CSD für ihre Wahlwerbung missbrauchen.


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#4
08.06.2016
10:06:34


(+8, 14 Votes)

Von johannes90
Antwort zu Kommentar #1 von AntiFanti


Vor wenigen Tagen gab es noch die Diskussion, ob man Rechtspopulisten auf dem CSD zulassen sollte ...


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#5
08.06.2016
10:28:38


(-8, 12 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016


Ist doch super, für das Erreichen politischer Ziele ist es nötig, Vertreter aller grossen Parteien ins Boot zu holen. Ich hoffe die Leute hier sind etwas pragmatisch:

Die CSU ist mehrheitlich konservativ und rückständig. Offensichtlich gibt es aber innerhalb der CSU eine wachsende Minderheit, welche für die Gleichberechtigung ist. Offenbar ist sogar Münchens Bürgermeister dabei.

Die Konservativen werden versuchen, diese wachsende Minderheit zu unterdrücken.

In Deutschland ist man bei den jetzigen Mehrheitsverhältnissen nunmal auf die Unterstütung der Konvervativen Partei oder zumindest teilen davon angewiesen.

In GB hat es auch geklappt mit der Eheöffnung dank den Konservativen unter Cameron.


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#6
08.06.2016
10:29:26


(+10, 14 Votes)

Von Carsten AC


Schauen wir uns mal an, was die CSU so verzapft:

"Wir schätzen und fördern, wenn Menschen füreinander einstehen und verlässlich Verantwortung und Sorge füreinander übernehmen"

Das übliche Blabla zum Abwimmeln.

Die fördern das gerade nicht, weil sie solchen Paaren und Familien eben einen Teil der Rechte verwehren. Und das darf nicht mal Thema an Schulen sein.

Und damit zeigt man natürlich auch, dass man das nicht schätzt.

Da wird also weder geschätzt noch gefördert.

----------------------------------------

"allen familiären Situationen gerecht werden"

Würde man das wollen, würden "alle familiären Situationen" die gleichen Rechte haben und gleich gefördert werden.

---------------------------------------

"er darf aber auch nicht das von der überwiegenden Mehrzahl der Menschen gelebte Modell der traditionellen Familie mit der Gemeinschaft von Mutter, Vater, Kindern ins Hintertreffen geraten lassen"

1. Das ist vor allem auch deshalb eine "überwiegende Mehrzahl" weil alles andere diskriminiert wird. Es gibt viele gleichgeschlechtliche Paare, die sofort heiraten würden, die aber kein diskriminierendes separates Rechtsinstitut eingehen wollen, das ihnen Rechte vorenthält.

2. Unabhängig davon, heißt das ja nicht, dass etwas eine besondere Exklusivität verdient, nur weil es von der Mehrheit bevorzugt wird.

3. Eine "traditionelle Familie" mit Vater, Mutter, Kind gerät nicht durch eine Gleichstellung anderer Familien "ins Hintertreffen". Es wird doch, wenn man andere Familien gleichstellt, diesen "traditionellen" Familien nichts weggenommen. Weder finanziell, noch an Rechten und Pflichten, noch moralisch oder sonstwie.

Liebe ist keine begrenzte Ressource. Nur weil man andere Formen von Liebe gleichstellt, bekommt niemand anderes was weggenommen.


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#7
08.06.2016
10:38:59
Via Handy


(+1, 9 Votes)

Von Sorry


aber der CSU-Wagen sollte direkt hinter dem Toilettenwagen rollen dürfen.....


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#8
08.06.2016
11:25:51


(+8, 12 Votes)

Von userer
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Antwort zu Kommentar #5 von Gutmensch


Sie kennen sich offenbar nicht so gut aus in der politischen Landschaft Deutschlands: Seehofer ist kein Cameron. Seehofer ist ein strammer Katholik, der Wasser predigt und Wein säuft. Vehement gegen die Ehe für alle und gegen das Adopitionsrecht, aber selbst mit einer "Geliebten" und außerehelichem Kind. So sieht's aus bei der CSU.


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#9
08.06.2016
11:45:34


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Gutmensch


""Ist doch super, für das Erreichen politischer Ziele ist es nötig, Vertreter aller grossen Parteien ins Boot zu holen.""..

Für das Erreichen politischer Ziele ist es notwendig UNTERSTÜTZER ins Boot zu holen, und nicht die Gegner zu hofieren !

Es ist absurd ausgerechnet die Partei auf einem CSD mitmarschieren zu lassen, die gegen die ELP vor dem BVG geklagt hat !

Es ist absurd ausgerechnet die Partei an einem CSD teilnehmen lassen zu wollen, die eine Abstimmung über die Ehe-Öffnung im Bundestag blockiert, weil sie auf dem "Fraktionszwang" besteht !

Es ist absurd, weil selbst ein passendes "Motto" für einen "fremdgesponserten" Wagen als "Kritik" am Parteivorsitzenden verstanden werden könnte, den man natürlich keinesfalls kritisieren darf..

Da gibt es nur ein passende Lösung :
Ganz so wie im Fall des Kölner CSD und der "Aktion" von "Pro Köln/Pro NRW"..

Parade absagen, und neu anmelden !

OHNE die Verhinderer !

""Offensichtlich gibt es aber innerhalb der CSU eine wachsende Minderheit, welche für die Gleichberechtigung ist.""..

Jepp..
Die können dann als Einzelpersonen am Umzug teilnehmen..
Oder die Straßen säumen, je nach Belieben..

Wer als Jude in die SA eintritt, weil er Fackelzüge so schön findet, hat nicht alle Latten am Zaun !

""In Deutschland ist man bei den jetzigen Mehrheitsverhältnissen nunmal auf die Unterstütung der Konvervativen Partei oder zumindest teilen davon angewiesen.""..

Blödsinn !

Wer als LGBTTIQ in eine Partei wie die CSU oder die CDU eintritt, kann nicht für
GLEICHE RECHTE FÜR ALLE
sein !

""In GB hat es auch geklappt mit der Eheöffnung dank den Konservativen unter Cameron.""..

Auch Unsinn !
Die Ehe-Öffnung in GB, die im Grunde genommen keine war, denn die Ehe für LGBTTIQ ist immer noch ein separates Rechtsinstitut, ein Extra-Gesetz ausschließlich für LGBTTIQ's, hatte mit den konservativen Tories nichts zu tun, denn diese haben sie mehrheitlich abgelehnt..

Sie gelang nur Dank des kleinen Koalitionspartners der Liberalen Partei..


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#10
08.06.2016
11:47:53


(-7, 11 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016
Antwort zu Kommentar #8 von userer


Und wegen einer Person soll man also die progressiven Kräfte innerhalb der CSU unterdrücken? Wieso genau?

Wenn man den liberalen teil der CSU ausschliesst hilft an ja eher noch dem Seehofer. Auch dieser ist einem Parteiinternen Konkurrenzkampf ausgesetzt. Zum Beispiel Münchens Bürgermeister.

Die Unterstützung einer so mächtigen Partei oder zumidest einem Teil davon ist nunmal notwendig, wenn man ohne Volksabstimmung etwas erreichen will.


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