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  • 08.06.2016, 12:29h           140      Teilen:   |

"Melbourne Gay Community Periodic Survey"

Studie: Mehr Schwule in offenen Beziehungen

Artikelbild
Monogame Beziehungen sind laut der Studie auf dem Rückzug

Auch Fremdgehen macht glücklich: Laut einer australischen Studie leben mehr schwule und bisexuelle Männer in einer offenen als in einer monogamen Beziehung.

Eine aktuelle Umfrage aus dem australischen Melbourne kommt zu dem Ergebnis, dass eine knappe Mehrheit der schwulen und bisexuellen Männer in einer Beziehung auch Sex mit anderen Personen haben. Nach Angaben der "Gay Community Periodic Survey: Melbourne 2016" (PDF) leben 32 Prozent der Befragten in einer offenen Beziehung. 31 Prozent haben mit ihrem Partner vereinbart, monogam zu leben. Hinzu kommen 23 Prozent, die nur Gelegenheitssex haben, sowie 15 Prozent, die derzeit auf sexuelle Beziehungen verzichten. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Zahl der offenen Beziehungen damit leicht erhöht.

Für die aktuelle Studie wurden insgesamt rund 2.900 Männer befragt, die meisten davon während des Midsumma Festival, einer LGBT-Party in Melbourne, die jedes Jahr im Januar oder Februar mehr als 120.000 Menschen anzieht. Die University of New South Wales führt die Studie regelmäßig seit 1998 durch. Allerdings erreichen die Forscher freilich nur Männer, die an derartigen Events teilnehmen. Einige Befragte wurde auch online rekrutiert. Insgesamt sind die Teilnehmer jünger als die Durchschnittsbevölkerung.

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Mehr HIV-Tests und PrEP

Bei Gelegenheitssex ist laut der Studie nach wie vor Kondomnutzung üblicher als bei festen Partnern. Allerdings ist zum ersten Mal in der Geschichte der Studie die Zahl der Männer höher, die bei Gelegenheitssex in den letzten sechs Monaten mindestens einmal kein Kondom nutzten (43 Prozent), als die derjenigen, die immer Kondome übergezogen haben (41 Prozent).

Gleichzeitig lassen sich schwule und bisexuelle Männer immer häufiger auf HIV testen. Zudem sind immer mehr HIV-Positive in medikamentöser Behandlung und haben eine Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze – damit liegt das Risiko einer Übertragung Studien zufolge praktisch bei Null. Insgesamt befinden sich über 95 Prozent der Positiven in Behandlung – 2012 waren es nur 78 Prozent.

Außerdem nutzen rund sechs Prozent der HIV-Negativen die Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) – im Jahr zuvor waren es nur 1,4 Prozent. Die PrEP-Pille, die täglich eingenommen werden muss, schützt die Nutzer vor einer HIV-Übertragung. Sie ist bislang in Deutschland noch nicht erhältlich, eine Zulassung ist aber bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur beantragt worden (queer.de berichtete).

Die Studie zeigt weitere Trends auf: Immer mehr Männer treffen sich demnach über Dating-Apps wie Grindr. In den letzten sechs Monaten haben so 48 Prozent der Befragten Partner getroffen. In Bars waren dagegen nur 29 Prozent erfolgreich auf der Pirsch.

Mehr Drogenkonsum

Auch mehrere Drogen sind in den vergangenen vier Jahren offenbar populärer geworden: Am beliebtesten war Poppers, das von 42 Prozent der Befragten genutzt wurde (im Vergleich zu 2012 plus sieben Prozentpunkte). Danach folgten Marihuana mit 32 Prozent (plus fünf Prozentpunkte), Ecstasy mit 21 Prozent (plus drei Prozentpunkte), Viagra mit 20 Prozent (plus vier Prozentpunkte) und Kokain mit 18 Prozent (plus fünf Prozentpunkte). Crystal Meth blieb stabil bei rund zehn Prozent, während der Konsum von Heroin auf 0,5 Prozent gesunken ist. Insgesamt nahmen mehr als ein Viertel der Befragten drei oder mehr verschiedene Drogen in den letzten sechs Monaten ein. (cw)

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Tags: studie, australien, offene beziehung
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Reaktionen zu "Studie: Mehr Schwule in offenen Beziehungen"


 140 User-Kommentare
« zurück  12345...1314  vor »

Die ersten:   
#1
08.06.2016
12:50:06


(+7, 13 Votes)

Von Robin


Für meinen Freund und mich wäre das nichts, aber jeder nach seiner Facon.


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#2
08.06.2016
12:51:39
Via Handy


(+3, 13 Votes)

Von PsycheAmor


Ist das jetzt 'ne Errungenschaft und Fortentwicklung? Mehr offen, mehr Drogen, mehr PrEP. I don't know.


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#3
08.06.2016
12:57:41


(-2, 20 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016


Warum schreibt ihr, dass Fremdgehen glücklich macht? Das ist kompletter Unsinn und geht auch nicht aus der zitierten Studie hervor.

In der Glücksforschung ist man sich einig das Menschen durch eine feste Ehe glücklicher werden. Der Unterschied zu Single-Menschen ist deutlich und die Kausalität ist erwiesen.


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#4
08.06.2016
14:14:02


(-3, 21 Votes)

Von niccinicci


Kommen früher oder später sowieso die meisten ehrlichen Beziehungen hin, das nur offene Beziehungen funktionieren. Alles andere ist Heuchelei wie bei Heten. Ist der Partner aus dem Haus, wird rumgehurt, ist er da, wird auf heile Welt gemacht. Ich glaube keiner monogamen Beziehung mehr, die ich nicht selber erlebe. Wirkliche alle, absolut alle, ficken irgendwann in der Gegend rum, und das ist auch klasse so. Alles andere ist von der Kirche und von Heten auferzwungen und absolut unnatürlich.


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#5
08.06.2016
14:34:45


(+12, 12 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #3 von Gutmensch


Das kann man gar nicht verallgemeinern.

Gerade wie sollten uns vor Pauschalisierungen hüten.

Manche sind halt als Singles mit wechselnden Sexualpartnern glücklich, andere in einer offenen Beziehung und wieder andere in einer monogamen Beziehung.

Jeder so wie er mag. Gerade wir sollten das akzeptieren.


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#6
08.06.2016
14:40:17
Via Handy


(0, 12 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016
Antwort zu Kommentar #5 von Finn


Ja klar, ich meinte auch gar nicht, dass das für alle gilt.

Was mich stört ist dass im Artikel steht "Fremdgehen macht glücklich" und dann wird eine Studie zitiert, die das gar nicht aussagt. Im Durchschnitt ist nämlich das Gegenteil der Fall.


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#7
08.06.2016
14:46:17
Via Handy


(0, 10 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016
Antwort zu Kommentar #4 von niccinicci


Das stimmt nicht, feste Partnerschaften sind durchaus natürlich und haben viele Vorteile. Natürlich kann es auch eine enge Partnerschaft in einer offenen Beziehung geben, aber den meisten kommt dann die natürliche Eifersucht in die Quere.

So sind viele offenen Beziehungen leider nur noch bessere Frunschaften "with Benefits". Wer sagt dann zum Beispiel dass ich mit einer fremden Person nicht auch einen Romantischen Abend verbringen kann statt nur sex.


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#8
08.06.2016
14:50:09


(-1, 9 Votes)

Von niccinicci


Das sowieso, jeder wie er will und nach seiner Farcon. Aber natürlich können und dürfen auch Schwule verallgemeinern, wir sind ja keine Übermenschen. Und meine Erfahrung ist einfach, das besonders Männer sexuelle Wesen sind und monogame Beziehungen eher auf Angst vor dem Alleinesein und deshalb auf Kompromisse eingehend beruhen. Im Prinzip ist das "Fremdgehen" (dämliches Wort) ja schon da, wenn man sich einen schüttelt und nicht an seinen Partner denkt. Den will ich sehen, wer das bringt. Monogame Beziehungen sind eindeutig aufgedrückt, von Kirche und Gesellschaft, gerade ersteres wird hier ja immer so kritisiert. Das sie um einiges gesünder sind, das ist klar. Aber auch um ein vielfaches langweiliger.


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#9
08.06.2016
14:52:20


(+3, 7 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #6 von Gutmensch


"""""""""""""""
Ja klar, ich meinte auch gar nicht, dass das für alle gilt.
""""""""""""

Und wieso schreiben Sie dann, dass das "erwiesen" sei und man sich darüber "einig" sei?


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#10
08.06.2016
14:57:06


(+3, 13 Votes)

Von UrsaMajor
Antwort zu Kommentar #7 von Gutmensch


Auf eine Argumentation auf der Basis "das ist das Natürlichere" hab' ich nur gewartet.

Wie war das doch gleich? Heterosexualität ist auch "das Natürlichere"? Missionarsstellung ist "natürlich", alles andere ist "widernatürlich"? Überhaupt ist alles, was nicht der heterosexuellen, monogamen Fortpflanzung dient, "widernatürlich"?

Bitte mal überlegen, wer die "Natürlichkeit" definiert. Die Natur ist es jedenfalls in den seltensten Fällen.


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