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Mit diesem Plakatmotiv leistete der Modekonzern Benetton bereits vor fünf Jahren einen Beitrag zum queeren Dialog zwischen den Religionen – nach Protesten des Vatikan wurde es allerdings aus dem Verkehr gezogen

In der Berliner Marienkirche gibt es in diesem Jahr erstmals einen jüdisch-christlich-muslimischen Gottesdienst zum Christopher Street Day.

Am 22. Juli, dem Vorabend des Berliner CSD, feiert der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte um 18 Uhr in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), dem Abraham-Geiger-Kolleg und dem Liberal-Islamischen Bund einen Gottesdienst in der St. Marienkirche am Berliner Alexanderplatz.

Internationale Gäste wie der Imam Ludovic-Mohamed Zahed aus Frankreich, Father Andrew Cain von der St. James Church in London sowie die LGBT-Aktivisten Tom Canning aus Jerusalem und Bulat Baranteav aus NoWosibirsk unterstützen den gemeinsamen CSD-Gottesdienst.

Die Predigt hält die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Sie wird unter anderem darüber sprechen, warum sie sich auf Grund ihres christlichen Glaubens zu ihrer Amtszeit für die Abschaffung des Paragrafen 175 stark gemacht hat.

Kollekte ist für queere Flüchtlinge bestimmt

Außerdem gestalten Superintendent Bertold Höcker, Rabbiner Walter Homolka, Staatssekretär Björn Böhning, Vertreter des LSVD sowie Studierende des Abraham-Geiger-Kollegs die religionsübergreifende Veranstaltung. Auch Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird zu dem Gottesdienst in der Marienkirche erwartet, bei dem auch die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz mitwirken werden.

Besondere Aktualität gewinnt der Gottesdienst durch die rechtliche und liturgische Gleichstellung von homosexuellen Paaren in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (queer.de berichtete). Im Anschluss bittet der Kirchenkreis zu einem Empfang. Die Kollekte ist für die Arbeit mit homosexuellen und transgeschlechtlichen Geflüchteten in Brandenburg bestimmt. (cw/pm)



#1 TheDadProfil
  • 08.06.2016, 12:19hHannover
  • ""Die Kollekte ist für die Arbeit mit homosexuellen und transgeschlechtlichen Geflüchteten in Brandenburg bestimmt.""..

    Man kann sein Geld auch direkt spenden, oder direkt einsetzen..
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#2 userer
  • 08.06.2016, 12:47h
  • Die Vereinnahmung der Community durch Religioten, die eine 100%ige rechtliche Gleichstellung und Öffnung der Ehe letztlich doch bekämpfen, wird immer dreister.

    Ich finde es erschreckend, dass noch immer oder schon wieder so viele Religiotenschafe zum Anbeten ihrer Henker laufen.
    Dass der LSVD dabei ganz vorne mitblökt, ist leider nicht weiter verwunderlich.

    Wer finanziell helfen möchte, tut das m. E. ohnehin besser direkt, anstatt seine Spende über intransparent wirkende religöse Kanäle zu schicken.

    www.kirchenaustritt.de
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#3 RobinAnonym
#4 FennekAnonym
  • 08.06.2016, 13:02h
  • "Die Predigt hält die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)."

    Da haben die sich ja genau die richtige ausgesucht...

    Daran sieht man aber auch schon, was davon zu halten ist...
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#5 MarcAnonym
#6 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 08.06.2016, 13:36h
  • "Glaube" ist leider etwas, das den meisten Menschen schon in frühester Kindheit eingetrichtert wird. Vom ach so säkularen Staat wird das dann in der Schule schön verstärkt.

    Ich war vor einer Weile bei einem Info- und Diskussionsabend eines Uni-Schwulenreferats zum Thema Homosexualität und Religion. Erschreckenderweise musste ich feststellen, dass viele rationale Argumente überhaupt nicht zählten, da vieles "einfach im Glauben begründet" (und somit unanfechtbar und keiner Argumentation zugänglich) sei. Das sagten Anfang Zwanzigjährige, sicher nicht auf den Kopf gefallene Student_innen.

    Als rationalem Atheisten, der aus vollster Überzeugung schon vor sehr vielen Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist, sträubten sich mir bei mancher "glaubensbasierter" "Argumentation" der Student_innen buchstäblich die Nackenhaare.
    Kritik, Nachfragen, Bemühen um Sachlichkeit und die Frage, wozu man das letztlich alles braucht, wenn doch größte Teile der Kirchen nach wie vor gegen uns arbeiten, verpufften schlichtweg.

    Ein sehr ernüchterndes Erlebnis.

    Ich kann jedenfalls rational nicht nachvollziehen, weshalb wir Glaube und Kirchen brauchen sollten, um eine menschenwürdige und lebenswerte Gesellschaft zu gestalten. Eher im Gegenteil.
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#7 GutmenschProfil
  • 08.06.2016, 14:22hSt. Gallen
  • Gotteslästerung ist das!

    werden einige sagen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Christen etwas gemeinsames mit Muslimen machen. Das könnte ein kleiner Skandal werden, schliesslich haben viele angst vor dem Untergang des Abendlands. Oder es könnte auch den Religionsfrieden fördern.

    Vielleicht werden die Juden, Christen und Muslime auch von schwulen Fanatikern angepöbelt. Das gäbe eine schöne Story mit welcher man gut Hass gegen Schwule schüren könnte.
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#8 PeerAnonym
  • 08.06.2016, 14:32h
  • Jetzt wollen die Religioten sogar schon auf CSDs missionieren.

    Wenn die uns schon nicht vernichtet bekommen, wollen sie wenigstens Mitsprache haben und ihre Gehirnwäsche loswerden.

    Und sich dann auch noch mit dem Geld anderer Leute als barmherzige Samariter aufspielen können.
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#9 FinnAnonym
  • 08.06.2016, 14:49h
  • """"""""""""""""""""""""
    in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD)
    """""""""""""""""""""""""

    Der LSVD ist sich echt für nichts mehr zu schade...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FinnAnonym