Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 10.06.2016, 14:04h           14      Teilen:   |

Noah Galvin geht auf Colton Haynes los

Coming-out-Zickereien unter schwulen US-Schauspielern

Artikelbild
Noah Galvin (aus der Sitcom "The Real O'Neals") attackiert Colton Haynes (hier in einer Szene aus "Teen Wolf") (Bild: ABC/MTV)

Noah Galvin kritisiert seinen Schauspielkollegen Colton Haynes wegen dessen vorsichtigen Coming-outs als "Allerschlimmsten". Inzwischen tut ihm sein Ausbruch Leid.

Zwischen den beiden offen schwulen Schauspielern Noah Galvin und Colton Haynes kracht es: Der 22-jährige Galvin, der die Hauptrolle in der Dan-Savage-Sitcom "The Real O'Neals" spielt, sagte in einem am Donnerstag im Magazin "Vulture" veröffentlichten Interview, Haynes sei der "Allerschlimmste", weil sich der 27-Jährige so vorsichtig geoutet habe: "Das ist kein Coming-out. Das ist 'fucking pussy bullshit'. Das ist wie wenn genug Leute denken, dass ich mit Männern schlafe, und ich stimme nur ein bisschen zu, dass ich ein oder zwei Schwänze geblasen habe. Das hilft den kleinen Schwulen nicht weiter, außer mit neuem Wichsmaterial."

Haynes, der mit Hauptrollen in den Fernsehserien "The Gates", "Teen Wolf" und "Arrow" bekannt geworden ist, hatte sich Anfang des Jahres sehr zurückhaltend geoutet: Im Januar reagierte er in einem sozialen Netzwerk auf einen Nutzerkommentar, in dem ihm eine "geheime schwule Vergangenheit" unterstellt worden war, mit dem Kommentar: "War das ein Geheimnis?" (queer.de berichtete). Erst im Mai sprach er in einem Interview erstmals offen über seine Homosexualität und dass er zuvor so große Angst vor einem Outing gehabt hatte, dass er sich in psychologische Behandlung begeben musste (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Haynes: "Sollten wir nicht einander unterstützen?"

Kurz nach der Veröffentlichung des Interviews reagierte Haynes verständnislos via Instagram auf die Anschuldigungen des Sitcom-Stars. "Ich möchte klarstellen, dass ich diesen Jungen nie getroffen habe, daher ist es unangebracht, dass er über mich urteilt, ohne mich zu kennen und ohne zu wissen, was ich durchgemacht habe. Das ist eher peinlich für ihn", so Haynes. Er fragte: "Sollten wir uns nicht alle einander unterstützen?" Die Mitteilung, die innerhalb weniger Stunden über 100.000 Likes und mehr als 4.000 Unterstützer-Kommentare angesammelt hat, unterschrieb er mit "Colton Pussy Haynes".

Nach viel Kritik in sozialen Netzwerken tut Galvin das Interview nun offenbar Leid. Am Freitagmorgen schrieb er auf Twitter, dass das ganze Interview in 'Vulture' der "LGBTQ-Community geschadet" habe. Er sprach direkt Colton Haynes und LGBT-Jugendliche an: "Ich habe kein Recht vorzuschreiben, wann und wie sich jemand outet. Ich weiß, wie schwierig und beängstigend der Coming-out-Prozess sein kann, und ich wollte nie etwas tun, was das noch beängstigender macht."

Galvin entschuldigte nicht nur bei Haynes für seine Ausführungen, sondern auch bei Eric Stonestreet, über den er sich in dem Interview ebenfalls abfällig geäußert hatte. Galvin hatte den heterosexuellen "Modern Family"-Schauspieler, der den schwulen Cameron spielt, vorgeworfen, "die Karikatur einer Karikatur eines Klischees eines Klischees" zu spielen. Galvin sagte in seiner Entschuldigung, er sei neu in diesem Geschäft und werde zukünftig mehr darüber nachdenken, was er sage. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 14 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 91             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: colton haynes, noah galvin, coming-out
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Coming-out-Zickereien unter schwulen US-Schauspielern"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
10.06.2016
14:55:47


(+8, 10 Votes)

Von David K


Wir sollten uns nicht gegenseitig bekriegen, sondern lieber den gemeinsamen Feind bekriegen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
10.06.2016
14:59:30


(+5, 7 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Mir gefällt "The Real O'Neals" und ich finde Noah bzw. seine Figur Kenny ONeal sympathisch. Trotzdem fallen mir zu dem Zitat
>>> "die Karikatur einer Karikatur eines Klischees eines Klischees" spielen. <<<
zumindest was diverse Einschübe und Traumsequenzen betrifft zwei Wörter ein:

Glashaus, Steine.

Ja, die Serie spielt mit Klischees, die teilweise parodistisch überhöht werden, aber die Grenze zwischen realität und Parodie ist fließend und teilweise nicht leicht und für jeden zu erkennen. Erfreulicher weise trifft das aber nicht nur auf den Themenbereich Sexuelle-Orientierung sondern auch auf Religiosität zu.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
10.06.2016
15:00:07


(+6, 10 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Was geht das einen Noah Galvin an wie sich irgendjemand, den er nur aus der Zeitung kennt, outet? So ein Volltrottel.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
10.06.2016
21:35:36
Via Handy


(-9, 15 Votes)

Von YoungHeterolike


Haynes ist definitiv ein besseres Vorbild für junge Schwule als galvin.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
10.06.2016
21:52:54


(-4, 14 Votes)

Von MirkoMüller


Auch #TeamHaynes, er sieht besser aus. Fertig.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
10.06.2016
21:58:48


(+3, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von YoungHeterolike


Im Gegensatz zu Dir hatten sie beide ein mediales und vor allem öffentliches Coming Out..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
11.06.2016
02:24:37


(+6, 6 Votes)

Von keyjahn


Ich habe das ganze gestern quasi "live" mitbekommen...ich war zufällig online als GayNews den Artikel um Noah Galvin postete und war fassungslos über dessen Aussagen.
Ich bin ehrlich, ich kannte ihn vorher nicht. Colton hingegen schon, habe Artikel von ihm gelesen, folge ihm auch auf Snapchat (ihn darüber lamentieren zu hören, das seine Ma lieber zur Nachbarin gegangen ist um ihre Show zu gucken als mit ihm zu kuscheln...) Er ist sympathisch und hat eigentlich nie ein schlechtes Wort für jemanden übrig.
Dann kam auch der Post von Colton und er schrieb wie ironisch es doch sei; er hätte vor einem Monat die Arbeit von Noah Galvin gelobt, ihm getweetet, das er einen Emmy verdienen würde.
Colton und Noah sind 2 sehr unterschiedliche Menschen. Für Noah Galvin war sein Coming Out "einfach", er hatte keine psychischen Probleme.
Colton hat(te) diese aber. Ähnlich wie Wentworth Miller, der erst mit 41 die Kraft fand, der Welt zu offenbaren, das er schwul ist.
Jeder brauch seine eigene Zeit, besonders, wenn man vielleicht nicht die aller stabilste Psyche hat.
Ich muss sagen, bei Coltons Post waren auch die letzten Sätze der Beweis, das er wirklich Größe hat.
"You're a young kid...hopefully you'll eventually learn a thing or two. Good Luck. I'm sure I'll seeya around."

Ich würde sagen, gerade wenn man an sich zweifelt, wird jemand wie Colton eher ein Vorbild sein.
Und nein, nicht nur als "Wichsvorlage".


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
11.06.2016
07:16:45


(+4, 4 Votes)

Von Habukaz
Mitglied seit 07.11.2013
Antwort zu Kommentar #7 von keyjahn


Das ist ja auch nicht die volle Wahrheit, die Colton da erzählt hat. Er war in in seiner High School Zeit offen schwul und hatte einen Freund. Die beiden haben zusammen sogar mehrere Foto Shootings gemacht nach dem Motto "Guckt euch dieses tolle Paar an". Also Colton dann aber Karriere in Hollywood machen wollte, hat er dann versteckt, dass er schwul ist. Und erst dann. Als er sich Anwälte leisten konnte, hatte er welche angeheuert, um die Fotos seiner schwulen Vergangenheit aus dem Internet zu löschen, wo immer sie auftauchten. Und er hat angefangen mit Frauen auszugehen. Mit seinem schwulen Bruder und dessen Mann hat er ja auch immer Bilder auf Instagram gestellt. Also psychologische Probleme mit Schwulsein hatte er nicht, für Colton ging es nur um seine Karriere. Er dachte, wenn er schwul ist, bekommt er keine großen Rollen. Und das kritisiert Noah Galvin zurecht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
11.06.2016
07:26:13


(+5, 5 Votes)

Von Habukaz
Mitglied seit 07.11.2013
Antwort zu Kommentar #1 von David K


Wenn es bloß so einfach wäre. Da gab es diese Typen, die nur auf 'richtige Männer' stehen, sich selbst dafür halten und dann sagen: "Alle Tunten sind scheiße und geben Schwulen einen schlechten Ruf und überhaupt sollte es verboten werden, dass Tunten im Fernsehen auftreten." Die bekämpfen dann lieber die weniger männlichen von uns und verleugnen dann, dass sie homophob sind, obwohl sie genau so wie Homophobe das typisch Weibliche als minderwertig hinstellen.

Die Warheit ist nunmal, dass wir nicht wie z.B. Schwarze in schwarzen Familien mit einer ähnlichen schwarzen Kultur aufwachsen. Wir wachsen in einer homophoben Welt manche von uns nehmen mehr von dieser Homophobie auf als andere.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
11.06.2016
07:30:01


(+6, 6 Votes)

Von Habukaz
Mitglied seit 07.11.2013
Antwort zu Kommentar #4 von YoungHeterolike


Wieso das? Colton hat seine Sexualität versteckt. Das sagt jungen Schwulen doch, dass sie ihr Schwulsein verstecken müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Und die, die sich nicht verstecken können, sind dann wie üblich am Schlimmsten dran.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Jetzt unterschreiben: Kein Schmusekurs mit Homo-Hassern in Bayern! Landtagsdebatte in Sachsen-Anhalt: Die AfD sagt der "Normabweichung" Homosexualität den Kampf an Volker Beck: Nicht vor Homophobie von Muslimen zurückweichen Gericht: Schwule Flüchtlinge aus Marokko haben Anrecht auf Asyl
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt