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  • 13.06.2016, 19:59h           4      Teilen:   |

Gänsehaut-Tribut

Orlando: Eine Rose von Jimmy Somerville

Im Gedenken an die Opfer des homophoben Anschlags hat der schottische Pop-Sänger ein zu Tränen rührendes Video veröffentlicht.



"You and me together – fighting for our love" – mit diesen Zeilen hat der schottische Pop-Sänger Jimmy Somerville in den Achtzigern den Soundtrack zur Bewegung geliefert und zugleich Homohass definiert: "Verachtung in deinen Augen, wenn ich mich drehe, um seine Lippen zu küssen. Ich liege gebrochen, all meine Gefühle leugnend, Blut auf deiner Faust."

Mit dem Song hat der inzwischen 54-Jährige am Montag eine Videobotschaft zum Anschlag in Orlando veröffentlicht, die ans Herz geht.



Übersetzt sagt Somerville:

Das ist eine Rose. Das ist überall anerkannt als eine Blume der Liebe. Diese Rose ist für all die, die in den frühen Stunden des Sonntagmorgen in Orlando gestorben sind. Diese Rose ist für alle, die überlebt haben am Sonntagmorgen in Orlando. Und diese Rose ist auch für euch: Hört nie auf, die Hand zu halten, hört nie auf, die Lippen zu küssen von denen, die ihr liebt. Lasst nicht zu, dass uns das genommen wird. Wenn ihr jemanden liebst, sagt ihnen, dass ihr sie liebt und gebt ihnen eine Rose.

Ich fühle mich traurig. Aber ich fühle mich wütend. Ich wollte diese Botschaft aus Solidarität senden. Dieser Song war "Why?" und ich habe das 1984 gesungen, als ich in einer Band namens Bronski Beat war. Und die Lyrics sind heute noch genauso bedeutend wie sie damals waren.

Ich wollte also einfach heute meine Solidarität mit allen zeigen. Ich fühle mich sehr emotional. Und es kommt vom Herzen. Also ist das (die Rose) für euch.



Das Originallied:



"Why?" war ein großer Charterfolg in ganz Europa, in Deutschland erreichte der Song Platz 5 der Singlecharts, das Album "Age of Consent" mit Hits wie "Smalltown Boy" erzielte Platz 4. Zusammen mit Richard Coles, der heute als anglikanischer Priester arbeitet, gründete er später die Communards, deren "For a Friend" die Trauer dieser Tage auch gut trifft. Somerville hatte das Lied nach dem frühen Aids-Tod des LGBT-Aktivisten Mark Ashton geschrieben, der in den letzten Jahren durch den BBC-Film "Pride" wieder bekannt wurde.

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Tags: jimmy somerville, orlando, bronski beat, communards
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Reaktionen zu "Orlando: Eine Rose von Jimmy Somerville"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.06.2016
21:32:10


(+15, 15 Votes)

Von Felix


Jimmy hat vollkommen recht:
" Hört nie auf, die Hand zu halten, hört nie auf, die Lippen zu küssen von denen, die ihr liebt. Lasst nicht zu, dass uns das genommen wird. "

Wir müssen sichtbar sein. Sonst haben die Homohasser gewonnen und wir sind wie lebendig begraben.

Je mehr von uns offen schwul, lesbisch, bi und trans sind, desto mehr sieht die Welt, dass wir uns von niemandem unterdrücken lassen.

Und dann sehen die Menschen auch, wie viele wir sind...


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#2
14.06.2016
00:57:11


(+9, 9 Votes)

Von Keep Kissing


Auf den Prides, in Videos und Textbotschaften sowie bei den Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen liest und hört man immer wieder:

"Don't stop kissing"

"Keep kissing"

U.ä.

Das ist tatsächlich die wichtigste Botschaft!

Wir dürfen uns unsere Freiheit nicht nehmen lassen! Das sind wir nicht nur den Opfern, sondern auch uns selbst schuldig.

Wir müssen zeigen, wie viele wir sind und dass niemand uns zur Selbstverleugnung bringen kann.

Liebe ist stärker als Hass...


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#3
14.06.2016
10:34:57


(+9, 9 Votes)
 
#4
14.06.2016
18:35:00


(+7, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


Völlig richtig. Aber wenn ich exakt das fordere - ohne dass so ein trauriger Anlass wie in diesem Fall da ist - dann kreischen (egal ob hier im Forum oder sonst wo) gleich massenweise hysterische Klemmschwestern "NEIN! - Bloss nicht! - Nur nicht auffallen, immer schon auf 'hetero' machen, ja nicht sichtbar sein. Ich erinnere nur an Mikesch, Seb1983 etc. - Das ist leider so. Wir wenigen sichtbaren Schwulen haben in dieser Hinsicht, glaube ich, noch verdammt viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Vor allem auch, damit die Leute endlich mal kapieren, dass es - nicht nur nach einem homophoben Attentat - sondern IMMER wichtig ist, sichtbar zu sein. Auf's CSD und Protesten genauso sehr wie tagtäglich im Alltagsleben.
Darum erneut mein Aufruf an alle Klemmschwestern:
RAUS AUS EUREN SCHRÄNKEN - REIN IN DIE STRASSEN! GLEICHE RECHTE FÜR UNS SCHWULE!


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