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  • 10.06.2016, 15:34h           6      Teilen:   |

Absurde Anfrage in München

Bayernpartei besorgt über sexistischen CSD


Im Rathaus muss sich Oberbürgermeister Dieter Reiter Gedanken machen, wie sexistisch der High-Heels-Wettlauf ist.


Eine konservative Münchner Stadtratsfraktion erklärt in einer am Donnerstag eingereichten Anfrage an den OB, dass der CSD "Frauen auf bloße Äußerlichkeiten" reduziere – und nennt als Beispiel handtaschenwerfende Drag Queens mit "üppigen Dekolletees".

Die Fraktionsgemeinschaft aus Bayernpartei und Freien Wählern (Eigenbezeichnung: "Bürgerliche Mitte") setzt damit die Saison der absurden Anfragen zu CSDs fort, nachdem bereits Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen entsetzte Anfragen wegen Regenbogenfahnen und Co. gestellt haben (queer.de berichtete).

Die von Stadtrat Johannes Altmann von der separatistischen Bayernpartei initiierte Anfrage trägt die Überschrift "Sexismus im Münchner Straßenbild – Finanziert mit Steuergeldern?". Darin wird bemängelt, dass mehrere Fraktionen des Stadtrats sexistische Werbung mit einer Frau im Bikini kritisiert haben, aber nicht den CSD. Dieser habe sich inzwischen zu einer "schrillen Party" gewandelt, "auf der zu großen Teilen (Geschicklichkeits-Wettlauf in High Heels, Handtaschen-Weitwurf, Blondinen-Perücken und üppigen Dekolleteees) die selben Klischees bedient werden und – wenn auch unter dem Deckmäntelchen der Ironie – das selbe negative Frauenbild präsentiert wird wie in der viel gescholtenen Werbung".



Natürlich wird auch wieder gefragt, ob der CSD am 2. Juli-Wochenende mit Steuergeldern unterstützt werde. Der langjährige Stadtrat Thomas Niederbühl von der Rosa Liste hat die Anfrage inzwischen auf seiner Facebook-Seite zum "Witz des Tages" erklärt. Dem schließen wir uns an. (dk)

Bild: Wiki Commons / Guido Radig / cc by 3.0

Links zum Thema:
» Webseite des CSD München
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Tags: münchen, csd, bayernpartei
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Reaktionen zu "Bayernpartei besorgt über sexistischen CSD"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
10.06.2016
16:18:36


(+9, 13 Votes)

Von Felix


Da es denen ja gar nicht um eine ernsthafte Antwort geht, braucht man denen auch nicht zu antworten.

Deren Vorwürfe sind so lächerlich, dass man sie sofort durchschaut.


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#2
11.06.2016
07:45:28
Via Handy


(+7, 11 Votes)

Von Nick


Die Bayernpartei setzt sich für Frauenrechte ein? Was haben die geraucht?

Diese Herren hätten doch lieber Frauen am Herd...


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#3
11.06.2016
08:36:16
Via Handy


(-1, 7 Votes)

Von Teils


Sehe ich ein bisschen auch so, Weiblichkeit wird auf csd's teils sexistisch inszeniert.
Man kann sagen, man sieht vor allem halbnackte Jungs und damit freizügige Männlichkeit, aber diese sind Männer, die auf Männer stehen.

Bei der dargestellten Weiblichkeit hingegen, sind es weniger Lesben die für freizügige Weiblichkeit sorgen, sondern als Frauen verkleidete Männer.

Wie in der Gesamtgesellschaft auch, dient der weibliche Körper als Projektionsfläche von Männern. Ob es nun Miss Wahlen im Heterobereich sind oder Miss CSD...meist männliche Veranstalter machen einen großen Bohai um Busen und Co.
Die Medien greifen das natürlich auf und covern bei Berichten zum CSD nicht mit Schwulen und Lesben, sondern mit M zu F Transvestiten, obwohl diese einen Verhältnismäßig kleinen Teil ausmachen.

Mich wundert als Schwuler, der sowohl mit echten als auch künstlichen weiblichen Körperteilen nichts anfangen kann ( weder an anderen noch an mir), dass sich die "Szene" auf den CSD's bewusst weiblich inszeniert in dem sie Transvestiten als Maskotchen nimmt anstatt alle gleich zu behandeln...von wegen Vielfalt.

Reicht doch wenn die Heteros Busen und Co in jeder Werbung und vielen Zeitungscovern inszenieren, dass sollte auf CSD's nicht auch noch als Aushängeschild genommen werden.


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#4
11.06.2016
13:15:38


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #3 von Teils


""dass sich die "Szene" auf den CSD's bewusst weiblich inszeniert in dem sie Transvestiten als Maskotchen nimmt anstatt alle gleich zu behandeln...von wegen Vielfalt.""..

Eine Forderung an die Unsichtbarkeit von "Transvestiten" ist das Gegenteil von Vielfalt..

Wer alle gleich behandeln will, muß auch diese Menschen als Teil der Vielfalt betrachten, und nicht als Auslöser eines herbeigeredeten angeblichen Sexismus von "Männern" gegenüber "Frauen", die jetzt ausgerechnet von einer "Bayern-Partei" entdeckt wird, die als Wahlprogramm die "Familie" der Fünfziger Jahre propagiert..


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#5
12.06.2016
05:21:01


(0, 4 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Es gibt noch mehr humorlose Parteien außer den C-Schlingels und SchlingelInnen?

*Staun*

Aber der Sexismus allenthalben regt die nicht auf? Oder schreiben sie sowas auch an die Trash-TV-Sender und solche, die fast nur Werbung präsentieren? An Magazine, an den Playboy, an Cheerleader-Gruppen, an die Disco- und Party-Szene...an Schneewittchen und die 7 rattenscharfen Zwerge, die, wenn Schneewittchen mal Shoppen bei Schuh-Werk ist, auch mal Gruppensex ...äh ... na ja, ihr wisst schon.

Dass die sich jetzt ausgerechnet über Transvestiten her machen müssen. Alles bissi ulkig, vielleicht ja doch versteckter Humor, weil so viele heterosexuelle Transvestiten sich ebenso wundern werden, wie die Schwulen darunter.

Hm, wenn sich die Bayern-Partei mit Frauen in Männer-Klamotten crossgedressed beteiligen möchte, um den Sexismus ein wenig runterzudrücken, why not? So ein Krawatten-Wett-Binden oder Möpse flach drücken, adretter Herrenschnitt zum mühsam zurecht geschminkten Dreitagebart oder Zwirbelschnäuzer wäre doch mal was für die Damen dieser Partei.
Vielleicht wird's 'n Gaudi und man lacht hinterher gemeinsam. Gratis Style-Beratung inklusive.

Nur so'n Vorschlag, den Hammer müsst ihr selber holen.


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#6
14.06.2016
20:38:46
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Schnepfe0815


Na ja, es gibt eben eine gewisse indirekte oder direkte Komplizenschaft mit gewissen Emanzen und den Reaktionären in Sachen Prüderie = Sexualfeindlich = Homophob. Aber psst !......


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